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Wie viel bekommt man bei einer Sedierung mit?

Gefragt von: Herr Prof. Jörg Götz B.A.  |  Letzte Aktualisierung: 16. Januar 2026
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Bei einer Sedierung bekommt man starke Beruhigungs- und/oder Schlafmittel (Sedativa), oft in Kombination mit Schmerzmitteln (Analgetika), meist intravenös über einen venösen Zugang. Typische Medikamente sind Midazolam (Benzodiazepin) und Propofol, die in eine tiefe Entspannung, Angstfreiheit und oft auch eine Gedächtnislücke (Amnesie) führen, sodass die Behandlung als kurz oder nicht erlebt wird, ohne das Bewusstsein komplett zu verlieren. Zusätzlich erfolgt meist eine Lokalanästhesie für die Schmerzkontrolle direkt am Ort des Geschehens.

Was bekommt man bei einer Sedierung mit?

Es gibt zwei Medikamente, die Sie zum schlafen gespritzt bekommen können. Das eine Medikament heißt Midazolam und das andere Medikament Disoprivan. Midazolam führt zu einem leichten Schlaf und Benommensein. Nach der Untersuchung vergessen Sie, was während der Untersuchung passiert ist (sogenannte retrograde Amnesie).

Was kriegt man im Dämmerschlaf mit?

Bei einer Dämmerschlaf-Narkose werden Ihnen also über einen Venenzugang sowohl Schmerzmittel als auch Beruhigungs- oder Schlafmittel verabreicht. Durch diese Kombination werden Sie in einen tiefen, vollkommen angst- und schmerzfreien Entspannungszustand versetzt.

Was spürt man bei einer Sedierung?

Eine Sedierung fühlt sich an wie ein Zustand tiefer Entspannung und Dämmerschlaf, in dem Angst und Schmerzempfinden stark reduziert sind, man sich aber noch wohl fühlt, ansprechbar bleibt (oft bei Lachgas) oder sogar wegdämmert (beim Dämmerschlaf), wobei die Erinnerung an den Eingriff meist verschwommen oder gar nicht vorhanden ist, ähnlich einem leichten Alkohol- oder Schlafgefühl, und das Zeitempfinden sich verzerrt.
 

Was kostet eine Sedierung?

Die Kosten für eine Sedierung variieren stark je nach Art (Lachgas, Dämmerschlaf, Vollnarkose), Dauer der Behandlung und dem Anwendungsbereich (Zahnarzt, MRT), aber Sie müssen mit etwa 40 € für Lachgas bis zu 200-600 € für Vollnarkose rechnen, wobei Dämmerschlaf meist dazwischen liegt, oft ca. 90-250 € pro Behandlung. Gesetzliche Kassen zahlen oft nicht, private übernehmen Kosten je nach Vertrag, sodass dies meist eine Selbstzahlerleistung ist.
 

Dämmerschlaf – Das musst du über Sedierung wissen

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Wird die Sedierung von der Krankenkasse bezahlt?

Nein, gesetzliche Krankenkassen (GKV) übernehmen die Kosten für eine Sedierung beim Zahnarzt oder bei Untersuchungen wie MRTs grundsätzlich nicht, da sie nicht zur Regelversorgung gehören, aber in Ausnahmefällen bei medizinischer Notwendigkeit (z.B. schwere Angststörung, Behinderung, < 12 Jahre), oft mit psychologischer Bescheinigung, kann eine Kostenübernahme oder Bezuschussung möglich sein; sonst müssen Patienten die Kosten selbst tragen oder eine Zahnzusatzversicherung haben, um diese abzudecken. 

Warum ist Sedierung so teuer?

Die intravenöse Sedierung erfordert spezielle Schulungen, Ausrüstung und engmaschige Überwachung, was den Preis erhöht.

Ist man während einer Sedierung ansprechbar?

Wie stark die Sedierung wirkt, hängt von der Dosierung ab. Manche sind währenddessen ansprechbar, manche befinden sich in einem tiefen Schlaf. Als Patient sollte man sich jedoch unbedingt über die Nebenwirkungen aufklären lassen. Denn auch nach dem Eingriff kann man sich noch längere Zeit müde und benommen fühlen.

Wie lange schläft man bei einer Sedierung?

Eine Sedierung hält meist nur kurz an, oft klingen die starken Effekte während oder kurz nach der Behandlung (ca. 1–2 Stunden) ab, aber Müdigkeit und Benommenheit können noch 12 bis 24 Stunden nachwirken, weshalb Autofahren und wichtige Entscheidungen tabu sind und eine Begleitperson nötig ist. Die genaue Dauer hängt stark vom Medikament (z. B. Midazolam) und der Dosierung ab, wobei leichte Sedierungen wie Lachgas schneller verfliegen als tiefere Dämmerschlaf- oder Narkoseformen.
 

Ist Sedierung besser als Vollnarkose?

Das Wichtigste in Kürze. Die Vollnarkose führt zu kompletter Bewusstlosigkeit, während die Sedierung das Bewusstsein nur reduziert. Narkosen eignen sich für umfangreiche Eingriffe, Sedierungen für Routine-Behandlungen bei Angstpatientinnen und -patienten.

Wie schnell ist man fit nach einer Sedierung?

Allerdings sollten Sie nach der Behandlung nicht Auto fahren und am besten eine Begleitperson mitbringen. Denn nach der Behandlung dauert es noch ein paar Stunden bis man wieder voll fit ist.

Wie viel kriegt man beim Dämmerschlaf mit?

Während der Sedierung durch einen Dämmerschlaf muss der Patient nicht künstlich beatmet werden. Die Anwesenheit eines Anästhesisten ist während der Behandlung nicht erforderlich, was die Kosten reduziert. Abhängig vom Aufwand müssen Sie mit etwa 160 Euro für den Dämmerschlaf rechnen.

Was ist gefährlicher, Dämmerschlaf oder Vollnarkose?

Der Dämmerschlaf (Sedierung) ist in der Regel schonender und weniger riskant als die Vollnarkose, da Sie selbstständig atmen und weniger belastet werden; die Vollnarkose führt zu tieferer Bewusstlosigkeit und ist für größere Eingriffe nötig, birgt aber höhere Risiken und belastet den Körper stärker, weshalb sie bei großen oder komplexen Operationen sicherer sein kann, da die Atemfunktion komplett überwacht wird. Die Wahl hängt von der Art des Eingriffs, dem Gesundheitszustand des Patienten und der Expertise des Anästhesisten ab.
 

Was darf man nach einer Sedierung nicht machen?

Nicht fahrtauglich

Sie dürfen 24 Stunden nach einer intravenösen Sedierung oder Vollnarkose kein Fahrzeug (auch kein Fahrrad!) führen und keine Maschinen und Geräte bedienen, die eine uneingeschränkte Reaktionsfähigkeit erforderlich machen.

Kann man während einer Sedierung husten?

Gering dosiert schläft der Patient, atmet jedoch selber. Höher dosiert setzen die Schutzreflexe, also Husten und Schlucken sowie die Atmung aus. Der Atemweg muss daher gesichert und die Atmung übernommen werden.

Wie läuft eine Sedierung ab?

Eine Sedierung läuft meist über einen Venenzugang ab, bei dem Beruhigungs- und Schmerzmittel verabreicht werden, um in einen tiefen Dämmerschlaf zu versetzen, der angstlösend wirkt und Schmerzen reduziert, während die Atmung selbstständig bleibt, aber überwacht wird, bis die Wirkung nachlässt. Patienten sind entspannt, oft schläfrig, können aber noch auf Anweisungen reagieren und erinnern sich meist nicht an den Eingriff, was eine sanftere Alternative zur Vollnarkose darstellt.
 

Kann eine sedierte Person Sie hören?

Sie werden sich dieses Mal möglicherweise nicht daran erinnern, obwohl sedierte Patienten Sie möglicherweise hören können, selbst wenn sie nicht reagieren .

Wie lange dauert der Aufwachraum nach einer Sedierung?

Jede operierte Person verbleibt nach einer Narkose in Abhängigkeit vom Zustand sowie der Art und Dauer der Narkose wenigstens ein bis zwei Stunden im Aufwachraum.

Wie fühlt es sich an, wenn man sediert ist?

Die intravenöse Sedierung versetzt Sie nicht in einen tiefen Schlaf. Sie werden sich schläfrig und entspannt fühlen und dennoch in der Lage sein, die Anweisungen Ihres Zahnarztes zu verstehen und darauf zu reagieren. Die Zeit wird Ihnen sehr schnell vorkommen, und die meisten Patienten erinnern sich im Nachhinein kaum an die Behandlung. Sie werden sich möglicherweise fühlen, als ob Sie geschlafen hätten.

Was bekommt man bei einer Sedierung noch mit?

Bei einer Sedierung bekommt man starke Beruhigungs- und/oder Schlafmittel (Sedativa), oft in Kombination mit Schmerzmitteln (Analgetika), meist intravenös über einen venösen Zugang. Typische Medikamente sind Midazolam (Benzodiazepin) und Propofol, die in eine tiefe Entspannung, Angstfreiheit und oft auch eine Gedächtnislücke (Amnesie) führen, sodass die Behandlung als kurz oder nicht erlebt wird, ohne das Bewusstsein komplett zu verlieren. Zusätzlich erfolgt meist eine Lokalanästhesie für die Schmerzkontrolle direkt am Ort des Geschehens. 

Wie verhalten sich Menschen unter Sedierung?

Je nach Eingriff kann die Sedierung von minimal ( Sie werden sich schläfrig fühlen, aber sprechen können ) bis tief (Sie werden sich wahrscheinlich nicht an den Eingriff erinnern) reichen. Eine moderate oder tiefe Sedierung kann Ihre Atmung verlangsamen, und in manchen Fällen erhalten Sie Sauerstoff. Auch Schmerzmittel können Schläfrigkeit verursachen.

Wie fühlt man sich bei Sedierung?

Eine Sedierung fühlt sich an wie ein Zustand tiefer Entspannung und Dämmerschlaf, in dem Angst und Schmerzempfinden stark reduziert sind, man sich aber noch wohl fühlt, ansprechbar bleibt (oft bei Lachgas) oder sogar wegdämmert (beim Dämmerschlaf), wobei die Erinnerung an den Eingriff meist verschwommen oder gar nicht vorhanden ist, ähnlich einem leichten Alkohol- oder Schlafgefühl, und das Zeitempfinden sich verzerrt.
 

Wie lange lebt man mit einer Sedierung?

Alle Empfehlungen und Leitlinien basieren wesentlich auf Expertenkonsens. Häufige Indikationen zur Sedierung sind therapierefraktäres Delir, Dyspnoe und Schmerzen bei einer Lebenserwartung von bis zu 2 Wochen. Die Indikation existenzielles Leid ist umstritten.

Wie oft kann jemand sediert werden?

Im Allgemeinen gilt eine Narkose als sicher, und die meisten Menschen können mehrere Eingriffe unter Narkose ohne langfristige Nebenwirkungen über sich ergehen lassen. Dennoch besteht bei jeder Narkose ein geringes Risiko für Nebenwirkungen oder Komplikationen wie Übelkeit, Erbrechen, Halsschmerzen, Kopfschmerzen oder Verwirrtheit.

Wird eine Sedierung von der Krankenkasse bezahlt?

Nein, gesetzliche Krankenkassen (GKV) übernehmen die Kosten für eine Sedierung beim Zahnarzt oder bei Untersuchungen wie MRTs grundsätzlich nicht, da sie nicht zur Regelversorgung gehören, aber in Ausnahmefällen bei medizinischer Notwendigkeit (z.B. schwere Angststörung, Behinderung, < 12 Jahre), oft mit psychologischer Bescheinigung, kann eine Kostenübernahme oder Bezuschussung möglich sein; sonst müssen Patienten die Kosten selbst tragen oder eine Zahnzusatzversicherung haben, um diese abzudecken. 

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