Zum Inhalt springen

Wie lebt es sich mit einem Schlauchmagen?

Gefragt von: Anatoli Paul  |  Letzte Aktualisierung: 25. Februar 2026
sternezahl: 4.3/5 (58 sternebewertungen)

Das Leben mit einem Schlauchmagen erfordert eine grundlegende, dauerhafte Umstellung des Lebensstils, insbesondere der Ernährung: kleine, proteinreiche Mahlzeiten, langsam essen, gründlich kauen, viel trinken (ohne Zucker, ohne Kohlensäure), und regelmäßige Bewegung sind entscheidend, um Gewicht zu verlieren, die Gesundheit zu erhalten und Komplikationen wie Dehnung oder Reflux zu vermeiden. Regelmäßige Nachsorge, Ernährungsberatung und die Unterstützung durch Selbsthilfegruppen sind ebenfalls sehr wichtig.

Wie lange kann man mit einem Schlauchmagen leben?

Eine Schlauchmagen-OP kann die Lebenserwartung bei schwerer Adipositas erhöhen, da sie das Risiko für Folgeerkrankungen wie Diabetes und Herzkreislaufleiden senkt und zu einem signifikanten Gewichtsverlust führt, aber die Lebenserwartung erreicht oft nicht das Niveau der Allgemeinbevölkerung, wobei langfristige Ergebnisse von Gewichtsstabilisierung und Nachsorge abhängen. Die Operation selbst birgt Risiken, ist aber insgesamt eine sehr effektive Methode zur Langzeitgewichtsreduktion und Stoffwechselverbesserung. 

Was sind die Nachteile einer Schlauchmagen-OP?

Eine Schlauchmagen-OP ist ein chirurgischer Eingriff, und wie bei jeder Operation können Komplikationen auftreten. Zu den Risiken gehören Infektionen, Blutungen, Narbenbildung und Thrombosen.

Wie ist das Leben nach einer Magenverkleinerung?

Das Leben nach einer Magenverkleinerung bedeutet eine langfristige Umstellung mit starker Gewichtsabnahme, verbesserter Gesundheit (z.B. Diabetes-Kontrolle) und höherer Lebensqualität, erfordert aber auch lebenslange Ernährungsumstellung, regelmäßige Vitamin-/Mineralstoff-Supplementierung (B12, Eisen, Calcium, D) und medizinische Nachsorge, um Nährstoffmangel, Dumping-Syndrom (Übelkeit, Schwindel bei Zucker/Fett), Sodbrennen, Muskelschwund und psychische Veränderungen zu vermeiden und langfristigen Erfolg zu sichern. 

Wie hoch ist die Sterberate bei einer Schlauchmagen-OP?

Todesfälle im Zusammenhang mit Magenverkleinerungen sind äußerst selten und treten in weniger als 0,1 % der Fälle auf. Meist sind sie auf Komplikationen wie Thrombosen, Infektionen oder Blutungen zurückzuführen.

Adipositas: “Ich möchte so nicht mehr leben” – Amira lässt sich ihren Magen verkleinern I 37 Grad

36 verwandte Fragen gefunden

Wie hoch ist die Lebenserwartung bei Adipositas Grad 2?

Adipositas Grad 2 (BMI 35-39,9) verkürzt die Lebenserwartung durch ein stark erhöhtes Risiko für Folgeerkrankungen wie Diabetes Typ 2, Herzinfarkt, Schlaganfall und Bluthochdruck (Hypertonie). Während genaue Zahlen variieren, kann diese Form der Adipositas die Lebenserwartung um mehrere Jahre reduzieren und führt zu einem erheblichen Verlust an gesunden Lebensjahren, doch Gewichtsreduktion kann diese Risiken signifikant senken.
 

Was darf man nach einer Schlauchmagen-OP nicht mehr?

Alle Präparate, die die Magenschleimhaut schädigen können (durch Erhöhung der Säureproduktion), sollten nach einer Schlauchmagen-Operation nicht mehr eingenommen werden. Dazu zählen Aspirin, ASS, Cortison und alle sog. Rheumamittel (NSAR, also z.B. Diclofenac und Ibuprofen).

Kann man nach einer Magenverkleinerung jemals wieder normal essen?

Ca. 4 Tage nach der Operation können Sie weiche Kost essen, nach 14 Tagen dann zunehmend weitere Nahrungsmittel. Nach Ablauf von vier Wochen kann ein Übergang zu normaler Vollkost erfolgen.

Ist ein Schlauchmagen oder ein Magenbypass besser?

Weder Schlauchmagen noch Magenbypass sind pauschal "besser", die Wahl hängt stark von individuellen Faktoren wie Diabetes, Reflux und BMI ab; der Bypass führt oft zu größerem Gewichtsverlust und besserer Diabetes-Remission, während der Schlauchmagen technisch einfacher ist und weniger langfristige Nahrungsergänzungen erfordert, aber bei Reflux zu Verschlechterungen führen kann.
 

Ist Verstopfung nach einer Schlauchmagen-OP normal?

Verstopfung (Obstipation) ist ein häufiges Problem nach einer Schlauchmagen-OP (Sleeve-Gastrektomie) aufgrund von Ernährungsumstellung, weniger Flüssigkeit, Bewegungsmangel und Medikamenten, was zu verhärtetem Stuhl und trägem Darm führt. Um sie zu bekämpfen, sind viel Trinken (mind. 1,5 Liter/Tag), Ballaststoffreiche Ernährung (Gemüse, Vollkorn) und Regelmäßige Bewegung (Spaziergänge) entscheidend, ebenso wie Stressreduktion und die richtige Sitzhaltung auf der Toilette. Auch Eisen- und Kalziumpräparate können eine Rolle spielen. 

Was spricht gegen eine Magen-OP?

Nachteile einer Magen-OP sind allgemeine OP-Risiken wie Infektionen, Blutungen, Thrombosen und Narkosekomplikationen, aber auch spezifische Folgen wie lebenslange Vitamin-/Nährstoffmängel (Eisen, B12, Kalzium), das Dumping-Syndrom bei zuckerhaltiger Nahrung (Übelkeit, Durchfall, Krämpfe), langfristige Darmprobleme, Sodbrennen, Gewichtsrückfall und psychische Veränderungen (z.B. Suchtverhalten). Essen muss neu gelernt werden, da nur kleine Mengen vertragen werden, und lebenslange Supplementierung sowie regelmäßige Kontrollen sind notwendig.
 

Warum nimmt man nach einer Schlauchmagen-OP nicht ab?

Wenn nach einer Schlauchmagen-OP die Gewichtsabnahme stagniert oder ausbleibt, liegen die Gründe oft in der Ernährung (z.B. zuckerhaltige Getränke, zu große Portionen), mangelnder Bewegung, dem Abbau von Muskelmasse oder selten auch in operationstechnischen Ursachen wie einer Dehnung des Schlauchmagens, was eine erneute ärztliche Abklärung in einem interdisziplinären Team erfordert, um die Ursache zu finden und eine Zweit-OP oder Anpassung der Therapie zu planen.
 

Kann ein Schlauchmagen wieder normal werden?

Der Magenschlauch kann bei ungenügender Gewichtreduktion oder bei starkem Wiederanstieg des Gewichtes in einen Magenbypass umgewandelt werden. Hier stehen unterschiedliche Magenbypass-Operationstechniken zur Verfügung.

Wie schmerzhaft ist eine Schlauchmagen-OP?

Zunächst ist zu beachten, dass Schlauchmagen-Operationen laparoskopisch durchgeführt werden. Daher ist der postoperative Schmerz sehr gering. Etwa 4-5 Stunden nach der Operation erholen Sie sich vollständig und können sogar gehen.

Wie lange muss man nach einer Magenverkleinerung zu Hause bleiben?

Direkt nach der Operation dürfen die Patientinnen und Patienten nur trinken. Am zweiten Tag nach der OP stehen Joghurt, Suppe und Babynahrung auf dem Speiseplan. Die meisten Patientinnen und Patienten können bereits nach drei Tagen nach Hause entlassen werden.

Ist ein Schlauchmagen gesund?

Die Schlauchmagen-OP ist ein Eingriff, der nicht reversibel ist, also nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Wie bei jedem operativen Eingriff bestehen zudem Operationsrisiken. Dazu zählen vor allem Verletzungen von Speiseröhre, Magen, Darm und Milz sowie Blutungen und Bauchfellentzündungen.

Welche Nachteile hat eine Schlauchmagen-OP?

Die Nachteile einer Schlauchmagen-OP sind die Unumkehrbarkeit, das lebenslange Risiko für Nährstoffmangel (Eisen, B12, Vitamine) mit Folgen wie Müdigkeit und Knochenproblemen, sowie langfristige Verdauungsbeschwerden wie Sodbrennen (Reflux), Übelkeit, Blähungen und Völlegefühl, besonders bei ungesunder Ernährung. Auch chirurgische Risiken wie Blutungen, Infektionen, Thrombosen oder Leckagen an Nähten sind möglich, wobei schwerwiegende Komplikationen selten sind.
 

Wie lange nimmt man mit Schlauchmagen ab?

Gewichtsverlust. Laut verschiedenen Quellen erreichen Menschen etwa 50 bis 60% Ihres Körpergewichtsverlusts nach einem Jahr mit einem Magenschlauch. Ein Langzeit-Bericht von belgischen Adipositaschirurgen zeigte nach 6 Jahren sehr ähnliche Ergebnisse bei Patienten.

Welche Magen-OP ist die effektivste?

Der Magenbypass ist die weltweit am häufigsten durchgeführte und effektivste Methode der Adipositaschirurgie. Der Gewichtsverlust, der durch den Magenbypass erreicht werden kann, ist deutlich größer als bei der Methode des Magenbandes und in der Regel größer als beim Schlauchmagen.

Wie schnell dehnt sich ein Schlauchmagen?

Bei etwa einem Fünftel aller so operierten Personen dehnt sich der Magen in den darauffolgenden Jahren allerdings wieder aus. Sie können den ursprünglichen Gewichtsverlust nicht halten und nehmen wieder zu. Viele scheuen aber eine Revisions-OP, die das Ergebnis des ursprünglichen Eingriffs verbessern soll.

Was darf man nach einer Magenverkleinerung nicht?

Was sollte man nach einer Magenverkleinerung beachten?

  • Nahrung in kleinen Portionen aufnehmen.
  • gut kauen und langsam essen, sodass das Sättigungsgefühl schnell einsetzt.
  • nicht gleichzeitig essen und trinken, um das Fassungsvermögen des Magens nicht überzustrapazieren.
  • fett- und zuckerhaltige Lebensmittel vermeiden.

Kann man mit Magenverkleinerung wieder zunehmen?

Ja, eine Gewichtszunahme nach einer Magenverkleinerung ist möglich und kommt bei einem Teil der Patienten vor, da der Magen sich dehnen und alte Essgewohnheiten wiederkehren können; Adipositas ist eine chronische Krankheit, die lebenslange Betreuung erfordert, wobei die Operation ein Hilfsmittel ist, aber keine vollständige Heilung garantiert, weshalb eine langfristige Ernährungsumstellung und Bewegung entscheidend sind.
 

Wie oft Stuhlgang nach Schlauchmagen OP?

Nach einer Schlauchmagen-OP ist eine Verstopfung (Obstipation) sehr häufig, oft gehen Patienten nur 2-3 Mal pro Woche zur Toilette, weil die reduzierte Nahrungsmenge (weniger Ballaststoffe, Flüssigkeit) und Medikamente den Darm träger machen; wichtig sind daher viel Trinken (1,5L/Tag), moderate Bewegung und ballaststoffreiche Kost (nach ärztlicher Freigabe), bis sich der Darm mit normaler Ernährung wieder einpendelt. 

Wann Eier nach Schlauchmagen OP?

Eierspeisen: Ab der 3. Woche ist Ei als Rührei erlaubt. In dieser Phase wird die Kost fester und die Speisen müssen nicht mehr püriert werden. Bevorzugen Sie leicht verdauliche Lebensmittel, z.B. gekochtes Gemüse, gekochte Kartoffeln, fettarmer und gedünsteter Fisch oder Hähnchen ohne Panade.

Wann ist ein Schlauchmagen verheilt?

Im Durchschnitt dauert es nach einer Schlauchmagen OP zwei bis drei Wochen, bis die Laparoskopie-Wunden am Bauchbereich verheilt sind und etwa sechs bis acht Wochen für die vollständige Genesung der Magenschnittlinie.

Nächster Artikel
Wie viel kostet ein Mensch?