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Ist der Vater verpflichtet die Kinder im Urlaub zu sich zu nehmen?

Gefragt von: Frau Prof. Kunigunde Kiefer B.Eng.  |  Letzte Aktualisierung: 26. Oktober 2026
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Ja, der Vater hat ein Recht, aber auch eine Pflicht, die Ferien mit dem Kind zu verbringen, um die Bindung zu fördern; es gibt keine starre gesetzliche Regelung, daher müssen sich die Eltern einigen, oft wird eine hälftige Teilung oder ein Wechsel praktiziert, wobei immer das Kindeswohl und die Wünsche des Kindes im Vordergrund stehen, notfalls entscheidet das Familiengericht.

Ist der Vater verpflichtet, die Kinder in den Ferien zu sich zu nehmen?

Ja, der Vater ist grundsätzlich verpflichtet, seine Umgangspflicht in den Ferien wahrzunehmen, um dem Kind das Recht auf Kontakt zu beiden Elternteilen zu ermöglichen, auch wenn es keine starre 50/50-Teilung gibt; Eltern müssen sich einigen, notfalls entscheidet das Familiengericht, wobei der Vater Anspruch darauf hat, einen Teil der Ferien mit den Kindern zu verbringen. 

Kann Mutter ohne Zustimmung des Vaters verreisen?

Dazu zählt eine Urlaubsreise ins Ausland, unabhängig davon, ob das Kind beim reisenden Elternteil lebt. Das heißt, für die Reise ist die ausdrückliche Zustimmung des anderen Elternteils notwendig. Fehlt diese, kann das einen eigenmächtiger Eingriff in das gemeinsame Sorgerecht darstellen.

Wer muss mit dem Kind in Urlaub fahren, wenn die Eltern getrennt sind?

Bei getrennten Eltern muss grundsätzlich der Elternteil fahren, der das Kind im Rahmen seines Umgangsrechts abholt und zurückbringt; die Kosten dafür trägt dieser Elternteil in der Regel selbst. Bei Urlaubsreisen ist es komplizierter: Bei gemeinsamen Sorgerecht müssen sich Eltern oft einigen, aber kurze Reisen (Alltagsentscheidungen) bedürfen nicht immer der Zustimmung, während längere oder riskante Reisen die ausdrückliche Erlaubnis des anderen Elternteils erfordern, sonst drohen rechtliche Konsequenzen. 

Kann ein Elternteil eine Reise verbieten?

Eine Urlaubsreise kann als Angelegenheit von erheblicher Bedeutung die Zustimmung des anderen sorgeberechtigten Elternteils erfordern. Alltägliche Entscheidungen können dagegen von dem Elternteil getroffen werden, bei dem sich das Kind aufhält.

Gemeinsames Sorgerecht und Urlaub - Kanzlei Hasselbach

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Was tun, wenn der Vater die Reisevollmacht nicht unterschreibt?

Weigert sich ein Elternteil grundlos, die nötige Reisevollmacht zu unterschreiben, schiebt das Gericht einen Riegel vor und ersetzt die fehlende Zustimmung.

Kann eine Mutter alleine mit Kind ins Ausland reisen?

Unternimmt ein Kind eine Auslandsreise ohne Begleitung durch die Eltern bzw. ein Elternteil, ist es empfehlenswert, dem Kind neben dem erforderlichen Ausweisdokument eine formlose Einverständniserklärung sowie eine Kopie der Ausweisdatenseite des/der Personensorgeberechtigten mitzugeben.

Wie werden Ferien aufgeteilt?

Als Faustregel gilt, dass ab einem bestimmten Alter Ferien und Feiertage etwa hälftig aufgeteilt werden. Dies bedeutet für den jeweiligen Elternteil Umgang eine Woche in den Winter- bzw. Herbstferien sowie 2 - 3 Wochen in den Sommerferien.

Was für Pflichten hat ein getrennt lebender Vater?

Nach einer Trennung hat ein Vater in Deutschland primär die Pflicht, den Kindesunterhalt zu zahlen und aktiv am Leben des Kindes durch Umgang (Besuchsrecht) teilzunehmen; das Recht auf Umgang ist gleichzeitig eine Pflicht, das Kindeswohl zu gewährleisten, und beide Elternteile müssen bei gemeinsamen Sorgerecht wichtige Entscheidungen treffen, wobei die Abstimmung mit dem betreuenden Elternteil und die Beachtung des Kindeswohls zentral sind.
 

Haben Eltern Vorrecht auf Urlaub?

Nein, Eltern haben keinen automatischen, gesetzlichen Vorrang bei Urlaubswünschen in den Ferien, aber der Arbeitgeber muss soziale Gesichtspunkte (wie schulpflichtige Kinder) bei der Entscheidung berücksichtigen und hat oft einen gewissen Vorrang, wenn dringende betriebliche Gründe nicht entgegenstehen; hier muss der Arbeitgeber abwägen, da es keinen festen Anspruch gibt, aber eine Bevorzugung oft die faire Lösung ist. 

Was muss man dem anderen Elternteil mitteilen?

Zentrale Vorschrift hierfür ist § 1686 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) der Bundesrepublik Deutschland. § 1686 BGB lautet: „Jeder Elternteil kann vom anderen Elternteil bei berechtigtem Interesse Auskunft über die persönlichen Verhältnisse des Kindes verlangen, soweit dies dem Wohl des Kindes nicht widerspricht.

Wie weit darf der Vater mit dem Kind wegfahren?

Daraus folgt, dass sie mit dem Kind auch wegfahren dürfen. Es gibt jedoch Grenzen. Diese richten sich nach § 1687 BGB. Danach darf derjenige Elternteil, bei dem sich das Kind jeweils gerade aufhält, über so genannte „Angelegenheiten des täglichen Lebens“ ohne Absprache mit dem anderen entscheiden.

Wer zahlt den Unterhalt für Urlaub?

Beim getrennt lebenden Elternteil zahlt grundsätzlich der barunterhaltspflichtige Elternteil den laufenden Kindesunterhalt, der auch die Kosten für Ferienbetreuung und Freizeitaktivitäten (wie z.B. Ferienlager) abdeckt, da diese in der Düsseldorfer Tabelle bereits pauschal berücksichtigt sind; der andere Elternteil trägt die normalen Lebenshaltungskosten. Spezielle Urlaubskosten, wie eine teure Reise, sind meist Sonderbedarf und müssen geteilt werden, falls sie außergewöhnlich hoch und unvorhersehbar sind, ansonsten trägt der umgangsberechtigte Elternteil die Kosten für seinen Umgang. Urlaubsgeld der Eltern zählt als Einkommen und erhöht den Unterhalt. 

Wann dürfen Kinder selbst entscheiden, ob sie zum Vater wollen?

Kinder dürfen ab etwa 12 Jahren beim Umgang mit dem anderen Elternteil stark mitentscheiden, wobei der Wille mit zunehmendem Alter immer mehr Gewicht bekommt; ab 14 Jahren sind sie bei Gerichtsverfahren in Umgangsstreitigkeiten selbst Beteiligte, auch wenn das Kindeswohl oberste Priorität hat und der Wille nicht allein ausschlaggebend ist, sondern immer die konkrete Situation bewertet wird. Ein stabil geäußerter, ernsthafter Wunsch wird bei älteren Kindern oft als ausschlaggebend angesehen. 

Wann darf der Vater den Kindesunterhalt kürzen?

Ein Vater darf den Kindesunterhalt nicht einfach selbst kürzen, sondern nur, wenn sich die Einkommensverhältnisse wesentlich ändern oder bei ausgedehntem Umgang, wobei dann eine Anpassung über das Gericht oder Jugendamt nötig ist. Kürzungen sind möglich bei deutlich reduziertem Einkommen (unter Selbstbehalt), wenn das Kind eigenes Einkommen hat, oder bei sog. "Tabletten-Fällen" im Rahmen des erweiterten Umgangs, wobei dies eine Anpassung des Titels erfordert. 

Bin ich verpflichtet, mein Kind alle 2 Wochen zu nehmen?

Nein, es gibt keine automatische Pflicht, alle zwei Wochen das Kind zu nehmen, aber beide Elternteile haben ein Recht und eine Pflicht zum Umgang, die sich nach dem Kindeswohl richtet; oft wird alle zwei Wochen ein Wochenende vereinbart, aber die Regelung ist individuell und kann gerichtlich durchgesetzt werden, wenn ein Elternteil den Umgang verweigert, was aber selten erzwungen wird, da es dem Kind schaden könnte. 

Ist der Kindsvater verpflichtet, sein Kind in den Ferien zu nehmen?

Ja, der Vater hat ein Recht, aber auch eine Pflicht, die Ferien mit dem Kind zu verbringen, um die Bindung zu fördern; es gibt keine starre gesetzliche Regelung, daher müssen sich die Eltern einigen, oft wird eine hälftige Teilung oder ein Wechsel praktiziert, wobei immer das Kindeswohl und die Wünsche des Kindes im Vordergrund stehen, notfalls entscheidet das Familiengericht. 

Für was muss der Vater außer Unterhalt noch zahlen?

Über den regulären Unterhaltsbedarf hinaus besteht die Möglichkeit Sonderbedarf von dem Unterhaltsschuldner zu verlangen. Dies beinhaltet beispielsweise Zahlungen für Arztrechnungen, allergiebedingte Einrichtung oder Klassenfahrten.

Hat eine Mutter mehr Rechte als der Vater?

Doch wer hat letztendlich mehr Rechte – der Vater oder die Mutter? Prinzipiell haben beide Elternteile dieselben Rechte. In einzelnen Bereichen wie dem Sorgerecht scheinen jedoch Männer vor Gericht seltener Erfolg zu haben. Über die Gründe geben die Zahlen keine Auskunft.

Kann Vater Urlaub verweigern?

Wenn das Familiengericht zum Ergebnis kommt, dass es dem Kindeswohl nicht widerspricht, mit einem der Elternteile allein in den Urlaub zu fahren, kann es einen entsprechenden Beschluss erlassen. Andersherum ist jedoch ein ohne Einverständnis eines der Berechtigten angetretener Urlaub nicht im Sinne des Gesetzes.

Wer zahlt die Klassenfahrt bei getrennten Eltern?

Bei getrennt lebenden Eltern teilen sich beide die Kosten für Klassenfahrten anteilig, wenn beide leistungsfähig sind, da die Fahrt als unverzichtbarer Teil des Schulunterrichts gilt und nicht als reiner „Sonderbedarf“. Die Kosten werden auf die monatlichen Unterhaltszahlungen aufgeschlagen oder zusätzlich eingefordert, wobei der betreuende Elternteil auch seinen Anteil leisten muss, da er nicht vom Barunterhalt befreit ist (§ 1606 Abs. 3 S. 2 BGB). Bei finanzieller Überforderung des betreuenden Elternteils zahlt der unterhaltspflichtige Elternteil entsprechend mehr, und auch staatliche Zuschüsse (Bildungspaket) sind möglich. 

Wer entscheidet, wann die Ferien sind?

Ferienregelung. Die Sommerferien der Länder werden in einem mehrjährigen Rhythmus von einer Länderarbeitsgruppe abgestimmt und von der Kultusministerkonferenz beschlossen. Die übrigen Ferientermine werden von den Ländern bestimmt.

Wie weit darf ich ohne Zustimmung des Vaters wegziehen?

Bei gemeinsamem Sorgerecht dürfen Sie nicht einfach so umziehen; eine Zustimmung des Vaters ist für einen Umzug, der den Lebensmittelpunkt des Kindes spürbar verändert (meist über eine kurze Distanz hinaus, z.B. über 50-150 km), grundsätzlich erforderlich, da das Aufenthaltsbestimmungsrecht bei beiden Elternteilen liegt. Ohne Einverständnis muss ein Familiengericht entscheiden, ob der Umzug dem Kindeswohl dient, wobei das Gericht oft dem betreuenden Elternteil das Aufenthaltsbestimmungsrecht überträgt, wenn dies dem Wohl des Kindes entspricht. 

Wie werden die Sommerferien bei getrennten Eltern aufgeteilt?

Übliche Feiertagsregelung. Es ist üblich und sinnvoll, dass die Kinder die Hälfte der hohen Feiertage und die Hälfte der Ferien Umgang mit beiden Elternteilen haben. Die langen Sommerferien lassen sich in der Regel gut teilen. Auch die Herbst- oder Osterferien können die Kinder hälftig bei jedem Elternteil verbringen.

Wer hat nach einer Trennung das Aufenthaltsbestimmungsrecht?

Bei Trennung haben beide Elternteile bei gemeinsamem Sorgerecht grundsätzlich das gemeinsame Aufenthaltsbestimmungsrecht, müssen sich also über den Wohnort des Kindes einigen; der Elternteil, bei dem das Kind hauptsächlich lebt, bestimmt den Alltag, aber größere Entscheidungen (Umzug in eine andere Stadt) benötigen die Zustimmung beider. Können sich die Eltern nicht einigen, kann ein Elternteil beim Familiengericht beantragen, das Recht allein zu erhalten, wobei immer das Kindeswohl im Vordergrund steht. Das Aufenthaltsbestimmungsrecht regelt den gewöhnlichen und vorübergehenden Aufenthalt des Kindes.