Wie viel Quadratmeter heizt eine Infrarotheizung?
Gefragt von: Frau Prof. Dr. Klaudia Lindemann MBA. | Letzte Aktualisierung: 16. Februar 2026sternezahl: 5/5 (11 sternebewertungen)
Eine Infrarotheizung erwärmt je nach Leistung und Dämmung unterschiedlich große Flächen: Als Faustregel gelten ca. 40 bis 100 Watt pro Quadratmeter (m²), wobei gut gedämmte Räume weniger (ca. 40-60 W/m²), schlecht gedämmte oder feuchte Räume mehr (ca. 80-100 W/m²) benötigen. Eine 800-Watt-Heizung kann also einen 20 m² großen, gut isolierten Raum beheizen, während in einem Altbau mit schlechter Isolierung mehr Leistung nötig ist, beispielsweise 1000 Watt für denselben Raum.
Wie viel Watt braucht eine Infrarotheizung für einen Raum mit 20 Quadratmetern?
der Stromverbrauch pro qm bei einer Infrarotheizung berechnet. Eine Infrarot-Wandheizung mit 700 bis 1000 Watt ist für maximal 35 Quadratmeter ausgelegt. Im Durchschnitt geht man von etwa 40 Watt Leistung pro Quadratmeter aus. Bei einem Raum mit 20 Quadratmeter entspricht das einem Leistungsbedarf von 800 Watt.
Sind Infrarot Heizstrahler Stromfresser?
Infrarotstrahler sind nicht pauschal Stromfresser, aber sie können bei falscher Nutzung (z. B. als Hauptheizung in schlecht gedämmten Altbauten oder im Dauerbetrieb) teuer werden, da sie Strom verbrauchen, um Wärme zu erzeugen. Richtig eingesetzt, z. B. als Zusatzheizung für punktuelle Wärme oder in gut gedämmten Neubauten mit PV-Strom, sind sie effizient, weil sie direkt Objekte statt Luft erwärmen und sich bei Bedarf abschalten. Die Kosten hängen stark von der Laufzeit, der Watt-Zahl und der Dämmung des Raumes ab.
Wie warm wird ein Raum mit Infrarotheizung?
Eine Infrarotheizung erwärmt nicht primär die Luft, sondern feste Oberflächen und Körper direkt, weshalb man sich schon bei niedrigerer Raumtemperatur wohlfühlt (oft 2–3 °C weniger als konventionell beheizt), da die Strahlungswärme tiefer in die Haut eindringt. Die Heizfläche selbst wird sehr heiß (80–110 °C), fühlt sich aber aufgrund der „trockenen Hitze“ ungefährlich an, da Reflexe sofort das Wegziehen bewirken. In der Praxis kann ein Raum mit 19 °C Lufttemperatur dank der Infrarotstrahlung so behaglich wie mit 21 °C konventioneller Heizung wirken.
Was sind die Nachteile einer Infrarotheizung?
Nachteile einer Infrarotheizung sind vor allem hohe Betriebskosten durch Strompreis, die Abhängigkeit von sehr guter Dämmung des Gebäudes, keine direkte Warmwasserbereitung und die schwierigere Temperaturmessung (sie erwärmt Objekte, nicht die Luft), was sie primär für gut gedämmte Häuser oder als Zusatzheizung interessant macht, aber nicht immer für die Hauptheizung eines unsanierten Altbaus.
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Für wen lohnt sich eine Infrarotheizung?
Eine Infrarotheizung lohnt sich besonders für gut gedämmte Niedrigenergiehäuser, selten genutzte Räume (Gästezimmer, Hobbykeller, Garage) und als Ergänzung zur bestehenden Heizung (Bad, Übergangszeit), da sie gezielt und schnell Wärme liefert und gut mit eigener Solarenergie kombiniert werden kann, während sie in schlecht isolierten Altbauten mit hohem Stromverbrauch teuer werden kann. Auch für Allergiker oder zur Schimmelprävention in feuchten Ecken ist sie wegen der angenehmen Strahlungswärme und der Fähigkeit, Wände zu trocknen, eine Überlegung wert.
Kann eine Infrarotheizung im Dauerbetrieb ein Haus heizen?
Grundsätzlich ist eine Infrarotheizung nicht darauf ausgelegt, ein ganzes Haus im Dauerbetrieb zu heizen. Vor allem nicht, wenn es sich um einen Altbau mit schlechter Isolierung handelt. Das führt schnell zu hohen Kosten. Denn sie verbraucht bei dauerhaftem Gebrauch sehr viel Strom.
Wo platziert man am besten eine Infrarotheizung?
Infrarotheizungen sollten idealerweise an kalten Außenwänden oder unter Fenstern montiert werden, um Kältebrücken zu kontern, oder gegenüber von Sitzbereichen (Sofa, Esstisch), damit die Strahlung direkt auf die Aufenthaltszonen trifft. Wichtig ist ein Abstand von 30 cm zu Möbeln/Vorhängen und eine Montagehöhe, die eine freie Strahlung ermöglicht (z.B. mittleres Drittel der Raumhöhe), wobei eine Deckenmontage über Sitzplätzen vermieden werden sollte, wenn es direkt über dem Kopf ist.
Sind 20 Grad im Wohnzimmer zu kalt?
Nein, 20 Grad im Wohnzimmer sind nicht zu kalt, sondern gelten sogar als optimal und behaglich für gesunde Erwachsene; das Umweltbundesamt empfiehlt sogar, die Temperatur möglichst nicht über 20 °C zu steigern, um Energie zu sparen, wobei für Kleinkinder, ältere Menschen oder Kranke eher 20 °C empfohlen werden. Es kommt auf das persönliche Empfinden und die Aktivität an: Bei wenig Bewegung kann es kühler wirken, aber generell sind 20 °C eine gute Balance zwischen Komfort und Heizkosten.
Welche Größe sollte eine Infrarotheizung für einen Raum haben?
Die Größe einer Infrarotheizung hängt von der Raumgröße und Dämmung ab; als Faustregel braucht man ca. 40-100 Watt pro Quadratmeter (m²): 40-60 W/m² für gut gedämmte Räume (z.B. 800W für 20m²) und 80-100 W/m² für schlecht gedämmte Altbauten (z.B. 1600-2000W für 20m²), wobei auch die Anzahl der Außenwände, die Deckenhöhe und die Nutzung (Haupt- oder Zusatzheizung) eine Rolle spielen.
Ist eine Infrarotheizung in einem Altbau sinnvoll?
Infrarotheizungen können in Altbauten sinnvoll sein, besonders als Zusatzheizung oder bei gut sanierten Objekten, aber in ungedämmten Altbauten sind die Stromkosten wegen hohem Wärmeverlust oft zu hoch; entscheidend ist die Dämmung, da sie Wände nicht speichern können und die benötigte Leistung (Watt pro m² oder m³) steigt, aber sie bieten Vorteile wie Schimmelprävention und einfache Installation. Eine Beratung durch einen Fachmann ist wichtig, um die Eignung zu klären und die richtige Leistung zu bestimmen, da die Effizienz stark von der Bausubstanz abhängt.
Ist eine Infrarotheizung an der Decke sinnvoll?
Auch bietet eine Infrarotheizung an der Decke den Vorteil, dass sie durch ihre Positionierung eine besonders gleichmäßige Wärmeverteilung im gesamten Raum gewährleistet. Je nach Deckenhöhe ist es jedoch möglich, dass der Boden mit einer Deckenheizung weniger stark erwärmt wird als mit einer Wandheizung.
Ist es sinnvoll, eine Wohnung mit Infrarotheizung zu heizen?
Wohnungen mit Infrarot zu heizen ist besonders in gut gedämmten Neubauten oder als Zusatzheizung in einzelnen Räumen sinnvoll, da die Strahlungswärme direkt Objekte und Personen erwärmt, nicht primär die Luft, was Schimmel vorbeugt und das Raumklima angenehm warm hält. Die benötigte Watt-Leistung hängt stark von Dämmung, Raumgröße und -nutzung ab (z. B. 700-900W für 15m² Wohnzimmer), aber in schlecht isolierten Altbauten kann es teuer werden. Wichtig ist die richtige Platzierung für direkte Wärmeabgabe (nicht durch Möbel verdeckt) und die Berücksichtigung, dass Warmwasserbereitung separat erfolgen muss.
Was ist sparsamer, ein Heizlüfter oder eine Infrarotheizung?
Wenn es um effizientes Heizen geht, ist die Infrarotheizung in den meisten Fällen sparsamer als ein Heizlüfter.
Wie viel Abstand braucht man zu einer Infrarotheizung?
Die optimale Entfernung zwischen Infrarotheizung und zu beheizendem Bereich beträgt maximal 2,5 Meter. Egal, ob Du die Heizung an der Decke oder der Wand montierst: je weiter die Wärmestrahlen entfernt sind, desto schwächer spürbar ist der wärmende Effekt.
Warum friere ich bei 20 Grad in der Wohnung?
Sie frieren bei 20 °C, weil nicht nur die Lufttemperatur zählt, sondern auch kalte Oberflächen (Wände, Fenster), Zugluft, niedrige Luftfeuchtigkeit und Ihr individueller Stoffwechsel (Durchblutung, Muskelmasse) eine Rolle spielen, die dem Körper Wärme entziehen oder die Wärmeregulierung beeinträchtigen. Schlechte Dämmung führt zu kälteren Oberflächen, während Zugluft die warme Luft vom Körper wegträgt, was das Frieren verstärkt, selbst wenn die Luft "warm" ist.
Woher weiß die Heizung, wie warm es im Raum ist?
Die Heizung weiß, wie warm es ist, durch Temperatursensoren (Fühler) entweder direkt im Heizkörperthermostat (misst die Raumtemperatur) oder am Heizkessel (misst die Außentemperatur für die witterungsgeführte Regelung). Sie vergleicht die gemessene Temperatur mit Ihrer eingestellten Wunschtemperatur und passt die Zufuhr von Heizwasser (Vorlauftemperatur) automatisch an, um die Wärme zu erhöhen oder zu reduzieren.
Was ist die ideale Wohnzimmertemperatur im Winter?
So erreichen Sie das ideale Raumklima in Ihrem Heim
Heizen ist teuer – Halten Sie deshalb die Temperatur unter Kontrolle (Richtwert: 20° C). Lüften Sie regelmäßig kurz, aber intensiv (Stoßlüften). Dichten Sie undichte Stellen ab (Türen, Fenster). Warten und erneuern Sie regelmäßig Ihre Heizungsanlage.
Kann eine Infrarotheizung einen Raum aufheizen?
Dies ist vor allem bei Infrarotheizungen sehr entscheidend, da durch die Infrarot C Strahlung die Umgebungsflächen erwärmt werden. Eine Infrarotheizung benötigt länger als eine konventionelle Heizung, welche die Raumluft erwärmt, um den Raum zu erwärmen.
Wie heize ich richtig mit Infrarotheizung?
Um eine Infrarotheizung richtig zu nutzen, montieren Sie sie frei, idealerweise gegenüber einer kalten Außenwand oder an der Decke, meiden Sie Fenster und Möbel als Blockaden, wählen Sie die passende Wattzahl für den Raum und steuern Sie sie mit Thermostaten oder Smart-Home-Systemen, um effizient zu heizen, am besten in gut gedämmten Räumen und ergänzend zu anderen Systemen, so Heizung.de, heatness.at und heatness.de.
Welchen Stromanschluss brauche ich für eine Infrarotheizung?
Grundsätzlich sind Infrarotheizungen in der Regel mit einem Kabel und einem Schuko Stecker versehen. Dabei liegt die Leistung einer gängigen Infrarotheizung im Bereich zwischen 200 und 1.500 Watt, was für den Betrieb an einer normalen Sicherung von 16 Ampere ausreichend ist.
Warum ist eine Infrarotheizung nicht empfehlenswert?
Durch den hohen Stromverbrauch kann das Heizen sehr teuer werden bei dauerhaftem Gebrauch. Aus diesem Grund ist der Einsatz von Infrarotheizungen als alleiniges Heizsystem nicht empfehlenswert. Heizen mit Strom verursacht zudem eine hohe CO2-Belastung, wenn der Strom aus einem Kohlekraftwerk bezogen wird.
Wie lange braucht eine Infrarotheizung, um einen Raum aufzuheizen?
Eine Infrarotheizung wird sehr schnell warm, die Oberfläche ist oft schon nach 5 bis 20 Minuten heiß, je nach Material (Stahl schneller, Naturstein langsamer). Sie erwärmt nicht die Luft, sondern direkt Objekte und Wände, wodurch die Wärme direkt spürbar ist und der Raum sich in etwa 10 bis 30 Minuten aufheizt, was sie zu einer schnellen Alternative macht.
Was kann an einer Infrarotheizung kaputt gehen?
Kann eine Infrarotheizung krebserregend sein: UV-Strahlung sowie IR-A-Strahlung dringt tief in die Haut und das Gewebe ein und kann dort für Schäden sorgen: Neben Hautalterungserscheinungen wie Pigmentflecken oder Falten können diese Strahlen auch krebserregend wirken.
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