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Wie schnell darf ich in Frankreich mit dem Wohnmobil auf der Autobahn fahren?

Gefragt von: Hatice Peters  |  Letzte Aktualisierung: 25. Februar 2026
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In Frankreich darfst du mit dem Wohnmobil auf der Autobahn je nach Gewicht unterschiedlich schnell fahren: bis 3,5 Tonnen sind 130 km/h erlaubt, während für Wohnmobile über 3,5 Tonnen maximal 110 km/h (oder 90 km/h je nach Quelle) gelten, mit Sonderfällen für Fahranfänger oder bei Nässe, wo die Geschwindigkeit auf 110 km/h bzw. 100 km/h reduziert wird.

Was muss ich beachten, wenn ich mit dem Wohnmobil durch Frankreich fahre?

In Frankreich gelten für Wohnmobile je nach Gewicht unterschiedliche Regeln, aber grundsätzlich gilt: Warnwestenpflicht, Geschwindigkeitsbegrenzungen (z.B. 50 innerorts, 80/90/110/130 außerorts, je nach Straßentyp und Gewicht), und für Fahrzeuge über 3,5t der "Toter Winkel"-Aufkleber und die Crit'Air-Umweltplakette für Umweltzonen in Großstädten. Freies Stehen ist oft toleriert, solange es nicht als "Campen" (Stühle raus, Markise aus) interpretiert wird, aber Gemeinden können es einschränken; auf Parkplätzen darf man bis zu 7 Tage übernachten, wenn nicht anders ausgeschildert.
 

Welche Höchstgeschwindigkeit ist für ein Wohnmobil mit einem Gesamtgewicht von 4500 kg auf der Autobahn zulässig?

Liegt das zulässige Gesamtgewicht vom Wohnmobil hingegen zwischen 3,5 und 7,5 Tonnen, ist die Höchstgeschwindigkeit auf der Autobahn auf 100 km/h beschränkt (sofern es im Fahrzeugschein als Wohnmobil ausgewiesen ist). Bei mehr als 7,5 Tonnen sind maximal 80 km/h gestattet.

Wie hoch ist die Maut für Wohnmobile auf der Autobahn in Frankreich?

Die Maut für Wohnmobile in Frankreich hängt von Gewicht und Höhe ab, meist Klasse 2 (bis 3m/3,5t) oder 3 (darüber), was teurer ist als für PKW. Bezahlt wird an Mautstationen (Ticket/Bar/Karte/Box) oder per Free-Flow-System (Online-Zahlung innerhalb 72h oder Mautbox), wobei eine spezielle Box für große Wohnmobile (über 3,5t) hilfreich ist. Kosten variieren stark, z.B. ca. 30€ Lyon-Marseille (Klasse 2).
 

Ist für Frankreich eine Vignette nötig?

Nein, eine klassische Vignette (wie in Österreich/Schweiz) gibt es in Frankreich nicht, aber Sie brauchen für Umweltzonen (ZFE) in größeren Städten eine Crit'Air Umweltplakette (Aufkleber), sonst drohen Bußgelder, besonders ab 2025 werden die Regeln in allen Großstädten verschärft. Zusätzlich fallen auf Autobahnen, Brücken und in Tunneln Mautgebühren (Péage) an, die Sie direkt vor Ort oder elektronisch zahlen, aber nicht mit einer Vignette entrichten. 

Diese Verkehrsregeln ruinieren den Frankreich-Urlaub – Kennt ihr sie? | ADAC | Recht? Logisch!

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Sind Wohnmobile von der Maut befreit?

Maut: Für ein Wohnmobil über 3,5 t besteht in Deutschland keine Gebührenpflicht. Gleiches gilt bei über 7,5 t Gesamtgewicht. Eine Maut fürs Wohnmobil gibt es auch dann nicht, wenn das Fahrzeug mehr als 7,5 t wiegt. Sofern es nicht zum gewerblichen Güterverkehr verwendet wird, besteht keine Mautpflicht in Deutschland.

Welche Reisegeschwindigkeit ist für ein Wohnmobil optimal?

Die zulässige Geschwindigkeit für Wohnmobile hängt vom Gewicht ab: Bis 3,5 Tonnen gelten PKW-Regeln (50/100 km/h, Richtgeschwindigkeit 130 km/h Autobahn). Schwerere Modelle (über 3,5 t) müssen sich nach LKW-Regeln richten: 80 km/h außerorts, 100 km/h auf Autobahnen (wenn sie für 100 km/h zugelassen sind). Bei über 7,5 Tonnen sind es 60 km/h außerorts und 80 km/h auf Autobahnen. 

Was ändert sich 2025 für Wohnmobile?

Gasprüfungspflicht für Wohnmobile und Wohnwagen

Camping-Fans aufgepasst: Ab dem 19. Juni 2025 müssen Fahrzeuge mit Flüssiggasanlagen alle zwei Jahre zur Gasprüfung. Das betrifft in erster Linie Reisemobile und Wohnwagen. Die Gasprüfung führen Organisationen wie TÜV, DEKRA oder GTÜ durch.

Welche Nachteile hat ein Wohnmobil über 3,5 Tonnen?

Nachteile eines Wohnmobils über 3,5 Tonnen sind strengere Verkehrsregeln (Tempo 80/100 km/h, LKW-Überholverbote), höhere Maut und Steuern, spezielle Führerscheinanforderungen (C1), eingeschränkte Park- und Durchfahrtsmöglichkeiten (LKW-Parkplätze, Innenstädte), höhere Kosten für Fährüberfahrten und strengere TÜV-Vorschriften. Es erfordert mehr Planung und gilt rechtlich als LKW, was viele Einschränkungen mit sich bringt.
 

Warum blinken Franzosen auf der Autobahn links?

Frankreich-Urlauber sollten sich nicht irritieren lassen, wenn einheimische Fahrer auf dem linken Streifen der Autobahn ausdauernd links blinken. Damit wollen sie nicht drängeln, berichtet der Automobilclub von Deutschland (AvD) in Frankfurt.

Ist eine Warnweste im Auto in Frankreich Pflicht?

Ja, in Frankreich ist eine reflektierende Warnweste im Auto Pflicht, und zwar für alle Insassen, nicht nur für den Fahrer, die das Fahrzeug bei einer Panne oder einem Unfall verlassen müssen. Die Westen müssen griffbereit im Fahrzeug verstaut sein (z.B. im Handschuhfach, nicht im Kofferraum) und vor dem Aussteigen angelegt werden; bei Nichteinhaltung droht ein Bußgeld ab 90 Euro.
 

Werden Wohnmobile in Frankreich oft kontrolliert?

Wie in jedem anderen Land auch, dürfen in Frankreich überladene Wohnmobile nicht fahren. Es wird zwar nicht so häufig kontrolliert wie in anderen Ländern, doch Kontrollen gibt es. Dabei gibt es eine Toleranzgrenze von 5 Prozent.

Was muss ich beachten, wenn ich mit dem Wohnmobil nach Frankreich fahre?

Für die Wohnmobilreise nach Frankreich sind Ausrüstungspflichten (Warnweste, Warndreieck, evtl. Toter-Winkel-Aufkleber für >3,5t), Geschwindigkeitsbegrenzungen (je nach Gewicht & Straße) und Maut zu beachten; auch Umweltzonen-Plaketten (Crit'Air) in Städten sind wichtig, während das Wildcampen toleriert, aber regional eingeschränkt ist. Wichtig sind auch die richtige Gewichtskontrolle, die Mitnahme des EU-Heimtierausweises (falls Haustiere) und die Beachtung der Verkehrsregeln, besonders wegen der Promillegrenze (0,5 ‰).
 

Ist ein Alkoholtester in Frankreich verpflichtend?

In Frankreich besteht zwar eine gesetzliche Pflicht, einen Alkoholtester mitzuführen, es drohen jedoch seit 2013 keine Bußgelder mehr für Verstöße; es ist aber weiterhin ratsam, einen NF-zertifizierten Einweg-Alkoholtester (Norme française) bei sich zu haben, da dieser die vorgeschriebene Norm erfüllt und die Fahrtüchtigkeit bei der 0,5-Promille-Grenze anzeigt, erhältlich in Apotheken, Supermärkten, an Tankstellen und online. Wichtig ist die Kennzeichnung „NF“, Haltbarkeit und einwandfreie Funktion.
 

Was bedeuten weiß gestrichelte Parkplätze in Frankreich?

In Frankreich bedeuten weiße Linien, durchgezogen oder gestrichelt, grundsätzlich erlaubtes Parken, oft aber kostenpflichtig (Hinweise wie "PAYANT", Parkautomat) – im Gegensatz zu gelben Linien (Verbot) und blauen Linien (Parkscheibe). Blaue Linien markieren zeitlich begrenztes kostenloses Parken (mit Parkscheibe), während gelbe Linien absolute Halteverbote (durchgezogen) oder Parkverbote (gestrichelt) signalisieren, so billiger-mietwagen.de und ADAC.
 

Wie lange dürfen Diesel Wohnmobile noch fahren?

Auch nach 2035 können Sie ein neues Diesel-Wohnmobil weiterhin fahren – bis Diesel endgültig ausläuft. Aktuell gibt es keinen festgelegten Zeitpunkt, wann Diesel als Kraftstoff vollständig verboten wird. Experten rechnen damit, dass dies frühestens in den 2040er oder sogar erst in den 2050er Jahren passiert.

Was passiert mit Wohnmobilen ab 2035?

2035: Der Camper wird elektrisch – oder irrelevant

Das EU-Recht ist eindeutig: Ab 2035 dürfen Neufahrzeuge auch in der leichten Nutzfahrzeugklasse kein CO₂ mehr ausstoßen. Für Wohnmobile bedeutet das: Schluss mit Diesel und Benzin. Selbst „Ökomobile“ mit Erdgasmotoren sind dann nicht mehr erlaubt.

Ist Wohnmobil fahren ab 65 Jahren nur mit Begleitung erlaubt?

Ab 2030 gilt: Wer 65 Jahre oder älter ist, darf sein Wohnmobil nur noch mit einer Begleitperson zwischen 18 und 45 Jahren steuern – und die darf nicht verwandt sein!

Wie schnell dürfen Wohnmobile in Frankreich fahren?

In Frankreich hängt die Geschwindigkeit für Wohnmobile stark vom Gewicht ab: Leichte Wohnmobile unter 3,5 t dürfen auf der Autobahn bis 130 km/h fahren (oft 110 km/h bei Regen), Landstraße 80 km/h, innerorts 50 km/h; schwere Wohnmobile über 3,5 t müssen sich an niedrigere Limits halten: Autobahn 90-110 km/h, Landstraße 80 km/h, innerorts 50 km/h. Achtung: Für Gespanne gibt es besondere Regeln, z.B. 90 km/h auf der Autobahn.
 

Ist es erlaubt, mit einem Wohnmobil 100 km/h zu fahren?

In Deutschland dürfen Wohnmobile mit einem Gewicht von 3,5 bis 7,5 Tonnen maximal 80 km/h fahren, auf Autobahnen sind 100 km/h erlaubt. Wohnmobile mit einem Gesamtgewicht von mehr als 7,5 Tonnen dürfen außerhalb geschlossener Ortschaften maximal 60 km/h und auf Autobahnen maximal 80 km/h fahren.

Wie schnell dürfen Wohnmobile über 3,5 T in Deutschland fahren?

Für Wohnmobile über 3,5 Tonnen gelten in Deutschland strengere Tempolimits als für PKWs: Innerorts sind es 50 km/h, auf Landstraßen maximal 80 km/h und auf Autobahnen sowie Schnellstraßen 100 km/h (außer es gibt spezifische Beschilderungen), da sie rechtlich als LKW eingestuft werden. Diese Regeln gelten für Fahrzeuge von 3,5 bis 7,5 Tonnen; noch schwerere Modelle (über 7,5 t) haben oft 60 km/h außerorts und 80 km/h auf Autobahnen.
 

Ist eine Mautbox für Wohnmobile über 3,5 Tonnen Pflicht?

Nein, Fahrzeuge mit einer technisch zulässigen Gesamtmasse (tzGm) von 3,5 Tonnen oder weniger sind nicht mautpflichtig. Die Mautpflicht betrifft seit 1. Juli 2024 nur Fahrzeuge mit einer tzGm von mehr als 3,5 Tonnen.

Wie kann ich mein Wohnmobil ablasten?

Ein Wohnmobil ablasten bedeutet, das zulässige Gesamtgewicht (zGG) in den Fahrzeugpapieren zu reduzieren, was oft sinnvoll ist, um es mit dem Führerschein Klasse B (bis 3,5t) fahren zu können, Maut zu sparen und Kosten zu senken, auch wenn es die Zuladung einschränken kann (Sitzplätze gehen verloren). Der Vorgang erfordert eine technische Prüfung (TÜV/DEKRA) und eine Umtragung bei der Zulassungsstelle, wobei ein Wiegeprotokoll wichtig ist und eine Ablastung unter das 1,25-fache der Leermasse schwierig sein kann.
 

Warum darf Deutschland keine Autobahnmaut erheben?

Eine Pkw-Maut gibt es in Deutschland nicht, weil der Europäische Gerichtshof (EuGH) die ursprünglichen Pläne für die sogenannte "Infrastrukturabgabe" als europarechtswidrig eingestuft hat: Sie diskriminierte ausländische Autofahrer, da deutsche Halter über die Kfz-Steuer komplett entlastet worden wären, was eine Ungleichbehandlung darstellte. Nach diesem Urteil 2019 wurden die Pläne vorerst gestoppt, und es gibt derzeit keine konkreten, umsetzbaren Pläne mehr, weil die politische und juristische Hürde als zu hoch gilt.