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Was tue ich gegen Herzrhythmusstörungen?

Gefragt von: Heide Schlegel  |  Letzte Aktualisierung: 1. Februar 2026
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Bei Herzrhythmusstörungen sollte man sofort einen Arzt aufsuchen, um die Ursache abzuklären, da sie harmlos oder lebensbedrohlich sein können; selbst kann man Stress meiden, Entspannung suchen, auf Kaffee, Alkohol und Rauchen verzichten, sich gesund ernähren und moderat bewegen, während der Arzt je nach Art Medikamente, Herzschrittmacher, Kardioversion oder Katheterablation empfehlen kann.

Was hilft sofort gegen Herzrhythmusstörungen?

Bei sofortigen Herzrhythmusstörungen wie Herzrasen helfen oft Vagusmanöver wie der Valsalva-Versuch (Pressen bei zugehaltener Nase und Mund) oder das Trinken von eiskaltem, stark kohlensäurehaltigem Wasser, um den Vagusnerv zu stimulieren und das Herz zu beruhigen. Wichtig: Wenn Symptome wie Schwäche, Schwindel, Brustschmerz oder Atemnot auftreten oder das Herzrasen länger anhält, muss sofort der Notarzt (112) gerufen werden, da dies lebensbedrohlich sein kann. 

Welche Symptome treten bei Herzrhythmusstörungen auf?

Müdigkeit ist ein häufiges, aber oft übersehenes Symptom von Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien), da das Herz nicht mehr effizient pumpt, was zu Sauerstoffmangel in den Organen führt, besonders bei schnellen (z. B. Vorhofflimmern) oder langsamen Rhythmen (Bradykardie). Weitere Symptome können Herzstolpern, Schwindel, Atemnot oder Brustschmerzen sein, weshalb eine kardiologische Abklärung mittels EKG wichtig ist, um die Ursache zu finden und Risiken wie Schlaganfall oder Herzinsuffizienz vorzubeugen.
 

Was ist das beste Medikament gegen Herzrhythmusstörungen?

Die "besten" Medikamente gegen Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien) gibt es nicht pauschal, da die Wahl stark vom Typ der Störung abhängt, aber häufig eingesetzte Mittel sind Betablocker (z.B. Metoprolol) zur Pulsregulierung, Antiarrhythmika wie Flecainid, Propafenon oder Amiodaron zur Rhythmuskontrolle, sowie Kalziumkanalblocker (z.B. Verapamil, Diltiazem) zur Frequenzkontrolle, oft ergänzt durch Blutverdünner (Gerinnungshemmer) wie Apixaban bei Vorhofflimmern, um Schlaganfälle zu verhindern. Die Entscheidung trifft immer der Kardiologe individuell.
 

Was sind die Auslöser für Herzrhythmusstörungen?

Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien) haben vielfältige Ursachen, oft liegen zugrundeliegende Herzerkrankungen wie Bluthochdruck, koronare Herzkrankheit (KHK) oder Herzinsuffizienz vor; aber auch Schilddrüsenprobleme, Elektrolytstörungen (z.B. Kalium, Magnesium), Stress, Alkohol, Koffein, bestimmte Medikamente, Drogen, Schlafapnoe, Diabetes und angeborene Herzfehler können Auslöser sein. Sowohl bei älteren Menschen mit Vorerkrankungen als auch bei jungen, gesunden Menschen können sie auftreten, ausgelöst durch Lebensstilfaktoren. 

Atrial fibrillation: What can the patient do? – Prof. Dr. med. A. Götte

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Was darf man bei Herzrhythmusstörungen nicht machen?

Wer an Herzrhythmusstörungen leidet, sollte darauf achten, Stress zu meiden und sich regelmäßige Ruhepausen gönnen. Sinnvoll ist zudem das Erlernen von Entspannungsmethoden. Auf Kaffee, Alkohol und Rauchen sollte verzichtet werden. Gerade Alkoholkonsum begünstigt Vorhofflimmern.

Was macht der Hausarzt bei Herzrhythmusstörungen?

Herzrhythmusstörungen sollte daher immer der Arzt abklären. Ein Elektrokardiogramm (EKG) in Ruhe, ergänzt um ein 24-Stunden-Langzeit-EKG und ein Belastungs-EKG sowie eine Ultraschall-Untersuchung des Herzens helfen, der Rhythmusstörung auf die Spur zu kommen. Eventuell sind auch noch weitere Untersuchungen notwendig.

Können Herzrhythmusstörungen wieder weggehen?

Ja, Herzrhythmusstörungen können wieder weggehen, insbesondere anfallsartige Formen wie paroxysmales Vorhofflimmern hören oft von selbst auf, aber oft sind auch medizinische Eingriffe wie Medikamente, Katheterablation oder Kardioversion nötig, um den normalen Rhythmus wiederherzustellen oder die Ursache zu beheben, wobei die Heilungschancen je nach Art und Schweregrad variieren und bei manchen chronischen Störungen eine dauerhafte Behandlung erforderlich ist.
 

Welche Mittel beruhigen das Herz?

Pflanzliche Mittel bei nervösen Herzbeschwerden, Unruhe und Nervosität. Bei nervösen Herzbeschwerden kann Weissdorn in Kombination mit beruhigenden pflanzlichen Arzneimitteln wie Passionsblume, Melisse und Baldrian eingenommen werden.

Was macht der Kardiologe bei Herzrhythmusstörungen?

Der Kardiologe diagnostiziert Herzrhythmusstörungen mittels EKG, Herzultraschall und Belastungstests, um die Ursache zu finden, und behandelt diese dann mit Medikamenten (Betablocker, Rhythmusmedikamente), elektrischen Therapien wie Kardioversion (Stromstoß) oder Ablation (Verödung von Störherden) und implantiert bei Bedarf Schrittmacher oder Defibrillatoren, um den normalen Herzrhythmus wiederherzustellen oder zu stabilisieren. 

Wie erkenne ich gefährliche Herzrhythmusstörungen?

Gefährliche Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien) äußern sich durch Symptome wie starken Schwindel, Benommenheit, plötzliche Ohnmachtsanfälle, Herzrasen/Herzstolpern mit Luftnot, Brustschmerzen oder Engegefühl, Verwirrtheit oder sogar Krampfanfälle, oft begleitet von Müdigkeit und Leistungseinschränkung. Während leichte Arrhythmien harmlos sein können, sollten Symptome wie plötzliche Herzrasen-Attacken, Bewusstlosigkeit oder starke Brustschmerzen sofort ärztlich abgeklärt werden, da sie auf ernsthafte Probleme bis hin zum plötzlichen Herztod hindeuten können.
 

Welcher Mangel löst Herzrhythmusstörungen aus?

Ein Mangel an Kalium und Magnesium ist eine Hauptursache für Herzrhythmusstörungen, da diese Elektrolyte die elektrische Herzaktivität steuern; auch Eisenmangel (Anämie) und Vitamin D-Mangel können das Herz aus dem Takt bringen und zu Herzklopfen oder Herzrasen führen, betont die Deutsche Herzstiftung, Herzmedizin.de, NDR.de, sympany.ch, der-niedergelassene-arzt.de, Thieme Group, Internisten im Netz, Bioscientia, Aerztezeitung und die Altmark-Apotheke].

In welchem Alter treten Herzrhythmusstörungen auf?

Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien) sind im Alter häufiger, am verbreitetsten ist das Vorhofflimmern, bei dem das Herz zu schnell und chaotisch schlägt, oft aufgrund altersbedingter Veränderungen und Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes, Übergewicht, aber auch durch Genussmittel und Stress. Die Beschwerden reichen von Herzstolpern bis zu Herzrasen, können aber auch symptomlos verlaufen, was besonders gefährlich ist, da sie das Schlaganfallrisiko erhöhen. Moderne Therapien wie Medikamente, Katheterablation oder Schrittmacher helfen, die Risiken zu senken. 

Wie bekomme ich mein Herz wieder in den Rhythmus?

Um das Herz wieder in den Rhythmus zu bringen, werden ärztliche Methoden wie die elektrische Kardioversion (Stromstoß) oder medikamentöse Kardioversion (Antiarrhythmika) eingesetzt, um z.B. Vorhofflimmern zu beenden; für den Notfall gibt es auch AEDs (automatische externe Defibrillatoren), die Laien bedienen können, während Hausmittel wie kalte Umschläge oder Atemübungen das Herz beruhigen können, aber keine medizinische Behandlung ersetzen. Wichtig: Bei Herzrhythmusstörungen immer einen Arzt aufsuchen!
 

Wie fühlt man sich bei Herzrhythmusstörungen?

Herzrhythmusstörungen fühlen sich sehr unterschiedlich an: Manche Menschen spüren gar nichts, während andere Herzstolpern, Herzrasen, unregelmäßigen Puls, Schwindel, Atemnot, Schwäche oder Brustschmerzen erleben, oft begleitet von Angst, Unruhe oder Panik. Bei schweren Formen können auch Verwirrung, Benommenheit oder Ohnmacht auftreten.
 

Welche Naturheilmittel helfen bei Herzrhythmusstörungen?

Bei Herzrhythmusstörungen können Mineralstoffe wie Magnesium und Kalium, pflanzliche Mittel (Weißdorn, Baldrian, Melisse bei nervösen Störungen), Omega-3-Fettsäuren, Coenzym Q10 und Entspannungstechniken (Yoga, Autogenes Training) unterstützend wirken, jedoch sind sie kein Ersatz für ärztliche Behandlung; stets den Arzt konsultieren, besonders bei starken Beschwerden oder bekannten Herzerkrankungen, da Mittel wie Strophanthus oder Besenginster spezielle Dosierungen und Risiken bergen. 

Welches Getränk beruhigt das Herz?

Tee wärmt in der kalten Jahreszeit wunderbar – und gilt als besonders gesundes Getränk. Eine große Studie aus China mit mehr als 100.000 Teilnehmern hat nun gezeigt: Wer regelmäßig Tee trinkt, hat ein geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und einen vorzeitigen Tod.

Wie beruhigt man seinen Herzschlag?

Um Ihren Herzschlag zu beruhigen, helfen sofortige Maßnahmen wie tiefes Ein- und Ausatmen (besonders mit langem Ausatmen und "S"-Laut), das Valsalva-Manöver (leichtes Pressen wie beim Stuhlgang) oder Kälte am Gesicht, während Sie Stress reduzieren (Yoga, Spaziergänge) und Koffein/Nikotin meiden, um langfristig das Herz-Kreislauf-System zu stabilisieren. Bei anhaltendem oder starkem Herzrasen sollten Sie jedoch immer einen Arzt aufsuchen, um die Ursache abzuklären, da dies auch auf Herzprobleme hinweisen kann.
 

Welches Medikament wirkt stark beruhigend?

Zu den häufigsten gehören Lorazepam, Diazepam, Oxazepam und Bromazepam [1].

Was ist der Auslöser für Herzrhythmusstörungen?

Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien) haben vielfältige Ursachen, oft liegen zugrundeliegende Herzerkrankungen wie Bluthochdruck, koronare Herzkrankheit (KHK) oder Herzinsuffizienz vor; aber auch Schilddrüsenprobleme, Elektrolytstörungen (z.B. Kalium, Magnesium), Stress, Alkohol, Koffein, bestimmte Medikamente, Drogen, Schlafapnoe, Diabetes und angeborene Herzfehler können Auslöser sein. Sowohl bei älteren Menschen mit Vorerkrankungen als auch bei jungen, gesunden Menschen können sie auftreten, ausgelöst durch Lebensstilfaktoren. 

Welche Tabletten gibt es zur Herzrhythmuskontrolle?

Tabletten gegen Herzrhythmusstörungen sind meist Betablocker (z.B. Metoprolol, Bisoprolol) zur Frequenzkontrolle oder spezielle Antiarrhythmika (wie Flecainid, Propafenon, Amiodaron, Dronedaron, Sotalol) zur Rhythmusstabilisierung, oft bei Vorhofflimmern oder Tachykardien, wobei Mittel wie Ivabradin (If-Kanal-Blocker) auch nur den Sinusknoten beeinflussen können; die Auswahl hängt stark von der Art der Störung ab, erfordert genaue Diagnose und engmaschige Kontrolle wegen möglicher Nebenwirkungen. 

Was hilft sofort bei Herzrhythmusstörungen?

Bei sofortigen Herzrhythmusstörungen wie Herzrasen helfen oft Vagusmanöver wie der Valsalva-Versuch (Pressen bei zugehaltener Nase und Mund) oder das Trinken von eiskaltem, stark kohlensäurehaltigem Wasser, um den Vagusnerv zu stimulieren und das Herz zu beruhigen. Wichtig: Wenn Symptome wie Schwäche, Schwindel, Brustschmerz oder Atemnot auftreten oder das Herzrasen länger anhält, muss sofort der Notarzt (112) gerufen werden, da dies lebensbedrohlich sein kann. 

Sind Bananen gut bei Herzrhythmusstörungen?

Herzgesunde Lebensmittel: Bananen

Damit das Herz überhaupt arbeiten kann, ist es unter anderem auf Kalium angewiesen. Dieser Mineralstoff wirkt unter anderem bei der Erregbarkeit von Muskel- und Nervenzellen und bei der Herzmuskeltätigkeit mit. Eine ausreichende Kaliumversorgung kann Herzrhythmus-Störungen vorbeugen.

Wann muss man bei Herzrhythmusstörungen ins Krankenhaus?

Bei Herzrhythmusstörungen sollten Sie sofort den Notarzt (112) rufen oder die Notaufnahme aufsuchen, wenn zusätzlich starke Symptome wie Brustschmerzen, schwere Atemnot, Schwindel/Benommenheit, Sehstörungen, Sprachstörungen oder Bewusstlosigkeit auftreten, da dies auf eine lebensbedrohliche Situation (z.B. Kammerflimmern) hindeuten kann, insbesondere bei sehr schnellem Puls oder langen Pausen. Auch anhaltendes, starkes Herzstolpern oder Symptome einer akuten Herzschwäche (plötzliche Atemnot, Druckgefühl) erfordern sofortige medizinische Hilfe.
 

Welche Medikamente lösen Herzrhythmusstörungen aus?

Viele Medikamente können Herzrhythmusstörungen auslösen, darunter Herzmedikamente (z.B. Sotalol, Digoxin, Kalziumkanalblocker), bestimmte Antidepressiva, Diuretika, Kortison, Asthmasprays, aber auch Herzmedikamente, die Elektrolyte beeinflussen (z.B. ACE-Hemmer), und sogar Wechselwirkungen wie mit Grapefruitsaft können die Gefahr erhöhen, indem sie Wirkstoffspiegel ansteigen lassen. Die Störungen können von Herzstolpern bis zu lebensbedrohlichen Arrhythmien reichen. 

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