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Wie gesund ist das islamische Fasten?

Gefragt von: Christoph Lohmann  |  Letzte Aktualisierung: 1. Februar 2026
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Das islamische Fasten im Ramadan kann gesundheitsfördernd sein, indem es Stoffwechselprozesse wie die Zellreinigung (Autophagie) anregt, den Blutzuckerspiegel stabilisiert und die Insulinsensitivität verbessert, aber auch Risiken wie Dehydratisierung bergen kann, besonders bei Hitze oder Vorerkrankungen. Wichtig ist die richtige Vorbereitung, ausreichende Flüssigkeitsaufnahme zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang sowie ärztliche Rücksprache bei Medikamenteneinnahme, um die Vorteile zu maximieren und Risiken zu minimieren.

Ist islamisches Fasten gesund?

Die Gesundheit und das Fasten

Viele Studien haben gezeigt, dass nach dem Fasten im Monat Ramadan die Menschen ihren Blutzucker reduziert und ihre Sensibilität zum Insulin erhöht haben. Somit können sich durch die Erholung während dieser Zeit die Nierenzellen regenerieren.

Für was ist Fasten gut im Islam?

Das Fasten soll dazu dienen, Gottes Anerkennung zu erlangen und den Körper zu reinigen. Das Fasten während des Ramadan ist für Muslimas und Muslime ab der Pubertät Pflicht. Von gesunden Speisen bis zur Gewichtsreduktion: Die Ernährungsexperten der AOK beraten Sie zu allen Themen im Gesundheitsbereich.

Ist Fasten wirklich so gesund?

Ja, Fasten kann gesund sein und hat viele positive Effekte wie Stoffwechselentlastung, Zellreinigung (Autophagie), Linderung von Verdauungsproblemen und die Milderung chronischer Beschwerden wie Diabetes Typ 2, Bluthochdruck und Entzündungen, aber es ist nicht für jeden geeignet und sollte bei Vorerkrankungen mit Vorsicht oder gar nicht praktiziert werden. Es aktiviert zudem Glückshormone und kann das Wohlbefinden steigern, aber auch Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen verursachen.
 

Warum sollten Muslime Fasten?

Muslime fasten im Ramadan, um ihre Hingabe an Gott zu zeigen, ihre Seele zu reinigen und Empathie für Bedürftige zu entwickeln, indem sie zwischen Sonnenauf- und -untergang auf Essen, Trinken, Rauchen und Sex verzichten, was eine der fünf Säulen des Islam darstellt. Es dient der Stärkung des Glaubens, der Selbstbeherrschung und der Gemeinschaft und gedenkt der Offenbarung des Korans.
 

Fasten ist gesunden, aber warum? - Naturheilkunde-Experte erklärt warum

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Was passiert beim Fasten im Körper?

Beim Fasten stellt der Körper seine Energieversorgung um: Zuerst werden Glukosespeicher geleert, dann beginnt die Fettverbrennung, wobei Ketone entstehen und Fettpolster schmelzen, während die körpereigene Zellreinigung (Autophagie) aktiviert wird und eine Entschlackung stattfindet, was zu Gewichtsverlust und verbesserter Immunfunktion führen kann, aber auch anfängliche Schlappheit und Kopfschmerzen verursachen kann, bis sich der Stoffwechsel angepasst hat. 

Wer sollte nicht im Islam Fasten?

Bestimmte Personengruppen sollten nicht fasten wie etwas ältere Menschen, Kinder und Heranwachsende, schwangere Frauen oder Menschen, die Medikamente nehmen. Das entspricht auch den Ausnahmen, die Allah uns im Quran genannt hat.

Welche Nachteile hat Fasten?

Fasten kann Nachteile wie Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schlappheit, Reizbarkeit und Konzentrationsschwäche verursachen, besonders zu Beginn, da der Körper sich umstellt. Langfristig kann es zu Muskelabbau, Elektrolyt-Ungleichgewichten (Kalium, Natrium), Blutdruckabfall und dem Jo-Jo-Effekt kommen, wenn die Ernährung nicht umgestellt wird. Schwangere, Stillende, Kinder, Jugendliche und Menschen mit Vorerkrankungen (wie Diabetes, Herzproblemen) sollten ganz aufs Fasten verzichten oder es nur ärztlich begleitet durchführen, da Risiken wie Gallensteine oder Gichtanfälle bestehen.
 

Was ist das gesündeste Fasten?

Heilfasten kann von Gesunden zur Krankheitsprävention, zum Einstieg in eine Gewichtsabnahme sowie zur Therapie bei bestimmten Krankheiten angewendet werden. Im Gegensatz zum totalen Fasten wird dem Körper beim Heilfasten eine geringe Menge Energie zugeführt.

Was sagt Gott über das Fasten?

Matthäus 6:16-18

„ Wenn ihr fastet, sollt ihr nicht so finster dreinblicken wie die Heuchler … euer Vater, der ins Verborgene sieht, wird euch belohnen .“ In Matthäus 6,16–18 ermutigt Jesus seine Nachfolger, ihr Fasten nicht öffentlich zur Schau zu stellen. Stattdessen lehrt er sie, im Verborgenen zu fasten.

Welche positiven Auswirkungen hat das Fasten im Islam?

Weitere gesundheitliche Vorteile sind: Reduzierung des Körperfetts (15), Verbesserung der Glukosetoleranz und Insulinresistenz (6,18) sowie kardiometabolische Vorteile (24) . Auch die Forschung zum islamischen Fasten konzentrierte sich neben den Auswirkungen des Fastens auf das Blutlipidprofil und die Glukosetoleranz auf das Gewicht.

Was sagt Allah über das Fasten?

Ein Ausspruch des Propheten Muhammad lautet: Der Gesandte Allahs sagte: „Er (der Fastende) stellt Meinetwegen sein Essen und Trinken sowie seine Begierde ein. Das Fasten ist Mir gewidmet, und Ich belohne entsprechend; und jede gute Tat wird gleichermaßen zehnfach belohnt. “

Welcher Tag ist der schlimmste beim Heilfasten?

Durchhalten bis Tag 3: Die ersten Tage sind die schlimmsten. Sie werden Hunger haben und unter Entzugserscheinungen leiden. An Tag 3 tritt bei den meisten das Fasten-Hoch ein, nach dem alles etwas leichter wird. Viel Mineralwasser trinken: Beim Fasten ist das Trinken von stillem Mineral¬wasser das A und O.

Warum darf man beim Fasten kein Wasser trinken?

Während des Ramadans ist es den Fastenden untersagt, zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang Wasser zu trinken. Grund dafür ist, dass auch das Wasser das Fasten brechen würde.

Wie lange muss man Fasten, um den Körper zu entgiften?

Um den Körper zu entgiften, empfehlen Experten meist eine Fastendauer von 7 bis 10 Tagen als Standard, idealerweise ergänzt durch einen Vorbereitungstag und drei Aufbautage; längeres Fasten (2-4 Wochen oder mehr) ist therapeutisch möglich, erfordert aber ärztliche Begleitung, um Nährstoffmangel und Risiken zu vermeiden. Kürzere Fastenzeiten von 3-5 Tagen eignen sich gut für Anfänger, um positive Effekte zu erzielen, während bei längeren Fastenperioden der Körper beginnt, Fettreserven abzubauen und intensive „Entgiftungsprozesse“ durchläuft.
 

Wie fastet man richtig im Islam?

Welche Regeln gelten beim Fasten? Das tägliche Fasten beginnt, so steht es im Koran, sobald man in der Morgendämmerung einen weißen von einem schwarzen Faden unterscheiden kann. Von Tagesanbruch bis zum Sonnenuntergang bleiben also Teller, Tassen und Gläser leer. Aber es wird nicht nur auf Essen und Trinken verzichtet.

Bei welchen Krankheiten hilft Fasten?

Darmmikrobiom Fasten hilft bei vielen Erkrankungen

  • Bluthochdruck und kardiovaskulären Erkrankungen,
  • Fettstoffwechselstörungen, Diabetes und Lebererkrankungen,
  • endokrinen Störungen,
  • entzündlichen und Autoimmunerkrankungen,
  • affektiven Störungen und.
  • Schmerzen.

Was passiert bei einem 24-stündigen Fasten?

Nach etwa 24 Stunden Fasten sind die Glykogenspeicher erschöpft, woraufhin der Körper auf Energiereserven aus Fettgewebe und Proteinspeichern zurückgreift . [5] Die drastische Stoffwechselveränderung, die auf die Glykogenerschöpfung folgt, hängt primär vom Abbau der Triglyceride im Fettgewebe ab.

Was ist der 30/30/30 Trick?

Die Diät ist im Prinzip sehr einfach umzusetzen. Sie besteht darin, 30 Minuten nach dem Aufstehen 30 Gramm Eiweiß zu sich zu nehmen und anschließend 30 Minuten lang ein moderates Herz-Kreislauf-Training zu absolvieren, bei dem der Puls 135 Schläge pro Minute nicht überschreiten sollte.

Ist Fasten Stress für den Körper?

Fasten bedeutet für den Körper Stress. Da keine bzw. unzureichend Energie und Nährstoffe aufgenommen werden, muss der Körper auf Energiereserven zurückgreifen. Zirka zwölf Stunden nach der letzten Nahrungsaufnahme beginnt der Körper mit einer Stoffwechselumstellung.

Was passiert mit Ihrem Körper während des Fastens?

Die Leber hilft, indem sie Nicht-Kohlenhydrat-Stoffe wie Laktat, Aminosäuren und Fette in Glukoseenergie umwandelt. Da unser Körper während des Fastens Energie spart, wird unser Grundumsatz (die Energiemenge, die unser Körper im Ruhezustand verbrennt) effizienter, wodurch Herzfrequenz und Blutdruck sinken .

Hilft Fasten beim Bauchfett?

Hilft fasten beim Abnehmen? Fasten ist in erster Linie nicht als Diät, sondern Therapie gedacht. Dennoch ist der Gewichtsverlust ein angenehmer Nebeneffekt. Vor allem wer eine längere Fastenkur macht, profitiert: Nach etwa zwei Wochen Fasten baut der Körper Bauchfett ab.

Kann man duschen, wenn man fastet?

Der Islam legt sehr viel Wert auf Körperpflege und Reinheit. Deshalb ist das Zähneputzen, Duschen und Eincremen während des Fastens erlaubt. Beim Zähneputzen sollte man jedoch darauf achten, kein Wasser zu schlucken.

Bei welchen Krankheiten sollte man nicht Fasten?

Besonders Menschen mit Typ-1-Diabetes, Schwangere mit Schwangerschaftsdiabetes oder Menschen mit schweren diabetischen Folgeerkrankungen wie Nieren- oder Herzproblemen gehören zu den Hochrisikogruppen. Sie sollten das Fasten vermeiden oder ärztlich eng begleitet werden.

Was sagt der Koran über Fasten?

Fasten im Islam

Es sind nur abgezählte Tage. Und wer von euch krank ist oder sich auf einer Reise befindet, soll eine Anzahl anderer Tage (fasten). Und denen, die es mit großer Mühe ertragen können, ist als Ersatz die Spei- sung eines Armen auferlegt. Und wenn jemand frei- willig Gutes tut, so ist es besser für ihn.