Zum Inhalt springen

Was kostet ein Pflegeheim bei Pflegegrad 2?

Gefragt von: Vinzenz Kretschmer-Wulf  |  Letzte Aktualisierung: 20. Februar 2026
sternezahl: 5/5 (49 sternebewertungen)

Ein Pflegeheimplatz mit Pflegegrad 2 kostet im Durchschnitt zwischen ca. 3.900 € und 4.200 € pro Monat, wovon die Pflegekasse pauschal 805 € übernimmt und der Eigenanteil (Restkosten) zwischen ca. 3.100 € und 3.400 € liegt, abhängig von Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten, die je nach Einrichtung variieren.

Was zahlt die Pflegekasse bei Pflegegrad 2 im Pflegeheim?

Mit Pflegegrad 2 haben Sie Anspruch auf 347 Euro pro Monat. Voraussetzung ist unter anderem, dass die Pflege zuhause stattfindet und selbst organisiert wird. Wenn Sie Pflegesachleistungen beanspruchen, verringert das Ihren Anspruch auf Pflegegeld.

Wie hoch ist die maximale Zuzahlung im Pflegeheim 2025?

Die maximale Zuzahlung im Pflegeheim 2025 gibt es nicht als festen Betrag, da sie von Bundesland, Pflegegrad und Aufenthaltsdauer abhängt, aber der durchschnittliche Eigenanteil liegt bei rund 3.100 € monatlich, wobei er im ersten Jahr deutlich höher ist (ca. 2.984 €) und mit der Zeit sinkt (bis zu 2.184 € nach 2 Jahren in Bayern), da die Pflegekasse stärkere Zuschüsse zahlt. Es gibt keine gesetzliche Obergrenze, aber es bestehen Forderungen nach einer Begrenzung der Eigenbeteiligung.
 

Wie viel Geld dürfen Rentner auf dem Konto haben, wenn sie ins Pflegeheim kommen?

Rentner dürfen bei einem Umzug ins Pflegeheim ein sogenanntes Schonvermögen behalten, das für Alleinstehende aktuell 10.000 Euro beträgt (bei Ehepaaren 20.000 Euro). Zusätzlich gibt es einen Freibetrag für den Ehepartner und unter bestimmten Umständen auch für Kinder im Haushalt (500 € pro Kind). Wichtig ist, dass dieses Vermögen nicht automatisch gewährt wird, sondern muss beim Sozialamt beantragt werden, um die „Hilfe zur Pflege“ in Anspruch zu nehmen, sobald Einkommen und Schonvermögen die Pflegekosten nicht decken können.
 

Wie viel Geld bleibt mir, wenn mein Mann ins Heim kommt?

Der sogenannte „Vermögensschonbetrag“ beträgt pro Person 10.000 €. Das bedeutet, ein Ehepaar darf zusammen 20.000 € behalten.

Pflegegrad 2 2025: Das steht euch zu! Geld, Leistungen - Pflegestufe 2

19 verwandte Fragen gefunden

Wie viel kann ich sparen, wenn ich in einem Pflegeheim bin?

Sie haben keinen Anspruch auf Unterstützung bei den Pflegekosten durch Ihre Gemeinde, wenn: Sie über Ersparnisse im Wert von mehr als 23.250 £ verfügen – dies wird als obere Kapitalgrenze (Upper Capital Limit, UCL) bezeichnet. Sie Eigentümer einer Immobilie sind (dies gilt nur, wenn Sie in ein Pflegeheim umziehen).

Wer zahlt die Heimkosten, wenn die Rente nicht ausreicht?

Wenn Rente und Vermögen nicht für das Pflegeheim reichen, zahlt das Sozialamt über die „Hilfe zur Pflege“ die Differenz, nachdem ein Antrag gestellt wurde und Einkommen sowie Vermögen (bis zu einem Schonvermögen von 10.000 € für Alleinstehende) aufgebraucht sind; dabei muss man auch das Einkommen des Ehepartners berücksichtigen und prüfen lassen, ob die erwachsenen Kinder (mit Einkommen über 100.000 € brutto/Jahr) zum Elternunterhalt herangezogen werden. 

Wann müssen Kinder für die Pflegeheimkosten der Eltern aufkommen?

Kinder müssen in Deutschland nur dann für die Heimkosten ihrer pflegebedürftigen Eltern aufkommen, wenn ihr Jahresbruttoeinkommen über 100.000 Euro liegt, dank des Angehörigen-Entlastungsgesetzes von 2020; darunter springt das Sozialamt ein, wobei der Unterhalt sich nach dem individuellen Einkommen und einem angemessenen Selbstbehalt berechnet. Schwiegerkinder sind grundsätzlich nicht unterhaltspflichtig, das Einkommen des Partners wird aber indirekt bei der Berechnung berücksichtigt, wenn die 100.000-Euro-Grenze überschritten ist. 

Wie verringert sich der Eigenanteil im Pflegeheim?

Der Eigenanteil im Pflegeheim verringert sich hauptsächlich durch den Leistungszuschlag der Pflegekasse, der mit der Dauer des Heimaufenthalts steigt (bis zu 75 % nach 3 Jahren), sowie durch Sozialhilfe, Pflegewohngeld, den Entlastungsbetrag von 125 € und eventuell eine Pflegezusatzversicherung, die alle die Kosten für Pflege, Unterkunft/Verpflegung oder Investitionen reduzieren können.
 

Was darf man beim MDK nicht sagen?

Beim MDK sollten Sie nicht beschönigen, lügen oder den Pflegebedarf verschleiern, indem Sie Fähigkeiten vortäuschen oder Hilfe verheimlichen, sondern wahrheitsgemäß und detailliert Ihre tatsächlichen Einschränkungen schildern und den Alltag (z.B. das Chaos bei der Körperpflege) unverändert zeigen, um den tatsächlichen Unterstützungsbedarf realistisch darzustellen. Vermeiden Sie falsche Versprechen oder Aussagen, die den Zustand besser darstellen als er ist, da dies zu einer zu niedrigen Einstufung führen kann. 

Für was bekommt man 4000 € von der Pflegekasse?

Die 4.000 € von der Pflegekasse sind ein Zuschuss für Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen (WUM), um das Zuhause barrierefrei zu gestalten (z.B. Badumbau, Einbau von Rampen oder Treppenliften), die Pflege erleichtern und die Selbstständigkeit fördern, unabhängig vom Pflegegrad (aktuell bis 4.180 € ab 2025). Dieser Betrag gilt pro Maßnahme und Person und muss vor Beginn der Arbeiten beantragt werden.
 

Wie setzen sich Heimkosten zusammen?

Die Heimkosten setzen sich wie folgt zusammen:

Kosten für Pflege und Betreuung. Kosten für Unterkunft und Verpflegung. Investitionskosten einschließlich Instandhaltung. gegebenenfalls Kosten für Altenpflegeausbildung.

Wie viel Geld muss man im Pflegeheim zuzahlen?

Der Selbstbehalt im Pflegeheim ist der Teil der Kosten, den Pflegebedürftige selbst tragen müssen, da die Pflegekasse nur die Pflegeleistung bezuschusst, nicht aber Unterkunft, Verpflegung und Investitionen; dieser Eigenanteil (Pflegekosten + Unterkunft/Verpflegung + Investitionen) liegt oft bei über 2.000 € monatlich, wobei ein Teil davon (z.B. 15-75% je nach Aufenthaltsdauer) durch Zuschüsse der Pflegekasse reduziert werden kann, und geschütztes Vermögen (z.B. 10.000 € Schonvermögen) bleibt unangetastet. Bei Elternunterhalt müssen Kinder nur zahlen, wenn das Einkommen der Eltern über bestimmten Freibeträgen (z.B. 100.000 € Jahreseinkommen) liegt, wobei dem Unterhaltspflichtigen selbst ein erheblicher Selbstbehalt zusteht (z.B. 2.000 €).
 

Wie kann ich mein Vermögen vor einem Pflegeheim schützen?

Um Geld vor Pflegeheimkosten zu schützen, sind frühzeitige Schenkungen an Erben (unter Beachtung der 10-Jahres-Frist), die Gestaltung von Testamenten (z.B. mit Vor- und Nacherbschaft), die Gründung von Stiftungen oder die Absicherung durch private Pflegeversicherungen wirksame Strategien, da das Sozialamt sonst auf das Vermögen zugreift. Wichtig ist, dass Vermögen geschützt ist, bevor Sozialhilfe benötigt wird, um Rückforderungen zu vermeiden und das geschützte Schonvermögen von etwa 10.000 € pro Person nicht zu überschreiten.
 

Wer bezahlt das Altersheim, wenn kein Geld mehr da ist?

Wenn das eigene Einkommen und Vermögen für das Altersheim nicht ausreicht, springt das Sozialamt mit der Hilfe zur Pflege ein, wenn vorher Pflegeversicherung, Wohngeld und Grundsicherung ausgeschöpft sind und die Kinder mit Einkommen über 100.000 €/Jahr nicht zahlen müssen. Zuerst wird geprüft, ob Pflegekasse, eigenes Vermögen (bis 10.000 €/Person Schonvermögen) und Einkommen der Angehörigen (ab 100.000 €/Jahr) die Kosten decken können; erst danach greift die Sozialhilfe bedarfsdeckend.
 

Wie viel muss ich zahlen, wenn meine Mutter ins Pflegeheim kommt?

Wenn Ihre Mutter ins Pflegeheim kommt, zahlt die Pflegekasse einen festen Betrag je nach Pflegegrad, den Rest müssen Sie und Ihre Mutter selbst tragen, aus Rente, Vermögen und ggf. Sozialhilfe ("Hilfe zur Pflege"); Kinder müssen nur unter bestimmten Voraussetzungen (ab 100.000 € Bruttojahreseinkommen) Elternunterhalt zahlen, wobei der Eigenanteil für Pflege, Unterkunft und Verpflegung oft mehrere Tausend Euro pro Monat beträgt und durch Zuschüsse (z.B. Pflegewohngeld) reduziert werden kann, weshalb eine frühzeitige Antragstellung beim Sozialamt ratsam ist, wenn die Mittel knapp werden. 

Wann werden Kinder zur Kasse gebeten?

Elternunterhalt: Kinder zahlen erst ab 100.000 Euro Jahreseinkommen. Reicht bei den Eltern das Geld für die Pflege im Alter nicht, bittet der Staat bei höheren Einkommen und Vermögen die Nachkommen zur Kasse.

Wie verhindert man, für die Pflege der Eltern zahlen zu müssen?

Um nicht für die Pflege der Eltern zahlen zu müssen, können Eltern selbst durch private Pflegeversicherung, Altersvorsorge und rechtzeitige Vermögensübertragungen (mind. 10 Jahre vorher) vorsorgen; Kinder sollten bei Zahlungsaufforderungen spezialisierte Anwälte hinzuziehen, da der Unterhalt nur bei hohem Einkommen (oft >100.000€/Jahr) und ohne eigene Notlage gefordert wird und spezielle Gründe wie grobe Vernachlässigung Ausnahmen darstellen können. 

Was kann ich tun, wenn ich die Kosten für mein Pflegeheim nicht bezahlen kann?

Was passiert, wenn ich mein Pflegeheim nicht mehr bezahlen kann? Wenn das eigene Einkommen und Vermögen nicht ausreicht, um die Pflegeheimkosten zu decken, kann bei dem zuständigen Sozialamt Hilfe zur Pflege beantragt werden. Das Sozialamt übernimmt dann die Kosten, die Sie selbst nicht tragen können.

Sind Kinder verpflichtet, Pflegeheim zu zahlen?

Denn sie deckt nicht immer alle anfallenden Ausgaben. Vor allem bei der Versorgung im Pflegeheim müssen die Bedürftigen einen (hohen) Eigenanteil tragen. Seit dem 1.1.2020 werden Kinder aber nur noch dann zum Elternunterhalt herangezogen, wenn ihr Einkommen 100.000 Euro brutto pro Jahr übersteigt.

Wie lange muss man ein Pflegeheim nach einem Tod bezahlen?

Die Zahlungspflicht von Heimbewohner:innen endet mit dem Sterbetag. Wichtige Regelungen zur Behandlung des Nachlasses im Todesfall sollten Sie bereits vorab vertraglich mit dem Pflegeheim festgelegt haben. Wenn der Wohnraum im Pflegeheim nicht fristgerecht geräumt wird, können zusätzliche Kosten entstehen.

Was passiert mit dem gesparten Geld, wenn man ins Pflegeheim kommt?

Reichen deine Rente und die Leistungen der Pflegekasse nicht aus, um das Pflegeheim zu bezahlen, wird dein Vermögen zur Deckung der Pflegekosten herangezogen. Allerdings gelten 10.000 Euro pro Person als Schonvermögen.

Wie viel Bargeld darf man haben, wenn man ins Pflegeheim kommt?

Dieses Schonvermögen bleibt bei der Finanzierung der Pflegeheimkosten unangetastet. Die Höhe des Schonvermögens: 10.000 € bei Alleinstehenden. 20.000 € bei Ehegatten.

Wie viel Vermögen darf man haben, wenn man ins Altenheim kommt?

Das Gesetz beschreibt § 90 SGB XII das sogenanntes Schonvermögen. Dazu gehört unter anderem auch ein Schonbetrag von 10.000 Euro. Der gleiche Betrag gilt für den Ehe- oder Lebenspartner. Ein Vermögen von insgesamt 20.000 Euro bleibt somit anrechnungsfrei.

Vorheriger Artikel
Was heißt Fürti auf Hochdeutsch?
Nächster Artikel
Was Kosten 1000 Liter Öl?