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Was ist besser ein und oder ein oder Konto?

Gefragt von: Herwig Gabriel  |  Letzte Aktualisierung: 22. Januar 2026
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Ob ein „Oder-Konto“ oder ein „Und-Konto“ besser ist, hängt vom Vertrauensverhältnis und dem Zweck ab: Das Oder-Konto (jeder darf allein verfügen) ist praktisch für Paare mit hohem Vertrauen und gemeinsamen Ausgaben, während das Und-Konto (alle müssen zustimmen) sicherer für Vereine, Erbengemeinschaften oder bei Misstrauen eignet, da es jede Transaktion kontrolliert, aber umständlicher ist. Für Paare ist oft eine Kombination aus Einzel- und Gemeinschaftskonto am besten, um finanzielle Unabhängigkeit zu wahren.

Was ist der Unterschied zwischen einem UND-Konto und einem Oder-Konto?

Bei einem Und-Konto können Abhebungen und Verfügungen von nur beiden Kontoführenden gemeinsam getätigt werden. Das Oder-Konto eignet sich grundsätzlich für eine Begünstigung außerhalb des Nachlasses, weil der überlebende Kontoinhaber im Erbfall weiterhin über das Konto verfügen kann.

Welche Nachteile hat ein gemeinsames Konto?

Nachteile eines Gemeinschaftskontos sind die gesamtschuldnerische Haftung für Schulden (auch bei Überziehung), die steuerlichen Risiken durch Schenkungssteuer bei ungleichen Einzahlungen, potenzielle Konflikte bei unterschiedlichen Finanzvorstellungen, die Komplexität bei Trennung oder Tod und dass eine Pfändung das Konto komplett blockiert, so Sparda-Bank Berlin, WirtschaftsWoche. 

Wer erbt bei einem Oder-Konto?

War der Erblasser Mitinhaber eines Oder-Kontos, gilt dieselbe Rechtsfolge, wie wenn der Erblasser Inhaber eines Einzelkontos gewesen wäre. Durch den Tod eines Oder-Berechtigten übernimmt dessen Erbe kraft Gesamtrechtsnachfolge gem. § 1922 BGB dessen rechtliche Stellung und wird somit Mitkontoinhaber.

Sollten Ehepaare ein Konto haben oder getrennte?

Ein Gemeinschaftskonto ist sinnvoll, wenn zwei oder mehr Personen – wie etwa Familien, Partner, Vereine oder WG-Bewohner – zusammen Ausgaben bezahlen möchten. Es ist praktisch, um gemeinsame Rechnungen zu führen, denn alle haben bei der Bank den gleichen Zugriff.

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Was passiert, wenn man ein gemeinsames Konto hat und einer stirbt?

Nach dem Tod eines Partners wird ein Gemeinschaftskonto oft gesperrt, aber der überlebende Partner kann es meist auf sich umschreiben lassen, um weiter darüber verfügen zu können, oder es auflösen; wichtig ist, die Bank zu informieren, die Sterbeurkunde vorzulegen und die Vertragsbedingungen (z.B. "Oder-Konto" vs. "Und-Konto") zu prüfen, um Handlungsfähigkeit zu bewahren und Erbansprüche zu klären. Die Erben (inkl. des Partners) müssen die Kontenanteile klären, der Anteil des Verstorbenen fällt in den Nachlass und unterliegt der Erbschaftsteuer. 

Ist ein Einzelkonto oder ein Gemeinschaftskonto besser?

Ein Gemeinschaftskonto eignet sich für Paare, WGs oder Familien, um gemeinsame Kosten zu teilen, bietet Transparenz, birgt aber gesamtschuldnerische Haftung; ein Einzelkonto gibt volle Autonomie, erfordert aber mehr Aufwand für die Verwaltung geteilter Ausgaben, oft kombiniert mit einer Vollmacht. Die Wahl hängt von der gewünschten Transparenz und dem Grad des finanziellen Zusammenwachsens ab – es gibt auch eine Mischform mit Einzelkonten plus einem „Oder“-Gemeinschaftskonto. 

Was passiert im Todesfall mit einem gemeinsamen Konto?

Bei Gemeinschaftskonten mit Einzelverfügungsberechtigung (Oder-Konten) kann die überlebende Kontoinhaber:in je nach Bank weiterhin auf das Konto zugreifen, möglicherweise aber nicht auf das gesamte Vermögen, da der Anteil der verstorbenen Person Teil ihres Nachlasses ist.

Wem gehört das Geld auf einem Oder-Konto?

Sowohl beim Oder- als auch beim Und-Konto gehört das Geld allen Kontoinhabern gemeinsam. Bei einem Oder-Konto kann jedoch jeder darüber verfügen – unabhängig davon, wer die Einzahlungen vorgenommen hat. Doch das kann bei beiden Varianten des Gemeinschaftskontos zu steuerlichen Konsequenzen führen.

Wird das Konto gesperrt, wenn der Ehepartner stirbt?

Nach dem Tod eines Ehepartners wird ein Einzelkonto in der Regel gesperrt, sobald die Bank vom Tod erfährt (gegen Vorlage der Sterbeurkunde), während bei einem gemeinsamen Oder-Konto der überlebende Ehepartner weiter voll verfügungsberechtigt bleibt, allerdings nur für seinen Anteil haftet und Daueraufträge weiterlaufen. Um Zugriff zu erhalten, müssen Erben einen Erbschein oder ein eröffnetes Testament vorlegen, wobei eine Vollmacht über den Tod hinaus wichtig ist, falls vorhanden. Wichtig: Erben sollten schnell handeln und sich bei der Bank melden, um die notwendigen Nachweise zu erbringen. 

Welches Konto ist am besten für Paare?

  • Bestes Partner-Konto. 1 C24 Smart. Sehr gut (4,8) ...
  • 2 Consorsbank! Girokonto. Sehr gut (4,8) ...
  • 3 Santander BestGiro. Sehr gut (4,4) ...
  • 4 DKB Girokonto. Sehr gut (4,2) ...
  • 5 Revolut Standard. Sehr gut (4,1) ...
  • 6 ING Girokonto. Sehr gut (4,1) ...
  • 7 Norisbank Top-Girokonto. Sehr gut (4,0) ...
  • 8 Meine Bank OnlineOnly. Sehr gut (4,0)

Sind getrennte Konten besser?

Du solltest also ein Gemeinschaftskonto nur mit Menschen führen, denen Du vertrauen kannst. Hat die andere Person Probleme, ihr Geld zusammenzuhalten und gibt öfter spontan viel Geld aus, ist ein Gemeinschaftskonto womöglich nicht die passende Lösung. Getrennte Konten sind dann die bessere Wahl.

Ist es sinnvoll, nur ein gemeinsames Konto zu haben?

Ein Gemeinschaftskonto ist eine besondere Form des Girokontos: Du führst das Konto gemeinsam mit einer anderen Person – und ihr habt beide gleichberechtigt Zugriff. Ideal ist dieses Modell des Partnerkontos vor allem für Paare, klar. Aber auch Wohngemeinschaften profitieren von einem gemeinsamen Haushaltskonto.

Ist ein gemeinsames Konto sinnvoll?

Ja, ein Gemeinschaftskonto ist sinnvoll, um gemeinsame Haushaltskosten wie Miete, Strom oder Einkäufe transparent und effizient zu verwalten, besonders für Paare oder WGs. Es schafft Überblick und vermeidet Diskussionen, sollte aber idealerweise mit getrennten Einzelkonten für private Ausgaben kombiniert werden, um finanzielle Unabhängigkeit zu wahren. Die größte Gefahr ist die gesamtschuldnerische Haftung, bei der jeder Kontoinhaber für Schulden haftet, die ein anderer verursacht hat. 

Was passiert mit dem Nachlass bei einem gemeinsamen Konto im Erbfall?

Übergang der Nachlassmasse auf den Erben

Bei einem Gemeinschaftskonto, welches oftmals auch als gemeinsames Konto bezeichnet wird, geht nur der dem Erblasser zustehende Anteil am gemeinschaftlichen Guthaben auf die Erben über bzw. der oder die Erben treten an die Stelle des nunmehr verstorbenen Kontoinhabers.

Kann man ein und-Konto in ein oder-Konto umwandeln?

Ein Und-Konto (beide müssen zustimmen) in ein Oder-Konto (jeder kann alleine verfügen) umzuwandeln, ist bei vielen Banken möglich, erfordert aber einen gemeinsamen Antrag bei der Bank, da es sich um eine Änderung der Verfügungsberechtigung handelt; eine direkte Umwandlung eines Einzelkontos in ein Gemeinschaftskonto ist oft nicht möglich, stattdessen muss meist ein neues gemeinsames Konto eröffnet und das alte aufgelöst werden. 

Wer bekommt das Geld vom Konto des Verstorbenen?

Das Geld vom Konto eines Verstorbenen geht an die Erben, die sich entweder nach Testament/Erbvertrag oder der gesetzlichen Erbfolge richten. Einzego- oder Mitkontoinhaber mit Vollmacht sowie Bevollmächtigte über den Tod hinaus dürfen zwar auf das Konto zugreifen (z.B. für Beerdigungskosten), müssen aber das Geld an die rechtmäßigen Erben auszahlen. Der Zugriff erfordert meist einen Erbschein oder die Sterbeurkunde, um die Berechtigung gegenüber der Bank nachzuweisen.
 

Welche Auswirkungen hat eine Trennung auf ein gemeinsames Konto?

Eine Trennung hat keine Auswirkungen auf die Kontoberechtigung am Gemeinschaftskonto. Bei einem „Oder-Konto“ bedeutet dies, dass auch nach der Trennung jeder Ex-Partner Geld von dem Konto abheben und Zahlungen anweisen kann. Zugleich haften beide Ex-Partner gegenüber der Bank für Belastungen des Kontos.

Welche Möglichkeiten gibt es, heimlich Geld zu sparen, wenn man in der Ehe ist?

Heimlich Geld sparen in der Ehe ist schwierig und oft kontraproduktiv, da es Vertrauen untergräbt, aber legale Wege zur gemeinsamen Vermögensoptimierung existieren durch Steuervorteile wie das Ehegattensplitting, gemeinsame Depots (mit Vorsicht bei unterschiedlichen Zielen), gemeinsame Konten für Haushaltskosten und die Nutzung von Sparer-Pauschbeträgen, während heimliches Verstecken bei Trennung oft aufgedeckt wird und zu Problemen führt. 

Haben Ehepartner im Todesfall automatisch Kontovollmachten?

Ehepartner sind ohne ausdrückliche Vollmacht nicht automatisch berechtigt, Bankgeschäfte des Verstorbenen zu führen. Umfang und Bedingungen der Vollmacht sind individuell festlegbar; bestimmte Handlungen bleiben meist ausgeschlossen.

Kann ein Ehepartner einfach viel Geld vom gemeinsamen Konto abheben?

Jeder Ehegatte darf also maximal die Hälfte des Guthabens abheben und für sich verwenden. Aus den näheren Umständen kann sich aber ausnahmsweise auch einmal ergeben, dass intern einem der Eheleute mehr als die Hälfte des Guthabens zusteht.

Kann ich die Beerdigungskosten vom Konto des Verstorbenen bezahlen?

Die Erbengemeinschaft bezahlt die Bestattung in der Regel aus dem Nachlass. Mit einer Kontovollmacht über den Tod hinaus, einem notariellen Testament oder dem Erbschein, der Sie als Erbenden oder Erbende ausweist, können Sie auf das Konto des oder der Verstorbenen zugreifen, um für die Bestattungskosten aufzukommen.

Hat der Ehepartner automatisch eine Kontovollmacht?

Nein, Ehepartner sind nicht automatisch Vertrauensperson oder gesetzlicher Vertreter im rechtlichen Sinne. Deswegen ist es ratsam, sich gegenseitig für private Konten zu bevollmächtigen. Haben Sie dagegen ein Gemeinschaftskonto, können beide Kontoinhaber unabhängig vom anderen über das Konto verfügen („Oder-Konto“).

Was passiert mit einem Gemeinschaftskonto, wenn der Partner stirbt?

Nach dem Tod eines Partners wird ein Gemeinschaftskonto oft gesperrt, aber der überlebende Partner kann es meist auf sich umschreiben lassen, um weiter darüber verfügen zu können, oder es auflösen; wichtig ist, die Bank zu informieren, die Sterbeurkunde vorzulegen und die Vertragsbedingungen (z.B. "Oder-Konto" vs. "Und-Konto") zu prüfen, um Handlungsfähigkeit zu bewahren und Erbansprüche zu klären. Die Erben (inkl. des Partners) müssen die Kontenanteile klären, der Anteil des Verstorbenen fällt in den Nachlass und unterliegt der Erbschaftsteuer. 

Soll man als Ehepaar getrennte Konten haben?

Getrennte Konten: Höhere Autonomie, aber mehr Aufwand

Auf der anderen Seite kann, wer seine eigene Bankverbindung auch in einer Partnerschaft beibehält, weiterhin frei und autonom über seine Finanzen verfügen. Wichtig ist es, bei getrennten Konten, für den Notfall vorzusorgen.