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Warum wird es in Deutschland immer trockener?

Gefragt von: Vladimir Wiese  |  Letzte Aktualisierung: 15. Februar 2026
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Deutschland wird trockener, weil der Klimawandel durch höhere Temperaturen die Verdunstung erhöht, Niederschläge sich anders verteilen (weniger Sommerregen, mehr Starkregen), Böden schneller austrocknen und die Grundwasserneubildung erschwert wird, was zu Wasserknappheit führt, obwohl die Gesamtmenge des Niederschlags oft gleich bleibt.

Wird Deutschland immer trockener?

„Deutlich zu trocken“

Das Jahr 2025 endet in Deutschland mit 655 l/m² Niederschlag. Gegenüber der Referenzperiode 1961-1990 (789 l/m²) entsprach dies einer Abweichung von minus 17 Prozent und war somit „deutlich zu trocken“.

War 2025 ein trockenes Jahr in Deutschland?

Das Jahr 2025 endet in Deutschland voraussichtlich mit 655 l/m² Niederschlag. Gegenüber der Referenzperiode 1961-1990 (789 l/m² ) entsprach dies einer Abweichung von -17 Prozent. Im Vergleich zur Periode 1991-2020 (791 l/m² ) war es ebenfalls mit -17 Prozent deutlich zu trocken.

Warum wird es immer trockener?

Wie stark eine Dürre wird, hängt nicht nur vom Mangel an Niederschlag ab, also vom Wassernachschub. Sondern auch vom Wasserentzug durch die Luft: Die kann Feuchtigkeit gleichsam aus dem Erdboden saugen, und zwar umso mehr, je wärmer sie wird.

Hat sich der Grundwasserspiegel in Deutschland wieder erholt?

Die Grundwassersituation in Deutschland ist derzeit nicht alarmierend. Alarmierend wäre sie, wenn mehr Grundwasser entnommen würde, als sich nachbilden kann. Das ist aktuell nicht der Fall und die Grundwasserstände haben sich seit dem Ende der letzten Dürre bundesweit wieder erholen können.

Ist Deutschland zu trocken?

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Ist das Grundwasser jetzt wieder aufgefüllt?

Die Bodenfeuchte der oberen 60 cm ist in der vergangenen Woche oft geringfügig gesunken. Momentan liegt die Bodenfeuchte vom Norden verbreitet über 100 und lokal auch über 110 Prozent nutzbarer Feldkapazität (% nFK).

Hat Deutschland ein Grundwasserproblem?

In Deutschland wird es zunehmend knapp. Eine neue Studie des BUND zeigt: In jedem zweiten Landkreis herrscht bereits Wasserstress. Besonders betroffen sind Regionen mit intensiver Landwirtschaft, viel Industrie oder einer hohen Bevölkerungsdichte. In immer mehr Regionen Deutschlands wird das Grundwasser knapp.

Warum regnet es trotz Klimawandel?

Das ist richtig, denn durch den Klimawandel werden Hitze und Dürre wahrscheinlicher. Gleichzeitig kann es durch wärmere Temperaturen aber auch mehr regnen. Warme Luft kann nämlich mehr Wasserdampf aufnehmen als kalte, dadurch gibt es häufigeren und stärkeren Regen.

Warum verliert Deutschland so viel Wasser?

Wir haben einerseits Zeiten von Dürren und andererseits häufig Starkregen. Und diese starken Regenmengen werden zu schnell abgeführt". Zum Beispiel, weil zu viele Flächen versiegelt sind und das Wasser in die Kanalisation abfließt, statt zu versickern.

Wo ist es in Deutschland am trockensten?

Der trockenste Ort Deutschlands wechselt je nach Jahr, aber oft werden Regionen wie die Magdeburger Börde, das Thüringer Becken (z.B. Artern, Sömmerda) und Teile Sachsen-Anhalts (z.B. Quedlinburg, Bernburg) genannt, die unter dem Regenschatten des Harzes liegen und extrem niedrige Niederschlagswerte aufweisen, teilweise verglichen mit der Steppe. Artern gilt häufig als der trockenste Ort, aber auch Quedlinburg verzeichnete 2022 Rekordtiefwerte.
 

Wann wird Deutschland unbewohnbar?

Statt winterlicher Wärmestuben würden 2050 im Sommer öffentliche Kühlräume, beispielsweise für Obdachlose, benötigt, so die Autoren. Dachgeschosswohnungen, die heute im Trend liegen, würden unter den Klimabedingungen des Jahres 2050 nahezu unbewohnbar werden.

Was sind die Top 5 Klimakiller?

Was sind die größten Klimakiller im Alltag?

  • Kauf- und Konsumverhalten.
  • Mobilität und Verkehr.
  • Ernährung.
  • Energie und Heizen.
  • Stromverbrauch.

Was wird im Jahr 2025 in Deutschland passieren?

Bundestagswahl 2025: Die CDU/CSU erringt mit rund 28,6 % der Stimmen die meisten Sitze im Bundestag, gefolgt von der AfD mit 20,8 % und der SPD mit 16,4 %. Die AfD wird zur stärksten Partei im Osten und sichert sich die Mehrheit in allen fünf ehemaligen ostdeutschen Bundesländern.

Kann es irgendwann kein Wasser mehr geben?

Folge des Klimawandels Millionen Menschen könnten bald von extremer Wasserknappheit betroffen sein. Bis zum Jahr 2040 droht vielerorts extreme Wasserknappheit, besonders im Mittelmeerraum, in Afrika und Nordamerika. Forscher warnen: Die Zeit zwischen Dürren wird kürzer, Wasserspeicher geraten in Gefahr.

Wann kommt die Hitzewelle nach Deutschland 2025?

Der Juli 2025 hat mit einer frühen und ausgeprägten Hitzewelle begonnen. Danach folgte in vielen Regionen Deutschlands wechselhaftes und teils wenig warmes Wetter. Die Hundstage könnten eine neue, heiße Wetterphase bringen.

Wie schlimm wird der Klimawandel in Deutschland?

Die Temperaturen in Deutschland steigen deutlich stärker als im globalen Durchschnitt: Der Erwärmungsrate 1971–2022 von 0,38 °C pro Jahrzehnt in Deutschland stand eine weltweite von 0,18 °C pro Jahrzehnt (Land- und Meerflächen) bzw. 0,29 °C pro Jahrzehnt (nur Landflächen) gegenüber.

Welches Land hat die schlimmste Wasserknappheit?

Katar – Das Land mit der weltweit größten Wasserknappheit aufgrund seines trockenen Klimas und des hohen industriellen Wasserbedarfs. Israel – Trotz Fortschritten bei der Meerwasserentsalzung leidet das Land unter erheblicher Wasserknappheit. Libanon – Die wirtschaftliche und politische Krise verschärft das Problem des Zugangs zu Trinkwasser.

Darf ich in Deutschland meine Zähne mit Leitungswasser putzen?

Leitungswasser ist in ganz Deutschland unbedenklich zum Zähneputzen und zur Zubereitung von Speisen .

Kann uns irgendwann das Trinkwasser ausgehen?

Völlig ausgehen kann das Trinkwasser nie. Trotz des Klimawandels besteht der sogenannte hydrologische Kreislauf weiter: Durch Sonnenwärme verdunstet Meerwasser, das in höheren Luftschichten zu Wolken kondensiert, als Regen auf die Erde fällt, ins Grundwasser sickert und über Flüsse wieder ins Meer gelangt.

War die Erde schon mal wärmer als heute?

Ja, die Erde war in ihrer langen Geschichte schon mehrmals deutlich wärmer als heute, z.B. in den sogenannten "Heißzeiten" vor Millionen von Jahren, als es keine Poleisdecken gab, aber der aktuelle Klimawandel ist beispiellos in der Geschwindigkeit und den Ursachen, da er durch menschliche Aktivitäten verursacht wird und die globale Durchschnittstemperatur seit Beginn der Industrialisierung schneller und stärker ansteigt als in den meisten vergangenen Warmzeiten, wie der mittelalterlichen Warmzeit, die regional begrenzt war. 

Ist 2025 ein trockenes Jahr?

Das Jahr 2025 gehört zu den zehn wärmsten Jahren seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Das ist die Bilanz des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für ganz Deutschland. Aber es war auch ein Jahr, das bundesweit deutlich zu trocken war.

War der Klimawandel schon immer da?

Das Klima hat auch in der Vergangenheit geschwankt. Tatsächlich hat das Klima schon immer geschwankt. Seit der letzten Eiszeit vor mehr als 10.000 Jahren ist die globale Temperatur um rund 5 °C gestiegen. Tiere und Pflanzen hatten also mehrere tausend Jahre Zeit, sich anzupassen.

Sind die Böden in Deutschland immer noch zu trocken?

Dieser zeigt Ende Juli 2025 im Oberboden bis 25 cm Tiefe bis auf Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein deutschlandweit Trockenheit und ⁠Dürre⁠. Im Gesamtboden bis in 1,8 m Tiefe herrscht nahezu in allen Teilen Deutschlands Dürre (Stand 30.07.2025).

Wer ist der größte Umweltverschmutzer in Deutschland?

Damit ist die Eisen- und Stahlproduktion mit 51 Millionen Tonnen CO₂-Emissionen mit Abstand der größte Teilsektor. An zweiter Stelle folgen die Emissionen aus der Zement- und Kalkproduktion mit 27 Millionen Tonnen im Jahr 2022. Den dritten Platz belegt die chemische Industrie mit 14 Millionen Tonnen CO₂-Emissionen im Jahr 2022.

Wo in Deutschland gibt es das meiste Grundwasser?

In absoluten Zahlen liegt Bayern bei der öffentlichen Wasserversorgung als Bundesland mit der zweithöchsten Einwohnerzahl und einer relativ hohen Quote von 84,2 % bei der Versorgung mit Grund- und Quellwasser mit einer jährlichen Förderung von 802 Mio. m³ deutlich vor den Bundesländern Nordrhein-Westfalen mit 602 Mio.