Zum Inhalt springen

Warum riecht der Atem nach Fisch?

Gefragt von: Boris Herrmann  |  Letzte Aktualisierung: 8. August 2026
sternezahl: 5/5 (67 sternebewertungen)

Fischiger Atem kann durch schlechte Mundhygiene (Bakterienbeläge) verursacht werden, oft mit Ursachen in Zahnfleischerkrankungen oder Entzündungen im Nasen-Rachen-Raum, aber auch durch die seltene Stoffwechselkrankheit Trimethylaminurie (TMAU), das „Fischgeruch-Syndrom“, bei der der Körper den Geruchstoff Trimethylamin nicht abbauen kann, was sich in Atem, Schweiß und Urin zeigt. Bei Verdacht auf TMAU ist ein Arztbesuch ratsam, um eine Diät zu besprechen; bei üblichem Mundgeruch helfen gründliche Zahnpflege, Zahnseide und Zahnarztbesuche.

Was bedeutet fischiger Mundgeruch?

Ein fischiger oder verwesender Geruch rührt entweder von den Zähnen oder dem Magen-Darm-Trakt her. Verantwortlich sind biogene Amine, die durch chemische Veränderung von Aminosäuren entstehen. Zahnprobleme erzeugen ebenfalls manchmal einen metallischen Geschmack und Geruch.

Was verursacht fischigen Atemgeruch?

Trimethylaminurie (trī-meth'il-am-i-nyūr'ē-ă) ist eine Stoffwechselstörung, die dazu führt, dass Schweiß, Atem, Speichel und Urin nach verfaultem Fisch riechen . Stoffwechselstörungen beeinträchtigen die Art und Weise, wie der Körper Nährstoffe und Enzyme verarbeitet. Mediziner bezeichnen diese Erkrankung mitunter als TMAU oder Fischgeruchssyndrom. TMAU ist nicht heilbar.

Bei welcher Erkrankung riecht man nach Fisch?

Die Trimethylaminurie, kurz TMAU, ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der bestimmte enzymatische Prozesse in der Leber nicht bzw. reduziert ablaufen. Zentrales Symptom ist ein unangenehmer, fischähnlicher Geruch, den die Patienten durch fehlerhafte Stoffwechselprodukte aussondern.

Warum rieche ich Fischgeruch?

Ein fischiger Geruch kann durch eine seltene Stoffwechselstörung (Trimethylaminurie), Infektionen (wie bakterielle Vaginose), Ernährung oder Zahnprobleme verursacht werden, wobei der Hauptverdächtige oft eine Fehlfunktion der Leber ist, die Trimethylamin nicht abbaut und es über Schweiß, Atem oder Urin ausscheidet; du solltest einen Arzt aufsuchen, um die genaue Ursache abzuklären, besonders bei anhaltendem Geruch trotz guter Hygiene. 

Warum viele Seniorinnen ab 70 nach FISCH riechen – und was SOFORT hilft

31 verwandte Fragen gefunden

Wieso rieche ich fischig?

Ein fischiger Geruch kann durch eine seltene Stoffwechselstörung (Trimethylaminurie), Infektionen (wie bakterielle Vaginose), Ernährung oder Zahnprobleme verursacht werden, wobei der Hauptverdächtige oft eine Fehlfunktion der Leber ist, die Trimethylamin nicht abbaut und es über Schweiß, Atem oder Urin ausscheidet; du solltest einen Arzt aufsuchen, um die genaue Ursache abzuklären, besonders bei anhaltendem Geruch trotz guter Hygiene. 

Was ist das Fischgeruch-Syndrom?

Das Fischgeruch-Syndrom, oder Trimethylaminurie (TMAU), ist eine seltene Stoffwechselstörung, bei der der Körper durch einen Gendefekt (FMO3-Gen) oder Leberschäden das stark riechende Trimethylamin (TMA) nicht richtig abbaut, was zu einem intensiven, fischähnlichen Geruch über Atem, Schweiß und Urin führt, der durch Hygiene nicht dauerhaft zu beheben ist, aber durch eine spezielle Diät (Vermeidung von Cholin, Lecithin) und ggf. Antibiotika gelindert werden kann.
 

Welches Bakterium riecht nach Fisch?

Die Trichomonadenkolpitis ist eine Scheideninfektion, die durch das Protozoon Trichomonas vaginalis verursacht wird. Die Trichomonadenkolpitis wird für gewöhnlich sexuell übertragen. Sie kann einen grünen oder gelben, heftigen Ausfluss verursachen, der fischig riecht und mit Juckreiz oder Reizung einhergeht.

Welcher Geruch deutet auf kranke Nieren hin?

Nierenerkrankungen machen sich im fortgeschrittenen Stadien auch durch unangenehme Gerüche bemerkbar. Betroffene haben häufig Mundgeruch, einen metallischen Geschmack im Mund und riechen teilweise stark säuerlich. Der Schweiß der Patienten stinkt nach Urin oder Ammoniak.

Warum riecht mein Körper nach Fisch?

Wenn ein fischiger Geruch des Kots und auch der Analgegend hinzukommt, kann es sein, dass die Analdrüsen verstopft sind und sich Sekret staut, welches sich dann in großer Menge auch ohne Kotabsatz leert. Die Analdrüsen sollten in so einem Fall dringend von einem Tierarzt gescheckt und, falls nötig, entleert evtl.

Was tun, wenn man nach Fisch riecht?

Um Fischgeruch zu entfernen, helfen Hausmittel wie Essig, Zitrone, Kaffeepulver und Natron/Backpulver, die Geruchsmoleküle neutralisieren oder überdecken können, entweder durch Kochen (Essig/Zitrone) oder als Schälchen aufgestellt. Bei Händen hilft kaltes Wasser, Seife und ein Abrieb mit Edelstahl oder einer Paste aus Salz und Zahnpasta. Für Pfannen ist Salz und Hitze wirksam, während Oberflächen mit Essigwasser abgewischt werden. 

Woher weiß ich, ob mein Atem stinkt?

Um Mundgeruch zu erkennen, machen Sie einen Selbsttest, indem Sie Ihren Handrücken ablecken und trocknen lassen und dann daran riechen, oder Sie nutzen Zahnseide und prüfen den Geruch. Wichtige Hinweise sind auch ein weißer Zungenbelag, ein säuerlicher/bitterer Geschmack, trockener Mund oder wenn Mitmenschen den Geruch ansprechen. Am sichersten ist das Feedback von einem Zahnarzt, der auch Messgeräte (Halimeter) nutzt.
 

Wie kriegt man fischigen Geruch weg?

Ein fischiger Vaginalgeruch kann jedoch auf eine bakterielle Vaginose (BV), Trichomoniasis oder sogar bestimmte sexuell übertragbare Infektionen (STI) hindeuten. Geschützter Sex, angemessene Hygiene und Routineuntersuchungen können fischigen Vaginalgeruch verhindern und beseitigen.

Was tun gegen Fischgeruch im Mund?

Eine der häufigsten Ursachen ist die mangelnde Mundhygiene. Achten Sie deshalb darauf, sich regelmäßig die Zähne zu putzen, Zahnseide und eine Mundspülung zu verwenden. Es gibt Zahnflächen, die bei der regelmäßigen Zahnpflege nicht erreicht werden. Dort können sich mit der Zeit bakterielle Beläge ansammeln.

Auf welche Krankheiten kann Mundgeruch hinweisen?

Mundgeruch (Halitosis) entsteht oft durch schlechte Mundhygiene, Karies, Zahnfleischentzündungen (Parodontitis) oder trockenen Mund, aber auch Krankheiten sind häufige Auslöser, darunter HNO-Probleme (Nasennebenhöhlenentzündung, Mandelentzündung), Magen-Darm-Probleme (Reflux, Helicobacter pylori) und Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes (Azeton-Geruch) oder Leber-/Niereninsuffizienz, wobei Medikamente ebenfalls eine Rolle spielen können, indem sie Speichelfluss reduzieren.
 

Ist Mundgeruch ein Symptom von Leberzirrhose?

Ja, Leberzirrhose verursacht oft einen charakteristischen Mundgeruch, den sogenannten Foetor hepaticus, der süßlich, muffig oder leicht fäkal riechen kann, da die Leber Giftstoffe nicht mehr richtig entgiftet, die dann über die Lunge ausgeatmet werden. Dieser Geruch entsteht durch die Ansammlung von Stoffwechselprodukten wie Schwefelverbindungen (Mercaptane) im Blut und ist ein Zeichen fortgeschrittener Leberschädigung, die auch zu Symptomen wie Gelbsucht (Ikterus), Juckreiz, Wassereinlagerungen (Ödeme) und Müdigkeit führt.
 

Was ist urämischer Mundgeruch?

Beim urämischen Foetor handelt es sich um einen harnähnlichen Geruch, der im Rahmen einer Urämie bei chronischem oder akutem Nierenversagen über den Mund und die Haut abgegeben wird. Über den Mund tritt er nur in Gegenwart von ureasehaltigen Bakterien im Mundraum auf.

Welche Krankheiten kann man am Geruch erkennen?

Krankheiten lassen sich am Geruch durch veränderte Körperausdünstungen oder Auscheidungen erkennen, wie fauliger Uringeruch bei Harnwegsinfekten, süßlich-fruchtige Noten bei bestimmten Bakterien (Staphylococcus) oder eine veränderte Wahrnehmung von Düften bei neurologischen Erkrankungen wie Parkinson, Alzheimer oder nach Virusinfektionen (z.B. Corona). Hunde können Krankheiten wie Krebs oder Diabetes erschnüffeln, während die Forschung an elektronischen "Nasen" arbeitet, um Geruchsprofile (Smellprints) für Diagnosen zu nutzen. 

Wie kündigt sich Nierenversagen an?

Nierenversagen kündigt sich oft schleichend mit unspezifischen Symptomen an, wie Müdigkeit, Leistungsknick, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen und Schlafstörungen durch Stoffwechselvergiftung. Typisch sind auch Wassereinlagerungen (Ödeme) in Beinen und Lunge (Kurzatmigkeit), starker Bluthochdruck und Veränderungen beim Wasserlassen (z.B. weniger Urin). Später können Hautjucken, Verwirrung oder Muskelkrämpfe auftreten, während akutes Versagen plötzlich mit Schmerzen einsetzen kann. 

Warum riecht es plötzlich nach Fisch?

Wenn trotz bester Körperhygiene Atem, Schweiß, Urin und Vaginalsekret intensiv nach altem Fisch riechen, dann steckt eine Stoffwechselkrankheit dahinter. Sie heißt im Fachjargon Trimethylaminurie und wird auch als Fischgeruch-Syndrom bezeichnet.

Warum rieche ich auf einmal nach Fisch?

Riecht der Körper nach Fisch, könnte das eventuell am sogenannten TMAU-Syndrom liegen. Die Abkürzung steht für Trimethylaminurie. Dabei handelt es sich um eine seltene erbliche Stoffwechselerkrankung, bei der die Leber nicht mehr in der Lage ist, die stark nach Fisch riechende Substanz Trimethylamin weiter abzubauen.

Was bedeutet fischiger Geruch?

Ein fischiger Geruch kann verschiedene Ursachen haben, oft deutet er auf eine Stoffwechselstörung wie die seltene Trimethylaminurie (Fischgeruch-Syndrom) hin, bei der der Körper einen fischig riechenden Stoff nicht abbaut, oder auf eine bakterielle Infektion (z.B. bakterielle Vaginose), die den Geruch von Sekreten (Ausfluss, Atem, Schweiß) verursacht, da Bakterien dabei Amin-Verbindungen freisetzen. Es ist ein wichtiges Symptom, das medizinisch abgeklärt werden sollte. 

Wie bekomme ich den Fischgeruch weg?

Um Fischgeruch zu entfernen, helfen Hausmittel wie Essig, Zitrone, Kaffeepulver und Natron/Backpulver, die Geruchsmoleküle neutralisieren oder überdecken können, entweder durch Kochen (Essig/Zitrone) oder als Schälchen aufgestellt. Bei Händen hilft kaltes Wasser, Seife und ein Abrieb mit Edelstahl oder einer Paste aus Salz und Zahnpasta. Für Pfannen ist Salz und Hitze wirksam, während Oberflächen mit Essigwasser abgewischt werden. 

Welche Symptome treten bei Stoffwechselerkrankungen auf?

Symptome einer Stoffwechselstörung sind unspezifisch und umfassen häufig Müdigkeit, Energieverlust, unerklärliche Gewichtsveränderungen (Zunahme oder Abnahme), Durst, Heißhunger, Hautprobleme sowie Verdauungs- und Muskelschmerzen, auch wenn die genauen Anzeichen je nach Art der Störung stark variieren können, von Entwicklungsverzögerungen bei Kindern bis zu neurologischen Beschwerden. 

Was tun, wenn der Urin nach Fisch riecht?

Wenn der Urin nach Fisch riecht, kann das an Dehydrierung, bestimmten Lebensmitteln (Spargel, Kohl, Eier) oder seltenen Stoffwechselstörungen wie der Trimethylaminurie (Fish-Odor-Syndrom) liegen, aber auch an Infektionen (Blasenentzündung, bakterielle Vaginose). Wichtig: Trinken Sie mehr Wasser, meiden Sie stark riechende Lebensmittel, und suchen Sie bei anhaltenden Symptomen (Brennen, Fieber) oder nach 48 Stunden einen Arzt auf, um Infektionen oder andere Probleme auszuschließen.
 

Vorheriger Artikel
Warum sind alle Hotels so teuer?