Ist Tiefengrund wasserdicht?
Gefragt von: Sylke Schilling | Letzte Aktualisierung: 5. Februar 2026sternezahl: 4.4/5 (45 sternebewertungen)
Nein, klassischer Tiefengrund (meist auf Acrylbasis, LF = lösemittelfrei) ist nicht wasserdicht, sondern wasserabweisend (hydrophobierend) im Sinne einer Reduzierung der Saugfähigkeit, indem er in die Poren eindringt und diese verfestigt, aber er bleibt durchlässig (atmungsaktiv) und bindet Feuchtigkeit nicht komplett ab. Er soll die Haftung für nachfolgende Anstriche verbessern, nicht absperren, und ist für saugende, mineralische Untergründe wie Putz oder Gipskarton gedacht. Für echte Wasserdichtigkeit braucht man spezielle Abdichtungsmaterialien, wie z.B. Dichtschlämme.
Ist Tiefengrund regenfest?
Der Untergrund muss fest, trocken, sauber und fettfrei sein. Verarbeitung durch Streichen, Rollen oder Spritz- en nach ca. 6 Stunden, regenfest nach ca. 2 Stunden bei +20°C und 65% relativeLuftfeuchte.
Ist Tiefengrund wasserlöslich?
Tiefengrund LF eignet sich vor allem für poröse und sandende Wände und Decken – nach dem Anstrich der Wände können die genutzten Rollen und Pinsel sehr einfach wieder gereinigt werden, da der Tiefengrund wasserlöslich ist.
Für was ist Tiefengrund geeignet?
Im Gegensatz zum Haftgrund wird Tiefengrund jedoch auf stark saugenden Untergründen eingesetzt, zum Beispiel Gips, Zement und Putz. Indem er tief in die Wand eindringt, verfestigt er trockene und spröde Untergründe und sorgt für einen guten Halt der neuen Beläge.
Wie lange hält Tiefengrund an der Wand?
Tiefengrund hält an der Wand, bis er mit Farbe oder Tapete überstrichen wird, wobei die Trocknungszeit entscheidend ist, die je nach Produkt und Bedingungen 4 bis 12 Stunden (oder länger bei hoher Luftfeuchtigkeit) beträgt; nach dem Trocknen stabilisiert er den Untergrund dauerhaft, aber der Verschleiß der Wirkung ist nicht das Thema, sondern die korrekte Wartezeit vor dem Endanstrich, da zu frühes Streichen zu Problemen führen kann. Die Wirkung des Tiefengrunds ist langfristig, er verfestigt spröde Untergründe, damit Farbe besser hält.
Grundierung: Haftgrund oder Tiefengrund? Wir erklären dir den Unterschied.
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Kann ich Tiefengrund auf eine feuchte Wand Auftragen?
Eine nasse Wand verhindert das Eindringen des Tiefengrunds. Rühren Sie den Tiefengrund vor dem Verarbeiten kräftig durch. Prüfen Sie, ob der Tiefengrund gebrauchsfertig ist oder ob Sie eine Verdünnung vornehmen müssen.
Kann Tiefengrund kaputt gehen?
Ja, Tiefengrund kann schlecht werden, besonders nach dem Öffnen, er verliert seine Wirksamkeit bei falscher Lagerung (Frost, Hitze) oder zu langer Lagerung, was zu schlechter Haftung der nachfolgenden Farbe führt; ungeöffnet hält er oft 18-24 Monate, angebrochen sollte er bald verbraucht werden, da er eindicken oder sich entmischen kann.
Was passiert bei zu viel Tiefengrund?
Kleine Pannenhilfe: Was tun, wenn zu viel Tiefengrund aufgetragen wurde? Manchmal passiert es: Du hast zu viel Tiefengrund aufgetragen, besonders bei wasserbasierten Varianten. Das überschüssige Material kann schnell in den Untergrund eindringen, während das Bindemittel auf der Oberfläche bleibt.
Wie trägt man Tiefengrund richtig auf?
Um Tiefengrund aufzutragen, reinige die Wand zuerst gründlich von Staub, trage ihn dann mit einer Malerrolle, einem Pinsel oder Quast gleichmäßig auf – nicht zu dick, um Nasenbildung zu vermeiden – und lasse ihn vollständig trocknen, idealerweise 24 Stunden, bevor du weiterarbeitest. Die Bürste oder Rolle massiert das Material gut ein, während Sprühgeräte schneller sind, aber mehr Vorsicht erfordern.
Was passiert, wenn man ohne Tiefengrund streicht?
Wird ein poröser, sandender, stark saugender oder feuchter Untergrund vor dem Streichen der Wandfarbe nicht grundiert, kann diese nicht optimal haften. Die Folgen sind oftmals Abblättern bzw. Abplatzungen, Flecken- oder Streifenbildung.
Welche Nachteile hat Tiefengrund?
Der lösungsmittelhaltige Tiefengrund dringt tiefer in den Untergrund ein und trägt besser zur Festigung bei. Zudem ist er mit Lösemittel verdünnbar. Ein Nachteil ist, dass Lösungsmittelreste einige Wochen lang ausgasen können was zu einer Geruchsbelastung führt und möglicherweise die Gesundheit beeinträchtigen.
Ist Tiefengrund gegen Schimmel?
Gebrauchsfertige Spezial-Grundierung mit Langzeit-Filmschutz gegen Schimmelbefall. Ideale Untergrundvorbehandlung vor nachfolgenden Spachtel-, Anstrich- und Tapezierarbeiten.
Was kann man als Ersatz für Tiefengrund nehmen?
Alternativen zu Tiefengrund hängen vom Untergrund ab: Für saugende Untergründe eignen sich Haftgrund (verbessert Haftung), Putzgrund (rougt auf, für Putz), Pigmentierte Grundierungen (deckend, z.B. für Tapete) oder spezielle Sperrgründe bei Flecken (Nikotin, Wasser). Bei sehr glatten, nicht saugenden Oberflächen ist Haftgrund besser, während bei sandenden Wänden ein spezieller Fixativ oder ein Kombiprodukt hilft. Manchmal kann auch ein verdünnter Leim-Wasser-Spül-Mix (z.B. für Modelleisenbahnen) oder sogar Tiefengrund selbst als Haftgrund verwendet werden, wenn er verdünnt wird.
Wie lange braucht ein Tiefengrund zum Trocknen?
Die Trocknungszeit von Tiefengrund variiert je nach Produkt und Umgebungsbedingungen (Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Saugfähigkeit des Untergrunds), liegt aber meist zwischen 2 und 12 Stunden, oft werden auch 6 bis 8 Stunden bei Normalbedingungen empfohlen, bevor Folgearbeiten wie Streichen oder Tapezieren beginnen können, auch wenn die Oberfläche anfangs schneller trocken wirkt. Wichtig ist, dass das Material vollständig durchgetrocknet und nicht mehr klebrig ist, um ein optimales Ergebnis zu gewährleisten.
Wie lange darf es nach dem Streichen nicht regnen?
Trockenes Wetter: Achten Sie darauf, dass es in den nächsten 24 – 48 Stunden nach dem Anstrich nicht regnet. Regen kann die frische Farbe abwaschen oder zu Flecken und Streifenbildung führen.
Was ist besser, Tiefengrund oder Haftgrund?
Wenn Du eine rohe Wand streichen willst, musst Du als erstes die Untergrundbeschaffenheiten überprüfen. Nicht saugfähige, mineralische Untergründe sowie Holzoberflächen grundierst Du mit einem Haftgrund. Für mineralische Untergründe bzw. stark saugfähige Wände verwendest Du am besten einen Tiefengrund.
Wie tief dringt Tiefengrund in den Untergrund ein?
Dafür dringt er je nach Untergrund ca. 1 - 3 mm in den Untergrund ein. Die im Tiefengrund enthaltene Feindispersion wird so in den Baustoff transportiert, trocknet aus und trägt zur Verfestigung der Oberfläche bei.
Wie viel Zeit zwischen grundieren und Streichen?
Nach der Grundierung sollten Sie je nach Produkttyp und Umgebungsbedingungen warten: Oft sind 3 bis 12 Stunden für die Oberflächentrocknung nötig, aber eine vollständige Trocknung kann 12 Stunden oder länger (bis zu 24 Stunden) dauern, besonders bei Tiefengrund, dicker Schicht oder kühler, feuchter Luft; lesen Sie immer die Herstellerangaben, um ein optimales Ergebnis zu erzielen und Läufer oder schlechte Haftung zu vermeiden.
Kann man Tiefengrund mit einer Rolle Auftragen?
Tiefengrund trägt man mit einer Malerrolle (kurzer bis mittellanger Flor, je nach Oberfläche) oder einem Quast gleichmäßig auf die staub- und fettfreie Wand auf, wobei man darauf achten muss, den Untergrund nicht zu sättigen, sondern nur so viel aufzutragen, bis er nicht mehr saugt, um Nasenbildung zu vermeiden und nach Herstellerangaben trocknen zu lassen, bevor man mit dem Streichen oder Tapezieren beginnt.
Wie oft sollte Tiefengrund aufgetragen werden?
Tiefengrund wird in der Regel nur einmal aufgetragen, um die Saugfähigkeit des Untergrunds zu vereinheitlichen und die Haftung von Farbe oder Tapete zu verbessern, nicht um eine dicke Schicht aufzubauen; zu viel kann eine Trennschicht bilden, daher ist wichtig, ihn gleichmäßig und dünn (oft verdünnt) aufzutragen, bis er eingezogen ist. Der Untergrund sollte nach dem Auftrag gut durchgetrocknet sein (oft 5-12 Stunden), bevor Sie weiterarbeiten.
Warum Streifen nach dem Streichen?
Der Grund: Wenn Sie die Farbe nicht verstreichen, ist an den Kanten und Ecken im Vergleich zur restlichen Wand mehr Farbe. Dadurch wirken die Stellen dunkler und streifig.
Wie lange hält sich geöffneter Tiefengrund?
Die Haltbarkeit von Tiefengrund
Ungeöffneter Tiefengrund bleibt bei korrekter Lagerung bis zu 24 Monaten stabil. Nach dem Öffnen verkürzt sich die Haltbarkeit auf etwa sechs bis zwölf Monate, sofern der Tiefengrund unter optimalen Bedingungen gelagert wird.
Ist Tiefengrund frostsicher?
Die Trocknungszeit einer Schicht beträgt von 0,5 bis 2 Stunden. Bei besonders saugfähigem Untergrund kann die Grundierung zweimal erfolgen. Die imprägnierte Fläche im Außenbereich vor Sonnenbestrahlung und Witterungseinflüssen wie Regen, Schnee und Frost schützen.
Wann sollte man Tiefengrund verwenden?
Tiefengrund wird aufgetragen, wenn Untergründe wie Putz, Gipskarton oder alte Wände porös, sandend, kreidend oder zu saugfähig sind, um die Oberfläche zu verfestigen, die Saugfähigkeit zu regulieren und für einen besseren Halt von nachfolgenden Materialien wie Farbe oder Tapete zu sorgen, idealerweise nach dem Spachteln und Schleifen. Dies verhindert Flecken, Abplatzungen und sorgt für ein gleichmäßiges Ergebnis.
Was passiert, wenn man keinen Tiefengrund benutzt?
Wenn eine Wand kreidet, lösen sich Pigmente aus der Beschichtung einer Wandfarbe. Voraussetzungen, die ohne eine Grundierung der Wand fürs anschließende Tapezieren oder Streichen schlecht sind – sie beeinträchtigen die Haftkraft der Tapete oder Farbe.
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