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Wo lege ich mein Testament am besten hin?

Gefragt von: Adele Merkel  |  Letzte Aktualisierung: 30. März 2026
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Am besten legen Sie Ihr Testament beim zuständigen Nachlassgericht (Amtsgericht) in die amtliche Verwahrung, da es dort sicher vor Verlust, Diebstahl oder Verfälschung ist und im Todesfall automatisch eröffnet wird, da es im Zentralen Testamentsregister registriert wird. Notarielle Testamente werden automatisch dort verwahrt, eigenhändige Testamente können Sie gegen eine Gebühr ebenfalls hinterlegen lassen. Informieren Sie eine Vertrauensperson, wo das Testament hinterlegt ist, und bewahren Sie den Hinterlegungsschein gut auf.

Wo sollte man ein handschriftliches Testament aufbewahren?

Das eigenhändige Testament

Das eigenhändige Testament können Sie dann an jedem beliebigen Ort, an dem es auffindbar ist, aufbewahren. Allerdings sollten Sie dafür sorgen, dass vertrauenswürdige Personen von dem Aufbewahrungsort wissen.

Wo kann ich mein Testament ablegen?

Wo kann man ein Testament hinterlegen? Am sichersten können Sie Ihr Testament hinterlegen, indem Sie es zur amtlichen Verwahrung beim zuständigen Nachlassgericht geben. Dort ist es optimal vor Diebstahl, Fälschung, Verlust und Unterschlagung geschützt.

Wie viel kostet es, ein Testament beim Notar hinterlegen zu lassen?

Es fällt eine einmalige Gerichtsgebühr in Höhe von 82,00 Euro an und für die Registrierung im Zentralen Testamentsregister bei der Bundesnotarkammer fällt noch eine Gebühr in Höhe von 15,50 Euro für jede testierende Person an.

Wo hinterlegt man am besten ein Testament?

Ein handschriftliches Testament können Sie entweder selbst beim Nachlassgericht zur Hinterlegung abgeben oder durch einen Bevollmächtigten abgeben lassen. Bei gemeinschaftlichen Testamenten von Ehegatten oder eingetragenen Lebenspartnern muss die Vollmacht von beiden Testatoren erteilt werden.

Was schreibe ich in mein Testament? | Was passiert nach dem Tod mit uns? #9

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Wo deponiert man ein Testament?

Zum einen können Sie sich zur Errichtung eines Testaments an einen Notar Ihrer Wahl wenden. Nachdem das Testament vor einem Notar errichtet wurde, wird der Notar es automatisch beim Nachlassgericht in besondere amtliche Verwahrung geben.

Ist es sinnvoll, ein Testament beim Amtsgericht zu hinterlegen?

Ein offiziell hinterlegtes Testament wird im Zentralen Testamentsregister registriert. Dort ist das Testament vor Verlust, Diebstahl und Fälschung geschützt. Außerdem ist durch die Testament-Hinterlegung sicherstellt, dass das Nachlassgericht vom Tod erfährt und das Testament eröffnet.

Was ist besser, handschriftliches Testament oder notarielles Testament?

Das Wichtigste in Kürze: Das notarielle Testament bietet mehr Rechtssicherheit als ein handschriftliches Testament. Ein notarielles Testament verursacht in der Regel keine höheren Kosten als ein handschriftliches Testament (zumindest wenn auch Immobilien vererbt werden).

Welches Vermögen muss man beim Notar angeben?

Das Aktivvermögen ergibt sich aus der Summe des Werts aller Vermögensgegenstände wie Immobilien, Gesellschaftsbeteiligungen, Sparguthaben und Wertpapiere. Verbindlichkeiten können nicht abgezogen werden. Als Geschäftswert fließt allerdings nur die Hälfte dieses Werts in die Berechnung ein.

Was ist besser, Testament beim Notar oder Rechtsanwalt?

Für ein einfaches Testament ist der Notar oft ausreichend und günstiger, da er die Beurkundung übernimmt und das Testament sicher verwahrt. Bei komplexen Fällen, Patchwork-Familien, steuerlichen Fragen oder dem Wunsch nach individueller Gestaltung ist ein spezialisierter Rechtsanwalt für Erbrecht der bessere Partner, da er maßgeschneiderte Lösungen entwickelt und auch steuerliche Aspekte berücksichtigt, bevor das Testament notariell beurkundet wird. Oft ist eine Kombination ideal: Beratung beim Anwalt, Beurkundung beim Notar. 

Wo muss ich mein Testament vorlegen?

Jedes Testament ist beim Nachlassgericht abzugeben. Kommt jemand, der ein Testament im Besitz hat, seiner Ablieferungspflicht nicht nach, kann dies Zwangsmittel und Schadenersatzansprüche zur Folge haben. Das Nachlassgericht prüft, ob es sich um ein Testament handelt; im Zweifel ist das Schriftstück daher abzuliefern.

Kann ich ein Testament machen, ohne zum Notar zu gehen?

Ja, ein Testament kann ohne Notar erstellt werden, muss dafür aber vollständig handschriftlich (kein Computer), gut leserlich und mit Vor- und Nachname unterschrieben werden, idealerweise versehen mit Ort und Datum, um die Gültigkeit zu sichern und spätere Erbstreitigkeiten zu vermeiden. Die Formvorschriften sind streng, da ein Computer- oder Schreibmaschinen-Testament nicht gültig ist. Bei Unklarheiten oder komplexen Fällen ist ein notarielles Testament oft besser, aber eine Hinterlegung beim Nachlassgericht ist auch für eigenhändige Testamente möglich.
 

Warum ist das Berliner Testament meist falsch?

Das Berliner Testament wird oft als "falsch" oder nachteilig angesehen, weil es zu unnötig hoher Erbschaftsteuer durch doppelte Besteuerung (zuerst an den Ehepartner, dann an die Kinder) führt, die Bindungswirkung dem überlebenden Partner die Änderungsfreiheit nimmt, und oft Pflichtteile der Kinder außer Acht lässt, was zu Konflikten führen kann, insbesondere bei größeren Vermögen oder Patchwork-Familien. Häufige Fehler sind zudem das Nicht-Berücksichtigen der individuellen Lebenssituation und fehlende rechtliche Beratung.
 

Auf welchem Papier sollte man ein Testament schreiben?

Welches Papier fürs Testament? Um Unklarheiten zu vermeiden, sollten Sie das Testament auf einem Schreibpapier mit einem üblichen Format (DIN A 4 oder DIN A 5) niederschreiben. Ob das Testament auf liniertem Papier oder ob das Testament auf kariertem Papier geschrieben wird ist nicht relevant.

Wie lange gilt ein handschriftliches Testament?

Testament Gültigkeit ohne Notar? Ein handschriftliches Testament, das zuhause aufbewahrt wird, ist so lange gültig, bis es durch ein neues Testament widerrufen oder vernichtet wird. Probleme tauchen in der Regel auf, wenn der Erblasser mehrere private Testamente verfasst und dabei das alte Testament nicht vernichtet.

Ist ein Erbschein erforderlich, wenn ein handschriftliches Testament vorhanden ist?

Wenn der Erblasser das Testament selbst geschrieben hat, wird für die Berichtigung eines Grundbuchs ein Erbschein benötigt. Für die Vorlage bei Banken/Versicherungen etc. reicht in der Regel das eröffnete Testament aus. Erkundigen Sie sich bitte bei dem entsprechenden Institut.

Was kostet eine Beratung beim Notar wegen Testament?

Dabei darf er für eine Erstberatung 190,00 € und für weitere Beratungstätigkeiten einen Maximalbetrag von 250,00 € zzgl. Umsatzsteuer verlangen (§ 34 RVG).

Wie hoch sind die Notarkosten bei 150.000 €?

Die Notarkosten für einen Immobilienkauf mit 150.000 € Kaufpreis liegen je nach Vorgang ungefähr zwischen 1.000 € und 2.100 € (brutto), wobei der Großteil der Kosten auf die Beurkundung des Kaufvertrags und die Grundschuldentragung entfällt, zuzüglich der Grundbuchkosten (ca. 0,5 % des Kaufpreises), die meist über den Notar abgerechnet werden. Eine grobe Schätzung für Kaufvertrag und Grundbuchbelastung (ca. 120.000 € Grundschuld) liegt bei ca. 1.600 € Notargebühren plus Grundbuchkosten, während reine Beurkundung etwas weniger kostet. 

Kann der Notar mein Vermögen prüfen?

Der Notar ist verpflichtet, im Rahmen seiner Prüfungs- und Belehrungspflicht nach § 17 Abs. 1 BeurkG die Vermögensangaben auf Plausibilität zu prüfen. Er muss die Beteiligten über die rechtliche Tragweite des Geschäfts aufklären und auf mögliche Risiken hinweisen.

Welche Nachteile hat ein notarielles Testament?

Nachteile eines notariellen Testaments:

  • Kosten. Ein notarielles Testament ist immer mit Kosten verbunden. ...
  • Inflexibilität. Ein privates Testament kann jederzeit und ohne größeren Aufwand abgewandelt, überarbeitet oder vernichtet werden. ...
  • Erhöhter Aufwand.

Was kostet es, ein handschriftliches Testament beim Notar zu hinterlegen?

Die Kosten hierfür ergeben sich aus der Anmeldegebühr ins zentrale Testamentsregister in Höhe von 15€ und einer Pauschale für die Hinterlegung beim zuständigen Amtsgericht in Höhe von 75€. Das ergibt eine Gesamtsumme von 90€.

Welche Unterlagen brauche ich für ein Testament beim Notar?

Zur Beurkundung benötigen wir Ihren gültigen Personalausweis oder Reisepass sowie zur Registrierung des Testamentes im zentralen Testamentsregister die Geburtsurkunden der Testierenden oder bei Eheleuten deren Heiratsurkunde.

Wo sollte ich mein Testament aufbewahren?

liegt im Ermessen des Erblassers. Er kann das Testament an jedem beliebigen Ort aufbewahren. Sinnvoll ist es, dass vertrauenswürdige Personen von dem Aufbewahrungsort wissen.

Wohin mit dem Testament?

Sobald das Nachlassgericht Kenntnis vom Tod des Erblassers erlangt, muss es die in seiner Verwahrung befindliche Verfügung von Todes wegen eröffnen. Das eigenhändige Testament kann bei jedem Amtsgericht zur Verwahrung abgegeben werden.

Was kostet Testamentshinterlegung beim Amtsgericht?

Es wird eine einmalige Gerichtsgebühr in Höhe von 82,00 Euro erhoben.

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