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Wo gibt es die meisten Abtreibungen?

Gefragt von: Nikolaos Berger B.A.  |  Letzte Aktualisierung: 16. April 2026
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Von den jeweils 1.000 befragten Frauen pro Land wurden die meisten Abtreibungen in Schweden durch-geführt. Rund jede fünfte Schwangerschaft wird hier abgebrochen. In Großbritannien und Frankreich gibt es ebenfalls mit 18 bzw. 17 Prozent eine hohe Rate an Schwangerschaftsab- brüchen.

Welches Land hat die meisten Abtreibungen?

Abtreibungsrate: England & Wales: 20,6 Abtreibungen pro 1.000 Frauen im gebärfähigen Alter - Stand 2022. Schottland: 16,1 Abtreibungen pro 1.000 Frauen im gebärfähigen Alter.

Wer treibt am meisten ab?

Über 58 Prozent der Schwangerschaftsabbrüche wurden dabei bei ledigen Frauen durchgeführt, etwa 38 Prozent dagegen bei verheirateten Frauen. Deutschland liegt im europäischen Vergleich mit 5,4 Abtreibungen je 1.000 Frauen relativ weit hinten.

Was ist der häufigste Abtreibungsgrund?

100 % der Frauen, die in einem Schwangerschaftskonflikt aufgrund von Einflussnahme durch Familie, Arbeitgeber oder andere Personen standen, 74 % der Frauen in finanzieller Not und 73 % der Frauen mit Problemen in der Partnerschaft, also alles äußere Faktoren, aufgrund derer eine Frau über eine Abtreibung nachdachte, ...

In welchem Land darf man am längsten abtreiben?

Man kann in den Niederlanden am längsten abtreiben, legal bis zur 24. Schwangerschaftswoche, wobei in der Praxis meist bis zur 22. Woche behandelt wird, nach einer verpflichtenden Beratung und Bedenkzeit, während Frankreich (bis 14 Wochen) und Dänemark (18 Wochen) auch liberale Regelungen haben, aber kürzer sind. 

Hohe Kosten, wenig Angebot: Abtreibung in Österreich

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Wie viele Frauen bereuen ihren Schwangerschaftsabbruch?

Die meisten Studien zeigen, dass die überwältigende Mehrheit der Frauen einen Schwangerschaftsabbruch nicht bereut; oft empfinden sie Erleichterung, wobei Langzeitstudien (wie die "Turnaway Study" aus den USA) zeigen, dass über 95 % der Frauen ihre Entscheidung als richtig bewerten, selbst Jahre später, während eine kleinere Gruppe (ca. 6 %) negative Emotionen erlebt und eine bessere Unterstützung wünscht. 

Kann man im 5. Monat abtreiben?

Ja, ein Schwangerschaftsabbruch im 5. Monat (etwa 20. Schwangerschaftswoche) ist in Deutschland möglich, aber nur unter bestimmten Voraussetzungen, meist bei Vorliegen einer medizinischen oder kriminologischen Indikation, da die allgemeine Frist bei 12 Wochen nach Empfängnis liegt, während ein Abbruch bis zur 24. Woche bei Indikation erlaubt ist. Dies erfordert eine spezielle Indikationsstellung durch einen Arzt und wird in Kliniken oder lizenzierten Krankenhäusern durchgeführt, wobei oft eine psychologische Betreuung und eine Vorabklärung der Situation notwendig sind. 

In welchem Alter treiben die meisten Frauen ab?

Am häufigsten werden Schwangerschaftsabbrüche bei 25- bis 29-jährigen Frauen vorgenommen, gefolgt von den 30- bis 34-jährigen Frauen. Im Alter ab 35 Jahre werden Schwangerschaften seltener abgebrochen, dies ist auch bei den jungen Mädchen zwischen 15 und 19 Jahren der Fall.

Was ist die häufigste Todesursache für Schwangere?

Die häufigsten Todesursachen für Schwangere weltweit sind schwere Blutungen (Hämorrhagien), Bluthochdruck (Präeklampsie/Eklampsie), Infektionen (Sepsis), Thrombosen/Embolien und unsichere Schwangerschaftsabbrüche, wobei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfälle auch eine große Rolle spielen, während in Industrieländern psychische Erkrankungen und Suizide zunehmen. Die genaue Rangfolge variiert je nach Region und den verfügbaren Gesundheitsressourcen, aber Komplikationen rund um Geburt und Wochenbett sind die Hauptursachen. 

Was hat Abtreibung für Folgen?

Die Folgen einer Abtreibung können kurzfristig körperliche Beschwerden wie Schmerzen und Blutungen sein, während langfristige körperliche Komplikationen wie Unfruchtbarkeit oder Probleme bei späteren Schwangerschaften selten, aber möglich sind. Psychisch können die Reaktionen komplex sein, mit möglichen Symptomen einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) oder Depressionen, obwohl viele Frauen langfristig keine negativen psychischen Folgen sehen. Wichtig ist die medizinische Nachsorge und psychologische Unterstützung, um mögliche Risiken zu minimieren.
 

Wann ist die Spättabtreibung?

Spätabtreibungen sind in Deutschland bis zur 22. Schwangerschaftswoche (SSW) nach § 218a Abs. 4 StGB erlaubt, wenn eine ärztlich festgestellte Indikation (z.B. eine schwerwiegende Beeinträchtigung der körperlichen oder seelischen Gesundheit der Schwangeren) vorliegt und eine Beratung stattgefunden hat. Der Abbruch wird dann als Geburt eingeleitet, oft mit vorherigem Fetozid (Herzstillstand), um ein Überleben zu verhindern.
 

Was ist der häufigste Grund für Unfruchtbarkeit?

Ursachen von Unfruchtbarkeit

Sperma (20 bis 35 Prozent der Paare) Eisprung (20 bis 25 Prozent) Anzahl gesunder Eizellen in den Eierstöcken (steigt mit zunehmendem Alter) Endometriose (bis zu 40 Prozent)

Kann man nach 2 Mal abtreiben noch schwanger werden?

Ja. Man kann relativ schnell wieder schwanger werden nach einer Abtreibung. „Eine Frau kann nach einer Abtreibung einen Eisprung haben [eine Eizelle zur Befruchtung freisetzen] und vor ihrem nächsten Menstruationszyklus wieder schwanger werden“, so Jones.

Welches Land befürwortet Abtreibung am stärksten?

Unter den Befragten in 29 Ländern wiesen Schweden und Frankreich die höchste Zustimmung zu Abtreibungen auf. Die Niederlande folgten mit 76 Prozent. Indien, Malaysia und Indonesien hingegen verzeichneten die niedrigsten Zustimmungsraten.

Welches Land verbietet Abtreibungen?

In El Salvador, Honduras und Nicaragua bleiben Schwangerschaftsabbrüche sogar in Fällen von Vergewaltigung oder Inzest verboten. In El Salvador ist ein Schwangerschaftsabbruch vollständig kriminalisiert und kann bis 8 Jahren Gefängnis bestraft werden.

Wie viele Frauen abtreiben durchschnittlich ab?

Zusammenfassung. Nach einem Rückgang der Zahl der Schwangerschaftsabbrüche von ungefähr 130.000 jährlichen Abbrüchen in den Jahren von 1996 bis 2004 auf ca. 100.000 Fälle ab 2013/2014 gab es zuletzt wieder einen gewissen Anstieg auf 106.000 Abbrüche in 2023.

Welche Woche ist die kritischste in der Schwangerschaft?

Die kritischste Phase der Schwangerschaft sind die ersten 12 Wochen (das erste Trimester), da hier die Organe des Embryos angelegt werden und das Risiko für Fehlgeburten am höchsten ist; nach der 10. bis 12. Woche sinkt dieses Risiko deutlich, und die meisten Fehlgeburten passieren zwischen der 5. und 7. Woche. 

Wo ist die Müttersterblichkeit am höchsten?

Die weltweit höchste Müttersterblichkeit ist in Afrika zu verzeichnen. Allein auf die Region Subsahara-Afrika entfielen im Jahr 2020 etwa 70 Prozent der gesamten weltweiten Müttersterblichkeit. Am höchsten ist sie im Südsudan mit 1.223 Todesfällen auf 100.000 Geburten (Stand: 2020).

Ist es schädlich, in der Schwangerschaft zu weinen?

Nein, gelegentliches Weinen ist in der Schwangerschaft normal und schadet dem Baby nicht, da die Schwankungen Teil der Entwicklung sind; aber langanhaltender, starker Stress, Angst oder tiefe Traurigkeit können sich negativ auswirken und sollten ernst genommen werden, da sie das Risiko für Frühgeburten oder Beeinträchtigungen der kindlichen Entwicklung erhöhen können, weshalb in solchen Fällen professionelle Hilfe gesucht werden sollte. 

Kann ein 80-Jähriger noch Kinder zeugen?

Zwar sind 50 Prozent der über 80-Jährigen unfruchtbar. Einige ihrer Altersgenossen aber zeugen Kinder, die ihre eigenen Urenkel sein könnten. „Die Zeugungsfähigkeit nimmt im Verlauf der Zeit graduell ab“, sagt Haidl. „Aber es gab da große individuelle Unterschiede.

Wie viele Frauen bereuen einen Schwangerschaftsabbruch?

Die meisten Studien zeigen, dass die überwältigende Mehrheit der Frauen einen Schwangerschaftsabbruch nicht bereut; oft empfinden sie Erleichterung, wobei Langzeitstudien (wie die "Turnaway Study" aus den USA) zeigen, dass über 95 % der Frauen ihre Entscheidung als richtig bewerten, selbst Jahre später, während eine kleinere Gruppe (ca. 6 %) negative Emotionen erlebt und eine bessere Unterstützung wünscht. 

In welchem Alter ist die Frau am fruchtbarsten?

Frauen sind biologisch am fruchtbarsten zwischen 20 und 30 Jahren, wobei die Chancen für eine schnelle Schwangerschaft und die Qualität der Eizellen in diesem Alter am höchsten sind und genetische Risiken am geringsten sind. Mit 30 beginnt die Fruchtbarkeit langsam abzunehmen, ab 35 Jahren nimmt sie jedoch schneller ab, da die Anzahl und Qualität der Eizellen sinkt und das Risiko für Komplikationen steigt.
 

Wann ist es zu spät, um abzutreiben?

Spätabtreibungen sind in Deutschland bis zur 22. Schwangerschaftswoche (SSW) nach § 218a Abs. 4 StGB erlaubt, wenn eine ärztlich festgestellte Indikation (z.B. eine schwerwiegende Beeinträchtigung der körperlichen oder seelischen Gesundheit der Schwangeren) vorliegt und eine Beratung stattgefunden hat. Der Abbruch wird dann als Geburt eingeleitet, oft mit vorherigem Fetozid (Herzstillstand), um ein Überleben zu verhindern.
 

Wann ist eine Spättabtreibung erlaubt?

Ein Spätabbruch ist straffrei, wenn eine medizinische Indikation vorliegt – beispielsweise, wenn pränataldiagnostische Untersuchungen, die erst nach der 12. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden können, Hinweise auf schwere Fehlbildungen des ungeborenen Kindes geben.

Welche Gefühle erleben Frauen nach einem Schwangerschaftsabbruch?

Nach einem Schwangerschaftsabbruch sind die Gefühle sehr individuell und reichen von Erleichterung, Freude oder auch einem Gefühl der Stärke bis hin zu Trauer, Schuld, Angst, Niedergeschlagenheit, Wut und hormonell bedingten Stimmungsschwankungen, die oft auch mit körperlichen Reaktionen wie Schmerzen und Blutungen einhergehen können, wobei die Verarbeitung stark von den persönlichen Umständen (z.B. Druck, Lebenssituation, moralische Einstellung) abhängt. Es gibt keine pauschale "normale" Reaktion, und professionelle Beratung bei Beratungsstellen wie pro familia oder donum vitae ist eine wichtige Anlaufstelle. 

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