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Wie viele Kassensitze gibt es?

Gefragt von: Sieglinde Ruf  |  Letzte Aktualisierung: 29. Juni 2026
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Es gibt keine feste, aktuelle Gesamtzahl der Kassensitze, da diese sich dynamisch an den Bedarf anpassen und je nach Fachrichtung (Ärzte, Psychotherapeuten) variieren, aber es sind rund 189.551 Vertragsärzte und Psychotherapeuten in Deutschland in der vertragsärztlichen Versorgung, wobei viele Psychotherapeuten nur einen halben Sitz haben und die Zahl der verfügbaren Kassensitze für Patienten oft geringer ist als der Bedarf. Die genaue Zahl der Sitze ist kleiner, da ein Sitz mehrere Therapeuten (z.B. Teilzeit) umfassen kann und die Verteilung regional sehr unterschiedlich ist.

Wie viele Kassensitze darf man haben?

Doch gibt es entscheidende Fragen: Halber Kassensitz Psychotherapie wie viele Patienten? Hier gibt es von den Kassenärztlichen Vereinigungen genaue Angaben zu Kapazitätsgrenzen. Meist dürfen halbe Kassensitze etwa 50 % der Patientenzahl eines vollen Kassensitzes annehmen.

Wie viele Patienten pro Kassensitz?

Alle Psychotherapeuten/-innen könnten mit einem vollen Kassensitz 50 Stunden pro Woche arbeiten, also mindestens 40 Patienten/-innen in der Woche sehen.

Ist es möglich, ohne Kassensitz zu arbeiten?

Es ist möglich, als Arzt zu praktizieren, ohne einen Kassensitz zu haben. Eine Option ist die Arbeit als Privatarzt. Hierbei handelt es sich um Ärzte, die nur von privat Versicherten oder Selbstzahlern Honorare annehmen.

Wie viel kostet es, einen Kassensitz zu kaufen?

Die mit Abstand meisten Praxisverkäufe betreffen den hausärztlichen Bereich. Was also kostet eine Praxisübernahme samt Kassensitz für Allgemeinmedizin? Die Kosten – hier nur für den Kassensitz und den Patientenstamm – betragen im Falle der Praxisübernahme als Hausarzt zwischen 100.000 und 150.000 Euro.

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Was kostet ein Kassensitz in der Chirurgie?

Die Kosten für eine Praxisübernahme variieren ebenfalls stark je nach Standort. Landarztpraxen sind mit durchschnittlich 81.300 € deutlich günstiger als Praxen in Großstädten, wo die Übernahmekosten im Schnitt 114.300 € betrugen.

Wie viel Geld bekommt ein Hausarzt für einen Kassenpatienten?

Die Vergütung für Hausärzte bei Kassenpatienten erfolgt über Pauschalen nach dem Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) und umfasst je Quartal eine Grundpauschale pro Patient (oft 15-30 €), die je nach Alter und Region variiert, sowie zusätzliche Gebühren für spezifische Leistungen wie Hausbesuche, Impfungen, Ultraschall oder Tests (z.B. 7-35 € pro Leistung), wobei Leistungen wie Hausbesuche oder Terminservicestellen-Überweisungen oft extra vergütet werden, und das Gesundheitsversorgungsstärkungsgesetz (GVSG) die vollständige Entbudgetierung für Hausärzte vorsieht.
 

Wer bekommt das Geld für einen Kassensitz?

Nur Psychotherapeutinnen und -therapeuten mit einem Kassensitz bzw. einer Kassenzulassung dürfen gesetzlich Versicherte behandeln und ihre Leistungen mit den gesetzlichen Krankenkassen abrechnen.

Wie viele Patienten hat ein Psychotherapeut pro Tag?

Ein Psychotherapeut hat typischerweise zwischen 6 und 8 Patienten pro Tag bei einer Standard-Sitzungsdauer, aber auch 25 bis 30 Patienten pro Woche (ca. 5-6 pro Tag) sind realistisch, wobei die Qualität der Betreuung bei höherer Auslastung leiden kann. Viele Therapeuten empfehlen maximal 6 Sitzungen täglich, um Erschöpfung zu vermeiden und der Dokumentationspflicht nachzukommen. 

Was bringt ein Kassensitz?

Ein Kassensitz berechtigt dazu, gesetzlich Versicherte zu behandeln und mit den Krankenkassen abzurechnen. Die Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) regeln, wie viele Kassensitze es in einer Region gibt. Ziel ist, Über- oder Unterversorgung zu vermeiden.

Wie viel verdient ein Hausarzt mit eigener Praxis pro Patient?

Hausarzt Honorar – Gesamtvergütung pro Patient

Laut KBV Honorarbericht verdienten Allgemeinmediziner und Internisten pro Behandlungsfall (also Patient pro Quartal) zwischen 55,51 Euro (Hamburg) und 70,46 Euro (Thüringen).

Sind 25 Patienten pro Tag viel?

Ärzte geben an, dass sie im Normalfall etwa 1 % ihrer Patienten pro Tag sehen, was bedeutet, dass Hausärzte im Rahmen eines Gebührenmodells (Fee-for-Service, FFS) oft 20 bis 25 Patienten täglich behandeln .

Ist es strafbar, zwei Hausärzte zu haben?

In Deutschland dürfen gesetzlich Versicherte grundsätzlich selbst entscheiden, von wem sie sich behandeln lassen. Wer also eine zweite Meinung wünscht, darf eine andere Hausarztpraxis aufsuchen – sollte dort aber transparent mit seiner Vorgeschichte umgehen.

In welchem Alter verliert ein Arzt seine Kassenzulassung?

Die durch das Gesundheits-Strukturgesetz mit Wirkung vom 1. Januar 1999 eingeführte Altersgrenze von 68 Jahren für die Zulassung zur vertragsärztlichen Versorgung ist vom Bundesverfassungsgericht und vom Bundessozialgericht als verfassungsgemäß angese- hen worden.

Warum verdienen Psychotherapeuten so wenig?

Weil bei den Psychotherapeuten fast alle Leistungen durch vielfältige Regelungen in ihrer Menge begrenzt sind, wurden sie von der Einführung der Regelleistungsvolumina verschont. Dafür erhielten sie ei- ne „Zeitkapazitätsgrenze“. Bis zu dieser Grenze wurden alle Leistungen mit festen Preisen vergütet.

Wie viele Klienten sollte ein Psychologe pro Tag behandeln?

Psychologentage und -stunden

Wenn Sie in einer Einzelpraxis mit eigenem Empfangsbereich arbeiten, empfehlen wir Ihnen, drei volle Tage mit mindestens fünf Klienten pro Tag einzuplanen, um effizient arbeiten zu können. Bei weniger Klienten müssen Sie entweder höhere Honorare verlangen oder Ihr Einkommen als Psychologe reduzieren.

Wie viel verdient ein Psychotherapeut pro Sitzung?

Jetzt erhalten die Vertragsärzte und -psychotherapeuten für eine Sitzung von mindestens 25 Minuten 44,33 Euro, bei einer Dauer von 50 Minuten 88,56 Euro. Das entspricht einer Therapiestunde im Rahmen der Richtlinien-Therapie.

Wie viel verdient ein Psychotherapeut mit eigener Praxis netto?

Ein Psychotherapeut mit eigener Praxis verdient netto stark unterschiedlich, aber realistische Spannen liegen oft zwischen 40.000 € und 70.000 € netto pro Jahr bei guter Auslastung, wobei der Verdienst stark von der Spezialisierung, der Auslastung (volle Kassensitze vs. Privatpraxis) und dem Standort abhängt; der Reinertrag kann bei gut laufenden Praxen auch deutlich höher sein (oft über 100.000 € jährlich), wovon dann aber noch Steuern und Lebenshaltungskosten abgehen. 

Wie viele Scheine pro KV-Sitz?

Die Anzahl der "Scheine" pro KV-Sitz variiert stark nach Fachrichtung, Patientenaufkommen und Auslastung, aber ein voller Sitz bedeutet in der Regel eine volle Zulassung mit mindestens 25 Sprechstunden pro Woche (für Allgemeinärzte), was zu Hunderten oder Tausenden von Behandlungen/Scheinen pro Quartal führt, typischerweise im Bereich von 1.000 bis 4.800 Scheinen pro Jahr, abhängig davon, ob es sich um eine Hausarztpraxis, Facharztpraxis oder Psychotherapie handelt. Es gibt keine starre Zahl, da die Vergütung auch auf dem Regelleistungsvolumen basiert, aber ein gut laufender Sitz generiert signifikante Fallzahlen. 

Warum gibt es so wenige Kassensitze für Psychotherapeuten?

Aber warum gibt es eigentlich zu wenige Therapeuten? "Die Anzahl der Kassensitze für Psychotherapeuten ist durch die Bedarfsplanung der kassenärztlichen Vereinigungen begrenzt", sagt Dieter Best.

Wie viel kostet ein halber Kassensitz?

Wenn Sie sich gerade mit dem Gedanken tragen, einen Kassensitz zu übernehmen, begegnen Ihnen also sehr unterschiedliche Summen. Die Spanne liegt irgendwo zwischen 145.000 Euro für einen hälftigen Sitz – und 15.000,- oder sogar kostenlos. Wie passt das zusammen?

Was verdient ein Hausarzt netto im Monat?

Das entspricht etwa 29.000 Euro als Monatsreinertrag, der potenziell als Gehalt von der Praxis ausgeschüttet werden kann. Nach Abzug aller Folgekosten wie etwa Krankenversicherungen, die Beiträge für das Versorgungswerk sowie Steuern kommen niedergelassene Ärzte auf ein Gehalt von etwa 15.000 Euro netto pro Monat.

Wie viel verdienen Hausarztpraxen pro Patient?

Hausärzte erhalten derzeit nur 31 Pence pro Patient und Tag – weniger als der Preis eines Supermarktapfels –, um die notwendige Patientenversorgung zu decken. Für das Finanzjahr 2025/26 fordert das General Practitioners Committee in England (GPCE) eine Erhöhung dieses Betrags um 11 Pence auf 42 Pence pro Tag.

Was kostet es 1 Std beim Arzt als Selbstzahler?

Wenn Sie also als GKV-Versicherter in eine Privatpraxis gehen, treten Sie als sogenannter „Selbstzahler“ auf. Die anfallenden Kosten zeigen wir Ihnen im Rahmen dieses Artikels noch detailliert auf. Bei einer einfachen Praxissprechstunde können Sie jedoch mit etwa 25 € bis 50 € an Kosten rechnen.

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