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Wie viele fallen bei Jura durch?

Gefragt von: Minna Otto  |  Letzte Aktualisierung: 9. Januar 2026
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Bundesweit fallen im ersten juristischen Staatsexamen durchschnittlich etwa ein Viertel bis ein Drittel der Prüflinge durch, aber die Durchfallquoten variieren stark je nach Bundesland (zwischen ca. 18 % und 42 %); die meisten schaffen es beim zweiten Versuch, die endgültige Durchfallquote (endgültig nicht bestanden) liegt bei etwa 3–5 %, wird aber oft durch Studienabbrüche verfälschst. Offizielle Statistiken zeigen eine Bestehensquote von rund 73–75 % im staatlichen Teil, aber viele scheitern im zweiten Versuch.

Wie viele fallen endgültig durch Jura?

Die meisten schaffen es beim zweiten Mal. Doch die Statistik zeigt: Einige scheitern endgültig. 2025 liegt die endgültige Durchfallquote im 1. Examen bundesweit bei etwa 3–4 %, in manchen Bundesländern sogar bei über 6 %.

Wie viel Prozent schaffen Jurastudium?

2022 haben 8.765 Studierende nach durchschnittlich 10,6 Semestern erfolgreich die Erste Juristische Prüfung absolviert. Dies stellt einen Anstieg gegenüber dem Jahr 2021 (8.730) dar. Die bundesweite Bestehensquote beim staatlichen Prüfungsteil beträgt 73,8 % und ist damit im Vergleich zum Vorjahr (75,3 % ) gesunken.

Wie viele Leute brechen Jura ab?

Die Abbruchquote im Jurastudium liegt in Deutschland bei etwa 24 bis 25 Prozent, was zwar unter dem allgemeinen Universitätsdurchschnitt (ca. 32 %) liegt, aber deutlich höher ist als in Studiengängen wie Medizin oder Lehramt (ca. 11-13 %). Viele Studierende brechen das Studium sogar erst nach dem 10. Semester ab, oft wegen Leistungsdruck, mangelnder Eignung oder fehlender fachlicher Identifikation, wobei der extreme Druck und die Struktur des Examens zu psychischen Belastungen führen. 

Wie viel Prozent bricht Jura ab?

Um 400 Volljuristen auszubilden, braucht man 1.000 Studienanfänger. Die anderen 60 % verschwinden irgendwann unterwegs. Teils während des Studiums, teils im ersten Examen; manche treten das Referendariat nicht mehr an, nur noch wenige bestehen das zweite Examen nicht.

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Ist 7 Punkte in Jura gut?

Ein "vollbefriedigend" erreichst du dabei schon mit 9 Punkten, ein "sehr gut" mit 14 Punkten. Ab einer Gesamtbewertung von mindestens 9 Punkten (vollbefriedigend) oder besser spricht man in den Rechtswissenschaften von einem sogenannten Prädikatsexamen.

Ist Jura das schwerste Studium?

Ja, Jura gilt als eines der schwierigsten Studienfächer in Deutschland, was an der enormen Stoffmenge, den langen Studiendauern und vor allem an den extrem anspruchsvollen Staatsexamen mit hohen Durchfallquoten liegt, aber auch an der geforderten Denkweise und dem hohen Zeitaufwand. Ob es das schwierigste ist, hängt von persönlichen Fähigkeiten ab, wird aber oft in einem Atemzug mit Medizin, Physik und MINT-Fächern genannt.
 

Hatte schon mal jemand 18 Punkte in Jura?

Ja, 18 Punkte sind im juristischen Staatsexamen theoretisch erreichbar (als Höchstnote), aber extrem selten; es handelt sich um eine absolute Ausnahmeerscheinung, da die Bewertung sehr streng ist, aber es gibt Berichte über einzelne Klausuren oder Prüfungen, in denen diese Punktzahl vergeben wurde, wobei der Gesamtdurchschnitt dann meist niedriger lag. 

Welches Studium hat die höchste Abbruchquote?

Studiengänge mit den höchsten Abbruchquoten sind oft die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) sowie einige Geisteswissenschaften und Ingenieurstudiengänge, wobei Mathematik häufig an der Spitze steht, gefolgt von Geowissenschaften, Elektrotechnik, Bauingenieurwesen und Physik; auch Fächer wie Architektur, Chemie und Jura haben hohe Quoten, aber die genauen Zahlen variieren je nach Quelle und Universität, wobei Leistungsprobleme und die hohe Arbeitsbelastung im ersten Jahr die Hauptgründe sind.
 

Ist Jura schwerer als Medizin?

Beide Studiengänge, Jura und Medizin, gelten als extrem anspruchsvoll und gehören zu den schwierigsten in Deutschland, wobei die Schwierigkeit subjektiv ist und stark vom Typus des Lernenden abhängt. Jura fordert vor allem strukturelles Denken und das Bewältigen hoher Durchfallquoten in den Staatsexamen, während Medizin ein breites, naturwissenschaftliches Wissen mit enormer Lernbelastung kombiniert. Es gibt keinen klaren "Gewinner" bei der Frage, welcher schwerer ist; beide erfordern Disziplin, aber auf unterschiedliche Weise.
 

Kann man mit 3.0 Jura studieren?

Auch mit einem Abischnitt von 3.0 kannst du Jura studieren. Es gibt Unis, bei denen es gar keinen bestimmten NC gibt.

Wie viele Juristen haben Doppelprädikat?

Ein Doppelprädikat ist relativ selten. Auf der Basis der von Rechtsanwälten erzielten Noten ist davon auszugehen, dass die Doppelprädikatsquote bei rund 13 % liegt.

Welche Prüfung gilt als die schwierigste der Welt?

Die "schwerste Prüfung der Welt" ist subjektiv, aber oft werden Chinas Gaokao (Hochschulaufnahmeprüfung) und die Prüfung zum Master Sommelier genannt; auch das deutsche Wirtschaftsprüferexamen und die ESA-Astronauten-Auswahl gelten als extrem herausfordernd, wobei der Gaokao aufgrund der riesigen Teilnehmerzahl und des enormen Leistungsdrucks für viele als härteste gilt.
 

In welchem Bundesland ist Jura am leichtesten?

Noten im Ersten Staatsexamen

Mit einem „Ausreichend“ gerade so geschafft haben es in Bremen, dem Saarland und Mecklenburg-Vorpommern mit jeweils über 25 % die meisten Prüflinge.

Was ist eine gute Note in Jura?

Eine "gute" Note im Jurastudium (Staatsexamen) entspricht 11,50 bis 13,99 Punkten und ist eine sehr starke Leistung, die nur von einem kleinen Prozentsatz der Absolventen erreicht wird, da sie deutlich über dem "befriedigend" (6,50-8,99 Pkt.) liegt und eine Voraussetzung für bestimmte Karrierewege wie das Notariat sein kann. Sie gehört zu den sogenannten Prädikatsnoten (neben "sehr gut") und signalisiert exzellente juristische Fähigkeiten.
 

Was macht Jura so schwer?

Jura ist schwer wegen des immensen Lernstoffumfangs, der extrem anspruchsvollen und zeitkritischen Prüfungen (Staatsexamen), dem hohen Leistungsdruck und der Notwendigkeit, komplexe juristische Argumentationsstrukturen zu entwickeln statt nur Fakten auswendig zu lernen. Zudem herrscht oft ein intensiver Konkurrenzkampf unter Studierenden, und das Studium führt über viele Jahre zu hohen Durchfallquoten, was den Druck erhöht.
 

Welche sind die 3 schwersten Studiengänge?

  • Was sind die schwersten Studiengänge?
  • Ranking schwerste Studiengänge.
  • Platz 1: Medizin.
  • Platz 2: Jura.
  • Platz 3: Maschinenbau.
  • Platz 4: Physik.
  • Platz 5: Pharmazie.
  • Platz 6: Mathematik.

Welcher Studiengang hat die höchste Selbstmordrate?

Vergangene Untersuchungen haben eine verglichen mit der sonstigen Bevölkerung um 26% erhöhte Suizidrate unter Ärzten und eine um 146% höhere Rate unter Ärztinnen gefunden. Dabei waren Suizide unter Anästhesisten häufiger als in jeder anderen Fachdisziplin.

Welche Prüfung ist die schwerste in Deutschland?

Die Steuerberaterprüfung und das juristische Staatsexamen gelten als die schwersten Berufsprüfungen in Deutschland, oft mit Durchfallquoten um 50 %, gefolgt vom Wirtschaftsprüferexamen (WP-Examen). Auch der Abschluss als Heilpraktiker sowie anspruchsvolle Studiengänge wie Medizin, Jura, Mathematik und der Militärbereich (Marinetaucher) werden oft genannt. 

Wie viele Punkte gibt es für eine Großkanzlei?

Je besser die Noten, desto höher das Gehalt. Großkanzleien gehen nach dem 18-Punkte-Prinzip vor: Sie nehmen eigentlich nur Bewerber, die aus beiden Examina jeweils mindestens acht Punkte mitbringen, dazu kommen noch die Zusatzqualifikationen LL. M. und Promotion, die mit jeweils einem Punkt bewertet werden.

Wie viele schaffen Jura nicht?

Die Niete: Durchgefallen!

Nicht vergessen darf man, dass 30 Prozent der Jurastudierenden nach dem ersten Durchlauf bzw. 10 Prozent auch im zweiten Durchlauf das Examen nicht bestehen. Nach fünf Jahren Studium steht man dann am Ende ohne einen Abschluss da.

Was war das beste Jura-Examen jemals?

Der damals 21-Jährige Freiburger Student hat mit insgesamt 15,66 Punkten das Beste jemals in Baden-Württemberg geschriebene 1. Staatsexamen abgelegt. Noch besser machte es 2010 der Passauer Student Philipp Scheibenpflug, der das zumindest bis dahin beste Examen Bayerns, mit ganzen 16,35 Punkten geschrieben hatte.

Wie viel schaffen Jurastudierende?

Im Durchschnitt beträgt die Studiendauer 11 Semester, nur 1,5 Prozent schaffen es innerhalb von 4 bis 6 Semestern. Von den 9481 zur Prüfung zugelassenen Kandidatinnen und Kandidaten studierten 491 Personen (5 Prozent) 4 bis 7 Semester, bis sie das Erste Staatsexamen ablegten.

Ist Jura viel auswendig lernen?

Das müsst ihr alles auswendig können? Die Antwort lautet schlicht und ergreifend: Nein! Der Inhalt des Jurastudiums besteht natürlich nicht darin, möglichst viele Gesetze auswendig aufsagen zu können. Stattdessen darf man sie während den Klausuren sogar benutzen.

Ist das erste oder zweite Staatsexamen schwerer Jura?

Im Vergleich zur ersten Prüfung fällt die Durchfallquote in der zweiten Staatsprüfung wesentlicher geringer aus. 2018 lag sie bundesweit bei 12,8 %. Eine Prädikat erreichten 19,5% aller Teilnehmer:innen.