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Wie sieht man mit 10% Sehkraft?

Gefragt von: Frank Hanke B.Eng.  |  Letzte Aktualisierung: 14. Januar 2026
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Mit 10 % Sehkraft (oder 0,1 Visus) sieht man deutlich verschwommen und stark eingeschränkt: Man erkennt Objekte nur noch aus nächster Nähe, während eine Person mit normalem Sehvermögen diese aus 10-mal größerer Entfernung wahrnimmt, was eine erhebliche Sehbehinderung darstellt, die das Alltagsleben und das Autofahren stark beeinträchtigt.

Wie viel sieht man mit 10 Sehkraft?

Mit 10 Prozent Sehkraft (Visus 0,1) sehen Sie nur noch ein Zehntel dessen, was ein Normalsichtiger sieht, zum Beispiel Dinge, die ein Gesunder aus 100 Metern erkennt, sehen Sie erst aus 10 Metern Entfernung – das ist eine geringgradige Sehbehinderung, die eine erhebliche Einschränkung im Alltag bedeutet, aber noch keine vollständige Blindheit darstellt. 

Wie schlimm ist eine Sehschärfe von minus 10?

Kurzsichtigkeit wird in leicht, mittelgradig, hochgradig und extrem eingeteilt: Leicht: -0,50 bis -3. Mittelgradig: -3,25 bis -5,00. Hochgradig: -5,25 bis -10 .

Was sieht man mit 20% Sehkraft?

Mit 20 Prozent Sehkraft (Visus 0,2) sehen Sie Dinge nur noch in stark vergrößerter Form oder aus sehr kurzer Distanz, da Sie nur einen kleinen Ausschnitt der Umgebung wahrnehmen und Details verschwommen sind – Sie müssen viel näher an Dinge herangehen, um sie zu erkennen, vergleichbar damit, dass eine Person mit 100 % Sehkraft ein Objekt aus 100 Metern sieht, Sie aber erst aus 20 Metern, wobei Hilfsmittel wie starke Lupen oder spezielle elektronische Vergrößerungen den Alltag erleichtern.
 

Welche Sehschwäche gilt als Behinderung?

In Deutschland gilt man als sehbehindert, wenn die Sehschärfe auf dem besseren Auge mit Korrektur maximal 30 % (Visus 0,3) beträgt; hochgradig sehbehindert ist man bei maximal 5 % (Visus 0,05); und blind bei maximal 2 % (Visus 0,02) oder erheblicher Gesichtsfeldeinschränkung. Diese Werte sind entscheidend für den Grad der Behinderung (GdB) und die Zuteilung von Merkzeichen im Schwerbehindertenausweis, die je nach Schwere unterschiedliche Nachteilsausgleiche ermöglichen.
 

10 nützliche Übungen zur Verbesserung deiner Sehkraft

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Bei welcher Sehstärke darf man nicht mehr Autofahren?

Man darf nicht mehr Autofahren, wenn die Sehstärke beider Augen oder des besseren Auges unter 0,5 (50 Prozent) liegt, es sei denn, ein Augenarzt attestiert trotz der Sehschwäche eine ausreichende Fahrtüchtigkeit. Für den Führerschein gilt mindestens 0,7 (70 Prozent) pro Auge mit Sehhilfe. Bei weniger als 0,7 wird eine Sehhilfe benötigt; bei unter 0,5 ist Autofahren generell untersagt, wie die ADAC-Seite erklärt. 

Wie viel Prozent Sehkraft braucht man, um ein Auto zu fahren?

Für den normalen Autoführerschein (Klasse B) benötigen Sie mindestens 70 % Sehschärfe (Visus 0,7) auf jedem Auge, auch mit Sehhilfe (Brille/Kontaktlinsen). Bestehen Sie den Sehtest nicht, ist eine augenärztliche Untersuchung erforderlich, die oft eine Mindestsehschärfe von 0,5 (50 %) auf dem besseren Auge (mit Sehhilfe) fordert, wobei auch Gesichtsfeld und andere Faktoren geprüft werden. Bei deutlicher Sehbehinderung (unter 50 % oder bei einseitiger Blindheit) gelten spezielle Regelungen und ärztliche Gutachten sind zwingend.
 

Darf ich Auto fahren, wenn meine Sehschärfe 20-40 beträgt?

Der Sehteststandard der Kfz-Zulassungsbehörde (DMV) sieht vor, dass mit beiden Augen zusammen eine Sehschärfe von 20/40 erreicht werden kann UND dass auf einem Auge eine Sehschärfe von 20/40 und auf dem anderen Auge mindestens 20/70 erreicht werden muss, gegebenenfalls mit oder ohne Korrekturlinsen .

Wie viel Prozent Sehkraft ist normal?

Normale Sehkraft wird oft mit 100 Prozent oder dem Visus 1,0 gleichgesetzt, was dem durchschnittlichen Sehvermögen eines Erwachsenen entspricht, aber junge Menschen können auch 120 % oder mehr erreichen, während die Sehkraft mit dem Alter auf 0,5 bis 1,0 (50-100 %) sinken kann. Die Prozentangabe (oder der Wert 1,0) beschreibt das Auflösungsvermögen der Netzhaut, während Dioptrien den Korrekturbedarf für Fehlsichtigkeiten angeben.
 

Was ist die niedrigste Sehstärke?

Die niedrigste Sehstärke, bei der man gesetzlich als blind gilt, ist ein Visus (Sehschärfe) von 0,02 (oder 2%) auf dem besseren Auge, was nur noch die Wahrnehmung von Hell und Dunkel ermöglicht, oder ein Gesichtsfeld von maximal 5 Grad. Es gibt also keine "niedrigere" Sehstärke als absolute Blindheit (Lichtwahrnehmung), während Dioptrienwerte die Stärke der Fehlsichtigkeit beschreiben, die eine Korrektur erfordert, aber nicht die Grenze zur Blindheit definieren.
 

Ist minus 10 blind?

Ist man mit -10 Dioptrien blind? Eine Sehschärfe von -10 Dioptrien gilt als starke Kurzsichtigkeit. Obwohl dies eine erhebliche Kurzsichtigkeit darstellt, die eine Korrektur erfordert, bedeutet es nicht zwangsläufig, dass man im juristischen Sinne blind ist .

Was ist Myopie 10?

Myopie ist der medizinische Fachbegriff für Kurzsichtigkeit . Das bedeutet, dass man nahe Objekte scharf sieht, aber Schwierigkeiten hat, weiter entfernte Objekte zu erkennen. Beispielsweise kann man bei Kurzsichtigkeit Verkehrsschilder erst erkennen, wenn sie nur noch wenige Meter entfernt sind.

Was bedeutet 10 Sehfähigkeit?

Wer zum Beispiel einen Gegenstand erst aus zehn Metern Entfernung erkennen kann, den ein normal Sehender schon aus einer Entfernung von einhundert Metern sieht, dessen Sehschärfe liegt statt bei 100 Prozent nur bei 10 Prozent.

Bei welcher Stärke ist man blind?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert Blindheit und Sehbehinderung – weniger streng als die deutsche Regelung – wie folgt: Low Vision (Grad 1-2): Sehschärfe 0,05 bis 0,3. Blindness (Grad 3-5): Sehschärfe unter 0,05, Gesichtsfeld unter 10 Grad.

Was besagt die 10-10-Regel für die Augen?

Die 10-10-10-Regel ist eine einfache Methode, um den Augen eine Pause von Bildschirmen zu gönnen. Schauen Sie alle 10 Minuten für 10 Sekunden auf einen Punkt in etwa 3 Metern Entfernung . Diese kurze Pause entspannt die Augenmuskeln und beugt so Müdigkeit, trockenen oder angestrengten Augen vor, die durch langes Starren auf einen Bildschirm entstehen können.

Bei welcher Sehschwäche darf man nicht mehr Autofahren?

Man darf kein Auto mehr fahren, wenn die Sehschärfe (Visus) beider Augen oder des besseren Auges unter 0,5 (50 %) liegt, auch mit Korrektur durch Brille oder Kontaktlinsen. Für den Führerschein ist ein Wert von mindestens 0,7 (70 %) nötig, ansonsten ist ein augenärztliches Gutachten erforderlich, das die Fahrtüchtigkeit bestätigt. Ab 0,5 ist die Fahrt grundsätzlich nicht mehr erlaubt, bei Werten unter 0,7 wird ein Facharzt benötigt. 

Mit welcher Sehschwäche können Sie nicht Auto fahren?

Sie müssen eine Sehschärfe von mindestens 0,8 (6/7,5) auf der Snellen-Skala Ihres besseren Auges und mindestens 0,1 (6/60) auf der Snellen-Skala Ihres anderen Auges aufweisen . Diesen Standard erreichen Sie mit einer Brille mit einer Korrekturstärke von maximal (+) 8 Dioptrien oder mit Kontaktlinsen.

Wie hoch ist die maximale Sehschärfe?

Maximale Sehkraft (Visus) bedeutet nicht 100 %, sondern kann bei jungen Menschen bis zu 160 % oder mehr erreichen, wobei 1,0 (100 %) der Durchschnitt ist, und die Sehkraft mit dem Alter sinkt. Es gibt genetische Grenzen, aber auch Krankheiten, die die Sehkraft reduzieren; Korrekturen (Brillen/Linsen) können das Potenzial oft wieder voll ausschöpfen. Die "bestmögliche" Sehkraft ist also individuell und hängt von Alter und Gesundheit ab, kann aber weit über dem Durchschnitt liegen. 

Ist es sehbehindert, wenn man 30 Prozent Sehkraft auf einem Auge hat?

30 % Sehkraft (Visus 0,3) auf einem Auge bedeutet eine Sehbehinderung, da dies die Grenze zur normalen Sehkraft (100 % / 1,0) darstellt und der Betroffene trotz Brille nur noch 30 % von dem sieht, was ein Normal-Sehender sieht, was eine erhebliche Einschränkung darstellt und oft Hilfsmittel wie Lupen oder vergrößernde Geräte notwendig macht. Es kann auch einen Grad der Behinderung (GdB) von 20-30 auslösen und je nach Gesamtsituation (z.B. wenn das andere Auge auch betroffen ist) auch zu höherer Einstufung führen. 

Ist es erlaubt, mit Doppelbildern Auto zu fahren?

Nein, Autofahren mit Doppelbildern (Diplopie) ist strengstens verboten, da die Verkehrstauglichkeit nicht mehr gegeben ist und eine erhebliche Unfallgefahr besteht; es erfordert eine sofortige augenärztliche Abklärung, da die Ursachen von harmlos (Müdigkeit, trockene Augen) bis sehr ernst (Schlaganfall, Multiple Sklerose, Tumore) reichen können. Eine Fahrt mit Doppelbildern führt zu massiver Orientierungslosigkeit, Schwindel und erhöht das Risiko für Stürze und Unfälle, daher muss man umgehend aufhören zu fahren und einen Arzt aufsuchen, um die Ursache zu behandeln und eine mögliche Lösung (z.B. Prismen) zu finden.
 

Kann ein Augenarzt den Führerschein entziehen lassen?

Nein, der Augenarzt kann den Führerschein nicht direkt entziehen, aber er kann bei festgestellten gravierenden Sehproblemen ein ärztliches Fahrverbot aussprechen und die zuständige Fahrerlaubnisbehörde informieren (oder der Patient entbindet ihn von der Schweigepflicht), die dann ein amtliches Gutachten anfordert und den Führerschein entziehen oder eine MPU anordnen kann. Der Arzt ist verpflichtet, den Patienten auf die Gefahr hinzuweisen, andernfalls kann er haftbar gemacht werden, besonders wenn er die Behörde nicht informiert.
 

Wann zählt man als sehbehindert?

Man spricht von einer Sehbehinderung, wenn die Sehschärfe auf dem besseren Auge trotz optimaler Korrektur mit Brille oder Kontaktlinsen unter 30 % (Visus ≤ 0,3) liegt; eine hochgradige Sehbehinderung beginnt bei unter 5 % (Visus ≤ 0,05), und Blindheit wird bei unter 2 % (Visus ≤ 0,02) definiert. Auch starke Einschränkungen des Gesichtsfelds, selbst bei sonst normaler Sehschärfe, können eine Sehbehinderung begründen. 

Auf welche Krankheiten bekommt man Prozente?

Prozente (Grad der Behinderung, GdB) gibt es für nahezu alle chronischen Krankheiten, psychischen Störungen und körperlichen Einschränkungen, von Herz-Kreislauf-Leiden über Krebs, Diabetes, Autoimmunerkrankungen (z.B. Rheuma) bis hin zu neurologischen (z.B. Parkinson, Multiple Sklerose) und psychischen Erkrankungen (z.B. Depressionen, Zwangsstörungen) – entscheidend ist immer das Ausmaß der Einschränkung, nicht die Diagnose selbst, weshalb GdB-Werte von 10 bis 100 je nach Schweregrad vergeben werden können. 

Ist ADHS eine Schwerbehinderung?

Ja, ADHS kann eine Schwerbehinderung begründen, wenn erhebliche Teilhabebeeinträchtigungen bestehen, was oft ab einem Grad der Behinderung (GdB) von 50 der Fall ist und den Erhalt eines Schwerbehindertenausweises ermöglicht, was zu steuerlichen Vorteilen, Kündigungsschutz und Nachteilsausgleichen führt, insbesondere bei zusätzlichen Störungen wie Legasthenie oder Dyskalkulie. Der GdB für ADHS liegt meist zwischen 30 und 70, kann aber durch Begleiterkrankungen oder Teilleistungsschwächen steigen, wenn die Einschränkungen das Leben stark beeinträchtigen. Der Antrag wird beim zuständigen Versorgungsamt gestellt. 

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