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Wie sagt man im Saarland Guten Morgen?

Gefragt von: Knut Brinkmann-Kroll  |  Letzte Aktualisierung: 30. Januar 2026
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Guten Morgen auf Saarländisch sagt man meistens "Gudd Morje" oder "Gu Morje", manchmal hört man auch "Gemoje Moje", was aber eher aus dem hessischen Raum kommt, aber auch im Saarland bekannt ist. Es ist ein herzlicher Dialekt, der oft die Nähe zu Frankreich und eine eigene, markante Mundart zeigt, wie „Rosselanos 1955“ zeigt.

Wie begrüßt man sich in Saarland?

Im Saarland begrüßt man sich oft kurz und prägnant mit "Unn?" (kurz für "Und, wie geht's?") oder "Gude!" (kurz für "Guten Tag!"), was viel Raum für eine schnelle Antwort lässt und die Nähe zu Frankreich durch französische Einflüsse zeigt, wobei "Merci" auch für "Danke" verwendet wird. Klassische saarländische Grüße sind auch "Gudd Morje" (Guten Morgen) oder "N'Omend" (Guten Abend).
 

Wie sagt man im Saarland Hallo?

Auf Saarländisch sagt man oft einfach "Unn?" als kurze Begrüßung, was so viel wie „Hallo, wie geht's?“ bedeutet, oder "Gunn Dach" (Guten Tag) und je nach Tageszeit "Gudd Morje" (Guten Morgen) oder "N'Omend" (Guten Abend), wobei der Dialekt regional variiert.
 

Wie sagt man im Saarland "Gute Nacht"?

Auf Saarländisch sagt man für "Gute Nacht" hauptsächlich "Gudd Naachd!" oder manchmal auch einfach "N'Oomend!" (Was auch "Guten Abend!" bedeuten kann). Eine weitere, liebevollere Variante ist "S'laaft nommo!" (Schlaf schön noch mal!). 

Wie sagt man auf saarländisch "Guten Morgen"?

Gemoje Moje, Guten Morgen auf Hessisch in Hessen und im Saarland, das Bundesland auch bekannt für die grünen Sauce. Spaß Shirt für Echte Traditionelle Hessen als Outfit. Lustiges Ei gude wie Dialekt mundart Motiv. Saarländer Geschenk.

Dialekte Hotline: Saarländisch

15 verwandte Fragen gefunden

Wo sagt man gell?

"Gell" (oder "gelle", "ge", "gä") sagt man hauptsächlich in Süddeutschland (Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Saarland), aber auch in Österreich und der deutschsprachigen Schweiz; es ist ein umgangssprachliches Füllwort, das eine Bestätigung sucht ("oder?", "nicht wahr?") oder Zustimmung ausdrückt, ähnlich einem "ne?" oder "wa?" im Norden. 

Was ist typisch saarländisch?

Typisch saarländisch ist eine Mischung aus deftiger, kartoffelbasierter Hausmannskost wie Dibbelabbes und Hoorische, einem eigenen Dialekt mit starken französischen Einflüssen (z.B. „Dussma“ für „leise“) und der Mentalität „Hauptsach gudd gess“, geprägt von Industriekultur und Nähe zu Frankreich, was sich auch in der Landschaft (z.B. Saarschleife) und Lebensfreude zeigt.
 

Was bedeutet "Fubbert"?

Die alte Milchzentrifuge, wie sie heute noch in einigen Museen zu sehen ist, hieß „Fubber“ oder „Fubbert“. Außerdem konnte man beispielsweise von Hand eine Wagenschmiere herstellen, die ebenfalls „Fubbes“ genannt wurde.

Was sagt man im Saarland zu Brötchen?

Weck (Brötchen) halbes Doppelweck (Brötchen)

Wie sagt man Tschüss in Saarland?

Und zum Abschied sagen Saarländer gewöhnlich nicht ,,Auf Wiedersehen!" sondern ,,Mach's gudd' awwer nidd se ofd! Und vor allem: Schaff nidd sevill!"

Wie reden Saarländer?

Im Saarland ist Amtssprache Deutsch, aber es wird stark von zwei Dialektgruppen geprägt: Rheinfränkisch (südöstlich der "das-dat"-Grenze) und Moselfränkisch (nordwestlich davon), die beide zum Westmitteldeutschen gehören und oft als "Platt" bezeichnet werden. Aufgrund der Grenznähe zu Frankreich sind auch viele französische Wörter und Einflüsse (z.B. "Merci" für "Danke", "Flemm") im Dialekt präsent, was die Region multilingual macht.
 

Was bedeutet "raulisch"?

"Raulich" ist ein seltenes, dialektales oder veraltetes Wort, das oft im Sinne von rau, rauh, rauher, rau hergehend gebraucht wird, aber auch eine Empfindung wie unbehaglich, leicht kränklich, ein bisschen "angeschlagen" oder bekümmert/betrübt ausdrücken kann, wie in "mir ist heute morgen einfach nur raulich" (etwas unwohl/muffig). Es ist kein Standard-Adjektiv und wird oft durch ähnliche, aber etablierte Wörter wie "raul" (regional) oder im Kontext der Technik "hydraulisch" (flüssigkeitsbetrieben) verwechselt, was aber unterschiedliche Bedeutungen haben. 

Wie sagt man Hallo in Saarland?

Auf Saarländisch sagt man oft einfach "Unn?" als kurze Begrüßung, was so viel wie „Hallo, wie geht's?“ bedeutet, oder "Gunn Dach" (Guten Tag) und je nach Tageszeit "Gudd Morje" (Guten Morgen) oder "N'Omend" (Guten Abend), wobei der Dialekt regional variiert.
 

Was ist ein typisches Essen in Saarland?

Typisch saarländisches Essen ist deftig und kartoffellastig, mit Spezialitäten wie Dibbelabbes (Kartoffelauflauf), Gefillde (gefüllte Kartoffelklöße mit Leberwurst), Geheirade (Kartoffeln und Teig geschichtet), Schales (Kartoffeltorte) und Hoorische (Kartoffelklöße), oft serviert mit Speck-Rahm-Soße und Sauerkraut. Gegrillte Schwenker (marinierte Fleischspieße) und einfache Gerichte wie Lyonerpfanne oder Bratkartoffeln (Kärschdscher) sind ebenfalls sehr beliebt, ebenso wie der herzhafte Bettsäächersalat.
 

Wie heißt Hallo auf Saarländisch?

Eine Unterhaltung zweier Bekannter beginnt im Saarland gerne mit der Frage "Un?" und endet mit der Antwort "Jo". Grob übersetzt ins Hochdeutsche bedeutet das: "Hallo, lange nicht gesehen, wie geht es Dir und deiner Familie, sind alle gesund?" - "Oh ja, es geht mir sehr gut.

Was bedeutet labber?

labber, adj.

lenis, schwach, sanft, nnl. labber, ein niederdeutscher, zunächst in der seemannssprache und in der formel eine labbere kühlte (wind der das schiff mäszig treibt) lebender ausdruck.

Was ist ein Butzl?

Meist ist es eine liebevolle Bezeichnung für ein liebes Mädchen. A' Butzel hat eine andere Bedeutung: So wird ein Kind genannt, das sich verkleckert und verschmutzt hat – aber auch dieser Begriff wird liebevoll verwendet. Ein Butzele ist aber auch ein kleines Ferkel und ein Schwein wird auch Butzel genannt.

Was bedeutet "Betz" auf Fränkisch?

Der „Betz“, das ist im Fränkischen der Schafbock.

Was trinken Saarländer?

Typisch saarländisch ist auch der aus dem Saargau stammende „Viez“, ein Apfelwein. Auch Obstbrände werden heute noch reichlich gebrannt, der Saarländer trinkt aber ebenso gerne Bier und guten Wein, der an der saarländischen Obermosel angebaut wird.

Was bedeutet "gode" auf saarländisch?

Jede Patentante eines saarländischen Kindes kennt ihn, den Ruf nach der „Gòòdie!!! “ Der liebevolle Begriff „Gòòdie“ oder „Gòòd“ für die Patin und Taufpatin ist in allen hiesigen Dörfern verbreitet, mancherorts existieren auch Nebenformen wie Gòda, Gout, Gòòf, Getche, Gettel oder Gärrel, um nur einige zu nennen.

Für was sind Saarländer bekannt?

Das Saarland ist besonders bekannt für die Völklinger Hütte, die als Weltkulturerbe gelistet ist, und die Landeshauptstadt Saarbrücken. Daneben locken zahlreiche weitere Sehenswürdigkeiten in der Natur: Die Saarschleife und der Bostalsee sind nur zwei davon.

Wo sagt man WA?

"Wa" sagt man hauptsächlich in Berlin und Brandenburg als umgangssprachliche Verkürzung für "nicht wahr?", als Füllwort oder zur Bestätigung, aber auch in anderen Dialekten wie dem Rheinischen ("woll") oder in der Kinder-/Umgangssprache, oft als Ausdruck der Bestätigung oder zum Nachfragen ("..., wa?"), wobei es in der Schriftsprache oft mit dem japanischen Partikel は (ha) verwechselt wird. 

Wer sagt "gell" immer?

Das schwäbische Wörtchen "gell" steht im Duden, sein Pendant aus dem Sauerland "woll" sucht man dort vergebens. Tübingen - Gerne und häufig beenden die Sauerländer ihre Sätze mit dem Wörtchen „woll“.

Was bedeutet ja gell?

Es entspricht in der Bedeutung in etwa wirklich/tatsächlich, jedoch kann »gell« auch diese Wörter verstärken. Manchmal auch in Zustimmung fordernder oder erheischender Form, vor allem am Satzanfang "Gell, du hast [noch] meinen Geldbeutel [den ich dir zur Aufbewahrung gegeben habe]?"

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