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Wie läuft telefonische MDK Begutachtung ab?

Gefragt von: Herr Prof. Heinz-Günter Michel  |  Letzte Aktualisierung: 27. September 2026
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Eine telefonische MDK-Begutachtung ist ein strukturiertes Gespräch, bei dem der Gutachter (MDK) nach einem vorab versandten Fragebogen mit Ihnen und der Pflegeperson per Telefon die Pflegesituation erfasst, um den Pflegegrad zu bestimmen, wobei Sie detailliert über den Alltag, Einschränkungen und Hilfebedarf berichten und einfache Aufgaben demonstrieren sollen, um Ihre Selbstständigkeit einzuschätzen, wobei auch vorhandene Arztunterlagen einfließen.

Welche Fragen stellt der MDK am Telefon?

Welche Erkrankungen/Behinderungen wurden bei Ihnen festgestellt? Wann waren Sie zuletzt im Krankenhaus oder eine Rehabilitation? Wie groß sind Sie, wie viel wiegen Sie? Können Sie selbstständig Aufstehen, Sitzen, Gehen, sich Festhalten?

Warum wird bei mir eine telefonische PIP-Begutachtung durchgeführt?

Sofern Sie nicht an einer unheilbaren Krankheit leiden, ist für die Beantragung der persönlichen Unabhängigkeitszulage (PIP) in der Regel eine Begutachtung erforderlich. Dabei haben Sie die Möglichkeit, über die Auswirkungen Ihrer Erkrankung zu sprechen – es handelt sich nicht um eine Diagnose oder eine medizinische Untersuchung.

Wie bereite ich mich auf ein Gespräch mit dem MDK vor?

Vorbereitung der MDK Begutachtung

  1. Fragen, die Sie dem Gutachter stellen möchten.
  2. Berichte des behandelnden Arztes.
  3. Namen und Kontaktdaten der behandelnden Ärzte.
  4. Krankenhausentlassungsberichte.
  5. Eine Liste aller einzunehmender Medikamente.
  6. Falls Sie darüber verfügen: Den Behindertenausweis.

Was ist eine telefonische Begutachtung bei der Pflege?

Eine telefonische Pflegebegutachtung ist seit 2024 bei Wiederholungs- und Höherstufungsanträgen Standard, kann aber auch per Video erfolgen, wobei Versicherte dem zustimmen müssen. Vorab wird ein Fragebogen versendet, dann folgt das strukturierte Telefon- oder Videointerview zur Einschätzung des Pflegebedarfs, der Pflegegrad wird danach ermittelt. Wichtig ist, dass bei Personen unter 14 Jahren, Demenz oder Sprachschwierigkeiten eine Unterstützungsperson anwesend sein muss und Betroffene jederzeit einen Hausbesuch verlangen können, was aber zu Verzögerungen führen kann.
 

❤️ Pflegegrad-Begutachtung per Telefon? : Tipps für telefonische MDK-Begutachtung

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Was darf man beim MDK nicht sagen?

Beim MDK darf man nicht lügen oder die Situation beschönigen, aber auch nicht so tun, als wäre man gesünder als man ist; man sollte ehrliche Einblicke in den Pflegealltag geben, aber unzulässige Fragen zu Religion, Politik oder Finanzen ignorieren und den Gutachter nicht einschüchtern oder unter Druck setzen, um einen realistischen Pflegegrad zu ermitteln. 

Warum telefonische Begutachtung?

Die Betroffenen beschrieben die Begutachtung am Telefon als weniger belastend und als alltagstauglich. Die Versicherten gaben zudem an, dass die Gutachterinnen und Gutachter des Medizinischen Dienstes in der Begutachtungssituation Orientierung geben, dass sie einfühlsam fragen und aktiv zuhören.

Was muss man nicht mehr können für Pflegegrad 2?

Für Pflegegrad 2 müssen Sie nicht mehr alles selbst können, sondern sind in mehreren Lebensbereichen (Mobilität, Körperpflege, Ernährung, Kognition, Alltagsbewältigung) erheblich eingeschränkt und benötigen regelmäßige Hilfe, zum Beispiel bei der Körperpflege, dem Anziehen, der Medikamenteneinnahme oder beim Einkaufen und Kochen, wobei Sie aber noch nicht völlig hilflos sind und oft nur teilweise Unterstützung benötigen (z.B. 27-47,5 Punkte im Begutachtungsverfahren).
 

Welche Tipps und Tricks gibt es für die Pflegestufe Begutachtung?

Um einen Pflegegrad zu beantragen, wenden Sie sich formlos an Ihre Pflegekasse, dokumentieren Sie Ihre Einschränkungen akribisch (Pflegetagebuch, Arztberichte) und seien Sie beim Begutachtungstermin ehrlich, aber realistisch: Zeigen Sie Ihren Alltag mit Hilfebedarf (z.B. beim Anziehen, Waschen, Kochen), aber auch kleine Erfolge. Nutzen Sie kostenfreie Beratung bei Pflegestützpunkten oder dem VdK und machen Sie sich Notizen für den Termin, damit Sie nichts vergessen. 

Wie überzeuge ich den MDK?

Die Begutachtung findet in der Regel als persönliches Gespräch mit einer Gutachterin oder einem Gutachter des Medizinischen Dienstes statt. Das kann als Hausbesuch oder als Telefoninterview erfolgen.

Welche Fragen stellt der medizinische Dienst bei einer Begutachtung?

Der Medizinische Dienst (MD, früher MDK) stellt Fragen zu sechs Hauptbereichen des Alltags, um Ihre Selbstständigkeit zu bewerten: Mobilität, kognitive Fähigkeiten, Verhalten & psychische Probleme, Selbstversorgung (Waschen, Anziehen), Umgang mit Krankheit/Therapie (Medikamente, Arztbesuche) und Gestaltung des Alltags & soziale Kontakte (Haushalt, Tagesstruktur). Die Fragen zielen darauf ab, wo genau Hilfe benötigt wird, z.B. beim Aufstehen, Einkaufen oder der Medikamenteneinnahme, und erfragt auch die Unterstützung durch Pflegedienste oder Angehörige.
 

Wie lange dauert es von der MDK-Begutachtung bis zum Bescheid?

Von der MDK-Begutachtung bis zum endgültigen Bescheid vergehen meist wenige Wochen, aber die gesetzliche Frist für die Pflegekasse, über Ihren Antrag zu entscheiden, beträgt maximal 25 Arbeitstage ab Antragseingang, wobei der MD die Begutachtung innerhalb von 20 Arbeitstagen durchführen muss. Nach der Begutachtung erstellt der MD ein Gutachten und leitet es an die Pflegekasse weiter, die dann den Bescheid versendet – die tatsächliche Wartezeit hängt von der Auslastung ab, kann aber in der Praxis auch mal länger dauern. 

Kann ich die Begutachtung durch den MDK ablehnen?

Grundsätzlich haben Sie als Versicherter das Recht, die Pflegebegutachtung durch den MDK abzulehnen oder einen anderen Gutachter zu verlangen. Allerdings kann dies dazu führen, dass Ihr Antrag auf Pflegeleistungen abgelehnt wird oder sich die Bearbeitung verzögert.

Wie verhalte ich mich beim medizinischen Gutachter?

Beim medizinischen Gutachter sollten Sie authentisch, wahrheitsgemäß und detailliert sein: Bleiben Sie bei Ihrem gewohnten Alltag, übertreiben Sie nicht, aber verschweigen Sie auch nichts, nutzen Sie konkrete Beispiele für Ihre Beschwerden, legen Sie alle relevanten Unterlagen vor und sprechen Sie Probleme offen an, damit sich der Gutachter ein realistisches Bild machen kann. 

Was passiert beim Beratungsgespräch Pflegedienst?

Der Berater wird gemeinsam mit Ihnen die aktuelle Pflegesituation besprechen und Ihnen Angebote zur Unterstützung und Entlastung erläutern. Sie haben während dem Beratungsgespräch die Option, Fragen zu stellen. Je nach Pflegesituation ist die Dauer unterschiedlich.

Welche Beeinträchtigungen gelten als pflegebedürftig?

Als pflegebedürftig gelten Personen, die körperliche, kognitive oder psychische Beeinträchtigungen haben oder gesundheitlich bedingte Belastungen oder Anforderungen nicht selbstständig kompensieren oder bewältigen können.

Was darf ich beim MDK nicht sagen?

Fragen zu Ihrem Sexualleben oder anderen sehr persönlichen und intimen Themen, die keinen unmittelbaren Bezug zu Ihrem Pflegebedarf haben, sind unzulässig. Der MDK darf nur Informationen einholen, die für die Begutachtung und die Feststellung des Pflegegrades relevant sind.

Was muss man bei Pflegestufe 1 nicht können?

Bei Pflegegrad 1 darf man zwar vieles noch selbst, aber man hat keinen Anspruch auf Pflegegeld, Pflegesachleistungen, Verhinderungspflege oder Kurzzeitpflege; dafür aber auf einen monatlichen Entlastungsbetrag von 131 Euro und Pflegehilfsmittel, die man flexibel für niedrigschwellige Unterstützung einsetzen kann, etwa für Hilfe bei der Körperpflege oder im Haushalt. 

Was soll ich beim MDK sagen?

Wenn der MDK kommt, sollten Sie offen und ehrlich Ihre Situation beschreiben, alle relevanten Unterlagen bereitlegen (Arztberichte, Medikamentenpläne etc.), den Alltag nicht verstellen und dem Gutachter anhand der sechs Lebensbereiche (Mobilität, Selbstversorgung, Kognition etc.) zeigen, wo Sie Hilfe benötigen, auch bei alltäglichen Aufgaben, ohne sich zu sehr zurückzunehmen. Zeigen Sie auf, was Sie nicht mehr selbstständig können, und bitten Sie Angehörige, ihre Erfahrungen zu teilen, aber lassen Sie den Pflegebedürftigen bei einfachen Aufgaben nicht abnehmen, damit der Bedarf sichtbar wird. 

Was für Krankheiten muss man haben, um Pflegestufe 2 zu bekommen?

Bei Pflegegrad 2 liegen erhebliche Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit vor, die durch diverse Krankheiten entstehen können, darunter Demenz, nach Schlaganfall, Multiple Sklerose, Arthritis/Arthrose, schwere Depressionen/Angststörungen, Diabetes, COPD oder auch chronische Wunden. Es geht weniger um die spezifische Diagnose, sondern um das Ausmaß der Einschränkung in Bereichen wie Körperpflege, Mobilität oder Orientierung, die regelmäßige Hilfe erfordern.
 

Was sind erhebliche Einschränkungen bei Pflegegrad 2?

Pflegegrad 2 bedeutet eine „erhebliche Beeinträchtigung der Selbstständigkeit“. Sie erhalten Pflegegrad 2 wenn in Ihrem Pflegegutachten 27 bis unter 47,5 Punkte für die Einschränkung Ihrer Selbständigkeit festgestellt werden. Mit dem Pflegegrad können Sie Leistungen der Pflegeversicherung beanspruchen.

Wie schwer ist es, Pflegegrad 2 zu erhalten?

Nein, Pflegegrad 2 zu bekommen ist nicht per se "schwer", aber es erfordert eine nachgewiesene „erhebliche Beeinträchtigung der Selbstständigkeit“, die in sechs Lebensbereichen durch einen Gutachter des Medizinischen Dienstes (MD) festgestellt werden muss, was zu 27 bis unter 47,5 Punkten führt. Der Zeitaufwand ist nicht mehr das Hauptkriterium, sondern die konkrete Einschränkung im Alltag, die regelmäßige Unterstützung nötig macht, wobei die Einschätzung sehr individuell ist. 

Was können Sie von einem Telefongespräch zur PIP-Begutachtung erwarten?

Es handelt sich um ein etwa einstündiges Gespräch mit einer medizinischen Fachkraft. Im Rahmen dieses Gesprächs wird die Fachkraft mit Ihnen die Angaben auf Ihrem Formular besprechen. Sie wird Sie fragen, wie sich Ihre chronische Erkrankung oder Behinderung auf Ihren Alltag auswirkt .

Wie lange dauert es nach der telefonischen PIP-Begutachtung bis zu einer Entscheidung?

Nach Ihrer Begutachtung erstellt der Arzt oder die Ärztin einen Bericht. Dieser wird anschließend an einen Sachbearbeiter des Jobcenters (DWP) weitergeleitet, der über die Bewilligung von PIP (Personal Independence Payment) entscheidet und, falls ja, in welcher Höhe und für welchen Zeitraum. Es gibt keine festgelegte Frist für die Entscheidung über Ihren PIP-Antrag .

Welche Fragen stellt der Medizinische Dienst bei der Begutachtung?

Der Medizinische Dienst (MD, früher MDK) stellt Fragen zu sechs Hauptbereichen des Alltags, um Ihre Selbstständigkeit zu bewerten: Mobilität, kognitive Fähigkeiten, Verhalten & psychische Probleme, Selbstversorgung (Waschen, Anziehen), Umgang mit Krankheit/Therapie (Medikamente, Arztbesuche) und Gestaltung des Alltags & soziale Kontakte (Haushalt, Tagesstruktur). Die Fragen zielen darauf ab, wo genau Hilfe benötigt wird, z.B. beim Aufstehen, Einkaufen oder der Medikamenteneinnahme, und erfragt auch die Unterstützung durch Pflegedienste oder Angehörige.