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Wie kann ich mit 57 in Rente gehen?

Gefragt von: Herr Prof. Helmuth Wimmer B.A.  |  Letzte Aktualisierung: 8. Februar 2026
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Mit 57 Jahren vorzeitig in Rente zu gehen, ist nur mit umfangreicher privater Vorsorge oder unter besonderen Umständen wie Erwerbsminderung möglich; die gesetzliche Rente erlaubt dies meist nicht, außer Sie haben 40 Jahre Wartezeit (was 57 nicht erreicht) oder eine besondere Härtefallregelung (z.B. langjährig Versicherte,Schwerbehinderung,Altersteilzeit), wobei Abschläge anfallen oder die Zustimmung des Arbeitgebers nötig ist.

Kann ich mit 57 aufhören zu arbeiten?

Mit 57 aufhören zu arbeiten ist anspruchsvoll, aber möglich, oft durch Altersteilzeit, Frührente bei Schwerbehinderung/langen Beitragszeiten (45 Jahre) oder Erwerbsminderung, erfordert aber eine genaue Finanzplanung, da die Regelaltersgrenze (meist 67) erst erreicht werden muss und die Rente gekürzt wird. Wichtige Wege sind Altersteilzeit (Halbierung der Arbeitszeit ab 55), die Rente für langjährig Versicherte (nach 35 Jahren) oder besonders langjährig Versicherte (nach 45 Jahren). Auch Selbstständigkeit oder Teilzeit-Jobs mit Einkommensgrenzen sind Optionen. 

Wie kann ich so früh wie möglich in Rente gehen?

Um früher in Rente zu gehen, gibt es legale Wege wie Sonderzahlungen in die Rentenkasse (ab 50), um Abschläge zu vermeiden, die Nutzung von Altersteilzeit (Blockmodell) oder Arbeitszeitkonten zur Überbrückung, die Rente für langjährig Versicherte (45 Jahre) oder Schwerbehinderte, sowie die Option, Abschläge in Kauf zu nehmen, falls finanzielle Einbußen akzeptabel sind, wobei private Vorsorge die beste Ergänzung darstellt. 

Bei welchen chronischen Krankheiten kann man früher in Rente gehen?

Man kann bei vielen chronischen Erkrankungen wie Diabetes, Rheuma, Krebs, COPD, Asthma, Herz-Kreislauf-Leiden, Rückenbeschwerden, Psychischen Erkrankungen (z.B. Depressionen) und Neurologischen Erkrankungen (z.B. MS, Parkinson) früher in Rente gehen, wenn diese zu einer Schwerbehinderung (Grad der Behinderung - GdB - von mindestens 50) führen und die Erwerbsfähigkeit einschränken; dies ermöglicht eine Rente für schwerbehinderte Menschen ohne oder mit Abschlägen, je nach Alter und Vorversicherungszeit. 

Ist es möglich, mit 58 Jahren in Rente zu gehen?

Mit 58 Jahren direkt in eine abschlagsfreie Regelaltersrente zu gehen, ist in Deutschland nicht möglich; die Regelaltersgrenze liegt deutlich höher (z.B. 66 Jahre für Jahrgang 1958). Sie können jedoch mit 58 Jahren frühzeitig in Rente gehen, oft durch eine Kombination aus Arbeitslosengeld (ALG I) und anschließender Altersrente für langjährig oder besonders langjährig Versicherte, wobei meist Abschläge anfallen, es sei denn, Sie haben 45 Versicherungsjahre (Altersrente für besonders langjährig Versicherte) oder eine Schwerbehinderung. Alternativ bieten Firmen-Vorruhestandsregelungen einen Weg zum früheren Ausstieg, oft mit finanziellen Lücken bis zur Rente, die Sie selbst füllen müssen. 

7 Tricks, damit du früher in Rente gehen kannst! (2026)

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Welche Tricks gibt es, um früher in Rente zu gehen?

Um früher in Rente zu gehen, gibt es legale Wege wie Sonderzahlungen in die Rentenkasse (ab 50), um Abschläge zu vermeiden, die Nutzung von Altersteilzeit (Blockmodell) oder Arbeitszeitkonten zur Überbrückung, die Rente für langjährig Versicherte (45 Jahre) oder Schwerbehinderte, sowie die Option, Abschläge in Kauf zu nehmen, falls finanzielle Einbußen akzeptabel sind, wobei private Vorsorge die beste Ergänzung darstellt. 

Wird man mit 58 noch vom Arbeitsamt vermittelt?

Arbeitslose Personen, die das 58. Lebensjahr vollendet hatten, konnten sich per schriftlicher Erklärung aus der Vermittlung abmelden. Dadurch behielten sie ihren Anspruch auf Arbeitslosengeld, mussten aber keinerlei Bemühungen zur Erlangung eines Arbeitsplatzes vorweisen.

Bei welcher Krankheit gibt es Frührente?

Depressionen und psychische Erkrankungen gehören zu den häufigsten Gründen für die Beantragung einer vorzeitigen Rente wegen Krankheit.

Was zählt alles zu chronisch krank?

Zu chronisch Kranken zählen Menschen mit langfristigen Krankheiten wie Diabetes, Asthma, Herz-Kreislauf-Leiden, Depressionen oder rheumatischen Erkrankungen, die nicht vollständig heilbar sind und eine dauerhafte medizinische Betreuung erfordern, oft definiert als mindestens ein Jahr lang mindestens einmal pro Quartal ärztlich behandelt. Es gibt viele Beispiele, darunter auch chronische Schmerzen, Suchterkrankungen, Osteoporose, chronische Lungenerkrankungen und psychische Störungen. 

Wer zahlt bei Krankheit bei Neueinstellung?

Wenn Sie in den ersten vier Wochen eines neuen Jobs krank werden, zahlt normalerweise Ihre Krankenkasse Krankengeld, nicht der Arbeitgeber, da eine gesetzliche Wartezeit von vier Wochen für die Lohnfortzahlung besteht; nach dieser Wartezeit übernimmt der Arbeitgeber wieder die Lohnfortzahlung für bis zu sechs Wochen, sofern die Arbeitsunfähigkeit fortbesteht. Überprüfen Sie auch Ihren Arbeits- oder Tarifvertrag, da dort bessere Regelungen möglich sind. 

Kann ich einfach aufhören zu arbeiten?

Ja, man kann aufhören zu arbeiten, aber es erfordert eine durchdachte Finanzplanung, da der vorzeitige Ausstieg meist mit finanziellen Einbußen (wie Rentenabschlägen) verbunden ist, es sei denn, man hat genug Vermögen angespart, plant über Modelle wie Altersteilzeit, Zeitwertkonten oder hat Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente. Der einfachste Weg ohne große Verluste ist die Rente mit 45 Versicherungsjahren (Rente mit 63/67 ohne Abschläge), aber auch betriebliche Regelungen oder staatliche Unterstützung wie Arbeitslosengeld (kurzfristig) sind möglich, um die Zeit bis zur regulären Rente zu überbrücken. 

Welche Tricks gibt es, um früher in Rente zu gehen, wenn man eine Schwerbehinderung hat?

Um früher in Rente zu gehen mit Schwerbehinderung, müssen Sie mindestens 50 GdB (Grad der Behinderung) und 35 Versicherungsjahre haben, um die abschlagsfreie Altersrente für Schwerbehinderte ab 65 (oder früher je nach Geburtsjahr) zu erhalten, wobei auch Kindererziehungszeiten oder Pflegezeiten für die Wartezeit zählen. „Tricks“ bestehen darin, fehlende Beitragsjahre durch Einmalzahlungen auszugleichen oder die Rente wegen Erwerbsminderung zu prüfen, falls die gesundheitliche Situation dies zulässt, um noch früher mit Abschlägen oder sogar abschlagsfrei in Rente zu gehen, auch wenn Sie die 35 Jahre nicht ganz erreichen. Die Rentenversicherung informiert über die genauen Optionen und erforderliche Einzahlungen für Abschläge.
 

Was ist der Teilrenten-Trick?

Der "Teilrenten-Trick", meist mit 99,99 % statt 100 % Teilrente, ist eine Strategie, um als pflegender Rentner in der gesetzlichen Rentenversicherung versicherungspflichtig zu bleiben und so Ansprüche auf Beiträge zu erwerben und Krankengeld bei Arbeitsunfähigkeit zu sichern, was bei einer vollen Rente entfällt. Durch den Verzicht auf nur 0,01 % der Vollrente bleibt man versichert und kann durch die Pflege eines Angehörigen weiter Beiträge sammeln, was die spätere Rente erhöht und finanzielle Vorteile gegenüber der reinen Vollrente bringen kann, besonders bei Pflegegrad 2 oder 3. 

Kann man mit 57 schon in Rente gehen?

Nein, eine reguläre Altersrente mit 57 ist in Deutschland nicht möglich, da die Regelaltersgrenze ansteigt (für 1964+ geboren = 67 Jahre) und auch die Altersrente für langjährig Versicherte (35 Jahre) das gesetzliche Alter vorsieht, aber Altersteilzeit ab 55 (mit Zustimmung des Arbeitgebers) oder die Rente wegen Erwerbsminderung sind mögliche Wege für einen früheren Ausstieg, oft mit finanziellen Kompromissen oder speziellen Voraussetzungen. 

Was tun, wenn man mit 57 arbeitslos wird?

Wenn Sie mit 57 arbeitslos werden, sollten Sie sich sofort bei der Agentur für Arbeit melden, um Anspruch auf Arbeitslosengeld I zu sichern (ggf. verlängerte Bezugsdauer bis 24 Monate bei 48 Mon. Beitragszeit) und Beratungsangebote wie Umschulungen (keine Altersgrenze!) oder Existenzgründung (Zuschuss möglich) zu prüfen. Nutzen Sie Weiterbildung, Jobmessen, das berufliche Netzwerk und beraten Sie sich bei der Rentenversicherung (DRV) und der Arbeitsagentur über Ihre Optionen für den Übergang in die Rente oder neue Beschäftigung, inklusive möglicher Eingliederungszuschüsse für Arbeitgeber. 

Wie überbrücke ich 2 Jahre bis zur Rente?

Um 2 Jahre bis zur Rente zu überbrücken, können Sie finanzielle Polster nutzen (z.B. Altersteilzeit oder Arbeitszeitkonten), staatliche Leistungen wie Arbeitslosengeld (ALG I) kombinieren, oder durch Teilzeit- oder Minijobs und passives Einkommen (z.B. durch Online-Aktivitäten) Geld verdienen, wobei Sie je nach Rentenart und Alter mit oder ohne Abschläge in Rente gehen können und die Rentenversicherung frühzeitig kontaktieren sollten, um die beste Strategie zu finden. 

Wer bescheinigt mir, dass ich chronisch krank bin?

Die schwerwiegende chronische Krankheit und die notwendige Dauerbehandlung müssen die Versicherten gegenüber der Krankenkasse durch eine ärztliche Bescheinigung nachweisen.

Welche Krankheiten werden als Behinderung anerkannt?

Krankheiten werden als Behinderung anerkannt, wenn sie die Teilhabe an der Gesellschaft länger als sechs Monate beeinträchtigen; dies gilt für körperliche, seelische, geistige und Sinnesbehinderungen. Dazu zählen viele chronische Leiden wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Krebs, Autoimmunerkrankungen (z.B. Multiple Sklerose, Rheuma), Atemwegserkrankungen, neurologische Leiden (z.B. Parkinson, Epilepsie, Schlaganfallfolgen) und psychische Störungen (z.B. Depression, PTBS), wobei der Grad der Behinderung (GdB) je nach Schweregrad variiert (ab GdB 50 gilt man als schwerbehindert). 

Wie werde ich als chronisch krank eingestuft?

Chronisch krank ist, wer ein Jahr und länger mindestens einmal im Quartal ärztlich behandelt wurde (zum Beispiel bei Diabetesbehandlung: mindestens einmal im Quartal die Untersuchung des Blutzuckers).

Bei welchen Krankheiten kann man Rente beantragen?

Bei diesen Krankheitsbildern besteht häufig Anspruch auf eine Rente wegen Erwerbsminderung

  • Epilepsie.
  • Lähmungen.
  • Chorea Huntington.
  • Multiple Sklerose (MS)
  • Parkinson.
  • Tremor.
  • Spinale Muskelatrophie.
  • Polyneuropathie.

Wie heißt die Krankheit, bei der man jünger aussieht?

Hutchinson-Gilford Syndrom

Die Progerie ist eine sehr seltene genetisch bedingte Erkrankung, bei der die betroffenen Kinder wie im Zeitraffertempo zu altern scheinen. Die Progerie ist eine Erkrankung, die auf einem Defekt eines Strukturproteins in der Matrix des Zellkerns beruht.

Wann ist man psychisch erwerbsunfähig?

Die psychische Erkrankung muss im Einzelfall die Fähigkeit zur Berufsausübung so stark einschränken, dass man seinen Beruf zu weniger als 50% ausüben kann. In den meisten privaten BU-Versicherungsverträgen reicht bereits eine Berufsunfähigkeit von 50% für den Bezug der BU-Rente aus.

Wie lange Alg mit 57?

Mit 57 Jahren erhalten Sie in der Regel für maximal 18 Monate Arbeitslosengeld (ALG I), wenn Sie in den letzten 5 Jahren vor der Arbeitslosigkeit mindestens 36 Monate versichert waren; haben Sie 48 Monate oder mehr gezahlt, können Sie ab 58 Jahren sogar 24 Monate erhalten, wobei mit 57 Jahren die 18 Monate der Regelfall sind, solange die Voraussetzung von 36 Monaten erfüllt ist. Die genaue Dauer hängt von Ihrem Alter und den gezahlten Versicherungsbeiträgen ab, wobei ältere Arbeitnehmer einen längeren Anspruch haben. 

Was tun, damit das Arbeitsamt einen in Ruhe lässt?

Um vom Arbeitsamt in Ruhe gelassen zu werden, müssen Sie zeigen, dass Sie aktiv und kooperativ sind, aber auch Ihre eigenen Pläne klar kommunizieren, etwa durch schnelle Jobzusage oder klare Abgrenzung Ihrer beruflichen Ziele, idealerweise durch eine gute Beziehung zu Ihrem Sachbearbeiter und Nutzung der BA-mobil App für direkten Kontakt; wenn Sie jedoch möchten, dass es Sie wirklich in Ruhe lässt, müssen Sie oft zeigen, dass Sie sich erfolgreich selbst vermitteln oder eine sehr spezifische Nische haben, während Sie die formalen Pflichten (wie Krankmeldung über die App) korrekt erfüllen. 

Was sollte ich mit 58 Jahren tun?

Sei gesellig.

Halten Sie Kontakt zu Ihrer Familie und Ihrem sozialen Umfeld. Zeit mit anderen Menschen zu verbringen, kann Depressionen und Stress vorbeugen. Beides kann zu Gedächtnisverlust beitragen. Sie könnten sich ehrenamtlich an einer Schule oder bei einer gemeinnützigen Organisation engagieren, sich mit Familie und Freunden treffen oder an Veranstaltungen teilnehmen.

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