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Wie hoch war der Wehrsold in der DDR?

Gefragt von: Käte Böhme  |  Letzte Aktualisierung: 14. Mai 2026
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Der Wehrsold in der DDR war gestaffelt: Grundwehrdienstleistende erhielten deutlich weniger, etwa 9,50 DM (Grenadier) bis 11,90 DM (Obergefreiter) pro Tag in den späten 80ern, während Unteroffiziere auf Zeit (UaZ) schon erheblich mehr bekamen, in den 1980ern bis zu 800-850 Mark brutto monatlich, abhängig von Dienstgrad und Stellung, was sie zur wichtigsten Truppe machte.

Wie hoch war der Wehrsold bei der NVA?

15,25 € Stabsgefreiter, Oberstabsgefreiter, Unteroffizier, Maat, Stabsunteroffizier, Obermaat, Fahnenjunker, Seekadett. 15,76 € Feldwebel, Bootsmann, Fähnrich, Oberfeldwebel, Oberbootsmann.

Was verdiente ein Oberst in der DDR?

In der DDR hatte er ein Spitzengehalt von 4.800 Mark verdient. Rund um die Uhr stand ihm damals ein Volvo samt Chauffeur zur Verfügung.

Wie hoch war der Durchschnittsverdienst in der DDR?

Das durchschnittliche monatliche Bruttoeinkommen in der DDR lag Ende der 1980er Jahre bei etwa 1.200 bis 1.300 DDR-Mark, wobei die Einkommen je nach Beruf stark variierten, beispielsweise verdienten Akademiker wie Ingenieure 1.500–2.000 Mark, während einfache Verkäuferinnen 600–800 Mark erhielten, was eine geringere Lohnspreizung als im Westen bedeutete. 

Wer war der reichste Mann der DDR?

Wohlhabend in der DDR

40 Millionäre soll es angeblich in der DDR gegeben haben. Zu ihnen zählten Künstler und Wissenschaftler, aber auch Handwerker. Als reichster Bürger galt Anwalt Wolfgang Vogel, DDR-Unterhändler bei Häftlingsfreikäufen.

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Was hat ein Pfarrer in der DDR verdient?

Die Pfarrer wurden von der Kirche bezahlt und erhielten ca. 400–600 Mark pro Monat.

Wer verdiente am meisten in der DDR?

Laut „Spiegel“-Aussage (13/1992) war der Rechtsanwalt und Unterhändler Wolfgang Vogel, der bei den sogenannten „Häftlingsfreikäufen“ aus der DDR in den Westen vermittelte, der reichste DDR-Bürger.

Wie hoch ist das Gehalt eines russischen Soldaten?

Das Einstiegsgehalt beträgt 160.000 Rubel im Monat (umgerechnet etwa 1.792 US-Dollar oder 1.408 Pfund), was in Russland als gutes Gehalt gilt. Es liegt laut offiziellen russischen Regierungsangaben etwa dreieinhalb Mal über dem nationalen Durchschnitt.

Welche Frau hat den höchsten Dienstgrad bei der Bundeswehr?

Sie ist Deutschlands ranghöchste Soldatin: Generaloberstabsarzt Nicole Schilling. Ein sehr persönliches Interview über ihre Karriere und lustige Begegnungen auf dem Bahnsteig. Strandet die ranghöchste Soldatin der Bundeswehr in Uniform auf einem Bahnhof, irgendwo im Nirgendwo.

Was ist der Unterschied zwischen Gefreiter und Obergefreiter?

Obergefreiter wird ein Soldat in der Rekrutenschule während der Ausbildung zum Unteroffizier, in diesem Fall wird er auch Anwärter genannt. Bei sehr guter Leistung kann ein Gefreiter oder Soldat während eines Wiederholungskurses zum Obergefreiten befördert werden.

Wie viel verdient man als Bundeswehr-Soldat netto?

Das Netto-Gehalt eines Soldaten bei der Bundeswehr variiert stark nach Dienstgrad, Laufbahn und Erfahrungsstufe, startet aber mit dem neuen Wehrdienstgesetz (2026) bei ca. 2.400 € netto (Einstieg) und steigt über die Besoldungsgruppen (z.B. A3, A4) bis zu mehreren Tausend Euro für höhere Offiziere und Berufssoldaten (ca. 3.400 € bis über 6.000 € netto). In der Grundausbildung liegt das Netto-Gehalt aktuell oft bei rund 2.200 €.
 

War die NVA eine starke Armee?

Die NVA war wegen ihres hohen Ausbildungsstandards und ihrer guten Disziplin eine der schlagkräftigsten Armeen des Warschauer Pakts.

Wird die NVA-Zeit auf die Rente angerechnet?

Ja, NVA-Zeiten zählen grundsätzlich zur Rente und werden als Pflichtbeitragszeiten angerechnet, allerdings werden sie niedriger bewertet als Bundeswehrzeiten, was zu geringeren Rentenpunkten führt; der Rechtsweg für eine Gleichstellung blieb erfolglos, aber die Zeiten fließen in die Rentenberechnung ein, besonders für die "45 Jahre". 

Was hat man früher beim Wehrdienst verdient?

Besoldung. Der monatliche Wehrsold für Freiwilligen Wehrdienst Leistende im niedrigsten Dienstgrad (Jäger, Flieger oder Schütze) beträgt 2.600 Euro und steigt mit jeder Beförderung. Hinzu kommen weitere unentgeltliche Leistungen, wie eine medizinische Versorgung beim Truppenarzt oder kostenfreies Bahnfahren in Uniform.

Wie hoch ist die Militärpension nach 20 Dienstjahren?

Im Allgemeinen haben pensionierte Soldaten, die 20 Jahre aktiven Dienst geleistet haben, Anspruch auf Ruhegehaltszahlungen. Diese Ruhegehaltszahlungen entsprechen 60 % des letzten Grundgehalts (50 % + 10 % (2,5 % x vier Jahre)). Der letzte Gehaltsplan beinhaltet außerdem eine jährliche Anpassung an die Lebenshaltungskosten (in der Regel).

Wie viel Pension bekommt ein Polizeihauptkommissar?

Berechnung der Versorgungsansprüche. Der Höchstsatz beträgt 71,75 Prozent der letzten Brutto-Dienstbezüge und errechnet sich aus den Dienstjahren (1,79375 Prozent pro Dienstjahr, max. 40 Jahre) und den zuletzt zugestandenen Dienstbezügen. Die Pension unterliegt der vollständigen Einkommensteuerpflicht nach §19 Abs.

Wie hoch ist das monatliche Gehalt eines Obersts?

Oberste befinden sich in Besoldungsstufe 13 mit einem monatlichen Gehalt zwischen 130.600 und 215.900 ₹ zuzüglich einer monatlichen Dienstzulage von 15.500 ₹. Dies ist die erste Auswahlstufe. Die Beförderung kann entweder durch Auswahl oder nach Dienstzeit erfolgen.

Wie viel Rente bekam man in der DDR?

Die Rentenhöhe in der DDR variierte stark, aber die Durchschnittsrente lag 1989 bei rund 427 Mark (plus Zusatzrente 520 Mark), wobei ein Hauptgrund für die niedrigen Renten die niedrige Beitragsbemessungsgrenze war, die die Rentenhöhe deckelte und eine hohe Erwerbstätigkeit von Frauen auch im Alter nötig machte. Das Rentenniveau sollte zwar etwa 70 % des Nettogehalts erreichen, aber aufgrund der Systemgrenzen lag die Realität oft anders, mit vielen Rentnern, die nur die Mindestrente erhielten. 

Wo ist das Gold der DDR geblieben?

Die Goldreserve lagerte im Keller der „KoKo“-Zentrale* an der Wallstraße in Berlin-Mitte.

Wer war die schönste Frau der DDR?

"Sie ist nicht Politikerin, sondern Studentin: die 19-jährige Leticia Koffke aus Brandenburg. Koffke war nicht nur "Miss DDR" und "Vize-Miss Brandenburg", sondern wurde im Dezember 1990 auch zur schönsten Frau des wiedervereinigten Deutschlands gewählt.

Was hat ein Arzt in der DDR verdient?

Das Gehalt für Ärzte in der DDR lag in den späten 80ern oft zwischen 1.600 und 2.200 DDR-Mark (M), wobei Klinik- und Fachärzte mehr verdienten, während Berufseinsteiger um die 830 M erhielten. Ärzte genossen in der DDR keine großen Privilegien, und das Einkommen war vergleichsweise niedrig, was zusammen mit anderen Faktoren viele zur Flucht in den Westen bewegte, wo Gehälter deutlich höher waren. 

Was hat ein Polizist in der DDR verdient?

Das Gehalt eines Volkspolizisten lag über dem Durchschnittseinkommen, das Mitte der 1980er Jahre ca. 800-1000 Mark betrug.

Was wurde zu DDR-Zeiten vom Lohn abgezogen?

Lohnabzüge in der DDR bestanden hauptsächlich aus einer Lohnsteuer und einem Sozialversicherungsbeitrag von 10 %, wobei die Steuerlast für Geringverdiener oft höher war als in der Bundesrepublik, während höhere Einkommen tendenziell niedriger besteuert wurden; es gab auch Abzüge für die Freiwillige Zusatzrentenversicherung (FZRV) und die Lohnabrechnungen waren simpler, da die Sozialversicherung nicht so gegliedert war und die Besteuerung von Einkommenssteigerungen anders funktionierte.