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Wie hoch ist die Müttersterblichkeit in Deutschland?

Gefragt von: Rosi Heck  |  Letzte Aktualisierung: 10. Februar 2026
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Die Müttersterblichkeit in Deutschland ist international niedrig (ca. 3-4 Todesfälle pro 100.000 Lebendgeburten), aber die Erfassung ist lückenhaft und uneinheitlich, was zu einer Unterschätzung der tatsächlichen Zahlen führt; Studien zeigen, dass viele Fälle von Schwangerschafts- oder Geburtskomplikationen nicht korrekt erfasst werden, obwohl sie vermeidbar wären und ein bundesweites Register gefordert wird.

Welches Land hat die höchste Müttersterblichkeit?

Die weltweit höchste Müttersterblichkeit ist in Afrika zu verzeichnen. Allein auf die Region Subsahara-Afrika entfielen im Jahr 2020 etwa 70 Prozent der gesamten weltweiten Müttersterblichkeit. Am höchsten ist sie im Südsudan mit 1.223 Todesfällen auf 100.000 Geburten (Stand: 2020).

Wie hoch ist die Neugeborenensterblichkeitsrate in Deutschland?

Laut der von der Weltbank aus offiziell anerkannten Quellen zusammengestellten Sammlung von Entwicklungsindikatoren lag die Neugeborenensterblichkeitsrate (pro 1.000 Lebendgeburten) in Deutschland im Jahr 2023 bei 2,3 % .

Was ist die Todesursache Nummer 1 in Deutschland?

Die häufigste Todesursache in Deutschland sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z. B. Herzinfarkt, Schlaganfall), gefolgt von Krebs (Neubildungen) und bei jüngeren Altersgruppen auch Unfällen und Suiziden. 2023 waren Herz-Kreislauf-Erkrankungen für etwa ein Drittel aller Sterbefälle verantwortlich.
 

In welchem Alter ist die Sterblichkeit am höchsten?

Die meisten Verstorbenen waren zwischen 80 und 89 Jahre alt. 40 Prozent aller Sterbefälle waren in dieser Altersgruppe.

Müttersterblichkeit: Kind gesund, Mutter tot

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Was ist die häufigste Todesursache für Frauen?

Die häufigste Todesursache bei Frauen sind seit vielen Jahren Herz-Kreislauf-Erkrankungen, gefolgt von verschiedenen Krebsarten; insbesondere Schlaganfälle, die koronare Herzkrankheit, Demenz und Lungenkrebs sind hier relevant, wobei Lungenkrebs kürzlich Brustkrebs als häufigste krebsbedingte Todesursache bei Frauen überholte.
 

In welchem ​​Alter ist die Wahrscheinlichkeit, zu sterben, am geringsten?

Ab dem ersten Lebensjahr sinkt die Sterbewahrscheinlichkeit allmählich und erreicht im Alter von zehn Jahren ihr Minimum; das jährliche Risiko zwischen vier und vierzehn Jahren beträgt nur ein Kind pro 10.000. In der Adoleszenz steigt das Risiko rapide an und erreicht bei Mädchen im Alter von 20 Jahren bis zu zwei und bei Jungen im Alter von 20 Jahren bis zu fünf Todesfälle pro 10.000.

Was ist die häufigste Todesursache nach Alter?

Die häufigste Todesursache verschiebt sich mit dem Alter: Bei Jüngeren sind es oft Unfälle/äußere Ursachen (besonders bei Männern), im mittleren Alter dominieren Krebserkrankungen, während im höheren Alter Herz-Kreislauf-Erkrankungen die Hauptursache sind, gefolgt von Krebs und Demenz. In Deutschland sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen insgesamt die häufigste Todesursache, gefolgt von Krebs. 

Warum sterben so viele junge Menschen plötzlich und unerwartet?

Junge Menschen sterben plötzlich oft unerwartet durch genetisch bedingte Herzerkrankungen (wie HCM) oder Herzrhythmusstörungen, aber auch durch Drogen-/Medikamentenmissbrauch, Suizid, Lungenembolien oder Spätfolgen von Infektionen (z.B. Herzmuskelentzündung nach Vireninfekten). Viele dieser Fälle sind auf unerkannte Vorerkrankungen oder risikoreiches Verhalten zurückzuführen, wobei die Dunkelziffer hoch ist.
 

Welche Krankheit hat die höchste Sterberate?

Die meisten Menschen sterben an Herz-Kreislauf-Erkrankungen (wie Herzinfarkt, Schlaganfall) und Krebs, wobei Herz-Kreislauf-Erkrankungen weltweit und auch in Deutschland die häufigste Todesursache darstellen, gefolgt von Krebs (Neubildungen) und Atemwegserkrankungen. Diese Muster gelten sowohl für Deutschland als auch global, obwohl in ärmeren Regionen übertragbare Krankheiten eine größere Rolle spielen.
 

Wie hoch ist die Neugeborenensterblichkeit in Deutschland?

Säuglingssterblichkeit bezeichnet die Anzahl der Kinder, die vor Erreichen des ersten Lebensjahres sterben, gemessen in Todesfällen pro 1.000 Lebendgeburten und ist ein wichtiger Indikator für Lebensstandard und Gesundheitsversorgung, wobei die Raten in Industrieländern (wie Deutschland mit ca. 3 pro 1.000) sehr niedrig sind, sich jedoch in sozial schwachen Gruppen oder bei Mangelernährung zeigen und weltweit die Ursachen oft Frühgeburten, Infektionen und Geburtskomplikationen sind, wobei die Raten in Europa stark gesunken sind, aber Unterschiede zwischen Regionen bestehen. 

In welchem Monat sind in Deutschland die meisten Menschen geboren?

Fest steht: Der Juli ist seit einigen Jahren der Monat mit den meisten Geburten in Deutschland. 2019 kamen in diesem Hochsommermonat 72 660 Babys auf die Welt, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt.

Welcher Monat hat weltweit die meisten Geburten?

Weltweit und auch in Deutschland sind der Juli und September die Monate mit den meisten Geburten, wobei der September oft als der geburtenstärkste Monat gilt, da hier die meisten einzelnen Geburtstage fallen, wie das Statistische Bundesamt und andere Studien zeigen, was auf eine bewusste Familienplanung und den "Weihnachtseffekt" zurückgeführt wird. 

Wie viel Prozent der Geburten sind Totgeburten?

Deutschland liegt mit einer Rate von 0,24 Prozent Totgeburten in einem sehr guten Bereich. Diese Zahlen stammen aus dem Lancet. Die weltweit renommierte medizinische Fachzeitschrift veröffentlichte jetzt in London eine Serie mit fünf Publikationen zum Thema Totgeburten.

Welches Land hat die geringste Kindersterblichkeit?

Die Säuglingssterblichkeit in San Marino hat im Jahr 2024 geschätzt rund 1,1 Todesfälle je 1.000 Lebendgeburten betragen und ist damit die niedrigste weltweit. Gemessen an den Lebendgeburten hat der Anteil der Kinder, die 2024 vor der Erreichung des 1.

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, mit 42 Jahren schwanger zu werden?

Mit 42 Jahren sinkt die Chance auf eine natürliche Schwangerschaft deutlich, liegt aber noch bei etwa 14-18 % pro Zyklus, während die Fehlgeburtsrate auf ca. 50 % steigen kann, aber auch Risiken für Komplikationen wie Schwangerschaftsdiabetes und Bluthochdruck zunehmen, wobei sich die Schwangerschaftsraten bei Kinderwunschbehandlungen (IVF) ebenfalls verringern, aber die Wahrscheinlichkeit einer Lebendgeburt noch vorhanden ist.
 

Ist der plötzliche Herztod schmerzhaft?

Ja, ein Herzstillstand oder der auslösende Herzinfarkt kann starke Schmerzen verursachen, oft ein drückendes oder brennendes Gefühl in der Brust, aber manche Menschen spüren auch nur Atemnot, Schwindel oder Übelkeit; oft kommt es aber auch ganz plötzlich ohne Vorwarnung zu Bewusstlosigkeit. Die Schmerzen können länger andauern und in Arme, Rücken oder Kiefer ausstrahlen. Bei Verdacht sofort den Notruf 112 wählen!. 

Wie alt war der jüngste Herzinfarkt?

Herzinfarkt in jungen Jahren. Mit 26 Jahren erlitt Andrea Speck vier Herzinfarkte. Heute lebt sie mit der Hälfte ihrer Herzleistung, einem implantierten Defibrillator und viel Lebensfreude.

Wo sind die häufigsten Sterbeorte in Deutschland?

Das Krankenhaus stellt mit mehr als der Hälfte aller Sterbefälle den häufigsten Sterbeort dar. Im Jahr 2017 verstarben lediglich 21,3 % im häuslichen Umfeld, 51,8 % im Krankenhaus, 6,2 % auf einer Palliativstation, 4,8 % im Hospiz, 20,4 % im Pflegeheim und 1,5 % an sonstigen Orten.

In welchem Alter stirbt man durchschnittlich in Deutschland?

Entwicklung der Lebenserwartung in Deutschland

Damals betrug die durchschnittliche Lebenserwartung bei Geburt für Männer 35,6 Jahre und für Frauen 38,5 Jahre. Nach den Ergebnissen der aktuellen Sterbetafel 2022/2024 liegen diese Werte bei 78,5 Jahren (Männer) beziehungsweise 83,2 Jahren (Frauen).

Wie kündigt sich der Tod im Alter an?

Anzeichen des Sterbens bei älteren Menschen sind oft Rückzug, Schläfrigkeit, Appetitlosigkeit und veränderte Atmung (flacher, unregelmäßiger oder rasselnd), oft begleitet von kühl werdenden Extremitäten (Hände/Füße), blasser Haut mit dunklen Flecken („Todesdreieck“), schwacher Muskulatur und Abnahme der Reaktionen auf die Umgebung, bis die Lebensfunktionen schließlich erlöschen. Wichtig ist, Sterbende nicht zum Essen oder Trinken zu zwingen, da dies oft nicht mehr benötigt wird und Mundpflege wichtiger ist.
 

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, jeden Tag zu sterben?

Hierbei wurden alle Todesarten berücksichtigt; rückblickend lässt sich damit die durchschnittliche allgemeine Sterberate für das Jahr mit etwa 9 je 1 Tausend, für einen Tag mit etwa 25 je 1 Million angeben.

In welchem Alter sterben Frauen am häufigsten?

Die meisten Frauen in Deutschland sterben nicht in einem bestimmten Alter, sondern die Mehrheit der Sterbefälle bei Frauen konzentriert sich im hohen Alter, insbesondere in der Altersgruppe 80 bis 89 Jahre und noch stärker bei den 90- bis 99-Jährigen. Während die durchschnittliche Lebenserwartung bei Geburt für Frauen bei rund 83 Jahren liegt, bedeutet dies nicht, dass sie dann sterben, sondern die Sterblichkeit steigt mit dem Alter, wobei die höchsten absoluten Sterbefälle bei den ältesten Altersgruppen auftreten.
 

Warum haben Krebserkrankungen so zugenommen?

Weltgesundheitsorganisation WHO erwartet rasanten Anstieg der Krebsfälle. Die Zahl der Krebserkrankungen weltweit wird nach einer Prognose bis 2050 rasant steigen - laut WHO um bis zu 77 Prozent. Die Hauptursachen: Rauchen, Alkohol, Fettleibigkeit und Luftverschmutzung.

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