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Wie hoch ist der Liegenschaftszins in München?

Gefragt von: Frau Prof. Marga Behrens  |  Letzte Aktualisierung: 11. April 2026
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Der Liegenschaftszins in München variiert je nach Immobilientyp, liegt aber für Mietwohnhäuser (Mehrfamilienhäuser) aktuell (Stand 2024/2025) oft um 2,7 % bis 2,8 % und ist damit zuletzt gestiegen, während er für Einfamilienhäuser typischerweise im Bereich von 1,5 % bis 4,0 % (abhängig von Lage/Bodenrichtwert) angesetzt wird, wobei auch niedrigere Werte (z. B. 2,0 % oder 2,1 %) für EFH vorkommen können, je nach Berechnungsbasis (Finanzamt vs. Marktrealität).

Wie hoch sind die Liegenschaftszinssätze in München?

in der Negativzinsphase von 2020 bis 2022 wurden bei Mehrfamilienhäusern in München teilweise bis zu minus -0,75 % Liegenschaftszins angesetzt, um die hohen Kaufpreise rechnerisch auch nachbilden zu können. Wenn Investoren eine höhere Rendite verlangen, dann ist der Zins höher angesetzt und die Kaufpreise fallen.

Wie hoch ist der aktuelle Liegenschaftszins?

Der Liegenschaftszinssatz für Einfamilienhäuser beträgt grundsätzlich 2,5 %. Da im vorliegenden Fall der Bodenrichtwert von 930 €/ m² die Grenze von 500 €/ m³ um vier volle 100 € übersteigt, reduziert sich der Liegenschaftszinssatz um 4 x 0,1 Prozentpunkte, also 0,4 Prozentpunkte, und beträgt somit 2,1 %.

Wie bekomme ich den Liegenschaftszinssatz heraus?

Um selbst eine erste Orientierung für den Liegenschaftszins zu erhalten, ohne damit gleich einen Gutachter beauftragen zu müssen, lässt sich aber folgende Faustformel anwenden: Liegenschaftszinssatz = Jahresreinertrag einer Immobilie x 100/Kaufpreis der Immobilie.

Was ist ein guter Liegenschaftszins?

Bodenwert und Bodenrichtwert beim Liegenschaftszins

Grundsätzlich gelten für bebaute Wohngrundstücke Werte zwischen 2,5 Prozent (Ein- und Zweifamilienhäuser) bis 4,5 Prozent (Mietshäuser ab 7 Wohnungen).

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Wie hoch ist der durchschnittliche Liegenschaftszinssatz für Hotels?

Die Liegenschaftszinssätze bewegen sich bei Hotelimmobilien im Allgemeinen zwischen 4-9 %. Die Liegenschaftszinssätze für Wohn- und Gewerbeimmobilien sind im Gegensatz zu den Zinssätzen für Hotelimmobilien vergleichsweise niedrig.

Ist ein hoher oder niedriger Bodenrichtwert gut?

Ein gutes Grundstück weist dementsprechend einen hohen Bodenrichtwert auf, ein fragwürdiges Grundstück dagegen nur einen niedrigen.

Was bedeutet es, wenn der Liegenschaftszins hoch oder niedrig ist?

Bedeutung des Zinses für Investitionen und Immobilienwert

Immobilien in großen Städten mit hoher Nachfrage oder in wirtschaftlich stabilen Regionen haben oft einen niedrigen Liegenschaftszins. Liegt der Liegenschaftszins hingegen bei 5 Prozent oder mehr, deutet das auf ein höheres Risiko hin.

Ist Bodenrichtwert gleich Kaufpreis?

Das Wichtigste zum Bodenrichtwert in Kürze:

Die Bodenrichtwerte werden pro Quadratmeter Grundstücksfläche angegeben. Wie viel Grundstücke in Ihrer Gegend wert sind, erfahren Sie aus der Bodenrichtwertkarte. Der Bodenrichtwert hilft bei der Wertermittlung, entspricht aber nicht zwingend dem Verkaufspreis.

Wie berechne ich den Verkehrswert meines Hauses?

Um den Verkehrswert eines Hauses zu berechnen, nutzt man hauptsächlich drei Verfahren: das Vergleichswertverfahren (vergleichbare Objekte), das Sachwertverfahren (Bodenwert + Gebäudesachwert) oder das Ertragswertverfahren (für vermietete Objekte basierend auf Mieteinnahmen), wobei Sie Lage, Zustand und Ausstattung individuell berücksichtigen müssen, indem Sie Zu-/Abschläge anwenden oder eine professionelle Wertermittlung durchführen lassen. 

Wie hoch ist momentan der Zinssatz beim Hauskauf?

Aktuell (Anfang Januar 2026) liegen die Bauzinsen für einen 10-jährigen Hauskredit grob zwischen 3,5 % und 4,5 % (Sollzins), abhängig von Anbieter, Beleihung und Laufzeit; Top-Angebote können sogar unter 3,5 % liegen, während längere Zinsbindungen (z.B. 20-30 Jahre) oft bei ca. 4 % oder höher starten. Die Zinsen sind seit Ende 2023 etwas gefallen und bewegen sich seitwärts, mit leichten Schwankungen, aber tendenziell auf einem moderaten Niveau. 

Wer bestimmt den Liegenschaftszinssatz?

Wer den Liegenschaftszinssatz für eine Immobilie in Erfahrung bringen möchte, kann sich an die jeweilige Stadt oder Gemeinde bzw. den jeweiligen Gutachterausschuss wenden. Denn dieser ist dafür zuständig, die Liegenschaftszinssätze zu ermitteln und regelmäßig zu veröffentlichen.

Wie hoch ist der Liegenschaftszins bei einem Erbbaurecht?

An einem Grundstück ist ein Erbbaurecht bestellt worden. Der Liegenschaftszinssatz i.S.d. § 193 Abs. 4 BewG beträgt 3 %, der jährlich erzielbare Erbbauzins 750 €. Sowohl die Restlaufzeit des Erbbaurechts als auch die des Gebäudes beträgt 50 Jahre.

Ist aktuell ein guter Zeitpunkt, Immobilien zu kaufen?

Ja, für viele Experten ist jetzt (Ende 2025) ein guter Zeitpunkt für den Immobilienkauf, da sich die Zinsen stabilisiert haben, die Preise nach einem Rückgang wieder moderat steigen und eine hohe Nachfrage herrscht, aber der Markt noch Käuferfreundlichkeit bietet – besonders in gefragten Lagen und bei energetisch guten Objekten, da die Preise langfristig eher steigen als fallen dürften. Es ist jedoch wichtig, die persönliche Finanzsituation zu prüfen, da die Preise weiterhin hoch sind. 

Werden die Immobilienpreise in München wieder sinken?

München hat die Erwartungen in 2025 also klar übertroffen. Die Wohnungspreise in München sind seit Anfang 2023 zwar um rund 10 % gesunken – von Ø 9.000 € auf aktuell rund 8.100 € pro Quadratmeter. Doch die Aufwärtsbewegung läuft nun schon das fünfte Quartal in Folge.

Was ist der teuerste Bezirk in München?

Das Lehel gehört zu Münchens beliebtesten und teuersten Wohngegenden. Das war nicht immer so: Früher war es Auffangbecken für Tagelöhner und ihre Familien, die sich nicht innerhalb der Stadtmauern ansiedeln durften.

Was ist höher, der Bodenrichtwert oder der Verkehrswert?

Der Verkehrswert dagegen wird unter der Berücksichtigung der aktuellen Nachfrage- und Marktsituation ermittelt. In den meisten Fällen fällt der Verkehrswert dementsprechend viel höher als der Bodenrichtwert aus.

Welche Rolle spielt der Bodenrichtwert beim Hausverkauf?

Für Käufer und Käuferinnen bietet der Bodenrichtwert eine erste Einschätzung des Grundstückswerts. Verkaufende können ihn nutzen, um einen realistischen Verkaufspreis festzulegen.

Woher bekomme ich den Liegenschaftszinssatz?

Wo finde ich den Liegenschaftszinssatz?

  • Gutachterausschüsse. Die primäre Quelle für den Liegenschaftszinssatz sind die örtlichen Gutachterausschüsse. ...
  • Immobiliengutachter. ...
  • Fachliteratur und Marktberichte. ...
  • Online-Plattformen und Datenbanken.

Wie hoch ist der Liegenschaftszinssatz in München?

Gleichzeitig ist der Liegenschaftszins zuletzt deutlich angestiegen – vom niedrigsten Durchschnittswert 2022 (1,4 %) auf 2,3 % im Jahr 2023. Mehrfamilienhäuser in München haben dadurch bessere Renditeperspektiven; vorausgesetzt, man verfügt über ausreichend Kapital für Erwerb, Instandhaltung, Verwaltung und ggfs.

Werden die Immobilienpreise 2026 wieder steigen?

Michael Voigtländer, Immobilienexperte am Institut der deutschen Wirtschaft (IW) erwartet, dass die Preise für Wohnungen und Häuser deswegen 2026 weiter anziehen. "Ich rechne mit einem moderaten Anstieg von drei bis vier Prozent." Auch die Wirtschaftskrise ändere daran nichts.

Was bedeutet Bodenrichtwert 300?

Ein Bodenrichtwert von 300 bedeutet, dass der durchschnittliche Quadratmeterpreis für unbebauten Grund in der entsprechenden Lage 300 Euro pro m² beträgt. Um den Gesamtbodenwert eines Grundstücks zu berechnen, multiplizieren Sie diesen Richtwert mit der Fläche des Grundstücks.

Sind Bodenrichtwerte realistisch?

Welche Rolle spielt der Bodenrichtwert beim Kauf oder Verkauf eines Grundstücks? Damit bildet der Bodenrichtwert eine realistische Grundlage für die Wertfeststellung bei unbebauten Flächen. Je höher er ist, desto höher ist auch der Bodenwert bei gleicher Grundstücksfläche.

Was mindert den Wert eines Grundstücks?

Der Wert eines Grundstücks wird durch Altlasten (Boden/Wasser), rechtliche Einschränkungen (Denkmalschutz, Wegerechte), schlechte Infrastruktur, ungünstige Lage (Lärm, Mülldeponie), mangelnde Bebaubarkeit oder schlechte Bodenbeschaffenheit gemindert, aber auch durch abbruchreife Gebäude oder eine schwierige Erschließung. Negative Faktoren sind die Makrolage (große Umgebung) und die Mikrolage (direkte Umgebung), während Altlasten und schlechter Boden (Bodenbeschaffenheit) den Wert stark drücken können, oft hilft hier ein Bodengutachten. 

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