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Wer profitiert von hohen Ölpreis?

Gefragt von: Helene Kurz MBA.  |  Letzte Aktualisierung: 24. Januar 2026
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Von hohen Ölpreisen profitieren hauptsächlich Ölproduzenten und -konzerne (wie ExxonMobil, Shell, Chevron, BP, Total), Öl-Dienstleister, Raffinerien und Investoren, die in diese Unternehmen oder Öl-ETFs investieren, da ihre Gewinne und Aktienkurse steigen; auch Ölförderländer (wie Russland) können ihre geopolitische Macht und Einnahmen erhöhen.

Wer profitiert von steigendem Ölpreis?

Mögliche Profiteure: Daraus ergeben sich Chancen in drei Bereichen: Ölproduzenten, Öl-Dienstleister und Raffinerien – je nachdem, ob der Markt vor allem den Risikoaufschlag (knapperes Angebot) oder eine spätere Normalisierung einpreist.

Wer profitiert vom Anstieg der Ölpreise?

Steigende Ölpreise können bestimmten Sektoren wie der Energieexploration und -produktion zugutekommen und schaffen Möglichkeiten für Unternehmen, ihre Geschäftstätigkeit auszuweiten und die Wirtschaft anzukurbeln.

Profitieren Ölkonzerne von höheren Ölpreisen?

Obwohl höhere Ölpreise in der Regel einen positiven Einfluss auf die meisten Unternehmen der Ölindustrie haben , ist dieser Einfluss für die unabhängigen Ölraffinerien, die Rohöl als Rohstoff verwenden, weniger günstig und wirkt sich auch negativ auf andere ölabhängige Branchen wie Fluggesellschaften, Speditionen usw. aus.

Wer profitiert von einem niedrigen Ölpreis?

Vom niedrigen Ölpreis profitieren Unternehmen aus den Bereichen Touristik, Logistik, Flugverkehr sowie Raffineriebetreiber und weiterverarbeitende Betriebe die z.b. Schmierstoffe oder Lacke herstellen. Fluggesellschaften zählen hier zu den Hauptprofiteuren, da die Kerosin-Kosten mit einem niedrigen Ölpreis sinken.

Auch BP profitiert vom hohen Ölpreis: Gewinn im 2. Quartal verdreifacht

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Wie profitabel ist ein Ölkonzern?

Die Gewinnmargen in der Öl- und Gasförderung sind volatil und schwanken stark mit den Energiepreisen. Die durchschnittliche Nettogewinnmarge für die Öl- und Gasförderung lag 2021 bei 4,7 % und im vierten Quartal 2021 bei 31,3 % .

Welche Aktien steigen, wenn der Ölpreis fällt?

Wenig überraschend stiegen die Aktienkurse von Branchen wie Fluggesellschaften und Transportunternehmen , für die Öl ein direkter Kostenfaktor ist. Sektoren, die indirekt von niedrigen Ölpreisen profitieren, wie Konsumgüter des täglichen Bedarfs und zyklische Konsumgüter, entwickelten sich jedoch noch besser.

Welche Öl-Aktie kauft Warren Buffett?

Demnach kaufte Buffett vergangenen Mittwoch bis Freitag insgesamt knapp 2,6 Millionen Aktien von Occidental Petroleum. Von Montag bis Mittwoch diese Woche weitere knapp 1,8 Millionen. Das geht aus Daten der Börsenaufsicht SEC hervor, die in der Nacht auf Donnerstag veröffentlicht wurden.

Warum steigt der Ölpreis so stark?

Die aktuellen Ölpreise entstehen durch Angebot und Nachfrage. Der Heizölpreis und Preise für Benzin und Diesel spiegeln die Tendenz der Ölpreisentwicklung wider. Außer den Fördermengen und den Finanzmarktfaktoren haben politische Krisen, Kriege und Naturkatastrophen erheblichen Einfluss auf die Ölpreise.

Warum steigt aktuell der Heizölpreis?

Zu den wichtigsten Einflussfaktoren gehören neben dem Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage weltweit der Rohölhandel an den Finanzmärkten und die Auslastung der Förder- und Verarbeitungskapazitäten. Reduzieren beispielsweise die OPEC-Länder die Fördermenge des Rohöls, steigt der Ölpreis.

Wie wird sich der Ölpreis in Zukunft entwickeln?

Die Prognose für den Durchschnittspreis von Brent-Rohöl im Jahr 2025 liegt bei rund 67,65 US-Dollar pro Barrel und damit kaum verändert gegenüber der Juli-Schätzung. Auch der Preis für US-Leichtöl (WTI) wird mit etwa 64,65 US-Dollar je Barrel nahezu unverändert erwartet.

Was ist die beste Öl Aktie?

Die "beste" Ölaktie hängt von Ihren Zielen ab, aber große Namen wie ExxonMobil, Chevron, Shell, TotalEnergies und Equinor gelten oft als Top-Wahl, da sie stabil sind und oft Dividenden zahlen. Equinor wird für Bewertung, Dividende und Profitabilität gelobt, Chevron für Stabilität, ExxonMobil für Profitabilität, während Shell mit Aktienrückkäufen und Dividenden überzeugt. Saudi Aramco ist der größte Ölkonzern, aber weniger für europäische Privatanleger zugänglich. 

Was passiert mit Aktien, wenn der Ölpreis steigt?

Das bedeutet: Steigt der Ölpreis, steigen tendenziell auch Aktienkurse – und umgekehrt. Wird nur die reine Nachfragekomponente bei den Ölpreisbewegungen betrachtet, vergrößert sich die Korrelation auf 0,48.

Wer profitiert von steigender Inflation?

An der Inflation verdienen vor allem Schuldner (Staaten, Unternehmen), da ihre Schulden an Wert verlieren, sowie Unternehmen in Branchen mit hoher Preissetzungsmacht (Energie, Rohstoffe), die Kostensteigerungen weitergeben können, und manchmal auch der Staat durch höhere Steuereinnahmen, während Arbeitnehmer mit festen Einkommen und Sparer die Verlierer sind, da ihre Kaufkraft sinkt.
 

Wird der Ölpreis 2025 sinken?

Ja, der Ölpreis ist 2025 tendenziell gefallen, getrieben durch ein Angebotsüberangebot (starke US-Schieferölproduktion) und eine schwächere Nachfrage, was zu deutlich niedrigeren Preisen führte und Prognosen nach unten korrigierte. Viele Analysten erwarteten einen anhaltenden Abwärtstrend und Preise unter 70 $ pro Barrel.
 

Warum sinkt die Öl Aktie?

Insgesamt steht der Ölmarkt derzeit zwischen sinkenden geopolitischen Risiken und steigendem Druck durch Überangebot und schwache Nachfrage.

Wer ist der größte Ölhersteller der Welt?

Platz 1: Saudi Aramco, Saudi-Arabien

Der größte Öl- und Gaskonzern der Welt kommt aus Saudi-Arabien. Der Erdölkonzern erwirtschaftete 2024 436 Milliarden US-Dollar, machte einen Gewinn von 106,25 Milliarden. Seinen Rekordgewinn erzielte der Konzern 2022 mit 161,07 Milliarden US-Dollar.

Wer ist der größte Öllieferant für Deutschland?

Bis ins Jahr 2022 war Russland der mit Abstand wichtigste Lieferant von Rohöl für Deutschland.

Wie heißt die weltweit größte staatliche Ölgesellschaft?

Den weitaus größten Anteil an der weltweiten Ölförderung haben die staatlich kontrollierten Unternehmen der erdölexportierenden Länder. So ist mit einer Fördermenge von 10,3 Millionen boe am Tag die staatliche Ölgesellschaft Saudi-Arabiens, Saudi Aramco, das größte Erdölunternehmen der Welt.

Wer braucht am meisten Erdöl?

2016 wurden weltweit 4.418 Millionen Tonnen Erdöl verbraucht. Den größten Anteil am Verbrauch hatten die USA mit 19,5 %, die Volksrepublik China mit 13,1 % und Indien mit 4,8 %.