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Ist ein duales Studium wirklich so schwer?

Gefragt von: Frau Helma Link  |  Letzte Aktualisierung: 24. Januar 2026
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Ja, ein duales Studium ist anspruchsvoll und arbeitsintensiv, weil es die Doppelbelastung von Theorie an der Hochschule und Praxis im Betrieb kombiniert, wenig Freizeit lässt und hohe Selbstdisziplin erfordert, da es wenig Spielraum für Aufschub gibt. Es ist nicht schwieriger als ein reguläres Studium, aber der Druck ist höher durch den ständigen Wechsel und die parallele Bewältigung von Prüfungen und Arbeitsaufgaben, oft ohne Semesterferien, was es zu einem fordernden Weg macht, aber auch sehr qualifizierend für den Berufseinstieg.

Warum ist ein duales Studium so schwer?

Ein duales Studium ist nicht unbedingt für zartbesaitete Zeitgenossen geeignet. Durch den ständigen Wechsel von Praxisphasen, in denen eventuell sogar noch die Berufsschule besucht werden muss, und Vorlesungszeiten, die meist mit Klausuren abschließen, ist ein duales Studium ganz schön arbeitsintensiv.

Welches duale Studium ist am schwierigsten?

Die schwersten dualen Studiengänge sind oft Naturwissenschaften (Physik, Chemie), Ingenieurwissenschaften (Maschinenbau, Elektrotechnik), Medizin, Pharmazie und Jura, da sie ein enormes Lernpensum, komplexe Inhalte und hohe Abbrecherquoten aufweisen; besonders anspruchsvoll sind hierbei Fächer wie Mathematik, Technische Mechanik oder Biochemie, die ein starkes Abstraktionsvermögen erfordern, aber auch duale Studiengänge in der IT (Fachinformatiker) oder in der Pflege (Pflegefachmann/-frau) können durch ständige Neuerungen und hohe Anforderungen an Belastbarkeit sehr fordernd sein.
 

Wie viel Prozent brechen ein duales Studium ab?

Die Abbrecherquote im dualen Studium ist mit unter 10 Prozent tendenziell niedrig. Zum Vergleich: In rein theoriebezogenen Studiengängen brechen durchschnittlich rund 20 Prozent vorzeitig ab. Häufige Gründe hierfür sind eine falsche Fachwahl oder eine eintretende Überforderung im Studium.

Ist ein duales Studium stressiger als ein normales?

So merkst du schon früh – und nicht erst nach dem Abschluss –, ob der Job, auf den du hinarbeitest, dir auch wirklich liegt. Nachteile: Ein duales Studium ist kein Zuckerschlecken, sondern äußerst arbeitsintensiv und deutlich stressiger als ein klassisches Studium – das solltest du dir vorher bewusst machen.

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Welches ist das leichteste Studium?

Die als am einfachsten wahrgenommenen Studiengänge sind oft Geistes-, Sozial- und Kommunikationswissenschaften wie Soziale Arbeit, Germanistik, Medien- und Kommunikationswissenschaften sowie BWL (oft durch Auswendiglernen und weniger Mathe), da sie weniger mathematisch-naturwissenschaftliche Hürden haben, stärker auf Text, Analyse und Präsentation setzen und oft von geringerem Zeit- und Kraftaufwand sprechen lassen. Lehramt (je nach Fach), Politikwissenschaften, Design und Kunst gelten ebenfalls als relativ zugänglich. 

Welches Studium hat die höchste Abbruchquote?

An Universitäten brachen Männer mit 53 Prozent ihr Studium in den Geisteswissenschaften noch häufiger ab. Die geringste Abbruchquote bestand in den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.

Welcher Notendurchschnitt für duales Studium?

Für ein duales Studium gibt es selten einen strikten Numerus Clausus (NC), da Unternehmen und Hochschulen oft eine Kombination aus Noten (häufig gute Abschlüsse um 2,0-2,5 werden gesehen) und der Persönlichkeit des Bewerbers bewerten, wobei der Fokus stark auf der Eignung für das Partnerunternehmen liegt und eine Bewerbung direkt beim Betrieb oft der Schlüssel ist. Viele große Firmen sortieren Bewerbungen nach Noten vor, aber Fachwissen und Motivation sind entscheidend. 

Wie viele Urlaubstage hat man als dualer Student?

Gesetzlich hast du Anspruch auf mindestens 20 bezahlte Urlaubstage im Jahr. In der Realität sind es jedoch fast immer mehr, oft 28 - 30 Tage. Wie viele Urlaubstage dir zustehen, steht in deinem Arbeit-/Ausbildungsvertrag. Je nach Firma kann der Anspruch auch per Tarifvertrag geregelt sein.

Welche sind die 3 schwersten Studiengänge?

  • Was sind die schwersten Studiengänge?
  • Ranking schwerste Studiengänge.
  • Platz 1: Medizin.
  • Platz 2: Jura.
  • Platz 3: Maschinenbau.
  • Platz 4: Physik.
  • Platz 5: Pharmazie.
  • Platz 6: Mathematik.

Was ist das bestbezahlte duale Studium, das es gibt?

Die bestbezahlten dualen Studiengänge liegen oft in technischen und wirtschaftlichen Bereichen, wie (Bau-)Ingenieurwesen, Informatik, Wirtschaftsinformatik und BWL in der Industrie, wobei vor allem Technik-Studiengänge (z.B. Maschinenbau, Elektrotechnik) sowie spezialisierte Bereiche wie Informatik und BWL in großen Konzernen (z.B. Finanzsektor, Consulting) die höchsten Vergütungen bieten, die mit steigender Berufserfahrung in den fünfstelligen Bereich gehen können. Ein absoluter Spitzenreiter bei der Ausbildung ist der Fluglotse mit hohen Gehältern nach der Ausbildung, aber auch bei den Studiengängen sind Ingenieure und Informatiker gefragt. 

Welches Studium hat die höchste Durchfallquote?

Die höchsten Durchfallquoten finden sich unter anderem in den Studiengängen Mathematik, Bauingenieurwesen und Informatik. Aber keine Angst! Wenn du dich gut vorbereitest, schaffst du das schon!

Welches ist das stressigste Studium?

Ganz vorne im Ranking der schwierigsten Studiengänge steht das Fach Physik. Die Durchfall- und Abbrecherquote ist in diesem Fach sehr hoch. Und das hat gute Gründe: Der Lernstoff im Physikstudium ist sehr anspruchsvoll.

Kann man mit 3.0 Abi Medizin studieren?

Ja, Medizin mit 3,0 Abitur zu studieren ist möglich, aber an staatlichen Unis schwer und erfordert Strategie; der TMS ist entscheidend, Alternativen sind Ausland, private Unis, Berufserfahrung und die Zentrale Eignungsquote (ZEQ), da der NC nur einen Teil der Plätze vergibt und andere Quoten (z.B. Berufs-, Wartezeit) oder Eignungstests die Chancen erhöhen. 

Was ist ein gutes Gehalt für ein duales Studium?

Ein gutes Gehalt für ein duales Studium liegt meist zwischen 1.000 € und 1.600 € brutto pro Monat, abhängig von Branche und Unternehmen, wobei es im ersten Jahr oft niedriger startet und jährlich steigt, mit Top-Verdienern in Bereichen wie Ingenieurwesen, Wirtschaftsinformatik, Banking oder im öffentlichen Dienst (Zoll) teilweise deutlich über 1.500 €. Es gibt aber auch Studiengänge, die niedriger starten (z.B. Freizeitwirtschaft), während andere (z.B. BWL, technische Fächer) tendenziell besser zahlen. 

Wann zu alt für duales Studium?

1. Altersgrenzen beim BAföG. Die Altersgrenze für eine Förderung mit BAföG liegt seit August 2022 bei 45 Jahren, egal ob schulische Ausbildung oder Studium. Entscheidend ist das Alter bei Beginn des Studiums (oder der sonstigen Ausbildung).

Ist 2,8 ein guter Durchschnitt Abi?

Ja, ein 2,8er Abitur ist grundsätzlich gut, da es im Bereich "befriedigend" bis "gut" liegt und dir viele Möglichkeiten eröffnet, auch wenn es für stark NC-beschränkte Fächer wie Medizin an staatlichen Unis oft nicht reicht. Es ist definitiv kein "schlechtes" Abi, weil es deutlich über der Bestehensgrenze von 4,0 liegt. Die Chancen hängen stark vom angestrebten Studienfach ab, aber für viele Studiengänge und Ausbildungen ist dieser Schnitt ein solides Fundament. 

Ist 45000 Einstiegsgehalt gut?

Ja, 45.000 € Einstiegsgehalt sind in Deutschland sehr gut und liegen über dem Durchschnitt für viele Berufseinsteiger, besonders wenn du einen Hochschulabschluss hast. Es hängt jedoch stark von Branche, Standort und Qualifikation ab; in MINT-Fächern, Banken oder bei Top-Unternehmen kann es auch niedriger sein, während es in weniger spezialisierten Bereichen schon als Top-Gehalt gilt.
 

Was sind die schwersten dualen Studiengänge?

Die schwersten dualen Studiengänge sind oft Naturwissenschaften (Physik, Chemie), Ingenieurwissenschaften (Maschinenbau, Elektrotechnik), Medizin, Pharmazie und Jura, da sie ein enormes Lernpensum, komplexe Inhalte und hohe Abbrecherquoten aufweisen; besonders anspruchsvoll sind hierbei Fächer wie Mathematik, Technische Mechanik oder Biochemie, die ein starkes Abstraktionsvermögen erfordern, aber auch duale Studiengänge in der IT (Fachinformatiker) oder in der Pflege (Pflegefachmann/-frau) können durch ständige Neuerungen und hohe Anforderungen an Belastbarkeit sehr fordernd sein.
 

Welcher Studiengang hat die höchste Selbstmordrate?

Vergangene Untersuchungen haben eine verglichen mit der sonstigen Bevölkerung um 26% erhöhte Suizidrate unter Ärzten und eine um 146% höhere Rate unter Ärztinnen gefunden. Dabei waren Suizide unter Anästhesisten häufiger als in jeder anderen Fachdisziplin.

In welches Studium kommt man am schwersten rein?

Laut Statistik gehören zu den Top 10 der schwersten Studiengänge Medizin, Chemie, Physik, Pharmazie, Architektur, Psychologie, Jura, Mathematik, Ingenieurwissenschaften und Maschinenbau. Daher ist die Abbrecherquote bei diesen Studiengängen besonders hoch.

Welches ist das einfachste Wahlfach im Studium?

Welche Kurse sind an der Universität am einfachsten zu belegen? Zu den einfacheren Kursen zählen Filmgeschichte, Kreatives Schreiben, Sport, Psychologie, Rhetorik, Anthropologie, Kunstgeschichte, Schauspiel und Fotografie . Der Schwierigkeitsgrad kann jedoch je nach Hochschule und Dozent variieren.

Was wird am wenigsten studiert?

Sorabistik. Dieser Studiengang ist einer der seltensten der Welt – und damit handelt es sich um ein Studium mit Jobgarantie. Lehrinhalte sind die sorbische Kultur und Sprache.

Welche Studiengänge haben eine gute Zukunft?

Die besten Studiengänge für die Zukunft liegen in den Bereichen MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik), Gesundheit, Umwelt & Nachhaltigkeit sowie Digital Business, da hier die Nachfrage nach Fachkräften aufgrund von Digitalisierung und globalen Herausforderungen stark wächst, mit Top-Optionen wie Informatik, Data Science, Biotechnologie, Umwelttechnik, Medizintechnik, Wirtschaftsingenieurwesen, KI und Digital Marketing. Auch soziale Berufe und spezialisierte BWL-Bereiche bleiben gefragt.