Welche Leistungen erbringt die Risikolebensversicherung?
Gefragt von: Armin Heim | Letzte Aktualisierung: 7. Mai 2026sternezahl: 4.9/5 (45 sternebewertungen)
Die Risikolebensversicherung erbringt im Todesfall der versicherten Person eine einmalige, vorher festgelegte Geldsumme an die bezugsberechtigten Hinterbliebenen, um deren finanzielle Existenz zu sichern, beispielsweise zur Ablösung von Krediten (Hypotheken), zur Finanzierung des Lebensunterhalts (Miete, Unterhalt) und zur Sicherung der Ausbildung der Kinder, da staatliche Leistungen oft nicht ausreichen. Es gibt auch Zusatzbausteine für Berufsunfähigkeit oder vorgezogene Leistungen bei schweren Krankheiten.
Welche Leistungen deckt eine Risikolebensversicherung ab?
Eine Risikolebensversicherung deckt primär den finanziellen Schutz der Hinterbliebenen im Todesfall des Versicherten ab, indem eine vorher festgelegte Summe ausgezahlt wird, um z.B. Kredite (Immobilien, Privat), laufende Kosten (Miete, Lebenshaltung) oder Ausbildungskosten der Kinder zu finanzieren. Sie sichert also den Wegfall des Einkommens ab, oft als Bedingung für eine Baufinanzierung gefordert, und kann durch Zusatzbausteine um Risiken wie Berufsunfähigkeit, schwere Krankheiten (Dread Disease) oder einen Unfalltod erweitert werden.
In welchen Fällen zahlt die Risikolebensversicherung nicht?
Eine Risikolebensversicherung zahlt nicht bei Todesfällen durch Suizid innerhalb der ersten drei Jahre, bei Falschangaben (arglistige Täuschung) bei Vertragsabschluss (z.B. verschwiegene Krankheiten oder gefährliche Hobbys), durch Nichtzahlung der Beiträge, bei Tod durch Straftaten (insbesondere wenn der Begünstigte der Täter ist), wenn der Tod durch Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit verursacht wurde oder wenn der Versicherte den Vertrag gekündigt hat oder dieser ausgelaufen ist.
Was zahlt die Lebensversicherung im Todesfall?
Die Höhe einer Lebensversicherung im Todesfall ist individuell und sollte sich nach dem Bedarf der Hinterbliebenen richten; als Faustregel gilt oft das 3- bis 5-fache des Brutto-Jahreseinkommens, plus die Absicherung von Krediten (z. B. Immobilien) und laufenden Kosten, um die Familie langfristig zu sichern und die Einkommenslücke zu schließen. Bei Familien mit Kindern ist eher das 5-fache Einkommen empfohlen, bei Paaren ohne Kinder das 3-fache.
Was sind die Nachteile einer Risikolebensversicherung?
Nachteil: Der Nachteil der Risikolebensversicherung ist, dass die Versicherungssumme nur dann an Deine Hinterbliebenen ausgezahlt wird, wenn Du während der vereinbarten Laufzeit stirbst. Endet die Laufzeit und Du bist am Leben, bekommst Du die eingezahlten Beiträge nicht zurück.
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Kann man sich die Risikolebensversicherung auszahlen lassen?
Nein, eine Risikolebensversicherung wird normalerweise nicht zu Lebzeiten ausgezahlt, da sie keine Spar- oder Kapitalbildung beinhaltet, sondern nur im Todesfall eine Leistung für die Hinterbliebenen erbringt. Bei Kündigung gibt es in der Regel keine Auszahlung oder nur einen geringen Rückkaufswert nach Abzug der Kosten, und die Absicherung endet. Eine Ausnahme können spezielle Klauseln oder unheilbare Krankheiten sein, die eine vorgezogene Leistung ermöglichen.
Ab welchem Alter sollte man eine Risikolebensversicherung kündigen?
Es gibt keine Altersgrenze, ab der sich eine Lebensversicherung nicht mehr lohnt ; es kommt ganz auf Ihre persönliche Situation an. Dennoch kann eine Lebensversicherung auch nach dem 65. Lebensjahr sinnvoll sein, wenn Sie Angehörige haben, die finanziell von Ihnen abhängig sind.
Was übernimmt eine Lebensversicherung im Todesfall?
Die Erklärung ist einfach: Der Begriff Lebensversicherung umfasst alle Versicherungen, die einen Invaliditäts- oder Todesfallschutz bieten oder der Privaten Altersvorsorge dienen. Das bedeutet, sie sichern Dich im Erlebensfall oder Deine Hinterbliebenen im Todesfall finanziell ab.
Ist eine Risikolebensversicherung mit 60 Jahren noch sinnvoll?
Ja, eine Lebensversicherung ist auch mit 60 Jahren noch möglich, oft als Risikolebensversicherung zur Absicherung von Hinterbliebenen oder als Sterbegeldversicherung für die Bestattungskosten, wobei die Beiträge mit dem Alter steigen und Gesundheitsfragen relevant sind, aber auch Alternativen wie kombinierte Policen oder separate Absicherungen existieren. Während die klassische Kapitallebensversicherung für Senioren oft weniger attraktiv ist, bieten Risikolebensversicherungen (bis ca. 75 Jahre möglich) und Sterbegeldversicherungen (oft ohne Gesundheitsprüfung) gute Möglichkeiten, um finanzielle Lücken zu schließen und Angehörige zu entlasten.
Wann wird die Todesfallleistung bei der Risikolebensversicherung vorgezogen?
Wann wird eine vorgezogene Todesfallleistung gewährt? Sind Sie schwer erkrankt und haben eine Lebenserwartung von weniger als zwölf Monaten, wird die Versicherungssumme beim Premium und Premium Plus Schutz bereits vor dem Tod ausgezahlt.
Worauf sollte ich bei einer Risikolebensversicherung achten?
Bei der Risikolebensversicherung müssen Sie vor allem die richtige Versicherungssumme (oft 3-5 Bruttojahresgehälter) und Laufzeit wählen, Ihre Gesundheit wahrheitsgemäß angeben (sonst kein Schutz!), die Nachversicherungsgarantie für spätere Anpassungen prüfen und Tarife genau vergleichen, um die Hinterbliebenen optimal gegen finanzielle Risiken wie Kredite oder den Verlust des Familieneinkommens abzusichern.
Ist die Auszahlung einer Risikolebensversicherung steuerpflichtig?
Während Sie Ihre Beiträge zur Risikolebensversicherung zurzeit nur begrenzt steuerlich geltend machen können, bleibt die Risikolebensversicherung im Leistungsfall, also bei der Auszahlung der Versicherungssumme an die bezugsberechtigte Person, uneingeschränkt einkommensteuerfrei: Es fällt also keine Einkommensteuer an.
Wann endet eine Risikolebensversicherung?
Die Laufzeit Ihrer Risikolebensversicherung bestimmen Sie beim Abschluss der Versicherung selbst. Sie darf nicht kürzer als 2 und nicht länger als 45 Jahre sein. Eine Versicherung kann zudem nur bis zum vollendeten 75. Lebensjahr des Versicherten abgeschlossen werden.
Wann zahlt eine Risikolebensversicherung nicht?
Stirbt die versicherte Person nach Ablauf der Vertragslaufzeit, zahlt die Risikolebensversicherung nicht. Die Risikolebensversicherung zahlt die Leistungen an denjenigen, der in der Police als Bezugsberechtigter festgelegt wurde. Diese Verfügung ist im Todesfall bindend und ist auch der Erbfolge übergeordnet.
Ist eine Risikolebensversicherung mit 57 Jahren noch sinnvoll?
Risikolebensversicherung für Senioren: Das Wichtigste auf einen Blick. Altersgrenze: Der Abschluss einer Risikolebensversicherung ist auch noch mit 60 oder mehr Jahren möglich. Die Versicherer legen aber eine Altersgrenze für Risikolebensversicherungen fest – diese liegt meistens bei 75 Jahren.
Was ist der Unterschied zwischen Lebensversicherung und Risikolebensversicherung?
Der Hauptunterschied ist, dass die Kapitallebensversicherung (oft "normale" Lebensversicherung genannt) sowohl im Todesfall als auch im Erlebensfall leistet (Altersvorsorge), während die Risikolebensversicherung (RLV) nur im Todesfall innerhalb der Laufzeit zahlt und somit reinen Hinterbliebenenschutz bietet. RLV ist günstiger, da kein Kapital für den Erlebensfall angespart wird, und eignet sich z.B. zur Absicherung eines Kredits.
Was kostet eine Risikolebensversicherung ab 50?
Eine Risikolebensversicherung ist eine reine „Todesfallabsicherung“. Sie dient der finanziellen Absicherung des Partners und der Kinder sowie der Absicherung von Krediten oder Darlehen.
Wann ist die Auszahlung der Lebensversicherung steuerfrei?
Die Auszahlung ist steuerfrei. Voraussetzung: Die Versicherung läuft mindestens zwölf Jahre lang. Bei Lebensversicherungen gilt zusätzlich: Der Todesfallschutz umfasst wenigstens 60 Prozent der insgesamt zu zahlenden Beiträge und die Beitragszahlungsdauer beläuft sich auf mindestens fünf Jahre.
Ist eine Risikolebensversicherung für Rentner noch sinnvoll?
Ja, Rentner können noch eine Risikolebensversicherung (RLV) abschließen, oft bis 70 oder 75 Jahre, aber die Beiträge sind höher. Sie ist sinnvoll bei Restschulden (z. B. Immobilienkredit) oder zur Absicherung finanziell abhängiger Partner (z. B. geringe eigene Rente, unverheiratet), um die Hinterbliebenen finanziell abzusichern, da keine Kapitalbildung stattfindet und keine Witwenrente gezahlt wird. Alternativen sind Sterbegeldversicherungen für kleinere Summen ohne Gesundheitsprüfung.
In welchen Fällen zahlt die Lebensversicherung nicht?
Falsche Angaben bei der Risikoprüfung. Selbstmord und gewaltsamer Tod. Zahlungsverweigerung wegen Krankheit. Zahlungsverweigerung wegen ausbleibender Beitragszahlung.
Was ist besser, Risikolebensversicherung oder Sterbegeldversicherung?
Besser ist, was zu Ihrem Lebensziel passt: Die Risikolebensversicherung sichert langfristig hohe Summen ab, um Kredite (z.B. Haus) zu tilgen und die Familie finanziell abzusichern; sie ist ideal für jüngere Familien mit Einkommenssicherung. Die Sterbegeldversicherung deckt spezifisch Bestattungskosten (oft 1.500–20.000 €) und Wünsche ab, ist für ältere Menschen oder die reine Absicherung der Bestattung gedacht, wo eine große Summe nicht nötig ist.
Was zahlt eine Lebensversicherung bei Tod?
Die Höhe der Auszahlung einer Lebensversicherung im Todesfall hängt von der vertraglich vereinbarten Versicherungssumme ab, die individuell festgelegt wird, oft als das 3- bis 5-fache des Bruttojahreseinkommens empfohlen, inklusive Schulden. Bei einer Risikolebensversicherung zahlt der Versicherer die Summe direkt an die bezugsberechtigten Hinterbliebenen aus. Bei einer kapitalbildenden Lebensversicherung wird die Summe (ggf. zuzüglich Überschüsse) ausgezahlt, falls der Vertrag noch läuft oder eine bestimmte Bedingung erfüllt ist, sonst fällt sie in den Nachlass.
Wann kann man keine Risikolebensversicherung abschließen?
Kein Versicherungsschutz möglich
Bei bestimmten Erkrankungen kann es vorkommen, dass der Versicherer den Antrag auf Risikolebensversicherung ablehnt. Dazu zählen zum Beispiel Krebs- oder Tumorerkrankungen oder chronisches Nierenversagen.
Wie lange macht eine Risikolebensversicherung Sinn?
Eine Risikolebensversicherung ist sinnvoll, solange finanzielle Abhängigkeiten bestehen, oft bis Kinder finanziell selbstständig sind (ca. 20-25 Jahre) oder Kredite abbezahlt sind, aber auch im Alter bis etwa 75 Jahre möglich, wenn Partner oder Geschäftspartner abgesichert werden müssen – der Abschluss wird mit dem Alter teurer, aber auch im höheren Alter bei offenen Verpflichtungen wie Immobilienkrediten oder fehlender Absicherung für unverheiratete Paare noch nützlich. Die Laufzeit sollte individuell so gewählt werden, dass sie den Bedarf der Hinterbliebenen deckt.
Haben Risikolebensversicherungen einen Rückkaufswert?
Hat eine Risikolebensversicherung einen Rückkaufswert? Eine Risikolebensversicherung hat in der Regel keinen Rückkaufswert, denn bei der Versicherung werden die Beiträge ausschließlich für den Versicherungsschutz, also die Absicherung der Hinterbliebenen im Todesfall, verwendet.
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