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Was muss man machen wenn man im Minus ist?

Gefragt von: Herr Prof. Mario Büttner B.A.  |  Letzte Aktualisierung: 18. Januar 2026
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Wenn Sie im Minus sind, sollten Sie zuerst mit Ihrer Bank sprechen, um die Situation zu klären, Ausgaben reduzieren, versuchen, das Konto mit dem nächsten Gehalt auszugleichen, und bei längerfristigen Problemen eine günstigere Umschuldung in einen Ratenkredit prüfen oder eine Schuldnerberatung aufsuchen.

Wie lange darf man im Minus sein?

Grundsätzlich gibt es keine feste Zeitgrenze, wie lange Sie Ihr Konto überziehen dürfen, solange Sie den vereinbarten Dispokreditrahmen einhalten – das kann theoretisch dauerhaft sein. Banken erwarten aber regelmäßige Geldeingänge und sehen bei langer, hoher Überziehung ein Risiko, was zu einer Reduzierung oder Kündigung des Dispokredits führen kann, oft nach zwei Monaten Kündigungsfrist. Bei Überziehungen ohne Dispo (geduldete Überziehung) fordern Banken oft eine Rückführung innerhalb kurzer Zeit, z. B. zwei Wochen. 

Wie komme ich aus dem Minus wieder raus?

Um aus dem Minus zu kommen, erstellen Sie zuerst ein Haushaltsbuch für Überblick, kürzen Sie unnötige Ausgaben ( Abos, Konsum), erstellen Sie einen festen Tilgungsplan und prüfen Sie, ob eine Umschuldung mit einem günstigeren Kredit sinnvoll ist. Nutzen Sie Ersparnisse, wenn vorhanden, oder suchen Sie nach Wegen, Ihr Einkommen zu erhöhen (Nebenjobs), um schneller zurück ins Plus zu gelangen. 

Was kann ich tun, wenn mein Konto negativ ist?

Was bedeutet ein negativer Saldo? Ein negativer Saldo entsteht, wenn die Ausgaben die Einnahmen übersteigen und das Girokonto überzogen wird. Die meisten Banken räumen ihren Kunden einen Dispositionskredit ein, der eine kurzfristige Kontoüberziehung ohne vorherige Kreditbeantragung ermöglicht.

Was kann man machen, wenn man im Minus ist?

In vielen Fällen kann auch ein günstiger Ratenkredit eine sinnvolle Alternative sein, um den Dispo umzuschulden und die hohen Überziehungszinsen zu vermeiden. Ein Ratenkredit bietet feste monatliche Raten und oft niedrigere Zinsen. Ihre Bank kann Sie hierzu umfassend beraten und mit Ihnen die passende Lösung finden.

Konto im MINUS?! - 5 Tipps um nachhaltig aus dem DISPO rauszukommen!

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Was kostet 1000 € Dispo im Monat?

Ein Beispiel: Wenn Du jeden Monat für zwei Wochen durchschnittlich 1.000 Euro des Dispokredits beanspruchst, zahlst Du im Jahr bei einem Zinssatz von 17,20 Prozent etwa 80 Euro.

Ist es schlimm, wenn man mal im Minus ist?

Ja, im Minus zu sein kann schlimm sein, besonders wenn es dauerhaft geschieht, da hohe Zinsen anfallen, die Kreditwürdigkeit sinkt und die Bank das Konto kündigen kann; kurzfristige Überziehungen zur Überbrückung sind oft akzeptabel, sollten aber schnellstmöglich ausgeglichen werden, idealerweise durch eine Umschuldung zu günstigeren Zinsen oder durch Einsparungen, um die Kostenfalle zu vermeiden und finanzielle Stabilität wiederherzustellen. 

Was tun, wenn man finanziell am Ende ist?

Wenn Sie finanziell am Ende sind, müssen Sie sofort handeln: Verschaffen Sie sich einen Überblick über Einnahmen und Ausgaben, suchen Sie professionelle Schuldnerberatung (z.B. Caritas, Diakonie) für konkrete Hilfe, prüfen Sie staatliche Hilfen wie Bürgergeld, und falls nötig, erwägen Sie einen Weg zur Restschuldbefreiung wie die Privatinsolvenz; sprechen Sie unbedingt mit Gläubigern über Stundungen oder Ratenpausen, bevor Zahlungen ausfallen. 

Wie lange darf man ein Girokonto überziehen?

Ein {k}Konto darf prinzipiell so lange im Minus sein, wie der vereinbarte Dispositionsrahmen nicht überschritten wird – es gibt keine starre Frist, aber es wird wegen der hohen Zinsen für kurzfristige Nutzung empfohlen, idealerweise bis zum nächsten Gehaltseingang. Dauert die Überziehung an, können die Zinsen schnell zur Kostenfalle werden, und die Bank kann den Dispo reduzieren oder kündigen, besonders bei regelmäßiger Überschreitung oder fehlendem Ausgleich. 

Ist es schlimm, im Dispo zu sein?

Ja, es ist schlimm, dauerhaft im Dispo zu sein, weil die Zinsen extrem hoch sind (oft über 10-12%), was schnell zu einer teuren Schuldenspirale führt, die Bonität negativ beeinflusst und eine Rückzahlung erschwert, da feste Raten fehlen, sagen Verbraucherschützer und Banken. Kurzfristige Nutzung als Puffer ist okay, aber langfristiges Minus kann Banken und Schufa alarmieren und zu Kündigung oder Pfändung führen.
 

Sind 15000 Euro Schulden viel?

Im bundesweiten Vergleich entsprach die Summe von 15.000 Euro im Jahr 2021 der Hälfte der mittleren individuellen Schuldenhöhe. Es liegt also nahe, zu sagen: 15.000 Euro Schulden seien vergleichsweise wenig.

Wann kündigt die Bank den Dispo?

Eine Bank kann den Dispo kündigen, wenn sich Ihre Bonität verschlechtert (z. B. durch Arbeitslosigkeit, Pfändung), Sie das Limit wiederholt stark überziehen, Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen oder wenn die Bank die AGB ändert und Sie den Änderungen nicht zustimmen, meist mit einer Frist von 30 Tagen bis zwei Monaten, aber auch fristlos bei wichtigen Gründen wie drohender Insolvenz. 

Kann man noch bezahlen, wenn das Konto im Minus ist?

Was passiert, wenn das Girokonto im Minus ist? Der Dispo (eingeräumte Kontoüberziehung) greift automatisch, sobald Ihr Kontostand unter null fällt. Sie können Ihr Girokonto dann weiter wie gewohnt nutzen, sich Bargeld auszahlen lassen oder bargeldlos bezahlen – und das ohne zusätzlichen Verwaltungsaufwand.

Welche Bank bietet Sofort-Dispo?

Banken wie N26, DKB, Tomorrow und lokale Sparkassen/Volksbanken bieten oft einen sofort verfügbaren Dispositionskredit, wenn ein Girokonto eröffnet wird, oft nach Bonitätsprüfung, um finanzielle Flexibilität zu gewährleisten, aber die Zinsen variieren stark, mit günstigen Optionen bei Online-Anbietern wie C24 oder PSD Bank, während traditionelle Institute höhere Zinssätze haben können. 

Wie viel darf man im Minus sein bei der Sparkasse?

Das Limit zum Überziehen des Sparkassenkontos (Dispokredit) hängt von Ihrem regelmäßigen Einkommen ab und liegt oft bei zwei bis drei Monatsnettogehältern, kann aber individuell festgelegt werden und ist online oder beim Berater anpassbar. Es dient als flexible Liquidität, aber die Zinsen sind hoch, daher sollte es nur kurzfristig genutzt werden. 

Wird eine Kontoüberziehung der Schufa gemeldet?

Einige Verbraucherinnen und Verbraucher sind der Meinung, dass Dispositionskredite nicht der Schufa gemeldet werden. Das stimmt nicht. Bei dieser Form des Überziehungskredits handelt es sich um eine Kreditlinie, die Banken bei der Schufa melden.

Kann ich Geld abheben, wenn ich im Minus bin?

Ja, Sie können Geld abheben, wenn Ihr Konto im Minus ist, solange Sie sich innerhalb Ihres vereinbarten Dispokreditrahmens bewegen; ist dieser ausgeschöpft, lehnt der Automat die Abhebung ab, es sei denn, die Bank "duldet" eine weitere Überziehung, was aber teurer ist und oft zu einer Sperrung führen kann, wenn es überzogen wird.
 

Was kostet es, im Minus zu sein?

Was kostet es, wenn das Konto im Minus ist? Das ist abhängig von den Konditionen der Bank. Wenn Ihr Konto im Minus ist, fallen Dispozinsen an, die je nach Bank variieren. In Deutschland liegt der Durchschnitt bei etwa 12 % pro Jahr.

Wie komme ich an Geld, wenn mein Konto gesperrt ist?

Wenn Ihr Konto gesperrt ist, müssen Sie zuerst den Grund herausfinden, indem Sie Ihre Bank kontaktieren und freundlich nachfragen. Je nach Ursache (z.B. Verdacht auf Betrug, Pfändung, fehlende Identifikation) müssen Sie die entsprechende Ursache beheben, etwa durch Vorlage fehlender Dokumente, Klärung mit Gläubigern oder Begleichung von Schulden. Bei unberechtigter Sperrung legen Sie schriftlich Widerspruch ein oder schalten bei Bedarf einen Anwalt für Bankrecht ein, besonders wenn Sie in finanzielle Not geraten. 

Wie viel Geld muss mir im Monat zum Leben bleiben?

Für eine Einzelperson in Deutschland braucht man im Monat durchschnittlich zwischen 1.800 und 2.000 Euro, um grundlegende Ausgaben wie Miete, Lebensmittel, Energie und Mobilität zu decken, wobei die Kosten je nach Wohnort (Großstadt vs. ländlich) und Lebensstil stark variieren; Familien benötigen entsprechend mehr. Ein Paar ohne Kinder kommt auf rund 3.400 € und eine vierköpfige Familie auf etwa 3.500 bis 4.000 €. 

Wer hilft mir, wenn ich kein Geld mehr habe?

Wenn Ihnen das Geld ausgeht, wenden Sie sich sofort an das Sozialamt (für Grundsicherung/Hilfe zum Lebensunterhalt) oder das Jobcenter (bei Arbeitslosigkeit/Hartz IV/Bürgergeld) für staatliche Unterstützung, sowie an eine öffentliche Schuldnerberatungsstelle (Caritas, AWO, Rotes Kreuz) für kostenlose Hilfe bei Schulden, um eine Strategie zu entwickeln. Auch die Agentur für Arbeit kann bei drohender Pfändung helfen. 

Sind 10.000 Euro Schulden viel?

Ob 10.000 Euro Schulden viel sind, hängt von deinem Einkommen und deiner Rückzahlungsfähigkeit ab. Für jemanden mit hohem Einkommen und niedrigen Fixkosten sind 10.000 Euro überschaubar. Verdient man jedoch wenig oder zahlt hohe Zinsen, können diese Schulden schnell zur Belastung werden.

Wie komme ich aus Minus raus?

Um aus dem Minus zu kommen, erstellen Sie zuerst ein Haushaltsbuch für Überblick, kürzen Sie unnötige Ausgaben ( Abos, Konsum), erstellen Sie einen festen Tilgungsplan und prüfen Sie, ob eine Umschuldung mit einem günstigeren Kredit sinnvoll ist. Nutzen Sie Ersparnisse, wenn vorhanden, oder suchen Sie nach Wegen, Ihr Einkommen zu erhöhen (Nebenjobs), um schneller zurück ins Plus zu gelangen. 

Wie lange darf man minus sein?

Grundsätzlich gibt es keine feste Zeitgrenze, wie lange Sie Ihr Konto überziehen dürfen, solange Sie den vereinbarten Dispokreditrahmen einhalten – das kann theoretisch dauerhaft sein. Banken erwarten aber regelmäßige Geldeingänge und sehen bei langer, hoher Überziehung ein Risiko, was zu einer Reduzierung oder Kündigung des Dispokredits führen kann, oft nach zwei Monaten Kündigungsfrist. Bei Überziehungen ohne Dispo (geduldete Überziehung) fordern Banken oft eine Rückführung innerhalb kurzer Zeit, z. B. zwei Wochen. 

Wird das Konto gesperrt, wenn man im Minus ist?

Hat der Kontoinhaber das Dispo-Limit überschritten oder befindet sich das Konto ohne vereinbarten Dispokreditrahmen im Minus, kann die Bank das Konto sperren.