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Was kostet Fußpflege für Diabetiker?

Gefragt von: Moritz Eichhorn  |  Letzte Aktualisierung: 12. Februar 2026
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Die Kosten für medizinische Fußpflege (Podologie) bei Diabetikern hängen davon ab, ob ein Rezept vorliegt: Mit ärztlicher Verordnung (z. B. bei diabetischem Fußsyndrom) übernehmen Krankenkassen einen Großteil der Kosten, Sie zahlen meist nur eine Zuzahlung von ca. 10 Euro pro Rezept plus 10 % der Kosten, während Selbstzahler je nach Praxis und Behandlungsumfang etwa 30-60 € oder mehr pro Sitzung zahlen, je nach Aufwand (Hornhaut, Hühneraugen etc.).

Wie viel kostet eine diabetische Fußpflege?

Ohne ärztliche Verordnung gelten die Kosten der medizinischen Fußpflege als Privatleistung. Die Preise variieren dabei je nach Anbieter und Region, liegen aber meist zwischen 50 und mehr als 100 Euro pro Behandlung.

Haben Diabetiker Anspruch auf kostenlose Fußpflege?

Alle Diabetiker sollten sich jährlich einer Fußuntersuchung unterziehen. Diese Untersuchung ist Teil Ihrer jährlichen Kontrolluntersuchung und somit Bestandteil Ihrer Diabetesbehandlung. Sie ist im Rahmen des NHS kostenlos . Denn Diabetiker haben ein erhöhtes Risiko für schwerwiegende Fußprobleme, die im schlimmsten Fall zu Amputationen führen können.

Hat ein Diabetiker Anspruch auf Fußpflege?

Ja, Diabetiker haben unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf medizinische Fußpflege (Podologie) zu Lasten der Krankenkasse, aber nur mit ärztlicher Verordnung, wenn eine diabetische Neuropathie (Nervenschädigung) oder Angiopathie (Durchblutungsstörung) vorliegt und dadurch ein diabetisches Fußsyndrom (DFS) droht oder bereits besteht, da dann Folgeschäden wie Geschwüre oder Entzündungen verhindert werden müssen. Die Diagnose Diabetes allein reicht nicht, es müssen konkrete Schädigungen der Füße nachgewiesen werden.
 

Wann bekommt ein Diabetiker Fußpflege auf Rezept?

Ihr Arzt darf die podologische Therapie verordnen, wenn Sie an einem diagnostizierten diabetischen Fußsyndrom mit Gefühls- und/oder Durchblutungsstörungen (Wagner-Stadium 0) leiden. Zusätzlich ist die Verordnung bei Neuropathien (Nervenstörungen) oder einem Querschnittssyndrom möglich.

Fußpflege für Diabetiker

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Kann der Hausarzt Fußpflege verschreiben?

Ja, der Hausarzt kann medizinische Fußpflege (Podologie) verschreiben, aber nur unter bestimmten medizinischen Voraussetzungen, hauptsächlich bei Vorliegen eines diabetischen Fußsyndroms (DF), Neuropathien (NF) oder Querschnittssyndroms (QF), wenn ohne Behandlung unumkehrbare Folgeschäden drohen. Die Verordnung erfolgt als Heilmittel auf Rezept (Heilmittelverordnung), damit die Krankenkasse die Kosten (teilweise) übernimmt.
 

Welche drei Dinge sollte man niemals an den Füßen eines Diabetikers tun?

Um Ihre Haut nicht zu verletzen, verwenden Sie keine Nagelfeile, Nagelknipser oder Scheren an Hornhaut, Hühneraugen oder Warzen . Verwenden Sie keine chemischen Warzenmittel. Wenden Sie sich zur Behandlung dieser Probleme an Ihren Arzt oder einen Fußspezialisten (Podologen). Schneiden Sie Ihre Zehennägel vorsichtig.

Bei welcher Diagnose zahlt die Krankenkasse Fußpflege?

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten ärztlich verordneter Podologie bei diabetischem Fußsyndrom mit Neuropathie, bei krankhafter Schädigung am Fuß als Folge einer sensiblen oder sensomotorischen Neuropathie und eines Querschnittsyndroms.

Wie oft sollten Diabetiker ihre Füße waschen?

Die meisten Menschen mit Diabetes können schwerwiegende Fußprobleme vermeiden.

Wash your feet every day in warm (not hot) water and dry them well. Never go barefoot, even inside. Wear shoes that fit well and always wear socks.

Welche Leistungen kann ich als Diabetiker in Anspruch nehmen?

Leistungsbezug und Diabetes

Manche Menschen mit Diabetes können Leistungen für sich selbst oder eine von ihnen betreute Person beantragen. Dazu gehören die Behindertenbeihilfe für Kinder und die Persönliche Unabhängigkeitsbeihilfe für Erwachsene . Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite zu Diabetes und Sozialleistungen.

Was kann man als Diabetiker alles beantragen?

Mit Diabetes den Schwerbehindertenausweis beantragen? Menschen mit Diabetes mit einem Schwerbehindertenausweis haben ein Anrecht auf Sonderrechte und -leistungen. Dazu gehört der besondere Kündigungsschutz, der Anspruch auf Zusatzurlaub und Vergünstigungen bei der Einkommenssteuer.

Welche Leistungen sind für Diabetiker kostenlos erhältlich?

Können Sie Unterstützung bei den Kosten für NHS-Leistungen erhalten? Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren sowie 16- bis 18-Jährige, die eine Vollzeitausbildung absolvieren, haben Anspruch auf kostenlose Rezepte . Wenn Sie Medikamente zur Behandlung Ihrer Diabeteserkrankung einnehmen, haben Sie außerdem Anspruch auf eine medizinische Befreiungsbescheinigung, die Ihnen kostenlose NHS-Rezepte ermöglicht.

Was bekommt man als Diabetiker umsonst?

Was übernimmt die Krankenkasse bei Diabetes?

  • Blutzuckermessgeräte und Teststreifen.
  • Typ-1-Diabetiker erhalten bis zu 600 Teststreifen pro Quartal.
  • Typ-2-Diabetiker bekommen bis zu 200 Teststreifen pro Quartal (nur bei Insulintherapie).

Wie teuer ist einmal Fußpflege?

Medizinische Fußpflege kostet rund 60,00 € pro Behandlung. Zusätzliche Behandlungen wie Nagelkorrektur-Spangen können 29,00 € extra kosten. Kosmetische Fußpflege Preise liegen zwischen 15,00 € und 35,00 €. Behandlungen wie die Entfernung stark verdickter Nägel beginnen ab 15,00 €.

Wie lange dauert eine Fußpflegebehandlung?

Eine Fußpflege-Behandlung dauert meist zwischen 30 und 50 Minuten, wobei die Dauer stark vom Umfang abhängt: Eine einfache kosmetische Pediküre kann um die 30 Minuten dauern, während eine medizinische Podologie-Behandlung, die auch Hornhaut, Hühneraugen oder Nagelprobleme (z.B. bei Diabetes) angeht, eher 40 bis 50 Minuten oder sogar länger benötigt, insbesondere bei der ersten Sitzung mit Anamnese.
 

Was muss ich beim Podologen selbst bezahlen?

1. Welche Kosten entstehen für gesetzlich Versicherte bei einer podologischen Behandlung? Gesetzlich Versicherte zahlen bei medizinischer Notwendigkeit eine Zuzahlung von 10 % der Behandlungskosten plus 10 € pro Verordnung. Die restlichen Kosten übernimmt die Krankenkasse.

Sollten Diabetiker immer Socken tragen?

Tragen Sie immer Socken und Schuhe, auch in Innenräumen, um Verletzungen vorzubeugen . 5. Fragen Sie Ihren Arzt nach Kompressionsstrümpfen oder -socken, wenn Sie an Veneninsuffizienz (z. B. Besenreisern oder Krampfadern), Schwellungen im Bein oder Fuß, einer tiefen Venenthrombose (einer früheren Blutgerinnselbildung im Bein) leiden oder viel gehen oder stehen.

Wie oft müssen Diabetiker auf die Toilette?

Bei Diabetes ist häufiger Harndrang ein typisches Symptom (Polyurie), da die Nieren versuchen, überschüssigen Zucker auszuscheiden, was zu vermehrter Urinproduktion führt; oft müssen Betroffene deutlich öfter als die normalen 4-7 Mal pro 24 Stunden zur Toilette, insbesondere nachts, begleitet von starkem Durst und Flüssigkeitsverlust. Dies geschieht durch hohen Blutzucker, der Wasser in den Urin zieht, und kann auch zu Inkontinenz führen. 

Was sind die schwarzen Flecken an den Füßen von Diabetikern?

Schwarze Flecken an den Füßen können verschiedene Ursachen haben, sind aber häufig auf diabetische Fußgeschwüre zurückzuführen . Was genau sind diabetische Fußgeschwüre? Sie beginnen typischerweise mit einer kleinen Wunde am Fuß, wie einem Schnitt oder einer Blase.

Wird bei Diabetes Typ 1 Podologie bezahlt?

Man spricht vom diabetischen Fußsyndrom. „In diesem Fall wird die medizinische Fußpflege auf ärztliche Verordnung von den Krankenkassen bezahlt“, sagt Dr. Dorothea Reichert.

Wann kann ein Arzt eine diabetische Fußpflege verordnen?

Für Diabetiker wird medizinische Fußpflege (Podologie) auf Rezept verordnet, wenn ein diabetisches Fußsyndrom (DFS) vorliegt, insbesondere bei Nervenschäden (Neuropathie) oder Durchblutungsstörungen (pAVK), die zu Haut- und Nagelveränderungen führen, um Folgeschäden wie Wunden zu verhindern. Die Verordnung erfolgt durch den behandelnden Arzt auf einem speziellen Heilmittelrezept (Muster 13), das dann bei der Krankenkasse eingereicht wird, welche die Kosten (abzüglich Zuzahlung) übernimmt. Neben Diabetikern können auch Personen mit ähnlichen Risikofaktoren (z.B. Querschnittslähmung) die Podologie verordnet bekommen.
 

Warum brauchen Diabetiker besondere Socken?

Diabetiker-Socken sind wichtig, weil Diabetes Nervenschäden (Neuropathie) und Durchblutungsstörungen verursachen kann, was zu vermindertem Gefühl, Trockenheit und Verletzungsgefahr führt; spezielle Socken verhindern Druckstellen, Reibung und Infektionen durch nahtlose Verarbeitung, nicht einschnürende Bündchen, atmungsaktive Materialien und oft antibakterielle Eigenschaften (wie Silberfaser), um die empfindliche Haut der Füße zu schützen und das Risiko von Wunden zu minimieren. 

Warum dürfen Diabetiker nicht barfuß laufen?

Barfuß über heißen Sand laufen, über eine Wiese oder durch einen Fluss mit kleinen Kieseln – für Menschen mit Diabetes kann das ernste Folgen haben: Selbst unscheinbare Verletzungen an den Füßen können bei Zuckerkranken zu schwerwiegenden Wunden werden.

Auf was müssen Diabetiker verzichten?

Für Diabetiker sind "No-Gos" Lebensmittel, die den Blutzucker schnell in die Höhe treiben (Zucker, Weißmehlprodukte, zuckerhaltige Getränke) oder das Risiko für Folgeerkrankungen erhöhen (gesättigte Fette, Transfette, viel Salz, übermäßiger Alkohol), aber heutige Empfehlungen fokussieren mehr auf eine ausgewogene Ernährung mit Vollkorn, viel Gemüse und mageren Proteinen statt strenger Verbote, wobei Süßigkeiten, Fast Food und stark verarbeitete Produkte stark reduziert werden sollten.
 

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