Zum Inhalt springen

Was kostet es in Revision zu gehen?

Gefragt von: Frau Dr. Mareike Noack  |  Letzte Aktualisierung: 13. Juli 2026
sternezahl: 4.4/5 (37 sternebewertungen)

Die Kosten einer Revision variieren stark je nach Rechtsgebiet (Strafrecht vs. Zivilrecht/Verwaltungsrecht) und Fallkomplexität, wobei im Strafrecht der Anwalt nach dem RVG abrechnet (oft 600 bis über 1.500 €) und Gerichtskosten nach Streitwert anfallen können, während im Zivilrecht Gerichtskosten nach § 3 GKG berechnet werden, was bei 35.000 € Streitwert z. B. 2.225 € ausmacht. Pauschalpreise sind möglich, aber oft wird nach Stundenaufwand und Schwierigkeit kalkuliert, da Revisionsverfahren komplex sind und der Erfolg unwahrscheinlich (Strafrecht unter 5%).

Wie hoch sind die Kosten für ein Revisionsverfahren?

In einem Revisionsverfahren zum BGH mit mündlicher Verhandlung, das durch Urteil beendet wird, erhält der Rechtsanwalt also 3,1 Gebühren zzgl. Kostenpauschale (oder genaue Aufschlüsselung) und Umsatzsteuer. Dieser Inhalt ist unter anderem im Deutsches Anwalt Office Premium enthalten.

Wie hoch sind Revisionskosten?

Für die Revision im Strafrecht fallen zwei Drittel der Gesamtkosten für die gründliche Prüfung Ihres Falles durch Rechtsanwalt Schult an. Diese Prüfung ist entscheidend, um die Erfolgsaussichten Ihrer Revision zu bewerten und den Grundstein für eine erfolgreiche Revision zu legen.

Was passiert, wenn man in Revision geht?

Was ist eine Revision im Strafrecht? Die Revision ist ein Rechtsmittel, mit dem ein Urteil nur auf Rechtsfehler überprüft wird. Eine neue Beweisaufnahme findet in aller Regel nicht statt; es geht ausschließlich darum, ob materielles oder formelles Recht falsch angewendet wurde.

Wie hoch sind die Chancen bei einer Revision?

Die Erfolgsquote einer Revision im deutschen Strafrecht ist statistisch gering (oft unter 10 %), da sie nur bei konkreten Rechtsfehlern erfolgreich ist, aber erfahrenen Anwälten kann die Quote deutlich höher liegen, da viele Revisionen von vornherein aussichtslos sind und die Hürden durch die Expertise des Anwalts (z.B. durch einen Fachanwalt) gesenkt werden können. 

Was kostet ein Gerichtsverfahren? | Rechtsanwalt Christian Solmecke

20 verwandte Fragen gefunden

Wer zahlt Gerichtskosten bei Revision?

Es gilt der Grundsatz, dass die im Verfahren unterlegene Partei die Kosten des Verfahrens trägt (§ 154 Abs. 1 VwGO ). Die beklagte Behörde hat deshalb die gesamten Verfahrenskosten einschließlich der beim Kläger entstandenen und erstattungsfähigen Kosten zu tragen, wenn seine Klage insgesamt Erfolg hat.

Ist eine Revision sinnvoll?

Wann ist eine Revision sinnvoll? Eine Revision bietet sich insbesondere dann an, wenn das Gericht bei der Urteilsfindung Verfahrensfehler begangen hat, die Vorschriften des Strafprozessrechts nicht eingehalten wurden oder wenn das Gericht das Gesetz falsch ausgelegt hat.

Wie lange dauert ein Revisionsverfahren?

Eine Revision dauert meist mehrere Monate bis über ein Jahr, typischerweise 6 bis 18 Monate, abhängig von der Komplexität des Falls, der Auslastung des Gerichts und der Anzahl der Verfahrensbeteiligten, wobei das Bundesgerichtshof (BGH) Verfahren oft 6 bis 12 Monate beanspruchen. Die Einlegung und Begründung der Revision erfolgen zwar in kurzen Fristen (1 Woche Einlegung, 1 Monat Begründung), die eigentliche Prüfung durch das Revisionsgericht benötigt jedoch Zeit.
 

Wann muss man eine Revision machen?

Wie auch das Rechtsmittel der Berufung, muss die Revision innerhalb von einer Woche, gerechnet ab der Verkündung des Urteils eingelegt werden. Dies ergibt sich aus § 341 StPO. Die Einlegung der Revision kann grundsätzlich schriftlich oder zu Protokoll des Ausgangsgerichts geschehen.

Was kostet eine zivilrechtliche Klage?

Die Kosten einer Zivilklage setzen sich aus Gerichtskosten und Anwaltskosten zusammen und richten sich nach dem Streitwert (dem Wert der umstrittenen Sache), wobei der Verlierer meist alle Kosten trägt. Die Kosten steigen mit dem Streitwert; Online-Rechner helfen bei der Schätzung, wobei Anwaltsgebühren (RVG) und Gerichtsgebühren (GKG) getrennt berechnet werden und je nach Instanz vervielfacht werden (z.B. 3-fache Gebühr in der 1. Instanz). 

Was kostet eine Revisionsstelle?

Kosten für einfache Revisionen und Prüfungen: ca. 150 Franken bis 300 Franken pro Stunde. Kosten für anspruchsvolle Revisionen mit Beratung: ca. 200 Franken bis 400 Franken pro Stunde.

Wer legt Revision ein?

Auch die Revision ist zwingend von einer Rechtsanwältin oder einem Rechtsanwalt einzulegen. Revisionsgericht ist der Bundesgerichtshof. Die Revision kann nur eingelegt werden, wenn sie das Berufungsgericht vorher in dem Urteil zugelassen hat.

Wie lange kann ein Revisionsverfahren dauern?

Eine Revision kann je nach Komplexität des Falles und Auslastung des Gerichts mehrere Monate bis über ein Jahr dauern, typischerweise liegt die Dauer oft zwischen 6 und 18 Monaten. Während die Einlegung und Begründung durch enge Fristen (meist 1 Woche zur Einlegung, 1 Monat zur Begründung) relativ zügig erfolgen müssen, nimmt die eigentliche Prüfung durch das Revisionsgericht viel Zeit in Anspruch, besonders wenn eine mündliche Verhandlung nötig wird.
 

Was kostet ein Revisionsverfahren?

Die Kosten einer Revision variieren stark je nach Rechtsgebiet (Strafrecht vs. Zivilrecht/Verwaltungsrecht) und Fallkomplexität, wobei im Strafrecht der Anwalt nach dem RVG abrechnet (oft 600 bis über 1.500 €) und Gerichtskosten nach Streitwert anfallen können, während im Zivilrecht Gerichtskosten nach § 3 GKG berechnet werden, was bei 35.000 € Streitwert z. B. 2.225 € ausmacht. Pauschalpreise sind möglich, aber oft wird nach Stundenaufwand und Schwierigkeit kalkuliert, da Revisionsverfahren komplex sind und der Erfolg unwahrscheinlich (Strafrecht unter 5%). 

Was ist besser, Berufung oder Revision?

Als Faustregel zur Erklärung kann man vereinfacht sagen: in einem Berufungsverfahren findet nochmals eine Beweisaufnahme statt, es werden z.B. Zeugen vernommen. Anders ist das in der Revisionsinstanz. Hier wird das Urteil auf Rechtsfehler geprüft.

Kann ich ohne Anwalt Revision einlegen?

Kann ich die Revision im Strafrecht ohne Anwalt einlegen? Sie können die Revision im Strafrecht grundsätzlich selbst einlegen oder dies durch Ihren Verteidiger tun. Die Begründung muss jedoch meist durch einen Verteidiger oder Rechtsanwalt erfolgen.

Was passiert nach einer Revision?

Hat die Revision Erfolg, wird das Urteil aufgehoben und an das Ausgangsgericht – meist also das Landgericht - zurückverwiesen. Das Urteil kann auch nur teilweise, zum Beispiel hinsichtlich nur einer vorgeworfenen Straftat, aufgehoben werden.

Wann hat eine Revision Aussicht auf Erfolg?

Wie häufig sind Revisionen erfolgreich? Eine Urteilsaufhebung ist im Revisionsverfahren recht selten. Die Erfolgsquote, und damit die Erfolgsaussichten einer Revision im Strafrecht, liegt in Deutschland im Mittel zwischen 3 und 8 Prozent.

Wie viel kostet eine Revision?

Die Kosten einer Revision variieren stark je nach Rechtsgebiet (Strafrecht vs. Zivilrecht/Verwaltungsrecht) und Fallkomplexität, wobei im Strafrecht der Anwalt nach dem RVG abrechnet (oft 600 bis über 1.500 €) und Gerichtskosten nach Streitwert anfallen können, während im Zivilrecht Gerichtskosten nach § 3 GKG berechnet werden, was bei 35.000 € Streitwert z. B. 2.225 € ausmacht. Pauschalpreise sind möglich, aber oft wird nach Stundenaufwand und Schwierigkeit kalkuliert, da Revisionsverfahren komplex sind und der Erfolg unwahrscheinlich (Strafrecht unter 5%). 

Was kostet eine Gerichtsverhandlung, wenn man verliert?

Wenn Sie eine Gerichtsverhandlung verlieren, tragen Sie in der Regel die gesamten Prozesskosten, also Ihre eigenen Anwaltskosten, die Kosten des gegnerischen Anwalts und die Gerichtskosten; die genaue Höhe hängt stark vom Streitwert (Wert der Sache) ab, wobei die Kosten in Zivilprozessen schnell Tausende von Euro erreichen können, während Strafverfahren je nach Verurteilung kosten. Teilweise Obsiegen führt zu einer Kostenaufteilung nach Quote. 

Wie hoch ist der Prozentsatz der Personen, die mit einer Berufung Erfolg haben?

Berufung gegen eine Gerichtsentscheidung. Nicht jede Gerichtsentscheidung kann angefochten werden, und eine Berufung ist oft erfolglos. In Kalifornien führen weniger als 20 % aller Zivilberufungen zu einer Aufhebung des ursprünglichen Urteils.

Wie lange dauert die Entscheidung über eine Revision?

Ein Revisionsverfahren dauert durchschnittlich zwischen 6 und 18 Monaten. Die genaue Dauer hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Komplexität des Falls und der Arbeitsbelastung des zuständigen Gerichts.

Kann bei Revision Strafe höher werden?

Im Regelfall einer erfolgreichen Revision wird die Sache hingegen an einen anderen Spruchkörper des jeweiligen Gerichts zurückverwiesen. Höher kann die Strafe nur ausfallen, wenn – nur oder auch – eine Revision der Staatsanwaltschaft Erfolg hat. Sonst gilt das Verschlechterungsverbot.

Wann wird eine Revision abgelehnt?

Eine Revision wird abgelehnt, wenn die Revision unzulässig oder unbegründet ist. Unbegründet: Die zweite Möglichkeit, weshalb eine Revision abgelehnt werden kann, ist eine unbegründete Revision. Die Voraussetzung, an der die meisten Revisionen scheitern, ist, dass die Revision nicht ausreichend begründet wurde.