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Was kostet ein unterhaltstitel beim Notar?

Gefragt von: Annette Zander  |  Letzte Aktualisierung: 13. Januar 2026
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Ein Unterhaltstitel beim Notar kostet unterschiedlich viel, je nach Geschäftswert (z.B. Jahresunterhalt) – oft gibt es aber kostenlose Alternativen wie die Jugendamtsurkunde, die für Kindesunterhalt kostenlos ist und die gleiche Wirkung hat, oder eine gerichtliche Entscheidung; Notarkosten fallen primär bei komplexeren Scheidungsfolgenvereinbarungen an, die auch Vermögensfragen regeln, und richten sich nach dem Gesetz (GNotKG).

Was kostet ein Unterhaltstitel?

Der Unterhaltsverpflichtete hat die Möglichkeit, den Kindesunterhalt durch Erklärung gegenüber dem Jugendamt durch sogenannte Jugendamtsurkunde anzuerkennen. Dies ist mit keinerlei Kosten verbunden. Eine solche Urkunde hat die gleichen Wirkungen wie eine gerichtliche Entscheidung.

Wie viel kostet eine Beurkundung beim Notar?

Die Notarkosten betragen durchschnittlich ca. 1% des Kaufpreises. Hinzu kommen außerdem 0,5% Grundbuchkosten. Insgesamt sollten Sie also mit Kosten von 1,2 bis 1,9% vom Kaufpreis rechnen – je nach Leistungen.

Was ist billiger, Notar oder Rechtsanwalt?

In der Regel sind Notarkosten deutlich geringer als Anwaltskosten. Das liegt vor allem daran, dass die Preise eines Notars festgelegt sind. Wenn Sie ein Testament handschriftlich aufsetzen und einen Notar nur zur Beglaubigung beauftragen, müssen Sie zudem nur eine einmalige Notargebühr zahlen.

Ist eine Erstberatung beim Notar kostenlos?

In den meisten Fällen ist ein Beratungsgespräch beim Notar kostenfrei. Kommt es zu einem Entwurf oder einer Beurkundung, ist das Beratungsgespräch nämlich mit der Entwurfs- bzw. Beurkundungsgebühr abgegolten und damit „inklusive“. Nur bei einer isolierten Beratung entstehen Beratungsgebühren.

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Wie viel kostet ein Schuldanerkenntnis beim Notar?

Die Kosten für ein notarielles Schuldanerkenntnis richten sich nach dem GNotKG (Gerichts- und Notarkostengesetz) und sind wertabhängig; sie berechnen sich als 1,0-Gebühr aus dem Nennwert der Schuld, zuzüglich Auslagen (Porto, Kopien) und Mehrwertsteuer, wobei die Gebühren (z.B. für ein 20.000 €-Anerkenntnis ca. 140 €) je nach Aufwand und Zusatzleistungen (z.B. Europäischer Vollstreckungstitel) variieren können. 

Was kostet eine Stunde Beratung beim Notar?

Aus Erfahrung kann jedoch gesagt werden, dass im Regelfall die Kosten für eine erste Beratung bei ca. 100 bis 200 Euro zzgl. Mehrwertsteuer liegen. Sollten die Kosten für die Erstberatung höher ausfallen, werden Sie hierüber vorab informiert.

Welche Tabelle für Notarkosten?

2 GNotKG geregelt:

  • 0,5-10 Mio. €: Jede weitere 50.000 € kosten 80 €.
  • 10–20 Mio. €: Jede weitere 200.000 € kosten 130 €
  • 20–30 Mio. €: Jede weitere 250.000 € kosten 150 €
  • über 30 Mio. €: Jede weitere 1.000.000 € kosten 120 €

Warum muss man Unterhalt beurkunden lassen?

Man lässt den Unterhalt beurkunden, um ihn rechtsverbindlich festzustellen (Titulierung), was die Voraussetzung für eine Zwangsvollstreckung bei Nichtzahlung ist – auch wenn freiwillig gezahlt wird, sichert dies den Anspruch ab und verhindert höhere Gerichtskosten bei späteren Streitigkeiten, da eine Jugendamtsurkunde die Wirkung einer gerichtlichen Entscheidung hat, aber kostenlos ist. Es schafft Sicherheit für das Kind und vermeidet zukünftige Kosten und Aufwand durch eine gerichtliche Durchsetzung.
 

Wie lange ist ein Unterhaltstitel gültig?

Ein Unterhaltstitel ist grundsätzlich unbefristet, aber er endet mit der Beendigung der Unterhaltspflicht, z.B. durch Abschluss der Erstausbildung oder Erreichen finanzieller Eigenständigkeit des Kindes. Auch wenn der Titel über die Volljährigkeit hinaus gilt, muss er durch eine Abänderungsklage angepasst werden, da sich die Bemessung ändert (z.B. Beteiligung beider Eltern). Für rückständige Unterhaltsansprüche gilt eine Verjährungsfrist von 30 Jahren, für künftige die übliche 3-jährige Frist.
 

Welche Kosten müssen zusätzlich zum Kindesunterhalt gezahlt werden?

Hält sich das Kind beim Umgangsberechtigten bzw. Unterhaltsleistenden auf, muss dieser ggfs. zusätzlich Fahrt,- Übernachtungs- und Verpflegungskosten tragen. Ebenso sollte dieser die Kosten der Freizeitgestaltung in der Zeit des Aufenthalts übernehmen.

Ist ein Unterhaltstitel sinnvoll?

Sollte der Unterhaltspflichtige nicht zahlen, kann nur mit einem gültigen Unterhaltstitel die Unterhaltszahlung per Zwangsvollstreckung durchgesetzt werden. Gerade bei streitigen Unterhaltsansprüchen ist ein Unterhaltstitel also sinnvoll.

Wie viel Unterhalt bei 2500 netto?

Bei 2.500 € Nettoeinkommen liegt der Kindesunterhalt laut Düsseldorfer Tabelle 2025/2026 je nach Alter des Kindes zwischen ca. 507 € (0-5 Jahre) bis 682 € (12-17 Jahre), mit höherem Betrag für ältere Kinder; dies ist der Bedarfssatz, der tatsächliche Betrag hängt vom Einkommen beider Elternteile und dem bereinigten Netto ab, wobei der Selbstbehalt des Unterhaltspflichtigen zu beachten ist. 

Ist ein Unterhaltstitel 30 Jahre gültig?

Bei Unterhaltstiteln verjährt der rückständige Unterhalt in 30 Jahren, der künftige Unterhalt jedoch in drei Jahren. Verjähren Ansprüche aus einem Unterhaltstitel gegenüber dem Pflichtigen, muss der Berechtigte den Titel an ihn herausgeben.

Wer ist billiger, Rechtsanwalt oder Notar?

Dabei ist Folgendes zu beachten was die Kosten angeht: Gehen zu einem Notar sind die Kosten deutlich niedriger als die Kosten anwaltlicher Beratung, was an den unterschiedlichen Kostengesetzen liegt.

Sind die Kosten bei allen Notaren gleich?

Nein, Notarkosten sind nicht immer gleich, aber ihre Grundstruktur ist bundesweit einheitlich und nicht verhandelbar durch das Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) festgelegt, was bedeutet, sie sind bei jedem Notar gleich hoch, variieren aber je nach Geschäftswert (z. B. Kaufpreis) und Art des Geschäfts (z. B. einfacher Kaufvertrag vs. komplexe Vertragsgestaltung). Zusätzliche Kosten wie Auslagen und Mehrwertsteuer kommen hinzu, und in seltenen, komplexen Fällen können höhere Gebührensätze anfallen, aber ein klassischer Immobilienkauf hat meist einheitliche Kosten. 

Warum sind Notarkosten so teuer?

Notare erscheinen teuer, weil ihre Gebühren gesetzlich festgelegt sind und sich nach dem Geschäftswert (z. B. Immobilienkaufpreis) richten, nicht nach Aufwand, was bei hohen Werten hohe Kosten bedeutet, auch wenn Beratung und Entwurf inklusive sind. Die Gebühren sind einheitlich (kein Wettbewerb), transparent und beinhalten umfassende Leistungen wie Beratung, Erstellung des Entwurfs sowie die Gewährleistung der Rechtssicherheit und Haftung, was oft unterschätzt wird. 

Ist eine notarielle Beratung kostenlos?

Ein kostenloses Erstgespräch ist möglich, wenn Sie sich beim Notar lediglich allgemein über rechtliche Möglichkeiten informieren. Wenn Sie beispielsweise allgemeine Auskünfte über Vorsorgevollmachten oder Patientenverfügungen einholen, entstehen keine Gebühren.

Wie hoch darf eine Beratungsgebühr sein?

Ist im Fall des Satzes 2 der Auftraggeber Verbraucher, beträgt die Gebühr für die Beratung oder für die Ausarbeitung eines schriftlichen Gutachtens jeweils höchstens 250 Euro; § 14 Absatz 1 gilt entsprechend; für ein erstes Beratungsgespräch beträgt die Gebühr jedoch höchstens 190 Euro.

Wo bekommt man eine gratis Rechtsberatung?

Für Auskünfte in rechtlichen Angelegenheiten und individuelle Beratung stehen Ihnen folgende Einrichtungen kostenlos zur Verfügung:

  • Amtstage.
  • Justiz-Servicecenter.
  • Justiz-Ombudsstellen.
  • Rechtsanwaltskammern.
  • Notariatskammer.
  • Rechtsanwaltlicher Journaldienst.
  • Rechtsauskünfte für Opfer von Straftaten.
  • Weitere Rechtsauskünfte.

Wann bekommt man eine kostenlose Rechtsberatung?

Die Voraussetzungen, um Beratungshilfe zu erhalten: Bedürftigkeit: Sie haben ein geringes Einkommen und wenig Ersparnisse oder Vermögen. Notwendigkeit: Sie haben versucht, und können das Problem nicht anders lösen. Eine Person mit mehr Geld würde in der Angelegenheit selbst bezahlen.

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