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Was kann man gegen ALS tun?

Gefragt von: Alex Ahrens B.Sc.  |  Letzte Aktualisierung: 6. Februar 2026
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Bei ALS hilft eine Kombination aus medikamentöser Behandlung (wie Riluzol zur Verlangsamung), multimodaler Therapie (Physio-, Ergo-, Logopädie) zur Stärkung der Funktionen, und Hilfsmitteln für Kommunikation, Atmung und Mobilität, um die Lebensqualität zu verbessern und Symptome zu lindern, da es noch keine Heilung gibt, betont die Deutsche Hirnstiftung. Unterstützung bei Muskelkrämpfen, Speichelfluss und Schmerzen durch spezielle Medikamente ist ebenfalls wichtig, ebenso wie eine gesunde Ernährung und angepasste Bewegung.

Was löst ALS aus?

Die genauen Ursachen für ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) sind weitgehend unbekannt, aber Forscher vermuten eine Kombination aus genetischen Faktoren (bei ca. 10 % der Fälle) und Umwelteinflüssen sowie Proteinstörungen (wie bei TDP43) als Auslöser, die zum Absterben der Motoneuronen führen. In den meisten Fällen (sporadische ALS) entstehen die ersten Symptome zufällig, während bei familiärer ALS Gendefekte die Krankheit verursachen.
 

Was kann man gegen die Krankheit ALS tun?

Die Symptome der ALS kann man lindern und das Fortschreiten der Krankheit abschwächen. Behandelt wird mit dem Medikament Riluzol. Es verringert im Nervensystem die Menge des Botenstoffs Glutamat. Normalerweise hilft dieser den Nervenzellen, miteinander zu kommunizieren.

Wie kann man ALS aufhalten?

Es gibt derzeit keine medikamentöse Therapie, die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) heilt, es wird jedoch versucht, das Fortschreiten zu verlangsamen. Dies wird auf der einen Seite durch Medikamente, auf der anderen Seite durch die Stärkung der noch erhaltenen Muskelfunktionen erreicht.

Kann man was gegen ALS machen?

Medikamente bei ALS

Als ALS-betroffene Person sollten Sie möglichst frühzeitig mit der Einnahme von Riluzol beginnen. Dieser Wirkstoff ist zur Behandlung der Amyotrophen Lateralsklerose zugelassen, kann das Fortschreiten der Erkrankung verzögern und so Ihre Lebenserwartung erhöhen.

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Was kann der Auslöser für ALS sein?

Die Ursache von ALS ist noch nicht vollständig geklärt, es wird jedoch angenommen, dass sowohl genetische als auch Umweltfaktoren eine Rolle spielen. Die Diagnose erfolgt in der Regel durch klinische Untersuchungen und elektrophysiologische Tests wie Elektromyographie (EMG) und Nervenleitungsuntersuchungen.

Kann man ALS verlangsamen?

Die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist derzeit nicht heilbar. Medikamente wie Riluzol können jedoch das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen und die Lebensqualität verbessern.

Kann man ALS stoppen?

Relyvrio® kann die Erkrankung zwar nicht stoppen, es soll jedoch sowohl die Behinderung als auch den Tod der Patienten hinauszögern können.

Was begünstigt ALS?

Risikofaktoren für die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) umfassen höheres Alter, das männliche Geschlecht, genetische Veranlagung (familiäre ALS) sowie Umweltfaktoren wie schwere körperliche Arbeit (lebenslang), Rauchen und Kontakt mit bestimmten Giftstoffen, wobei die Ursachen der häufigsten, sporadischen Form, noch unklar sind. Auch Entzündungen, Proteinverarbeitungsprobleme und eine erhöhte Belastung der Nervenzellen spielen eine Rolle. 

Was sind die ersten Anzeichen von ALS?

Die ersten Symptome von ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) sind oft unspezifisch und beginnen meist schleichend in den Extremitäten (Hände/Füße) mit Muskelschwäche, Zuckungen oder Ungeschicklichkeit, aber auch Sprech-, Kau- und Schluckbeschwerden (Bulbärsymptomatik) sind häufige Frühzeichen, selten Atemprobleme. Typische erste Anzeichen sind Schwierigkeiten bei feinen Bewegungen, wie Schreiben, oder eine Fußheberschwäche. Die Symptome breiten sich fortschreitend aus und führen zu fortschreitenden Lähmungen.
 

Welche Vitamine bei ALS?

50 % der Patienten mit ALS setzen nach Umfragen sogenannte alternativmedizinische Therapieverfahren ein. Häufig werden Methoden angewendet, die die Nervenzellen vor oxidativem Stress schützen sollen (z. B. durch Gabe von Vitaminen A, B, C, D, E, Selen oder omega-3 Fettsäuren).

Wie fängt ALS an?

Die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) beginnt oft schleichend mit Muskelschwäche, Zuckungen oder Krämpfen, meist in einer Hand, einem Fuß oder beim Sprechen/Schlucken, und breitet sich dann langsam aus; Betroffene bemerken z. B. Ungeschicklichkeit beim Schreiben, Stolpern oder undeutliche Sprache. Sensibilität, Bewusstsein und Denken bleiben meist unberührt, während die Lähmung fortschreitet, was eine frühe Diagnose durch einen Neurologen wichtig macht.
 

Wie hoch ist die Lebenserwartung bei ALS?

Die Lebenserwartung bei Krankheiten hängt stark von der spezifischen Erkrankung ab, wobei neurodegenerative Erkrankungen wie die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) die Prognose erheblich verkürzen (Durchschnitt 3-5 Jahre nach Diagnose), während andere Krankheiten wie Diabetes oder mentale Störungen ebenfalls die Lebensspanne beeinflussen können, aber oft mit unterschiedlichen Zeiträumen (z.B. 9-20 Jahre früherer Tod bei bipolaren Störungen). Der Krankheitsverlauf ist individuell sehr unterschiedlich, und die Verkürzung hängt von Faktoren wie Alter bei Diagnose und Schwere des Verlaufs ab.
 

Wie ist das Ende bei ALS?

ALS ist unheilbar und die Lebenserwartung ist verkürzt. Durchschnittlich sterben Menschen mit ALS 3 Jahre nach Diagnosestellung, einige leben auch bis zu 10 Jahren mit der Erkrankung. Todesursache ist in den meisten Fällen die Schwächung bzw. Lähmung der Atemmuskulatur.

Kann man ALS verhindern?

Man kann vielen Krankheiten vorbeugen, indem man einen gesunden Lebensstil pflegt (Bewegung, ausgewogene Ernährung, Nichtrauchen, wenig Alkohol), Risikofaktoren wie Bluthochdruck, hohen Cholesterin- und Blutzuckerwerten entgegenwirkt, geistig und sozial aktiv bleibt sowie Kopfverletzungen vermeidet; bei ALS gibt es jedoch aktuell keine bekannte Vorbeugung. 

Hat man bei ALS Schmerzen?

Ja, bei ALS können Schmerzen auftreten, auch wenn die Krankheit selbst nicht primär schmerzhaft ist, da die Sinnesnerven unberührt bleiben; die Schmerzen entstehen durch Folgesymptome wie schmerzhafte Muskelkrämpfe, Spastik, Gelenksteifigkeit und Sehnenverkürzungen durch die Muskelschwäche und Lähmungen. Diese Schmerzen sind ein häufiges und wichtiges Thema und müssen intensiv behandelt werden. 

Was begünstigt die Krankheit ALS?

Risikofaktoren für die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) umfassen höheres Alter, das männliche Geschlecht, genetische Veranlagung (familiäre ALS) sowie Umweltfaktoren wie schwere körperliche Arbeit (lebenslang), Rauchen und Kontakt mit bestimmten Giftstoffen, wobei die Ursachen der häufigsten, sporadischen Form, noch unklar sind. Auch Entzündungen, Proteinverarbeitungsprobleme und eine erhöhte Belastung der Nervenzellen spielen eine Rolle. 

Welche Prominenten haben ALS?

Prominente, die mit ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) in Verbindung gebracht werden, sind vor allem der weltberühmte Astrophysiker Stephen Hawking, der lange mit der Krankheit lebte, sowie der Schauspieler Eric Dane ("Grey's Anatomy"), der kürzlich die Diagnose erhielt, und der Maler Jörg Immendorff. Auch der französische Schriftsteller Marcel Proust litt unter einer Form von Muskelschwäche, die oft mit Asthma verwechselt wurde und zur Aufklärung dieser Erkrankungen beitrug, obwohl seine Diagnose nicht direkt ALS war.
 

Was hilft bei ALS?

Bei ALS hilft eine Kombination aus medikamentöser Behandlung (wie Riluzol zur Verlangsamung), multimodaler Therapie (Physio-, Ergo-, Logopädie) zur Stärkung der Funktionen, und Hilfsmitteln für Kommunikation, Atmung und Mobilität, um die Lebensqualität zu verbessern und Symptome zu lindern, da es noch keine Heilung gibt, betont die Deutsche Hirnstiftung. Unterstützung bei Muskelkrämpfen, Speichelfluss und Schmerzen durch spezielle Medikamente ist ebenfalls wichtig, ebenso wie eine gesunde Ernährung und angepasste Bewegung. 

Welcher bekannte Schauspieler hat ALS?

Mark Sloan – bei einem Flugzeugabsturz starb. Danach folgten weitere Rollen in verschiedenen Serien und Filmen. Doch zuletzt machte Dane mit einer traurigen Nachricht Schlagzeilen: Im Frühjahr 2025 machte er öffentlich, dass er an der unheilbaren Krankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) erkrankt ist.

Warum erstickt man bei ALS?

Die Hälfte der Erkrankten stirbt innerhalb von drei Jahren nach Krankheitsbeginn, viele von ihnen ersticken, weil ihre Atemmuskulatur gelähmt ist. Weltweit sind drei Varianten der Krankheit bekannt. 90 Prozent der klassischen ALS-Fälle treten scheinbar spontan auf, ohne dass man bisher eine Erklärung dafür hatte.

Warum hat Hawking noch so lange mit ALS gelebt?

Mediziner prophezeiten ihm, nur noch wenige Jahre zu leben. Allerdings handelte es sich vermutlich um eine chronisch juvenile ALS (JALS), die durch einen extrem langen Krankheitsverlauf gekennzeichnet ist. Seit 1968 nutzte er einen Rollstuhl.

Welche Nebenwirkungen hat Riluzol?

Häufige Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen) von Riluzol-ratiopharm® sind:

  • Benommenheit,
  • Schläfrigkeit,
  • Kopfschmerzen,
  • Missempfindungen (“Kribbeln”) im Mundbereich,
  • Beschleunigung des Herzschlages,
  • Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall,
  • Schmerz.

Wie sind die Zuckungen bei ALS?

Typisches Muskelzucken bei ALS sind Faszikulationen (sichtbare Zuckungen kleiner Muskelbündel unter der Haut) und Muskelkrämpfe, oft beginnend in Händen oder Füßen, kombiniert mit Muskelschwäche und Muskelschwund, die sich fortschreitend ausbreiten. Diese Zuckungen können sich auch an der Zunge zeigen (Fibrillationen), sind aber oft von anderen Symptomen wie Schwäche, Sprech- oder Schluckstörungen begleitet, was sie von harmlosen Zuckungen unterscheidet. 

Wie verändert sich die Stimme bei ALS?

Die eingeschränkte Rundung der Lippen und verminderte Kieferbeweglichkeit äußern sich in einem veränderten Klangbild der Vokale, oft klingt das Sprechen kloßig (wie Richtung Rachen gerutscht) und nasal.