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Was ist ein Tütenüggel?

Gefragt von: Alois Ahrens-Wetzel  |  Letzte Aktualisierung: 10. August 2026
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Ein "Tütenüggel" ist ein kölsches Schimpfwort für einen Dummkopf, einen Tollpatsch oder einen Waschlappen, wobei es oft eine liebevoll-spöttische Bedeutung hat, ähnlich dem norddeutschen "Dösbaddel". Es beschreibt eine Person, die etwas trottelig ist und an etwas "nuggelt" (nuckelt), was auf einen infantilen oder weltfremden Charakter anspielt, so FDP Köln.

Was bedeutet das Wort Tütenüggel?

Nach Recherche ist nun klar, dass der Kölner mit Tütenüggel in etwa das meint, was der Norddeutsche als Dösbaddel bezeichnet. Bei beiden Wörtern schwingt etwas Liebevolles mit. Tollpatsch, kleiner Dummkopf, aber eben einer, der noch an der Tüte nuggelt, sprich an der Mutterbrust.

Was heißt Lötschendötsch?

Lötschendötsch. Das Lieblingsschimpfwort von Schwester Antonia. In der hochdeutschen Übersetzung könnte man „Blödmann“ oder „Dummkopf“ sagen.

Was bedeutet "Pattevugel"?

Pattevugel. Ein (Papier-)Drache ist ein Pattevugel. Und wenn ein Mensch, ähnlich wie ein Drachen, mit weiten Gewändern hereinschneit, (das betrifft gerne ältere Tanten) wird auch dieser zu einem Pattevugel.

Was ist ein Mömmes?

Da „Mömmes“ übersetzt „Popel“ heißt, handelt es sich hier eigentlich um einen „Popelfresser“. Gemeint ist im Kölschen aber ein Geizhals – jemand, der aus lauter Geiz sogar am Essen spart. Und deshalb quasi lieber die eigenen Popel futtert.

Dialekte Hotline: Kölsch

31 verwandte Fragen gefunden

Wie werden Oma und Opa in Köln genannt?

In Köln werden Oma und Opa traditionell mit den kölsche Wörtern Besteva (für Opa, von „Bester Vater“) und Bestemo (für Oma, von „Beste Mutter“) bezeichnet, die auch als Figuren im bekannten Hänneschen-Theater vorkommen. Diese Begriffe sind tief in der kölschen Kultur verwurzelt und stehen für die geliebten Großeltern. 

Was sind die 10 schlimmsten Schimpfwörter?

Was sind die bekanntesten deutschen altmodischen Schimpfwörter?

  1. Ekelpaket. Jemand, den man so bezeichnet, ist nicht einfach nur ein ekliger Mensch. ...
  2. Gewitterziege. Dieser Ausdruck für eine böse, zänkische Frau malt einfach ein so schönes Bild im Kopf …
  3. Halunke. ...
  4. Hanswurst. ...
  5. Hohlkopf, Holzkopf, Strohkopf. ...
  6. Lackaffe. ...
  7. Lump. ...
  8. Scheusal.

Was sind vulgäre Ausdrücke?

Als Vulgärsprache bezeichnet man in der Regel einen Sprachstil, der als unangemessen bis beleidigend – obszön – wahrgenommen wird. Ein einzelnes vulgäres Wort bezeichnet man als Vulgarismus (oder seltener als Vulgarität).

Wie heißt "Ich liebe dich" auf Kölsch?

Wie sagt ein echter Kölner "Ich liebe dich"? Ganz einfach: "Isch han disch jään." Und was liebt ein Kölner noch mehr als den Dom? Ne lecker Kölsch.

Was heißt Popo auf Kölsch?

Auf Kölsch sagt man für "Popo" hauptsächlich "Fott" oder die verniedlichte Form "Föttche", was direkt vom Rheinischen kommt und so viel wie "Gesäß" oder "Hinterteil" bedeutet und auch in Schimpfwörtern vorkommt, wie zum Beispiel das "Stippeföttche" (ein kleiner Arsch/Hintern).
 

Was heißt Kuss auf Kölsch?

Ein Kuss auf Kölsch ist ein "Bützche" (kleiner Kuss) oder "Bützje", und die Handlung des Küssens nennt man "bützen"; im Karneval wird oft ein freundschaftlicher, auf die Wange gehauchter Kuss verteilt, manchmal auch als "jebützt" (geküsst) beschrieben, während "schnüsele" für einen innigen, verliebten Kuss steht.
 

Wie nennen die Deutschen Oma?

Im Deutschen lautet die formelle Bezeichnung „großmutter“ , die vertraute Bezeichnung „oma“.

Was bedeutet "Föttchesföhler"?

Föttchesföhler ist ein kölsches Schimpfwort für einen aufdringlichen Menschen, der gerne andere, besonders Frauen, anfasst oder „grabbelt“; wörtlich bedeutet es „Po-Fühler“ oder „Postreichler“. Es beschreibt jemanden, der unappetitlich (aber oft mit einem gewissen Kölsch-Humor) als Belästiger wahrgenommen wird und kann auch als Name einer Karnevals-Comedy-Gruppe aus Kreuzau verwendet werden, die sich mit diesem Begriff etabliert hat. 

Was bedeutet "kötten" auf Kölsch?

"Kötten" ist Kölsch und bedeutet "sammeln" oder "um etwas bitten", oft im Sinne von "die Hand aufhalten" für einen guten Zweck, wie es traditionell die Roten Funken mit ihren "Kötterbüchsen" für Bedürftige taten, aber auch eine mildere Form des "Bettelns" beschreibt, die weniger penetrant wirkt als das direkte Betteln. Es geht um das Ersuchen um eine kleine Gabe, eine Art "Paßgebühr" für eine gute Sache.
 

Was heißt popo auf schweizerdeutsch?

Das Wort Po oder Popo ist eine Ableitung oder Verkürzung aus dem Lateinischen «Podex» (was eigentlich, das «Ding, das furzt» bedeutet). Daraus entstanden auch das schweizerische «Fudi», «Füdli» und weitere vulgärsprachliche Wörter.

Was ist die schlimmste Beleidigung auf Deutsch?

Die "schlimmste" Beleidigung auf Deutsch ist subjektiv, aber sehr starke und vulgäre Schimpfwörter wie "Arschloch" oder "Hurensohn" gelten als sehr beleidigend und aggressiv, während kreative, aber weniger vulgäre Beleidigungen wie "Kotzbrocken", "Dumpfbacke", "Saftsack", oder die oft ironisch gemeinte, aber tief sitzende "Du bist ein Idiot" (oder "Idiot") ihre Wirkung haben, da sie die Intelligenz oder den Charakter direkt angreifen. Was als schlimm empfunden wird, hängt stark vom Kontext und der Beziehung ab.
 

Was sind verbotene Schimpfwörter?

Strafbar sind zum Beispiel Beschimpfungen („schwule Sau“, „Arschloch“, „Idiot“) oder das Behaupten unwahrer Tatsachen, die die Person verächtlich machen können („Sabine kokst schon wieder. “). Eine Beleidigung kann auch durch eine Handlung begangen werden, als sogenannte tätliche Beleidigung (Mittelfinger, Anspucken).

Was ist ein Sckel schwäbisch?

"Seckel" (oder Säckel) ist schwäbisch für einen kleinen Sack, aber in der Kombination "Muggeseggele" wird es zum bekanntesten schwäbischen Begriff für das männliche Genital, eine winzige, oft scherzhafte Maßeinheit für „ein bisschen“ oder „gar nichts“ (z.B. "A Muggeseggele Zeit") und eine liebevolle Beschimpfung, die 2009 zum schönsten schwäbischen Wort gewählt wurde. 

Was ist die teuerste Beleidigung?

Mittelfinger ist per Gesetz verboten

Bis zu 4.000 € kann das kosten. Sogar eine Haftstrafe (Gefängnis) ist möglich. Der Mittelfinger ist eine der teuersten Beleidigungen im Straßenverkehr.

Was ist das härteste deutsche Wort?

Die längsten Wörter, die im Duden zu finden sind: Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (44 Buchstaben) Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung (36 Buchstaben) Donau-Dampfschifffahrtsgesellschaft (34 Buchstaben)

Ist alte Schachtel eine Beleidigung?

„Alte Schachtel“ klingt eher wie eine Beleidigung für ältere Frauen und nicht wie eine respektvolle Begrüßung für jemanden, der älter ist als man selbst. „Herr“/„Frau“ klingt respektvoller. „Frau“ ist nur eine Kurzform von „Madam“, was viel formeller und respektvoller klingt.

Was heißt Pflaume auf Kölsch?

"Prumm" heißt auf Kölsch Pflaume.

Was bedeutet "drüsch" auf Kölsch?

"Drüsch" (oder "drüje", "drüg") ist ein kölsches/rheinisch-westfälisches Wort für trocken, aber auch im übertragenen Sinne für spröde, nüchtern, wortkarg oder humorlos, was zu Begriffen wie "drüje Manes" (trockener Hermann/langweiliger Kerl) führt, während das Café "drrüsch" (mit zwei r) in Flingern eine Anlaufstelle für Suchtkranke ist, die eine trockene (nüchterne) Umgebung bietet. 

Was bedeutet "affäre" auf Kölsch?

Kölsche Wörter: Fisternöllche. Gerade der Kölner Karneval führt immer wieder zu jeder Menge Fisternöllche. Damit sind heimliche Liebeleien gemeint. Speziell an Karneval wird daraus auch gerne das „Fastelovendsfisternöll“.