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Was ist der Jägernotweg?

Gefragt von: Hansjörg Kroll-Riedel  |  Letzte Aktualisierung: 10. Januar 2026
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Der Jägernotweg ist ein jagdrechtliches Wegerecht, das es einem Jäger erlaubt, durch ein fremdes Jagdrevier zu gehen oder zu fahren, wenn sein eigenes Revier über öffentliche Wege nicht erreichbar ist oder nur über einen unzumutbar langen Umweg erreicht werden kann. Es ist ein Wegerecht über fremde Grundstücke, das für den Zugang zum eigenen Revier in Jagdausrüstung gewährt wird, oft unter der Bedingung, dass Waffen ungeladen und Hunde angeleint sind und der Nachbar ggf. eine Entschädigung verlangen kann.

Was beinhaltet das Jagddrecht?

§ 1 Inhalt des Jagdrechts

(1) Das Jagdrecht ist die ausschließliche Befugnis, auf einem bestimmten Gebiet wildlebende Tiere, die dem Jagdrecht unterliegen, (Wild) zu hegen, auf sie die Jagd auszuüben und sie sich anzueignen. Mit dem Jagdrecht ist die Pflicht zur Hege verbunden.

Was ist ein Jägernotweg in Bayern?

Der Jägernotweg ist der Zugang zum eigenen Revier durch ein fremdes Jagdrevier (Wegerecht, Art. 35 BayJG ). Er wird zuerkannt, wenn ein Jäger auf einem zum öffentlichen Gebrauch bestimmten Weg sein Revier überhaupt nicht oder nur auf einem unzumutbaren Umweg zu erreichen kann.

Kann mich ein Jäger des Waldes verweisen?

Sie haben im Vergleich zu uns nur zwei weitere Rechte: das Jagdrecht und Einfahrrecht in den Wald. Sie dürfen uns also weder des Waldes verweisen, Verbote aussprechen oder gar Bußgelder kassieren. Die Hauptsorge der Jäger sind übrigens nicht die Geocacher, sondern Hundebesitzer, da die Hunde dem Wild nachstellen.

Wie weit müssen Jäger vom Haus entfernt werden?

Es gibt keinen bundesweit einheitlichen Mindestabstand für Jäger zu Wohnhäusern, aber die Gesetze der Bundesländer und die allgemeine Sorgfaltspflicht verlangen, dass Jäger jederzeit eine Gefährdung von Menschen oder Sachwerten ausschließen müssen; das bedeutet, dass Schüsse nur abgegeben werden dürfen, wenn das Projektil sicher im Zielbereich aufgefangen wird, was oft zu Abständen führt, die weit über die gesetzlich definierten Zonen hinausgehen, insbesondere bei der Jagd auf Hauskatzen, wo oft 200m oder mehr gefordert werden, um Wilderei zu vermeiden. 

Jägernotweg

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Kann ich die Jagd auf meinem Grundstück verbieten?

Als Grundstückseigentümer müssen Sie der Jagdbehörde glaubhaft darlegen, dass Sie die Jagd aus ethischen Gründen ablehnen. [2] Das bedeutet, dass Sie begründen müssen, weshalb Sie die Jagd aus persönlicher Überzeugung und aufgrund einer Gewissensentscheidung ablehnen.

Wie dicht darf ein Haus an der Grundstücksgrenze stehen?

In Deutschland muss der Mindestabstand zwischen Gebäuden, Bauwerken und Installationen zum benachbarten Grundstück in der Regel 2,5 bis 3 Meter betragen. Allerdings gibt es keine einheitliche Regelung, da diese Vorgaben von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sein können.

Was dürfen Jäger nicht?

Jäger dürfen nicht auf geschützte Arten (Wolf, Luchs, Wildkatze), trächtige Tiere, bestimmte Haustiere (Diensthunde, Blindenhunde, Jagdhunde), in Naturschutzgebieten (oft), befriedeten Bezirken (Friedhöfe, Parks, Hausgärten) oder außerhalb der festgelegten Jagd- und Schonzeiten jagen. Verboten sind auch Methoden wie die Jagd mit Pistolen (außer bei Fangschüssen) oder das Töten von Wild mit Pfeil und Bogen.
 

Welche Verpflichtungen hat man als Waldbesitzer?

Waldbesitzer haben die Pflicht zur nachhaltigen und ordnungsgemäßen Waldbewirtschaftung (Nutz-, Schutz-, Erholungsfunktion), zur Einhaltung von Gesetzen, zum Schutz vor Schädlingen (z. B. Borkenkäfer), zur Wiederaufforstung von Kahlflächen, zur Sicherung von Waldwegen (Verkehrssicherungspflicht, besonders bei angrenzenden Wegen/Siedlungen) und zur Beachtung von Arbeitsschutz, wenn sie selbst oder andere im Wald arbeiten. Sie müssen Steuern zahlen und je nach Situation der Berufsgenossenschaft beitreten. 

Wie viele Hunde werden von Jägern erschossen?

NamhafteTierschutzorganisationen gehen davon aus, dass zwischen 250.000 und 300.000 Katzen und 20.00 bis 30.000 Hunde in Deutschland pro Jahr von Jägern erschossen oder durch Fallen bru- tal verstümmelt und getötet werden.

Wann darf ein Hund im Wald erschossen werden?

Das heißt, es gibt leicht voneinander abweichende Regeln, die allerdings eines gemeinsam haben: ein wildernder Hund außerhalb des Einflussbereichs des Halters darf erschossen werden, wenn andere Abhilfemaßnahmen nicht wirken. Dafür muss der Vierbeiner in der Lage sein, die „Beute“ tatsächlich zu reißen.

Was kostet 1 Hektar Jagdpacht?

Der Jagdpacht pro Hektar variiert stark, liegt aber oft zwischen 30 € und 120 € pro Hektar und Jahr, abhängig von Lage, Wildbestand und Reviergröße, wobei es Beispiele von 27 € (NRW) bis zu höheren Summen gibt, die durch Gebote aufgerufen werden; die tatsächlichen Kosten können aber auch deutlich darüber liegen, je nach Region und Wettbewerb der Bieter.
 

Wie viele Patronen darf ein Jägerin Bayern laden?

Deswegen sei Eile geboten, um den Jägerinnen und Jägern die nötige Rechtssicherheit zu verschaffen. Sobald die bayerische Regelung in Kraft ist, dürfen bis zu einer bundesrechtlichen Lösung im Freistaat halbautomatische Langwaffen verwendet werden, die mit bis zu drei Patronen geladen sind.

Wann darf ein Jäger eine Katze erschießen?

Ein Jäger darf eine Katze erschießen, wenn sie als "wildernd" gilt, was meist bedeutet, dass sie im Jagdrevier in einer bestimmten Entfernung (oft 200 bis 300 Meter) vom nächsten bewohnten Haus angetroffen wird, um Wildtiere zu schützen, wobei die genauen Regeln je nach Bundesland variieren und der Abschuss auch in Fallen erlaubt ist, es sei denn, der Halter kann nachgewiesen werden.
 

Was ist das schwierigste an der Jägerprüfung?

Das Schwierigste an der Jägerprüfung ist wohl der enorme Umfang des Wissens, das du dir aneignen musst. Vor allem die Vielfalt der Themen – von Biologie über Recht bis zu Waffenkunde – erfordert eine intensive Vorbereitung.

Wann darf ich in meinem eigenen Wald Bäume fällen?

Erlaubt ist das Fällen eines Baumes von Oktober bis einschließlich Februar. In den übrigen Monaten ist es laut Bundesnaturschutzgesetz verboten.

Wie hoch ist die Grundsteuer für 1 ha Wald?

Ein Beispiel: Angenommen Sie sind Eigentümer eines Hektars Wald in den neuen Bundesländern, in einer Gemeinde mit einem Hebesatz für die Grundsteuer A von 400%. Multipliziert man den Ersatzwirtschaftswert von 63,91€ mit der Grundsteuermesszahl von 0,6% ergibt sich der Steuermessbetrag von 0,3835€.

Bin ich als Waldbesitzer automatisch Unternehmer?

Als Waldbesitzender gelten Sie automatisch als Unternehmen im Sinne des Sozialgesetzes und müssen daher MItglied in der Sozialversicherung und Berufsgenossenschaft der SVLFG (Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau) werden.

Wie weit muss ein Jäger vom Haus entfernt sein?

Einen gesetzlich vorgeschriebenen Mindestabstand zu Wohngebäuden gibt es bei der Jagd nicht; beim Schießen müssen Jäger lediglich darauf achten, keine Personen zu gefährden und Häuser nicht zu beschädigen.

Was verschweigen Jäger?

"Was Jäger verschweigen" bezieht sich oft auf die kritischen Aspekte der Jagd, wie die Tötung bedrohter Arten, die Umweltbelastung durch Munition (Blei), Stresshormone im Wildfleisch, die fragwürdige Praxis der Trophäenjagd und die Meinung, dass die Hobbyjagd in modernen Gesellschaften nicht mehr zeitgemäß ist, im Gegensatz zu den offiziellen Darstellungen von Naturschutz und Wildbestandsregulierung. Es ist auch der Titel eines Buches von F. Werner, das diese Schattenseiten beleuchtet. 

Wie viele Todesfälle gab es durch Wildschweine?

Tödliche Angriffe durch Wildschweine auf Menschen sind extrem selten, es gibt kaum genaue Statistiken, aber Schätzungen gehen von vielleicht 1-2 Todesfällen pro Jahrzehnt in Deutschland aus; die größte Gefahr geht von Wildschweinen im Straßenverkehr aus (ca. 30.000 Wildunfälle pro Jahr), nicht durch direkte Angriffe, wobei Angriffe meist nur bei Bedrohung der Muttertiere mit Frischlingen passieren.
 

Ist es erlaubt, Fenster in Brandwänden zu haben, auch wenn der Nachbar erlaubt hat?

Brandschutzfenster zum Nachbarn sind heikel: In Brandwänden sind Fenster grundsätzlich verboten, selbst mit Nachbarzustimmung, es sei denn, die Baubehörde genehmigt Ausnahmen (z.B. F90-Verglasung, Selbstschließer) nach strenger Prüfung. Bei normaler Grenzbebauung gelten Mindestabstände (z.B. 2,50 m zur Grundstücksgrenze), um Flammenübergang zu verhindern, wobei spezielle Brandschutzverglasungen (z.B. F30, G30) und korrekte Montage nach Normen (DIN EN 16034) entscheidend sind, um die Anforderungen der Bauordnungen zu erfüllen. Im Zweifel immer Bauamt und Fachplaner einbeziehen. 

Wie weit muss eine Gartenhütte von der Grundstücksgrenze entfernt sein?

In Deutschland regeln die Landesbauordnungen der Bundesländer den Mindestabstand zur Grundstücksgrenze. In den meisten Fällen gilt: Gartenhäuser bis 30 m³ Rauminhalt dürfen bis zu 3 Meter an die Grenze gebaut werden.

Verjährt Grenzbebauung?

Eine widerrechtliche Grenzbebauung verjährt zivilrechtlich oft nach drei Jahren (§§ 195, 199 BGB), beginnend mit dem Ende des Jahres, in dem der Nachbar Kenntnis von der Bebauung erlangt hat (oder hätte erlangen müssen); aber der Anspruch auf Herausgabe des überbauten Grundstücksteils selbst verjährt nach 30 Jahren (§ 902 BGB) oder gar nicht, da er aus dem Eigentum resultiert, während das öffentliche Baurecht oft gar nicht verjährt, sodass die Gemeinde immer noch den Rückbau verlangen kann, auch nach vielen Jahren. 

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