Zum Inhalt springen

Was genau ist ein Dom?

Gefragt von: Frau Dr. Anita Wiegand  |  Letzte Aktualisierung: 2. Februar 2026
sternezahl: 5/5 (13 sternebewertungen)

Ein "Dom" kann je nach Kontext entweder eine große, bedeutende Kirche (von lateinisch domus dei, „Haus Gottes“) oder das Document Object Model (DOM) in der Webentwicklung bezeichnen, eine Schnittstelle, die das strukturierte Modell einer Webseite darstellt, um sie programmatisch zu verändern. Der kirchliche Dom ist oft ein Bischofssitz (eine Kathedrale), aber nicht immer; der technische DOM ermöglicht es Skriptsprachen wie JavaScript, eine Webseite zu manipulieren.

Was ist der Unterschied zwischen einer Kirche und einem Dom?

Eine Kirche ist der allgemeine Begriff für ein christliches Gotteshaus, während ein Dom (vom lat. domus = Haus) eine besonders große, prächtige und historisch bedeutsame Kirche ist, oft der Bischofssitz (Kathedrale), aber nicht zwingend, und sich auch durch Größe, Architektur oder regionalen Status auszeichnet, wie der Kölner Dom. Die wichtigste Unterscheidung liegt in der Funktion: Eine Kathedrale ist immer ein Bischofssitz (mit Cathedra, Bischofsstuhl), ein Dom kann eine Kathedrale sein (z.B. Kölner Dom ist Dom und Kathedrale), aber nicht jeder Dom ist ein Bischofssitz (z.B. Frankfurter Kaiserdom).
 

Was wird als Dom bezeichnet?

Dom (von lateinisch domus „Haus“) oder Domkirche werden Kirchen genannt, die sich durch ihre Größe, architektonische und künstlerische Besonderheiten oder eine besondere historische Bedeutung auszeichnen. Im Oberdeutschen hat die Bezeichnung Münster eine ähnliche Bedeutung.

Was ist ein Dom?

Nach dem Abbruch der großen Domkirche (1804) fand der traditionelle Weihnachtsmarkt zunächst auf dem Gänsemarkt statt; er behielt aber den Namen „Dom“. Heute ist Dom der Sammelbegriff für die drei Hamburger Jahrmärkte, die auf dem Heiligengeistfeld stattfinden.

Ist jede Kirche ein Dom?

Jede Kathedrale ist ein Dom, wenn sie groß und wichtig ist, aber nicht jeder Dom eine Kathedrale. Das ist der wichtigste Unterschied.

Der Dom mit anderen Augen - Kinderführung

42 verwandte Fragen gefunden

Was ist der Unterschied zwischen einem Dom, einer Kathedrale und einer Basilika?

Dom und Kathedrale bezeichnen im Grunde dasselbe: eine Bischofskirche, also den Sitz eines Bischofs (von lateinisch cathedra, Bischofsstuhl), wobei „Dom“ die deutsche bzw. „Kathedrale“ die französische/lateinische Bezeichnung ist und oft auch für große, historisch bedeutsame Kirchen genutzt wird, die nicht unbedingt Bischofssitz sind, während Basilika eine besondere Auszeichnung für Kirchen mit überregionaler Bedeutung (z. B. Wallfahrtskirche) ist, die auch einen bestimmten Baustil beschreiben kann, aber nicht notwendigerweise ein Bischofssitz sein muss. 

Sind Kathedralen einfach nur große Kirchen?

Der Begriff Kathedrale lässt eigentlich keine Rückschlüsse auf die Größe oder den Prunk des Gebäudes zu , obwohl viele Kathedralen beeindruckende Bauwerke sind, einfach weil für diözesane Feierlichkeiten in der Regel die Kapazität einer der größeren Kirchen der Diözese benötigt wird.

Kann es eine Kathedrale geben, ohne dass es eine Stadt ist?

Eine Kathedrale ist keine Voraussetzung für die Verleihung des Stadtrechts , obwohl Birmingham 1889 die erste Stadt ohne Kathedrale war, die den Stadtstatus erhielt.

Warum sagt man Dom?

Was man unter einem Dom versteht, ist leider nicht so genau definiert, das Wort selbst bedeutet schlicht so viel wie „Haus des Herrn“. Irgendwann hat es sich als Bezeichnung eines Bischofssitzes durchgesetzt. Deshalb werden neben aktuellen auch ehemalige Bischofskirchen oft als Dom bezeichnet.

Welche Voraussetzungen muss eine Kirche erfüllen, um als Kathedrale anerkannt zu werden?

Viele Menschen verstehen unter einer Kathedrale einfach eine große Kirche. Das Besondere an einer Kathedrale ist jedoch der Bischofsstuhl, lateinisch „Cathedra“ . Von diesem Stuhl aus übt der Erzbischof seine Führungsaufgaben in Lehre, Leitung und Heiligung aus.

Was macht eine Kathedrale zu einer Kathedrale und nicht zu einer Kirche?

Worin besteht der Unterschied zwischen einer Kathedrale und einer Kirche? Eine Kathedrale ist eine Kirche, aber da sie den Sitz des Bischofs (lateinisch: cathedra) beherbergt , wird sie Kathedrale genannt und ist die Mutterkirche der Diözese (des Gebiets, das unter der pastoralen Kontrolle des Bischofs steht).

Was ist der Dom für eine Kirche?

Ein Dom (von lateinisch domus „Haus“) ist eine große, bedeutende Kirche, oft mit architektonischen Besonderheiten, die aber nicht zwingend ein Bischofssitz sein muss (z.B. der Frankfurter Dom, das Ulmer Münster). Eine Kathedrale hingegen ist immer die Bischofskirche mit dem Bischofsstuhl (cathedra). Viele Doms sind auch Kathedralen (z.B. Kölner Dom), aber nicht alle Doms sind Kathedralen, und umgekehrt sind alle Kathedralen große, wichtige Kirchen.
 

Warum Dom und nicht Kirche?

Dom (von lateinisch domus „Haus“) oder Domkirche werden Kirchen genannt, die sich durch ihre Größe, architektonische und künstlerische Besonderheiten oder eine besondere historische Bedeutung auszeichnen. Im Oberdeutschen hat die Bezeichnung Münster eine ähnliche Bedeutung.

Wie viele Dome gibt es in Deutschland?

In Deutschland gibt es 11 offizielle Bischofsdome (Kathedralen) im katholischen Bereich, die den Sitz eines Bischofs bilden, aber darüber hinaus gibt es noch viele weitere Kirchen, die den Namen "Dom" tragen, oft aus historischen Gründen, wie der Berliner Dom oder die evangelischen Dome (z.B. in Magdeburg, Trier). Die genaue Zahl ist also nicht einfach zu bestimmen, da der Begriff auch für bedeutende, frühere Bischofskirchen oder große Stiftskirchen verwendet wird, was zu einer Gesamtzahl von über einem Dutzend Haupt-Domen und vielen weiteren Domkirchen führt.
 

Warum Münster und nicht Dom?

Ein Dom ist eine Bischofskirche, während ein Münster ursprünglich eine Kirche mit einem angeschlossenen Kloster war. In Deutschland wird der Begriff "Dom" häufiger verwendet, während "Münster" vor allem im südwestdeutschen Raum und gelegentlich am Mittelrhein und in Westfalen üblich ist.

Was ist ein Dom einfach erklärt?

Ein Dom ist ein großes, historisch bedeutsames Kirchenhaus. Das gleiche gilt für eine Kathedrale, aber Kathedrale ist eigentlich kein architektonischer Begriff, sondern sagt nur, dass es sich bei der jeweiligen Kirche um einen katholischen, orthodoxen oder – in Großbritannien – anglikanischen Bischofssitz handelt.

Wie begrüßt man einen Dom?

Anrede Domkapitular

Am gängisten ist heute die Anrede „Sehr geehrter Herr Domkapitular“.

Wer hat den Dom erfunden?

Am 15. August 1248 legt Erzbischof Konrad von Hochstaden den Grundstein für den Dom. Er soll nach den Plänen von Meister Gerhard die größte Kirche Europas werden. Vorbild für den Grundriss ist die Kathedrale von Amiens.

Wo ist die älteste Kathedrale der Welt?

Basilika in Aqaba – die älteste Kirche, die von Anfang an als solche gedacht war. Ein besonderer Reisetipp von Nahost-Reiseexperte Diesenhaus Ram. Archäologen datieren den Bau der Basilika in Aqaba auf etwa 293 bis 303 nach Christus.

Hat Deutschland eine Kathedrale?

Mariendom in Hildesheim

Der Mariendom ist eine mittelalterliche römisch-katholische Kathedrale in Hildesheim, Niedersachsen. Seit 1985 steht die Kathedrale auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Die Kathedrale wurde im 9. Jahrhundert im romanischen Stil erbaut.

Wann darf sich eine Kirche Kathedrale nennen?

Eine Kirche ist dann eine Kathedrale, wenn in ihr ein Bischof seinen Sitz (griechisch/lateinisch: cathedra) hat. Die wenigsten deutschen Bischofskirchen werden landläufig aber Kathedrale genannt. Die meisten heißen Dom, wie zum Beispiel in Köln oder Aachen - und auch das Freiburger Münster ist eine Bischofskirche.

Wo steht die kleinste Kathedrale der Welt?

Die römisch-katholische Heilig-Kreuz-Kirche (kroatisch Crkva svetog Križa) in Nin, Kroatien wurde um das Jahr 800 erbaut und war vermutlich anfangs Bischofskirche des aufgehobenen Bistums Nin. Sie wird als die „kleinste Kathedrale der Welt“ bezeichnet und ist innen 7,80 m lang, 7,60 m breit und 8,20 m hoch.

Was ist die zweitgrößte Kathedrale der Welt?

Platz 2: Ulmer Münster, Deutschland (161,53 m)

Mit einer Höhe von 161,53 Metern war das Ulmer Münster bis Oktober 2025 die höchste Kirche der Welt und sichert sich damit den 2. Platz in unserem Ranking.

Welches Land hat die meisten Kathedralen?

So finden sich viele der längsten mittelalterlichen Kathedralen in England, die meisten der höchsten Kirchenschiffe in Frankreich, viele der höchsten Kirchtürme in Deutschland oder ehemals deutschen Städten sowie viele der nach Breite und Grundfläche größten Kathedralen in Spanien.