Zum Inhalt springen

Warum heisst es suppenkoma?

Gefragt von: Hinrich Behrendt  |  Letzte Aktualisierung: 3. März 2026
sternezahl: 4.3/5 (31 sternebewertungen)

Der Begriff „Suppenkoma“ ist ein umgangssprachlicher Ausdruck, der die starke Müdigkeit nach einer üppigen Mahlzeit beschreibt, besonders nach deftigen Gerichten wie Suppen (aber auch Schnitzel oder Kantinenessen). Er setzt sich zusammen aus „Suppe“ (als Beispiel für eine schwere Mahlzeit) und „Koma“ (als Metapher für den Zustand der Benommenheit und Antriebslosigkeit), da der Körper nach dem Essen viel Energie für die Verdauung benötigt, was zu einer Art "Schlafwachzustand" führt, erklärt Wiktionary.

Woher kommt der Begriff Suppenkoma?

Das „Suppenkoma“ (oder auch Schnitzelkoma, Fressnarkose, Futternarkosehttps://www.daskochrezept.de/magazin/suppenkoma-das-hilft-gegen-das-mittagstief-69007.html, https://www.lecker.de/suppenkoma-muede-nach-dem-mittagessen-69007.html, https://www.meinmed.at/gesundheit/suppenkoma/2922,) beschreibt die Müdigkeit nach dem Essen und ihre Herkunft liegt in einer Kombination aus der Verdauung, die viel Blut zum Magen-Darm-Trakt leitet, und einem natürlichen biologischen Tiefpunkt am frühen Nachmittag. Der Begriff ist eine scherzhafte Bezeichnung für dieses Phänomen, das durch die Umverteilung des Blutes und den Biorhythmus verursacht wird.
 

Warum nennt man es Essenskoma?

Postprandiale Somnolenz bedeutet wörtlich übersetzt „Schläfrigkeit nach dem Essen“ – daher auch der umgangssprachliche Begriff „Essenskoma“. Auch wenn das Wort „Koma“ dramatisch klingt, verliert man bei einem Essenskoma nicht tatsächlich das Bewusstsein, und die Symptome dauern in der Regel nur etwa eine Stunde an. Schläfrigkeit nach dem Essen …

Warum Suppenkoma?

Suppenkoma ist ein natürliches Phänomen. Nach dem Essen benötigt der Magen viel Blut, um die aufgenommenen Nährstoffe im Körper zu verarbeiten. Der Blutdruck sinkt. Müdigkeit, Trägheit und fehlender Antrieb machen sich breit.

Was ist ein Suppenkoma?

Suppenkoma (auch Fresskoma oder postprandiale Müdigkeit) beschreibt das Phänomen der bleiernen Müdigkeit und Antriebslosigkeit nach dem Essen, besonders nach schweren, großen Mahlzeiten, verursacht durch die Verdauung, die viel Blut benötigt, und ein biologisches Mittagstief zwischen 13-14 Uhr, wobei Bewegung, frische Luft, leichte Kost und ein kurzer Powernap (10-20 Min.) helfen können.
 

Psychosomatik: Das kann hinter den unerklärlichen Beschwerden stecken | Quarks Studio Q

39 verwandte Fragen gefunden

Was hilft gegen Suppenkoma?

Was hilft gegen das Suppenkoma?

  • Spaziergang: Zehn oder wenn möglich 15 Minuten um den Block zu spazieren, kann den Kreislauf wieder in Schwung bringen. ...
  • Nickerchen: Schon ein zehnminütiger Power Nap lädt die Energiereserven wieder auf.

Welche Krankheit steckt hinter dauernder Müdigkeit?

Ständige Müdigkeit kann viele Ursachen haben, von Mangelerscheinungen (Eisen, B12) über psychische Belastungen (Depression, Burnout, Stress) und Schlafstörungen (Schlafapnoe) bis hin zu körperlichen Erkrankungen wie Schilddrüsenunterfunktion, Diabetes, Herz-Kreislauf-Problemen, Autoimmunerkrankungen (z.B. Multiple Sklerose) oder chronischem Erschöpfungssyndrom (ME/CFS). Auch bestimmte Medikamente oder Infektionen können Müdigkeit auslösen. Um die genaue Ursache zu finden, ist ein Arztbesuch unerlässlich, um eine Diagnose zu stellen und die richtige Behandlung zu beginnen. 

Welches Organ sorgt für Müdigkeit?

Müdigkeit durch Schilddrüsenunterfunktion

Das Hormon TSH (Thyreoidea-stimulierendes-Hormon) wird in der Hirnanhangsdrüse produziert. Es regt die Schilddrüse dazu an, die Hormone T3 und T4 zu bilden. T3 und T4 liegen im Körper zu 99 % in gebundener Form vor.

Warum wird man nach Kohlenhydraten müde?

Kohlenhydrate machen müde, weil schnelle Blutzuckerschwankungen (Zucker-Crash) durch einfache Kohlenhydrate Müdigkeit auslösen, und weil der Körper nach dem Essen viel Energie in die Verdauung steckt, was zu weniger Sauerstoff im Gehirn führt; zudem steigert Insulin die Aufnahme von Tryptophan ins Gehirn, was die Produktion des Müdigkeitsbotenstoffs Serotonin fördert.
 

Warum isst man weiter, obwohl man satt ist?

Hungerhormon Ghrelin

Wenn jemand weiter isst, obwohl er längst satt ist, überisst er sich. Wissenschaftler der Universität von Neapel nennen dieses Phänomen „hedonistischen Hunger“. Dabei dominiert nicht der Hunger infolge von Energiebedarf, sondern die pure Lust am Essen.

Wie nennen sich Menschen, die alles essen?

Menschen, die alles essen (sowohl pflanzliche als auch tierische Nahrung), nennt man Allesfresser oder wissenschaftlich Omnivore. Dieser Begriff beschreibt eine Ernährungsweise, bei der man eine breite Palette an Lebensmitteln zu sich nimmt, ohne sich auf bestimmte Kategorien wie nur Gemüse oder nur Fleisch zu beschränken. 

Was ist Koma essen?

Dann lautet deine (nicht-medizinische) Diagnose mit grosser Wahrscheinlichkeit: «Food Koma». Das «Essenskoma» bezieht sich nämlich genau auf diese Schläfrigkeit und Erschöpfung, die nach einer reichhaltigen Mahlzeit oft auftritt.

Wie heißt die Krankheit, bei der man nicht viel essen kann?

Vermeidend-restriktive Ernährungsstörung (ARFID) Die vermeidend-restriktive Ernährungsstörung (Avoidant/Restrictive Food Intake Disorder, ARFID) ist eine Ernährungs-/Essstörung, bei der nur sehr wenig gegessen und/oder bestimmte Nahrungsmittel vermieden werden.

Woher kommt der Begriff "Es zieht wie Hechtsuppe"?

Der Begriff „Es zieht wie Hechtsuppe“ kommt wahrscheinlich vom jiddischen „hech supha“ (starker Wind/Orkan), was durch falsche Wahrnehmung zu „Hechtsuppe“ wurde und eine starke Zugluft beschreibt, weniger von der Zubereitung von Fischsuppe. Eine andere Theorie besagt, dass eine scharfe, gut durchgezogene Suppe mit viel Pfeffer dem starken Luftzug ähnelte. 

Was hilft sofort gegen Müdigkeit?

Sofort gegen Müdigkeit helfen Bewegung (kurzer Spaziergang), frische Luft, Tageslicht, ein kurzer Powernap (10-20 Min.), Wasser trinken, Kaffee oder Tee, Kaugummikauen oder Power-Posen, um den Kreislauf anzukurbeln und das Gehirn zu aktivieren. Auch ein kaltes Erfrischung (z.B. Gesicht waschen), Ohrläppchenmassagen oder Wechselduschen können kurzfristig wach machen. 

Warum schlafe ich immer nach dem Essen ein?

Du schläfst nach dem Essen oft ein, weil dein Körper Energie für die Verdauung benötigt, was zu einer Umverteilung des Blutes in den Magen-Darm-Trakt führt und das Gehirn weniger Sauerstoff bekommt. Bestimmte Lebensmittel, besonders viel Zucker und einfache Kohlenhydrate, lösen Blutzucker- und Insulinspitzen aus, die dann zu Müdigkeit führen können. Auch der natürliche zirkadiane Rhythmus (Mittagstief) und die Produktion von schlafförderndem Serotonin durch Tryptophan spielen eine Rolle. 

Was ist ein Synonym für Suppenkoma?

Was im Fachjargon als „postprandiale Müdigkeit“ bezeichnet wird, haben wohl die meisten Berufstätigen schon des Öfteren erlebt. Umgangssprachlich wird die Schlappheit nach dem Essen auch „Fresskoma“, „Suppenkoma“ oder „Schnitzelkoma“ genannt.

Was sind die Vorboten von Diabetes?

Die wichtigsten Warnzeichen für Diabetes sind starker Durst, häufiges Wasserlassen, unerklärlicher Gewichtsverlust, ständige Müdigkeit und Schwächegefühl – besonders bei Kindern können auch Bettnässen, Appetitlosigkeit oder Infektionen auftreten. Weitere Symptome sind schlechte Wundheilung, trockene Haut, Juckreiz, Sehstörungen, Schwindel oder auch Bauchschmerzen und Übelkeit (oft bei diabetischer Ketoazidose). Bei Verdacht sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen, um eine Stoffwechselentgleisung zu verhindern. 

Warum machen Kohlenhydrate mich müde?

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Wissenschaft bestätigt, was wir schon seit Jahren wissen: Kohlenhydrate machen tatsächlich müde! Nach dem Verzehr erhöhen sie den Tryptophanspiegel, der in Serotonin und anschließend in Melatonin umgewandelt wird – ein Hormon, das uns müde macht.

Welches Hormon fehlt bei ständiger Müdigkeit?

Verantwortlich für die Beschwerden ist ein Ungleichgewicht der Hormone Serotonin und Melatonin. "Serotonin ist für die Aktivierung des Körpers und für gute Stimmung zuständig. Dieser Neurotransmitter wird unter Lichteinfluss produziert", erklärt Privatdozent Dr.

Ist man bei einer Fettleber müde?

Ja, Müdigkeit ist ein sehr häufiges und frühes Symptom einer Fettleber, da die gestörte Leberfunktion den Energiestoffwechsel beeinträchtigt und zu Abgeschlagenheit und Konzentrationsschwierigkeiten führt; oft bleibt die Fettleber lange unbemerkt, bis unspezifische Beschwerden wie Müdigkeit auftreten, die auch auf Eisenmangel oder eine vergrößerte Leber (Druckgefühl im Oberbauch) hinweisen können.
 

Welche Blutwerte zeigen Erschöpfung an?

Bei Erschöpfungssyndromen (Fatigue) werden oft Blutwerte wie Eisen (Ferritin, Transferrin), Schilddrüsenhormone (TSH, fT3, fT4), Vitamine (B12, D, Folsäure), Cortisol, Entzündungsparameter (CRP) und ein großes Blutbild untersucht, um Mängel, Anämie, Schilddrüsen- oder Nebennierenprobleme und Entzündungen als Ursachen auszuschließen oder zu finden, da es keinen einzelnen spezifischen Bluttest für chronische Erschöpfung gibt. 

Welches Vitamin fehlt häufig bei Müdigkeit?

Müdigkeit kann auf einen Mangel an verschiedenen Vitaminen und Mineralstoffen hinweisen, besonders häufig sind B-Vitamine (B12, Folsäure), Eisen, Vitamin D und Magnesium, die wichtig für Energiestoffwechsel, Blutbildung und Stimmung sind; eine ausgewogene Ernährung und im Zweifel eine Blutuntersuchung beim Arzt sind wichtig, um die genaue Ursache zu klären.
 

Wann ist Müdigkeit nicht mehr normal?

Folgende Punkte deuten darauf hin, dass die Erschöpfung ein normales Maß übersteigt: Betroffene sind über längere Zeit ständig müde, schlapp, antriebslos oder rasch erschöpft. Der Energiemangel bessert sich nicht durch Ausruhen oder Schlafen. Alltagsaktivitäten aufzunehmen oder durchzuhalten, fällt schwer.

Welche Blutwerte sollte man bei Müdigkeit testen?

Bei Müdigkeit sind wichtige Blutwerte unter anderem das Blutbild (Hämoglobin, Ferritin für Eisenmangel), Schilddrüsenhormone (TSH, fT3, fT4), Vitamin B12, Folsäure und Vitamin D, da Mangelzustände oder eine Schilddrüsenunterfunktion häufige Ursachen sind. Auch der Blutzucker (Nüchternblutzucker, HbA1c) und Entzündungswerte (CRP) können Aufschluss geben, ebenso Magnesium, Zink und Selen.
 

Vorheriger Artikel
Wie empfindlich ist ein Ceranfeld?
Nächster Artikel
Welchen Pinsel zum Beizen?