Warum geben die Ärzte von sich aus Vitamin D nicht?
Gefragt von: Gabriel Kaufmann | Letzte Aktualisierung: 11. Februar 2026sternezahl: 4.6/5 (53 sternebewertungen)
Ärzte geben Vitamin D nicht standardmäßig "von sich aus", weil viele Menschen eine ausreichende Versorgung haben und nur bei nachgewiesenem Mangel oder Risikogruppen eine Supplementierung sinnvoll ist, um eine mögliche Überdosierung (Hypervitaminose) zu vermeiden, die ebenfalls Risiken birgt. Die Verordnung erfolgt gezielt nach Laboruntersuchung und Diagnose, da eine pauschale Einnahme ohne medizinische Notwendigkeit nicht empfohlen wird.
Warum empfehlen Ärzte kein Vitamin D?
Bei einer übermäßig hohen Einnahme von Vitamin D entstehen im Körper erhöhte Kalziumspiegel (Hyperkalzämie), die akut zu Übelkeit, Appetitlosigkeit, Bauchkrämpfen, Erbrechen oder in schweren Fällen zu Nierenschädigung, Herzrhythmusstörungen, Bewusstlosigkeit und Tod führen können.
Kann man sich Vitamin D vom Arzt verschreiben lassen?
Ja, Vitamin-D-Präparate werden verschrieben, aber meist nur bei nachgewiesenem Mangel oder schweren Erkrankungen wie Osteoporose, oft in hochdosierter Form (z.B. 20.000 I.E.) und dann oft auf Kassenrezept für die Anfangsbehandlung. Für die allgemeine Prophylaxe oder leichtere Mängel gibt es verschreibungsfreie Mittel, aber die gesetzliche Krankenkasse (GKV) zahlt diese meist nicht, da sie dann als Selbstzahlerleistung gelten.
Welche Krankheiten löst Vitamin-D-Mangel aus?
Ein Vitamin-D-Mangel entsteht hauptsächlich durch unzureichende Sonnenlichtexposition, aber auch durch chronische Darm-, Leber- oder Nierenerkrankungen, bestimmte Medikamente, dunkle Hautfarbe, hohes Alter oder eine mangelnde Zufuhr über die Nahrung. Dies kann zu Knochenerkrankungen wie Rachitis (Kinder) und Osteomalazie/Osteoporose (Erwachsene) führen, aber auch zu Müdigkeit, Muskelschwäche, Infektanfälligkeit, depressiven Verstimmungen und anderen unspezifischen Beschwerden.
Warum wird vor Vitamin D gewarnt?
Die meisten Präparate haben im Test schlecht abgeschnitten, weil sie zu hohe Wirkstoffmengen enthalten. Gerade bei älteren Menschen könnte eine Überdosierung das Risiko von Stürzen und Knochenbrüchen unter Umständen erhöhen, warnen die Warentester.
Kofaktoren: Nimmst du Vitamin D falsch ein? Wegen diesen Einnahmefehlern steigt dein Vitamin D nicht
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Ist die tägliche Einnahme von 20.000 IE Vitamin D unbedenklich?
Wer Vitamin D ergänzen möchte: Nahrungsergänzungsmittel mit bis zu 20 µg Vitamin D pro Tagesdosis sind auch langfristig gesundheitlich unbedenklich und reichen aus, um die Serumkonzentration des Blutmarkers 25-Hydroxyvitamin D auf angemessene 50 Nanomol (nmol) pro Liter (L) zu heben – auch ohne die Bildung über die ...
Was blockiert die Aufnahme von Vitamin D?
Die Vitamin-D-Aufnahme wird durch Sonnenschutzmittel, dunkle Hautfarbe, Übergewicht, Rauchen, Alkohol, chronische Magen-Darm-, Leber- oder Nierenerkrankungen sowie bestimmte Medikamente (z.B. Antiepileptika, Kortison, Säureblocker) gehemmt, da diese die körpereigene Produktion oder die Verwertung des Vitamins stören. Auch Alter und mangelnde UV-Strahlung können die Bildung beeinträchtigen.
Welche Krebsart verursacht Vitamin-D-Mangel?
Ergebnisse: Ein inverser Zusammenhang zwischen dem Vitamin-D-Status und einem Risiko für Dickdarmtumoren und -adenomen wurde gefunden. Für Brustkrebs sind diese Zusammenhänge weniger deutlich. Höhere Vitamin-D-Spiegel werden in vielen Studien mit einer niedrigeren Gesamtmortalität assoziiert.
Was raubt den Körper Vitamin-D?
Körper und Umwelt "rauben" dem Körper Vitamin D durch unzureichende Sonnenexposition (besonders im Winter, durch Indoor-Arbeit, dunkle Haut, Sonnenschutzmittel, Kleidung). Auch chronische Krankheiten (Leber, Niere, Darm), Medikamente (Cortison, Antiepileptika), Stress und ein höheres Alter können die Produktion oder Aufnahme von Vitamin D negativ beeinflussen.
Welche 10 Krankheiten werden durch Vitaminmangel verursacht?
Jeglicher aktuell behandelter oder unbehandelter Nährstoffmangel oder jegliche Erkrankung. Dazu gehören unter anderem Protein-Energie-Mangelernährung, Skorbut, Rachitis, Beriberi, Hypokalzämie, Osteomalazie, Vitamin-K-Mangel, Pellagra, Xerophthalmie und Eisenmangel .
Kann ein Vitamin-D-Mangel zu Gewichtszunahme führen?
Ein direkter, bewiesener Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Mangel und Gewichtszunahme existiert nicht eindeutig, aber es gibt indirekte Mechanismen und Theorien, die einen Einfluss nahelegen, wie z.B. Störungen des Sättigungshormons Leptin, Insulinresistenz, Wassereinlagerungen und verminderte Fettverbrennung, die eine Gewichtszunahme begünstigen können. Übergewicht führt zudem oft zu einem Vitamin-D-Mangel, da das Fettgewebe das Vitamin bindet, was die Forschung verkompliziert.
Warum kein Dekristol?
Sehr wichtig ist, dass Dekristol Arachide (Erdnuss-Öl) enthalt. Deswegen ist es ungünstig für Personen mit Nuss-Allergien. Dies kann die Ursache von allergischen Reaktionen begünstigen, u.a. auch einem anaphylaktischem Schock.
Welches ist das beste Vitamin D Präparat?
Unser Produkt-Testsieger & bestes Vitamin D Präparat: BIOGENA Vitamin D3 Tropfen. Unsere Vitamin D3 Tropfen sind der perfekte Allrounder: Leicht und individuell dosierbar (1000 I.E. pro Tropfen), einfach in der Anwendung und auch für eine therapeutische Einnahme geeignet.
Wie merkt man, wenn man zu wenig Vitamin D hat?
Symptome eines Vitamin-D-Mangels sind oft unspezifisch und umfassen Müdigkeit, Erschöpfung, Muskelschwäche und -schmerzen, Knochenschmerzen sowie eine erhöhte Infektanfälligkeit. Langfristig kann ein Mangel zu Osteomalazie (Knochenerweichung bei Erwachsenen) oder Rachitis (bei Kindern mit Verformungen) führen und das Immunsystem sowie die Stimmung negativ beeinflussen.
Was sind Vitamin D-Räuber?
"Vitamin-D-Räuber" sind Faktoren, die die körpereigene Produktion oder Aufnahme von Vitamin D hemmen oder den Verbrauch erhöhen, wie mangelnde Sonne (Homeoffice, Sonnenschutz), Stress, Alter, dunkle Hautfarbe, Übergewicht, bestimmte Medikamente (Antiepileptika, Kortison), chronische Darmerkrankungen (Zöliakie), hoher Alkoholkonsum und auch ein Mangel an Magnesium, das für die Verstoffwechselung wichtig ist. Diese Faktoren führen zu einem Mangel, da der Körper entweder zu wenig Vitamin D bildet oder es schlechter verwerten kann.
Ist es ratsam, Vitamin D zu nehmen?
Ja, eine Vitamin-D-Einnahme ist oft sinnvoll, besonders bei wenig Sonnenlicht (Herbst/Winter) oder wenn Risikofaktoren bestehen, da die Versorgung über Ernährung und Sonne oft nicht ausreicht; die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt 20 Mikrogramm (800 IE) täglich für Kinder (ab 1 J.) und Erwachsene, aber bei Verdacht auf Mangel oder für Risikogruppen ist eine Absprache mit dem Arzt ratsam, um eine Überdosierung zu vermeiden, die schädlich sein kann.
Wer sollte kein Vitamin D nehmen?
Menschen, die ausschließlich mit bedecktem Körper nach draußen gehen. Menschen mit dunklem Hauttyp. Menschen mit chronischen Erkrankungen, die zum Beispiel die Leber, die Nieren oder den Magen-Darm-Trakt betreffen.
Was hilft sofort bei Vitamin-D-Mangel?
Nutzen Sie jede Möglichkeit, um Ihr Gesicht, die Arme und Hände in die Sonne zu halten oder im Freien zu sein. Wenige Minuten reichen schon aus. Essen Sie Vitamin-D-reiche Nahrung: Hering, Lachs und Thunfisch enthalten viel Vitamin D. Aber auch in Eiern, Käse, Pilzen und Avocado ist das Sonnenvitamin enthalten.
Ist Kaffee ein Vitamin D Räuber?
Ja, Kaffee kann indirekt als „Vitamin-D-Räuber“ gelten, da Koffein den Vitamin-D-Stoffwechsel beeinflussen und die Rezeptoren herunterregulieren kann, was zu niedrigeren Spiegeln führen kann, besonders bei hohem Konsum; auch die Aufnahme anderer Vitamine (wie B-Vitamine) und Mineralstoffe (Kalzium, Magnesium) kann gestört werden, aber Mäßigung und eine ausgewogene Ernährung sind der Schlüssel.
Was sagt Robert Franz zu Vitamin D3?
Vitamin D3 – „Die Sonne im Inneren“
auf einem ausreichend bis hohem Niveau gehalten werden, um gestärkt in die Grippe- und Hustensaison zu gehen. Ferner heißt D3 nicht umsonst „das Sonnenvitamin“. Es gilt auch als „Stimmungsmacher“ und hilft unsere Laune zu verbessern.
Welche Krankheit löst Vitamin D Mangel aus?
Ein Vitamin-D-Mangel entsteht hauptsächlich durch unzureichende Sonnenlichtexposition, aber auch durch chronische Darm-, Leber- oder Nierenerkrankungen, bestimmte Medikamente, dunkle Hautfarbe, hohes Alter oder eine mangelnde Zufuhr über die Nahrung. Dies kann zu Knochenerkrankungen wie Rachitis (Kinder) und Osteomalazie/Osteoporose (Erwachsene) führen, aber auch zu Müdigkeit, Muskelschwäche, Infektanfälligkeit, depressiven Verstimmungen und anderen unspezifischen Beschwerden.
Was ist der Unterschied zwischen Vitamin D und D3?
Vitamin D ist der Oberbegriff, der verschiedene fettlösliche Vitamine umfasst, wobei Vitamin D3 (Cholecalciferol) die wichtigste und vom Körper am besten verwertbare Form ist, die durch Sonnenlicht oder tierische Produkte entsteht und die Blutspiegel effektiver erhöht als das pflanzliche Vitamin D2. Für Nahrungsergänzungsmittel wird daher meist D3 empfohlen, da es die Vitamin-D-Werte schneller und nachhaltiger anhebt.
Was klaut dem Körper Vitamin D?
Körper und Umwelt "rauben" dem Körper Vitamin D durch unzureichende Sonnenexposition (besonders im Winter, durch Indoor-Arbeit, dunkle Haut, Sonnenschutzmittel, Kleidung). Auch chronische Krankheiten (Leber, Niere, Darm), Medikamente (Cortison, Antiepileptika), Stress und ein höheres Alter können die Produktion oder Aufnahme von Vitamin D negativ beeinflussen.
Was sollte man nicht zusammen mit Vitamin D einnehmen?
Man sollte Vitamin D nicht ohne ärztliche Rücksprache mit bestimmten Medikamenten (z.B. Kortison, Epilepsie-Mittel, Blutdrucksenker) oder sehr hohen Dosen anderer fettlöslicher Vitamine (A, E, K) kombinieren, da es zu Wechselwirkungen oder Überdosierungen kommen kann; auch bei Nierensteinen oder Nebenschilddrüsenerkrankungen ist Vorsicht geboten, während die Kombination mit Calcium ein Mythos ist und Magnesium oft hilft.
Welches Organ speichert Vitamin D?
Der menschliche Körper speichert Vitamin D hauptsächlich in seinem Fett- und Muskelgewebe, mit geringeren Mengen in der Leber, wo es zu einer Speicherform umgewandelt wird, bevor es bei Bedarf aktiviert wird. Die Leber wandelt aufgenommenes oder selbst gebildetes Vitamin D in das transportfähige Calcidiol (25(OH)D) um, welches dann im Fett- und Muskelgewebe liegt.
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