Kann man selbst feststellen ob der Muttermund geöffnet ist?
Gefragt von: Sergej Breuer | Letzte Aktualisierung: 3. November 2026sternezahl: 4.3/5 (67 sternebewertungen)
Ja, man kann selbst feststellen, ob der Muttermund geöffnet ist, indem man ihn vorsichtig mit sauberen Fingern ertastet, was Übung erfordert; er fühlt sich dann wie eine Vertiefung oder ein Grübchen an, im Gegensatz zu einem geschlossenen, festen Zustand, der eher einer Nasenspitze ähnelt, wobei die Konsistenz (weich vs. hart) und Position (hoch vs. tief) sich zyklusabhängig ändern.
Kann ich selber fühlen, ob der Muttermund offen ist?
Tipps zum Ertasten des Muttermunds:
Führe ein oder zwei Finger in die Scheide ein. Ist der Muttermund offen, spürst Du die Vertiefung deutlich. Ist er geschlossen, spürst Du eine leichte Unebenheit. Ist der Muttermund weich, so fühlt er sich an wie Deine Lippen oder Dein Ohrläppchen.
Woran erkennt man, dass sich der Muttermund öffnet?
Wenn sich der Muttermund zu öffnen beginnt, löst sich der Schleimpfropf. Dieser wandert durch die Scheide. Er kann als dicker Klumpen oder als fadenziehender Ausfluss sichtbar sein . Er ist nicht immer ein Zeichen dafür, dass die Geburt unmittelbar bevorsteht, da manche Frauen den Schleimpfropf erst Tage oder Wochen vor der Geburt abstoßen.
Wie fühlt sich ein reifer Muttermund an?
Damit die Geburt überhaupt beginnen kann, muss der Muttermund „reif“ sein. Das heißt, er muss entspannt und weich sein, damit er sich für die Geburt öffnen kann.
Kann man den Muttermund mit dem Finger öffnen?
Das „Öffnen“ des Muttermundes mit dem Finger ist eine medizinische Methode namens Zervix-Stripping (Eipollösung) zur sanften Geburtseinleitung, bei der Hebammen oder Ärzte einen Finger einführen, um die Eihäute sanft von der Gebärmutterwand zu lösen, was Prostaglandine freisetzt und Wehen anregen kann; dies sollte nur professionell durchgeführt werden, da unsachgemäße Manipulation (besonders in der Schwangerschaft) Wehen auslösen kann und Hygiene wichtig ist, um Infektionen zu vermeiden. Für die Zyklusbeobachtung kann man den Muttermund auch selbst ertasten, um seine Position und Beschaffenheit zu fühlen.
Hebamme Andrea erklärt: Was bedeutet geöffneter Muttermund
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Kann ich meinen Muttermund selbst tasten?
Um den Muttermund selbst zu ertasten, führst du einen oder zwei saubere Finger tief in die Scheide ein, bis du am Ende einen „Knubbel“ spürst, der sich von der Scheidenwand abhebt. Der Muttermund (der untere Teil des Gebärmutterhalses) fühlt sich je nach Zyklusphase unterschiedlich an – oft fest wie die Nasenspitze oder weicher und leicht geöffnet, besonders um den Eisprung herum, oder auch nach der Periode besser ertastbar.
Kann sich der Muttermund unbemerkt öffnen?
Ja, der Muttermund kann sich schleichend öffnen, ohne dass man es sofort stark merkt, besonders in der frühen Eröffnungsphase mit leichten Wehen oder bei einer Muttermundschwäche, aber meistens gibt es deutliche Anzeichen wie Druck, regelmäßige Wehen, den Abgang des Schleimpfropfs oder ein Absinken des Bauches, gerade bei einer ersten Geburt kann das subtil beginnen. Manchmal spürt man nur leichte Kontraktionen, die sich gut wegatmen lassen, und es kann lange dauern, bis der Muttermund vollständig geöffnet ist. Achte auf den Blasensprung oder Blutungen – dann solltest du sofort eine Hebamme rufen oder ins Krankenhaus.
Ist der Muttermund tastbar?
Ja, man kann den Muttermund ertasten, indem man ein oder zwei saubere Finger vorsichtig in die Vagina einführt, bis man am Ende einen festen Knubbel spürt, der sich je nach Zyklusphase weich (wie Lippen) oder fest (wie die Nasenspitze) anfühlt und eine kleine Öffnung in der Mitte hat, was vor allem für die natürliche Familienplanung nützlich ist. Wichtig sind gute Hygiene und das Kürzen der Fingernägel, um Infektionen zu vermeiden, wobei die Übung mit der Zeit leichter wird und die Position im Zyklus variiert.
Was hilft, den Muttermund zu öffnen?
Um den Muttermund zu öffnen (Geburtseinleitung), helfen natürliche Methoden wie Bewegung (Spaziergänge, Beckenkreisen), Geschlechtsverkehr, Brustwarzenstimulation, scharfe Speisen oder Akupunktur, sowie medizinische Verfahren wie Prostaglandin-Gele, Ballonkatheter oder Oxytocin-Tropfen, wobei dies immer in Absprache mit Arzt oder Hebamme erfolgen sollte, da die Reifung des Muttermundes oft der erste Schritt ist, gefolgt von Wehenförderung, um den Geburtskanal zu öffnen und zu erweitern.
Wie lange dauert es noch, bis der Muttermund 1 cm offen ist?
Wenn der Muttermund 1 cm offen ist, beginnt die Frühphase der Geburt, aber die Zeit bis zur vollständigen Öffnung (10 cm) ist sehr individuell und kann Stunden bis Tage dauern, da sich Erstgebärende oft langsamer öffnen (ca. 1 cm pro Stunde) als Frauen, die schon Kinder geboren haben. Bei Erstgebärenden dauert die gesamte Eröffnungsphase oft 8-12 Stunden, bei Mehrgebärenden kürzer. Es ist wichtig, die Wehenstärke und -häufigkeit zu beobachten und auf weitere Zeichen wie den Schleimpfropfverlust zu achten.
Wie fühlt sich Druck auf den Muttermund an?
Druck auf den Muttermund fühlt sich an wie ein starkes Ziehen, Dehnungsgefühl oder ein „auf etwas Großem sitzen“-Gefühl, besonders während der Geburt (Presswehen), aber auch in der späten Schwangerschaft, wenn das Baby tiefer rutscht. Es kann als „Fremdkörpergefühl“ in der Scheide beschrieben werden, manchmal mit Stechen oder elektrischen Schlägen und oft verbunden mit dem Drang mitzupressen oder Schwierigkeiten beim Wasserlassen.
Ist der Muttermund in der Frühschwangerschaft tastbar?
Ja, der Muttermund ist auch in der Frühschwangerschaft tastbar, verändert seine Beschaffenheit (wird weicher und verschließt sich fester) und sitzt am Ende der Scheide, kann aber durch manuelle Untersuchung Wehen auslösen; daher ist Vorsicht geboten, und bei Unsicherheit sollte man immer einen Arzt aufsuchen, da Veränderungen wie Verkürzung auf eine Frühgeburt hindeuten können.
Wie lange dauert es noch bis zur Geburt, wenn der Muttermund 10 cm offen ist?
Wenn der Muttermund 10 cm offen ist, befindet sich die Geburt in der Übergangsphase, dem Ende der Eröffnungsphase, und das Baby kommt bald; dies dauert bei Erstgebärenden oft 1-2 Stunden (bei PDA länger), bei Mehrgebärenden kürzer, oft nur etwa 1 Stunde, und die Wehen sind sehr intensiv und kurz hintereinander, was bedeutet, dass das Baby bald geboren wird.
Wie merke ich, dass sich der Muttermund öffnet?
Anzeichen für die Öffnung des Muttermundes sind der Abgang des Schleimpfropfens (klar bis blutig), ein tieferes Absenken des Bauches, verstärkter Druck auf Blase und Becken ("Baby-Tropfen"), sowie das Einsetzen von regelmäßigen, stärker werdenden Wehen, die in Rücken und Unterbauch ausstrahlen und nicht durch Bewegung verschwinden. Manche spüren die Öffnung direkt, andere nicht, aber der Schleimpfropf und zunehmende Wehen sind deutliche Hinweise auf die bevorstehende Geburt.
Welche Übungen öffnen den Muttermund?
Um den Muttermund zu öffnen, eignen sich sanfte Bewegung (Spazierengehen, Treppensteigen), Entspannungsübungen (Pezziball-Kreisen), Yoga-Posen wie tiefe Hocke (Malasana) und Beckenöffnungs-Übungen (Schmetterling, Kniekreisen) sowie Beckenbodenübungen, um das Baby tiefer ins Becken zu bringen und Wehenhormone freizusetzen; wichtig ist dabei immer, auf den eigenen Körper zu hören und sich nicht zu überanstrengen.
Kann eine Brustwarzenmassage die Geburt einleiten?
Ja, die Stimulation der Brustwarzen (Brustmassage) kann Wehen auslösen, da sie die Ausschüttung des Hormons Oxytocin fördert, welches Gebärmutterkontraktionen verursacht; dies kann intensiv sein, weshalb die Methode immer mit einer Hebamme oder Ärztin abgesprochen werden sollte, da eine Überstimulation gefährlich sein kann. Typischerweise wird für eine Minute massiert, dann 2-3 Minuten pausiert und wiederholt, um Wehen zu erzeugen.
Wie fühlt sich ein geöffneter Muttermund an?
Das Öffnen des Muttermundes fühlt sich durch Krämpfe (Wehen) an, die sich von oben nach unten ausbreiten, oft begleitet von Druck nach unten, einem Ziehen im Rücken und dem Gefühl, dass sich der Bauch hart anfühlt, während sich das Baby tiefer ins Becken senkt. Anfänglich sind die Kontraktionen unregelmäßig, werden aber stärker und rhythmischer; der Muttermund selbst wird weicher und dünner, was manche als ziehendes oder pochendes Gefühl wahrnehmen, bis er sich schließlich auf 10 cm öffnet.
Kann ich meinen Muttermund selbst abtasten?
Man kann ihn tasten, indem man den Finger an der vorderen Scheidenwand in den Körper hineinführt. Der Finger gleitet automatisch auf eine bewegliche, rundliche Struktur gut zwei Finger dick mit einem Grübchen in der Mitte am unteren Pol. Die Konsistenz des Muttermundes verändert sich im Lauf des Zyklus.
Wie misst man die Öffnung des Muttermundes?
Der anfangs wulstige Muttermund wird flach und ist nicht mehr zu tasten („verstrichen“). Die Hebamme kann durch Spreizen von Zeige- und Mittelfinger den Muttermundrand tasten und so den Geburtsfortschritt kontrollieren. Mit „2 cm“ oder „4 cm“ ist also die Öffnungsweite des Muttermunds gemeint.
Hat man Schmerzen, wenn der Muttermund sich öffnet?
Ja, die Öffnung des Muttermundes während der Geburt tut weh, da sie durch starke, regelmäßige Gebärmutterkontraktionen (Wehen) verursacht wird, die das Baby nach unten drücken, was als starker Druck und ziehender Schmerz im Bauch, Rücken und Becken empfunden wird, aber es ist ein positives Signal, das den Geburtsfortschritt anzeigt und individuell sehr unterschiedlich wahrgenommen wird.
Wie viel cm öffnet sich der Muttermund bei einer Wehe?
Bald nehmen die Kontraktionen an Heftigkeit, Dauer und Regelmässigkeit zu: Sie sind länger (30 bis 60 Sekunden), schmerzhafter und regelmässiger (alle 3 bis 7 Minuten). Mit jeder Wehe öffnet sich der Muttermund ein Stück weiter, von 2 cm bis ungefähr 4 cm.
Wie kann ich meinen Muttermund schneller öffnen?
Um den Muttermund schneller zu öffnen, kann man natürliche Methoden wie Beckenkreisen auf einem Gymnastikball, sanfte Bewegung (Spaziergänge), Geschlechtsverkehr (enthält Prostaglandine), Brustwarzenstimulation, warme Bäder und das Trinken von speziellen Tees (z.B. mit Zimt, Nelken) anwenden, die Wehen fördern. Medizinische Verfahren wie Prostaglandin-Gel, Ballonkatheter oder Eipollösung (Zervix-Stripping) werden unter ärztlicher Aufsicht zur Geburtseinleitung eingesetzt, wenn der Muttermund reif für die Öffnung ist. Wichtig: Vor der Anwendung natürlicher Methoden oder medizinischer Verfahren immer mit Arzt oder Hebamme sprechen, um Risiken zu vermeiden.
Kann der Muttermund abtasten Wehen auslösen?
Eine vorsichtige vaginale Untersuchung löst im Allgemeinen keine Wehen aus. Es kann zwar zu einer Reizung des Gebärmutterhalses kommen mit darauf folgendem Zusammenziehen der Gebärmutter. Aber das ist vorübergehend. Eigentliche Wehen werden nicht ausgelöst.
Warum kann ich meinen Muttermund nicht tasten?
Ein nicht tastbarer Muttermund kann verschiedene Gründe haben: Er kann sich aufgrund des Zyklus (rund um den Eisprung) hoch geschoben und weich sein, er kann während der Geburt „verstrichen“ sein und nicht mehr zu ertasten, oder er ist bei Frauen nach einer Geburt nie ganz geschlossen. Wichtig ist, dass Hygiene beachtet wird, wenn man ihn sucht und er sich nicht tasten lässt, kann das auch bedeuten, dass er sich in einer bestimmten Zyklusphase sehr hoch und weich befindet, was fruchtbar ist, oder aber in der Schwangerschaft schon weicher wird.
Kann man eine Schwangerschaft am Muttermund ertasten?
Man kann eine Schwangerschaft nicht allein durch das Abtasten des Muttermunds sicher feststellen, aber Veränderungen wie ein höherer, weicherer, leicht geöffneter Muttermund (ähnlich den Lippen/Nasenspitze) deuten auf eine fruchtbare Phase hin, während ein tiefer, fester, geschlossener Muttermund (wie Nasenspitze) auf Unfruchtbarkeit schließen lässt; jedoch kann eine beginnende Schwangerschaft oft durch eine allmähliche Erweichung und Erhöhung angezeigt werden, ähnlich wie um den Eisprung herum, aber die definitive Diagnose erfordert einen Schwangerschaftstest oder Arztbesuch.
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