Zum Inhalt springen

Kann ich meine beste Freundin adoptieren?

Gefragt von: Herr Dr. Ingolf Fritz  |  Letzte Aktualisierung: 13. August 2026
sternezahl: 4.2/5 (59 sternebewertungen)

Ja, Sie können Ihre beste Freundin adoptieren, aber nur, wenn sie volljährig ist und eine sogenannte „Erwachsenenadoption“ durchläuft, die ein Familiengericht genehmigen muss; dabei muss ein echtes Eltern-Kind-Verhältnis (sittliche Rechtfertigung) vorliegen, was bei besten Freundinnen eher unüblich ist, da dies oft nur bei bestehender Nähe und Verantwortung (z.B. Pflege) oder zur Absicherung (z.B. Erbschaft) geschieht, nicht aber bei rein platonischen Beziehungen, da das Gesetz eine tatsächliche familiäre Bindung erwartet, die über reine Freundschaft hinausgeht.

Kann ich das Kind meiner besten Freundin adoptieren?

Bei einer Stiefkindadoptionen wird das leibliche Kind der Partnerin oder des Partners adoptiert. Durch die Adoption wird Ihr Stiefkind aus rechtlicher Sicht zu Ihrem Kind. Sie tragen dann für das Kind genauso Verantwortung wie für ein leibliches Kind.

Was kostet es, eine Erwachsene Person zu adoptieren?

Eine Erwachsenenadoption kostet in Deutschland typischerweise zwischen 1.500 und 2.000 Euro (oder mehr), abhängig von Notar- und Gerichtskosten, die sich am Vermögen und Einkommen der Beteiligten orientieren. Es fallen Gebühren für die notarielle Beurkundung und das Gericht an, wobei Gerichtskosten (z. B. ca. 292 € bei einem Standard-Verfahrenswert) und Notargebühren zusammenkommen. 

Kann man fremde Erwachsene adoptieren?

Zu Beachten. Deutsche Staatsangehörige können auch volljährige Ausländer und Ausländerinnen adoptieren. Die Adoptivkinder erhalten aber nicht die deutsche Staatsangehörigkeit und in den meisten Fällen kein Aufenthaltsrecht.

Wann darf man nicht adoptieren?

Erstmal die gute Nachricht: Grundsätzlich gibt es keine gesetzlich festgelegte Altersgrenze für eine Adoption in Deutschland. Egal ob es sich um eine Adoption eines Kindes in Deutschland oder im Ausland handelt. Das bedeutet im Umkehrschluss allerdings nicht, dass jeder – egal wie alt – ein Kind adoptieren kann.

My best friend and I are going to be sisters! Our parents' wedding is ruined.

34 verwandte Fragen gefunden

Wie viel kostet es, jemanden zu adoptieren?

Eine Adoption in Deutschland kostet meist nur geringe administrative Gebühren (ca. 100-300 €) bei Vermittlung durch das Jugendamt, während private oder Auslandsadoptionen deutlich teurer sein können (oft 10.000-30.000 €), da hier Gebühren für Vermittlungsstellen, Reisen und Gutachten anfallen. Die Kernkosten sind für Unterlagen, Notar, Gericht (je nach Verfahrenswert) und eventuelle Seminare oder Gutachten. 

Warum sollte jemand nicht adoptieren können?

Vorstrafen, insbesondere schwere Straftaten , können eine Person von der Adoption ausschließen, doch einige Bundesstaaten ermöglichen eine Überprüfung und den Nachweis von Rehabilitationsmaßnahmen. Finanzielle Instabilität, wie unregelmäßiges Einkommen oder hohe Schulden, gibt Adoptionsagenturen Anlass zur Sorge hinsichtlich der Fähigkeit, ein Kind zu versorgen.

Wie adoptiert man einen Erwachsenen?

Um einen Erwachsenen zu adoptieren, stellt man gemeinsam mit dem zu Adoptierenden einen notariell beurkundeten Antrag beim Familiengericht, der ein bestehendes, echtes Eltern-Kind-Verhältnis (sittliche Rechtfertigung) nachweist, oft mit Altersunterschied und gegenseitigem Beistand, und das Gericht prüft die Situation, hört Beteiligte an und entscheidet über eine Adoption mit schwacher oder starker Wirkung. 

Welche Nachteile hat die Erwachsenenadoption?

Nachteile einer Erwachsenenadoption sind potenzielle Unterhaltspflichten gegenüber beiden Elternpaaren (leibliche und adoptive), eine Namensänderung (oft verbunden mit dem Nachnamen der Annehmenden), die fehlende Verwandtschaft zu den weiteren Verwandten der Adoptiveltern (z.B. Großeltern) und dass die Adoption sittlich gerechtfertigt sein muss (rein materielle Gründe reichen nicht). Zudem müssen die Belange des leiblichen Vaters bei der Adoption berücksichtigt werden, was bei „schwachen“ Adoptionen zu Ablehnungen führen kann. 

Können sich Erwachsene gegenseitig adoptieren?

Mit der Volljährigenadoption erlaubt der Gesetzgeber, einen Volljährigen als vollwertiges Familienmitglied aufzunehmen. Hierzu ist ein Adoptionsantrag beim Familiengericht zu stellen. Voraussetzung ist ein bestehendes Familienverhältnis zwischen der Adoptivfamilie und dem Erwachsenen.

Wie lange dauert eine Erwachsenen-Adoption?

Die Adoption eines Erwachsenen dauert in der Regel zwischen 4 und 12 Monate, kann aber auch kürzer (mindestens 3 Monate) oder länger dauern, abhängig von der Einzelfallkomplexität, der Vollständigkeit der Unterlagen und der Geschwindigkeit des Familiengerichts. Das Verfahren umfasst einen notariell beurkundeten Antrag, die Einholung notwendiger Zustimmungen (z.B. des Ehepartners) und eine gerichtliche Prüfung, ob die Adoption sittlich gerechtfertigt ist.
 

Welche Gründe sprechen für eine Erwachsenenadoption?

Gründe für eine Erwachsenenadoption sind meist die rechtliche Anerkennung und Festigung einer bestehenden, tiefen Eltern-Kind-Beziehung (z.B. bei Stief- oder Pflegekindern) oder die Schaffung einer solchen, oft verbunden mit erbrechtlichen und steuerlichen Vorteilen (höhere Freibeträge bei der Erbschaftsteuer). Die Adoption muss jedoch "sittlich gerechtfertigt" sein, was durch eine tatsächliche, emotionale Bindung und gegenseitigen Beistand nachgewiesen werden muss; rein materielle Motive reichen nicht aus, dürfen aber auch nicht Hauptgrund sein. 

Was kostet der Notar bei einer Erwachsenenadoption?

Geht es um eine Erwachsenenadoption, halten sich die Kosten im Rahmen. Wer ohne Anwalt das Gesuch bei Gericht einreicht, zahlt mindestens 26 Euro für den Notar, höchstens jedoch 1000 Euro.

Kann ich meine Erwachsenen Stiefkinder adoptieren?

Egal ob Sie Ihr Stiefkind über 18 oder ein erwachsenes Pflegekind adoptieren möchten: Das Verfahren bei der Erwachsenenadoption ist immer gleich. Sie müssen einen Antrag beim Familiengericht einreichen. Dort wird der Antrag geprüft und festgestellt, ob alle Voraussetzungen für eine Adoption erfüllt sind.

Was ist eine Regenbogenfamilie?

Eine Regenbogenfamilie ist eine Familie, in der mindestens ein Elternteil lesbisch, schwul, bisexuell, transgeschlechtlich, intergeschlechtlich oder nichtbinär ist; der Begriff umfasst gleichgeschlechtliche Elternpaare, Alleinerziehende und Patchwork-Familien, in denen sich die sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität eines Elternteils ändert. Der Name leitet sich von der Regenbogenflagge als Symbol der LGBTQ+-Community ab und steht für die Vielfalt dieser Familienformen, die durch Adoption, Samenspende oder aus früheren heterosexuellen Beziehungen entstehen können. 

Was kostet es, einen Erwachsenen zu adoptieren?

Eine Erwachsenenadoption kostet in Deutschland typischerweise zwischen 1.500 und 2.000 Euro (oder mehr), abhängig von Notar- und Gerichtskosten, die sich am Vermögen und Einkommen der Beteiligten orientieren. Es fallen Gebühren für die notarielle Beurkundung und das Gericht an, wobei Gerichtskosten (z. B. ca. 292 € bei einem Standard-Verfahrenswert) und Notargebühren zusammenkommen. 

Wer muss bei einer Erwachsenenadoption zustimmen?

Wenn sich Erwachsene adoptieren lassen

Bei der Adoption von Volljährigen ist die Zustimmung der leiblichen Eltern nicht mehr notwendig. Allerdings muss die Adoption sittlich gerechtfertigt sein. Insbesondere zählt hierzu ein bestehendes Eltern-Kind-Verhältnis. Grundsätzlich gibt es zwei Arten der Erwachsenenadoption.

Wie lange muss man adoptiert sein, um zu erben?

Wie lange muss man adoptiert sein, um zu erben? Es gibt hier keine Zeitgrenze. Ein Adoptivkind muss nur überhaupt adoptiert sein, um zu erben.

Kann man mit 40 noch adoptieren?

Ja, man kann mit 40 noch ein Kind adoptieren, da es in Deutschland kein gesetzliches Höchstalter gibt, aber ein natürlicher Altersabstand zum Kind (meist < 40 Jahre) und gute Voraussetzungen wie Stabilität, Gesundheit und Erziehungsfähigkeit entscheidend sind; die Altersgrenze gilt eher für Säuglinge, wo meist jüngere Bewerber gewünscht sind. 

Kann man 30-Jährige adoptieren?

2. Voraussetzungen der Adoption. Wer ein Kind adoptieren will, muss unbeschränkt geschäftsfähig und grundsätzlich mindestens 25 Jahre alt sein. Bei der Stiefkindadoption gibt es die Besonderheit, dass eine Adoption auch schon mit 21 Jahren möglich ist.

Was ist eine Teiladoption?

Die Teiladoption ist eine besondere Form der Adoption, bei der die rechtlichen Beziehungen zum leiblichen Elternteil nicht vollständig aufgehoben werden. Sie wird in § 1767 BGB geregelt und ermöglicht es, eine Adoption durchzuführen, ohne die vollständigen rechtlichen Bindungen einer Volladoption einzugehen.

Was ist eine Volljährigenadoption mit schwacher Wirkung?

Bei der Volljährigenadoption mit schwacher Wirkung erlangt das Adoptivkind die rechtliche Stellung eines Kindes der Adoptiveltern. Jedoch wird kein Verwandtschaftsverhältnis zu den Verwandten und Verschwägerten der Adoptiveltern begründet.

Warum sollte man einen Erwachsenen adoptieren?

Es gibt unterschiedliche Gründe, warum sich die Beteiligten dafür entscheiden. Neben dem Gewinn einer neuen Familie für das Kind und der Festigung und dem Ausbau von bereits bestehenden emotionalen und familiären Bindungen, sprechen oftmals auch finanzielle und steuerliche Gründe für die Adoption erwachsener Menschen.

Wie lange dauert es, bis man adoptieren darf?

Durchschnittlich liegt die Wartezeit für eine Inlandsadoption bei etwa anderthalb Jahren und für eine Auslandsadoption bei etwas über zwei Jahren.

Kann man einfach so jemanden adoptieren?

Um Erwachsene zu adoptieren, reichen Adoptiveltern und Volljährige gemeinsam einen notariell beurkundeten Adoptionsantrag beim zuständigen Familiengericht ein. Der Notar benötigt für die Vorbereitung des Antrags Name, Anschrift und Geburtsdatum folgender Personen: Adoptivkind. Leibliche Eltern.

Vorheriger Artikel
Was wiegt ein ML 320?
Nächster Artikel
Was kostet ein m3 Beton 2022?