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Ist es legal für eine Freundin oder einen Freund eine Kopie eines Computerprogramms anzufertigen?

Gefragt von: Frau Dr. Elsbeth Franke MBA.  |  Letzte Aktualisierung: 7. August 2026
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Nein, in der Regel ist es nicht legal, eine Kopie eines Computerprogramms für eine Freundin oder einen Freund anzufertigen, da dies eine unerlaubte Vervielfältigung darstellt und das Urheberrecht verletzt; Ausnahmen gibt es nur für den privaten Gebrauch mit dem Original-Datenträger (sogenannte Privatkopie) oder wenn spezielle Lizenzen (wie Open-Source-Lizenzen) dies erlauben, was aber meist nur für bestimmte Software gilt. Standard-Software ist durch Lizenzen geschützt, die festlegen, wie sie genutzt und kopiert werden darf, und erlaubt oft nur eine Installation pro Lizenz.

Wann ist eine Privatkopie zulässig?

Wann ist die Nutzung eines Werkes als sogenannte Privatkopie zulässig? Bei sogenannten „Privatkopien“ nach § 53 Urheberrechtsgesetz (UrhG) handelt es sich um Vervielfältigungen eines Werkes zum privaten Gebrauch. Erlaubt sind einzelne Kopien, die auf jeweils nicht mehr als sieben Exemplare limitiert sind.

Welche Kopien darf man nicht weiterleiten?

Es dürfen keine Kopien von offensichtlich rechtswidrig hergestellten oder offensichtlich rechtswidrig öffentlich zugänglich gemachten Vorlagen erstellt werden.

Welche Inhalte darf ich nicht ohne Erlaubnis veröffentlichen?

Ohne Zustimmung der Urheber:innen dürfen Fotos, Videos oder Grafiken nicht im Internet verwendet oder weiterverbreitet werden – auch nicht zu privaten Zwecken. Dies gilt auch für soziale Netzwerke.

Wie viel darf man kopieren?

es dürfen bis zu 75% eines geschützten Werkes kopiert werden: Schutzdauer (§ 64 UrhG): 70 Jahre nach dem Tod der Urheber (z.B. VerfasserIn). Urheberrechtlich geschützt sind auch (wesentliche) Bearbeitungen der Werke.

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Sind Kopien rechtskräftig?

Digitale Kopien nur mit Erlaubnis

Digitale Kopien (und damit dann auch deren digitale Speicherung) zu geschäftlichen Zwecken sind ohne Erlaubnis des Urhebers oder des Inhabers der Nutzungsrechte generell unzulässig.

Wie viele Privatkopien sind erlaubt?

Nach § 15 UrhG (Urheberrechtsgesetz) steht allein dem Urheber eines Werkes das Recht zu, sein Werk zu vervielfältigen. Eine Ausnahme bildet allerdings die Privatkopie laut § 53 UrhG. Demnach sind bis zu sieben Kopien für den privaten Kreis erlaubt.

Wann darf ein Bild ohne Einwilligung veröffentlicht werden?

Gemäß Kunsturhebergesetz ist eine Veröffentlichung auch ohne Einwilligung der betroffenen Person insbesondere dann zulässig, wenn die abgebildete Person nur als Beiwerk neben einer Landschaft oder sonstigen Örtlichkeit erscheint.

Wie hoch ist die Strafe bei Urheberrechtsverletzung?

Bei einer Urheberrechtsverletzung drohen in Deutschland Geld- oder Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren, in schweren, gewerbsmäßigen Fällen sogar bis zu fünf Jahren (§ 106, § 108a UrhG). Neben den strafrechtlichen Folgen, die von Geldstrafen bis zu 10.000 € oder mehr reichen können, sind oft auch zivilrechtliche Folgen wie hohe Schadensersatzforderungen, Unterlassungserklärungen und Anwaltskosten (Abmahnungen) zu erwarten. 

Kann ich jemanden anzeigen, wenn er Fotos von mir macht?

Ja, man kann jemanden anzeigen, wenn man unerlaubt fotografiert wird, besonders wenn die Bilder ohne Einverständnis veröffentlicht werden, da dies das Recht am eigenen Bild verletzt, was strafbar sein kann (§§ 22, 23 KunstUrhG, § 201a StGB) und zu Geld- oder Freiheitsstrafen führen kann, insbesondere bei heimlichen Aufnahmen in geschützten Räumen oder bei Missachtung der Privatsphäre. Die Polizei ist oft der richtige Ansprechpartner für eine Strafanzeige, auch wenn es manchmal zivilrechtliche Wege gibt, das Recht selbst durchzusetzen. 

Warum ist Kopieren illegal?

Sobald Medien produziert und verkauft werden, unterliegen sie dem Urheberrecht und dürfen daher nicht ohne die Erlaubnis der Urheber kopiert, vervielfältigt oder weiterverkauft werden.

Ist eine Kopie rechtsgültig?

Grundsätzlich haben Originale im Rechtsverkehr Vorrang vor Kopien, da diese den Inhalt authentischer und sicherer vermitteln. Gleichwohl sind Kopien unter bestimmten Voraussetzungen rechtlich zulässig und anerkannt, etwa als beurkundete Abschriften oder als herkömmliche beglaubigte Kopien.

Was darf ich aus dem Internet kopieren?

Inhalte, für die Ihnen keine Einwilligung des Urhebers vorliegt, dürfen Sie weder bearbeiten noch kopieren. Das gilt im Urheberrecht sowohl für das Kopieren von Texten im Internet als auch für das Kopieren oder unzulässige Hochladen anderer geschützter Inhalte.

Ist Kopieren und Einfügen illegal?

Inhalte aus anderen Quellen dürfen nur dann kopiert werden, wenn die Erlaubnis des Autors vorliegt .

Was gilt als Kopie?

eine Abschrift eines Dokumentes. eine Ausfertigung einer Urkunde. eine Nachbildung eines Originals. die Wiederholung eines künstlerischen Gedankens, von der Hommage bis zur Fälschung, siehe Kopieren (Kunst)

Wann verstößt man gegen das Urheberrecht?

(1) Wer in anderen als den gesetzlich zugelassenen Fällen ohne Einwilligung des Berechtigten ein Werk oder eine Bearbeitung oder Umgestaltung eines Werkes vervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergibt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. (2) Der Versuch ist strafbar.

Was kostet eine Abmahnung wegen Urheberrechtsverletzung?

Die Kosten einer urheberrechtlichen Abmahnung

Bei Abmahnungen wegen der unberechtigten Nutzung von Foto- oder Bildmaterial werden regelmäßig Gegenstands- oder Streitwerte zwischen 3.000,00 EUR und 6.000,00 EUR für angemessen gehalten.

Was gilt als Urheberrechtsverletzung?

Was ist eine Urheberrechtsverletzung? Im Allgemeinen liegt eine Urheberrechtsverletzung vor , wenn ein urheberrechtlich geschütztes Werk ohne die Erlaubnis des Urheberrechtsinhabers vervielfältigt, verbreitet, aufgeführt, öffentlich ausgestellt oder zu einem abgeleiteten Werk verarbeitet wird . Was ist ein Peer-to-Peer-Netzwerk (P2P)?

Wann wird das Urheberrecht verletzt?

Eine Urheberrechtsverletzung kann darin liegen, dass ein Dritter unbefugt von diesen Rechten Gebrauch macht, ein Werk also zum Beispiel ohne Erlaubnis vervielfältigt, verbreitet oder ausstellt. Daneben kann ein Verstoß gegen das Urheberpersönlichkeitsrecht eine Urheberrechtsverletzung darstellen.

Was sind die persönlichen Bildrechte?

Persönliche Bildrechte, auch Recht am eigenen Bild genannt, sind ein Teil des Persönlichkeitsrechts und regeln, dass jeder Mensch selbst bestimmen darf, ob und in welchem Kontext Bilder oder Videos von ihm veröffentlicht werden dürfen (§ 22 Kunsturhebergesetz - KUG). Grundsätzlich ist die Einwilligung der abgebildeten Person nötig, andernfalls liegt eine Rechtsverletzung vor, die z.B. Schadensersatzansprüche auslösen kann. Ausnahmen gibt es, etwa bei sogenannten „Personen der Zeitgeschichte“ oder wenn Personen nur Beiwerk sind, aber der Grundsatz bleibt die Zustimmungspflicht. 

Darf jemand ein Video von mir ohne meine Erlaubnis teilen?

Wenn Videos von Ihnen ohne Ihre Einwilligung aufgenommen und online geteilt werden, stellt dies nicht nur eine Verletzung Ihrer Privatsphäre, sondern auch einen Verstoß gegen Datenschutzgesetze dar . Die Veröffentlichung solcher Videos verarbeitet personenbezogene Daten (Ihr Bild und Ihre Handlungen) ohne Ihre Einwilligung und entbehrt jeglicher rechtlichen Grundlage.

Was passiert, wenn jemand ohne Erlaubnis ein Bild von dir veröffentlicht?

Hat jemand Urheber- oder Nutzungsrechte verletzt - weil er beispielsweise ein Foto aus dem Internet ohne Erlaubnis des Urhebers verwendet hat -, können der Urheber bzw. der Nutzungsberechtigte Unterlassung, Beseitigung und ein angemessenes Entgelt einfordern.

Sind Privatkopien erlaubt?

Laut Urheberrecht ist die Privatkopie somit für den privaten Gebrauch bestimmt und nicht für gewerbliche Zwecke bestimmt. Diese Vervielfältigung darf also nicht verbreitet oder öffentlich wiedergegeben werden. Wichtig! Für die Herstellung einer Privatkopie ist es nicht erlaubt, den Kopierschutz zu umgehen.

Was ist die "Kopierschranke" im Urheberrechtsgesetz § 53?

Für den Fall der Vervielfältigung ist die sog. „Kopierschranke“ gesetzlich in § 53 UrhG verankert. Diese lässt die Herstellung einzelner Vervielfältigungsstücke ohne Zustimmung des/r Urheber:in zu, sofern dabei keine rechtswidrige oder öffentlich zugängliche Vorlage verwendet wird.

Wann gilt das Urheberrecht nicht mehr?

Das Urheberrecht erlischt in Deutschland grundsätzlich 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers, wobei die Frist am Ende des Jahres beginnt, in dem der Urheber gestorben ist. Bei gemeinsamen Werken läuft die Frist 70 Jahre nach dem Tod des längstlebenden Miturhebers. Für anonyme Werke endet der Schutz 70 Jahre nach der Veröffentlichung, und bei Lichtbildern (Fotos) gilt eine kürzere Frist von 50 Jahren.
 

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