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Ist eine Legionellenschaltung sinnvoll?

Gefragt von: Götz Michel B.Eng.  |  Letzte Aktualisierung: 9. September 2026
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Nein, eine Legionellenschaltung wird heute nicht mehr als sinnvoll angesehen, sondern gilt als kontraproduktiv und unwirksam, da sie Legionellen nicht zuverlässig abtötet, sondern zu Temperaturresistenz führen kann und energetisch ungünstig ist. Die geltenden Regeln verlangen korrekte Warmwassertemperaturen (mindestens 55°C Entnahme, 60°C Speicher), die richtige Anlagengestaltung und regelmäßige Prüfungen, anstatt auf eine fehleranfällige, nicht vollautomatische Schaltung zu setzen, die das Problem oft nur verschiebt.

Wie oft sollte eine Legionellenschaltung durchgeführt werden?

Eine Legionellenschaltung wird meist wöchentlich automatisch durchgeführt, indem das Wasser im Speicher und Zirkulationssystem für kurze Zeit auf über 60-70 °C erhitzt wird, um Legionellenwachstum zu verhindern oder zu hemmen; in Risikobereichen können auch kürzere Intervalle nötig sein, aber ohne Erfolgskontrolle (Beprobung) ist die Wirksamkeit unsicher und manche Experten sehen darin sogar eine Resistenzentwicklung bei den Keimen.
 

Ist Legionellenschutz sinnvoll?

Eine Legionellen-Funktion (meist automatische Heißwasser-Desinfektion) ist oft nicht sinnvoll oder sogar kontraproduktiv, da sie Legionellen bei 60 °C nur hemmt, aber nicht abtötet, Temperaturresistenz fördern kann und Energie verschwendet. Besser und sinnvoller sind präventive Maßnahmen wie die Einhaltung der korrekten Warmwassertemperaturen (Speicher >55°C, Leitungen unter 50°C), regelmäßige Wasserdurchfluss-Sicherstellung (z.B. durch Spülen seltener genutzter Zapfstellen) und eine fachgerechte Installation, insbesondere bei Wärmepumpen. Bei nachgewiesener Kontamination sind bauliche Maßnahmen oder spezielle Filter effektiver.
 

Sind Legionellenduschköpfe sinnvoll?

Ja, ein Legionellen-Duschkopf ist bei einem nachgewiesenen Befall oder zur Risikominimierung (ältere Menschen, Immungeschwächte, Ferienwohnungen) äußerst sinnvoll als sofortige Schutzmaßnahme, da er die Bakterien direkt am Duschkopf stoppt und eine Infektion durch Einatmen verhindert; er behebt jedoch nicht die Ursache im Leitungssystem, die professionelle Maßnahmen erfordert.
 

Wie lange muss ich meine Dusche laufen lassen, damit ich keine Legionärskrankheit bekomme?

Um Legionellen vorzubeugen, sollten Sie nach längerer Nichtbenutzung (mehrere Tage) die Dusche mehrere Minuten laufen lassen, idealerweise heiß (mindestens 70 °C für kurze Zeit), dabei das Bad lüften und sich nicht im direkten Sprühbereich aufhalten, um Aerosole zu vermeiden, bis das Wasser spürbar heiß ist. Wichtig ist regelmäßiges Spülen (mindestens alle 3 Tage) und das Vermeiden von Stagnation, da Legionellen sich bei Temperaturen zwischen 25°C und 45°C vermehren.
 

Legionellen - Wissenswertes zur Warmwasser Hygiene

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Kann man sich in einer unbenutzten Dusche mit Legionellen infizieren?

Legionellen können sich in Duschen, Wasserhähnen oder anderen Wasserentnahmestellen vermehren, die nicht regelmäßig benutzt werden, da das Wasser im System steht . Beim Öffnen des Wasserhahns werden die Bakterien mit dem Wasser ausgestoßen, und die Duschenden atmen Aerosole ein, die Legionellen enthalten.

Wann vermehren sich Legionellen in der Wasserleitung?

Legionellen bilden sich vor allem bei Wassertemperaturen zwischen 25°C und 55°C, besonders ideal sind 30°C bis 45°C; in warmem Wasser durch zu niedrige Warmwasser-Temperaturen (unter 55°C) und in kaltem Wasser durch mangelnde Isolierung oder lange Stehzeiten (Totleitungen). Ab etwa 55°C wird ihr Wachstum gehemmt, bei 60°C und mehr sterben sie ab.
 

Wie riecht Wasser mit Legionellen?

Was machen Legionellen? Die Gefahr von Legionellen im Wasser. Legionellen sind als geruchlose, krankheitserregende Bakterien, die im Wasser leben, bekannt. Bei einer Infektion mit dem Bakterium entstehen meist zwei Krankheitsbilder: Die Legionärskrankheit (auch Legionellose) und das Pontiac-Fieber.

Wie lange sollte man eine Dusche laufen lassen, die nicht benutzt wurde?

Wenn Ihre Dusche eine Woche oder länger nicht benutzt wurde, lassen Sie zwei Minuten lang warmes und kaltes Wasser durch den Duschschlauch und den Duschkopf laufen. Um sicherzustellen, dass kein Wasser aus dem Duschkopf austritt, lassen Sie ihn anschließend durch einen Eimer Wasser oder eine volle Badewanne laufen.

Wie lange sollte man Wasser nach Abwesenheit laufen lassen?

Nach dem Urlaub sollten Sie alle Wasserhähne und Duschen für 2 bis 3 Minuten laufen lassen, bis das Wasser merklich kälter wird, um abgestandenes Wasser und mögliche Keime wie Legionellen auszuspülen, besonders in Küche und Bad. Für längere Reisen (über 4 Wochen) ist es ratsam, das Wasser mindestens 5 bis 10 Minuten durchspülen oder idealerweise jemanden zu bitten, alle 3 Tage das Wasser laufen zu lassen. 

Ist eine Legionellenschaltung Pflicht?

Nach der novellierten Trinkwasserverordnung (TrinkwV) sind Legionellenschaltungen daher auch nicht mehr zulässig. Zahlreiche Umweltkeime haben im Wasser ihr natürliches Habitat. Durch die niedrige Konzentration besteht für Menschen jedoch keine Gesundheitsgefahr.

Wie hoch ist die Legionellengefahr in einem Einfamilienhaus?

In Einfamilienhäusern gibt es keine gesetzliche Pflicht für Legionellenprüfungen, aber Experten empfehlen Maßnahmen zur Vorbeugung, da Legionellen bei Wassertemperaturen zwischen 25-45°C gut gedeihen. Wichtige Maßnahmen sind das Erhitzen des Warmwassers auf mindestens 60°C (idealerweise 70°C zur Abtötung), gute Dämmung der Leitungen, regelmäßiges Durchspülen aller Zapfstellen, um Stagnation zu vermeiden, und die Reinigung von Duschköpfen. Moderne Lösungen sind Frischwasserstationen oder UVC-Desinfektion, aber oft reichen einfache Hygienepraktiken, wenn der Wasserdurchlauf stimmt. 

Was tötet Legionellen ab?

Schockbehandlungen wie Chlorung oder thermische Desinfektion sind wirksam gegen Legionellen. Regelmäßige Desinfektion trägt dazu bei, Wassersysteme sicher und frei von Verunreinigungen zu halten. Kontinuierliche Überwachung stellt sicher, dass die Bakterien nach der Behandlung nicht wieder auftreten.

Wie lange muss das Wasser stehen, damit sich Legionellen bilden?

Legionellen können sich innerhalb weniger Tage vermehren, wenn Wasser in Leitungen steht, besonders bei Temperaturen zwischen 25 und 45 °C (optimale Vermehrung bei 30–45 °C), wobei eine Verdopplung unter idealen Bedingungen bereits nach etwa 3 Stunden möglich ist. Um das Wachstum zu verhindern, sollte Wasser in der Leitung maximal 72 Stunden stehen, idealerweise sollte es aber schon nach 4 Stunden durchgespült werden. 

Was passiert, wenn man keine Legionellenprüfung macht?

Welche Strafen drohen, wenn keine Legionellenprüfung erfolgt? durchgeführt werden, begeht gemäß § 25 Nr. 4 TrinkwV eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld von bis zu 25.000 € geahndet werden kann.

Bei welcher Temperatur vermehren sich Legionellen?

Legionellen vermehren sich ideal bei 25 bis 45 °C, während Temperaturen unter 20 °C das Wachstum hemmen und über 55 °C (besser 60 °C) die Bakterien abtöten. Um Wachstum zu verhindern, sollte die Warmwassertemperatur im Speicher auf mindestens 60 °C eingestellt werden, damit am Entnahmepunkt noch etwa 50 °C ankommen. Stehendes, warmes Wasser in Leitungen und schlecht gedämmte Rohre fördern das Problem, daher sind regelmäßige Nutzung und Wartung wichtig.
 

Was passiert, wenn ich 7 Tage nicht Dusche?

(Mögliche) Folgen von Non Bathing:

Es kann zu einer Verschlechterung des Hygiene- und Wohlfühlfaktors kommen. Haut und Haare werden (abhängig vom Hauttyp) nach wenigen Tagen fettig. Pilze und Bakterien bilden sich auf der Haut. Hautreizungen und Akne sind häufig auftretende Folgen.

Was passiert, wenn ich 2 Wochen nicht Dusche?

Wenn man zwei Wochen nicht duscht, kommt es zu verstärktem Körpergeruch, fettiger Haut und Haaren sowie einer Ansammlung von Schmutz und Bakterien, was das Risiko für Hautprobleme wie Akne, Juckreiz und Entzündungen erhöht, besonders in Achseln und Leisten, auch wenn sich manche Bakterien nach einer Weile stabilisieren können. Die Haut kann dehydrieren oder sehr fettig werden, während sich Schuppen und abgestorbene Zellen ansammeln, und es kann zu Irritationen kommen, da der natürliche Hautschutzmantel angegriffen wird.
 

Was passiert, wenn ich ein Jahr nicht Dusche?

Wenn ihr ein Jahr lang nicht duscht, sammeln sich Schweiß, Schmutz und abgestorbene Hautzellen auf eurer Haut. Dies schafft eine ideale Umgebung für Bakterien und Pilze, die sich vermehren können. Dies führt zu einer vermehrten Hautreizung und es können entzündliche Hauterkrankungen wie Akne oder Ekzeme entstehen.

Kann man Legionellen befallenes Wasser Trinken?

Ja, normalerweise ist legionellenbelastetes Leitungswasser trinkbar, da die Magensäure die Bakterien abtötet; die Gefahr besteht im Einatmen von Aerosolen (z.B. beim Duschen), die zu Lungenentzündungen führen können. Um eine Infektion zu vermeiden, sollte man vernebeltes Wasser meiden (Duschen, Luftbefeuchter) und das kalte Wasser zunächst ablaufen lassen, da sich Legionellen in warmem Wasser vermehren.
 

Wie merkt man, dass man an Legionellen erkrankt ist?

Legionellen erkennt man an Symptomen einer schweren Lungenentzündung (Legionärskrankheit) mit hohem Fieber, Husten, Schüttelfrost, Kopf- und Bauchschmerzen, Durchfall sowie Verwirrtheit, oder als milderes Pontiac-Fieber mit grippeähnlichen Symptomen; der sichere Nachweis erfolgt jedoch nur durch Laboruntersuchungen des Wassers oder spezielle medizinische Tests wie Urin- oder Atemwegsproben, da die Bakterien unsichtbar sind.
 

Kann man trotz Legionellen Duschen?

Trotz Legionellenbefall kann man sicher duschen, indem man spezielle Sterilfilter-Duschköpfe nutzt, die die Bakterien blockieren, oder das Wasser vor dem Duschen sehr heiß aufdreht, um die Keime abzutöten (aber dabei das Bad verlassen). Wichtig ist, dass die Temperatur im Boiler hoch genug (mind. 55 °C) eingestellt wird und das Kaltwasser kühl bleibt; bei hohen Befallwerten kann ein Duschverbot durch das Gesundheitsamt ausgesprochen werden, dann sind nur spezielle Maßnahmen wie Filter oder Vollbäder erlaubt.
 

Wer ist schuld an Legionellen?

Konkret heißt das: Verantwortlich für das Trinkwasser ist der Eigentümer der Trinkwasserinstallation (TWI) ab dem Übergabepunkt des Wasserversorgungsunternehmens, was meist dem Wasserzähler entspricht.

Wie oft sollten Wasserhähne wegen Legionellen gespült werden?

Stehendes Wasser begünstigt das Wachstum von Legionellen. Um das Risiko zu verringern, sollten Sie verstopfte Rohrleitungen und Totstellen beseitigen, selten genutzte Entnahmestellen (einschließlich Duschköpfe und Wasserhähne) mindestens wöchentlich durchspülen und Duschköpfe und Schläuche mindestens vierteljährlich reinigen und entkalken.

Wie bekomme ich Legionellen aus der Wasserleitung?

Massnahmen zur Bekämpfung und Vermeidung von Legionellen:

Der Warmwasserspeicher sollte durch eine automatische Schaltung mindestens einmal wöchentlich auf 60°C erhitzt werden (Legionellenschaltung). Ab etwa 55°C vermehren sich die Bakterien nicht mehr und sterben mit steigenden Temperaturen zunehmend rasch ab.

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