Woher weiß die Kirche was ich verdiene?
Gefragt von: Frau Nathalie May | Letzte Aktualisierung: 17. Februar 2026sternezahl: 4.3/5 (72 sternebewertungen)
Die Kirche weiß nicht direkt, was Sie verdienen; diese Information erhält sie über das Finanzamt, das Ihre Einkommensteuer berechnet, weil Sie bei der Anmeldung Ihre Religionszugehörigkeit angegeben haben. Basierend auf dem Steuerbescheid zieht Ihr Arbeitgeber die Kirchensteuer ab (als Angestellter) oder sie wird über die Einkommensteuererklärung abgerechnet (als Selbstständiger).
Woher hat die Kirche meine Daten?
Rechtsgrundlage der Datenverarbeitung
Wir verarbeiten Ihre personenbezogenen Daten auf Grundlage des Datenschutzgesetzes der EKD (DSG-EKD) und dem Gesetz über den Datenschutz und dem Schutz der Privatsphäre in der Telekommunikation und bei digitalen Diensten (TDDDG).
Woher weiß ich, wie viel Kirchensteuer ich bezahlt habe?
Ob Sie Kirchensteuer zahlen, können Sie normalerweise auf Ihrer Lohnabrechnung sehen, wenn Sie angestellt sind. Dort wird die Kirchensteuer als Abzug aufgeführt. Sollten Sie selbstständig sein, wird die Kirchensteuer im Rahmen Ihrer Einkommensteuererklärung berücksichtigt.
Wie wird mein Kirchenbeitrag berechnet?
Der Kirchenbeitrag beträgt 1,1% vom Einkommen (Beitragsgrundlage). Davon wird ein allgemeiner Absetzbetrag von 59 Euro abgezogen. Über den jeweils gültigen Mindestkirchenbeitrag informiert Sie gerne Ihre Kirchenbeitragsstelle.
Wie kann ich den Kirchenbeitrag reduzieren?
Im Regelfall können z.B. Wohnkosten, Versicherungen, Kredite oder Krankenkosten Ihren Kirchenbeitrag deutlich reduzieren. Außerdem gibt es Ermäßigungen für jedes Kind, für Alleinerziehende oder für Ausbildungskosten.
Der absurde Reichtum der Kirche
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Wie viel Kirchensteuer bei 10.000 brutto?
Hat eine steuerpflichtige Person beispielsweise eine zu zahlende Einkommensteuer von 10.000 Euro, sieht diese Rechnung wie folgt aus: In Bayern oder Baden-Württemberg: 10.000 Euro x 8 Prozent = 800 Euro Kirchensteuer. In allen anderen Bundesländern: 10.000 Euro x 9 Prozent = 900 Euro Kirchensteuer.
Wie wird die Kirchensteuer im Nachweisverfahren ermittelt?
Zur Ermittlung der Bemessungsgrundlage für die Kirchensteuer sind die Aufzeichnungen im Lohnkonto über das Religionsbekenntnis derjenigen Arbeitnehmer maßgebend, denen die pauschal besteuerten Bezüge zugeflossen sind.
Hat man mehr Netto, wenn man aus der Kirche austritt?
Wenn Sie aus der Kirche austreten, entfällt die Kirchensteuer, aber auch der steuerliche Vorteil. Die tatsächliche Ersparnis ergibt sich aus der Differenz: Gezahlte Kirchensteuer: 600 Euro. Steuerliche Entlastung durch Abzug: 155 Euro.
Warum wird Kirchensteuer trotz Kirchenaustritt abgezogen?
Nach dem Kirchenaustritt informiert die Meldebehörde automatisch das zuständige Finanzamt, damit dieses die elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale (ELStAM) ändert. Für die Zeit nach Ihrem Kirchenaustritt wird also bei der monatlichen Gehaltsabrechnung keine Kirchensteuer mehr einbehalten.
Wie kann ich meine Kirchensteuer senken?
Auch Kapitaleinkünfte werden mit der Kirchensteuer versteuert (jeweils 8 oder 9% auf die Kapitalertragsteuer von 25%). Um die Kirchensteuer abzumelden oder zu reduzieren, gibt es grob drei Möglichkeiten: den Kirchenaustritt, die Kappung für besonders hohe Einkommen oder das Absetzen von der Steuer.
Warum muss ich Kirchensteuer zahlen, obwohl ich nicht in der Kirche bin?
Die Rede ist vom sogenannten besonderen Kirchgeld, das nur bei glaubensverschiedenen Ehen zum Einsatz kommt. Dieses hat oft zur Folge, dass der konfessionslose Ehegatte für die Kirchensteuer des Partners aufkommen muss.
Woher weiß der Arbeitgeber, ob ich in der Kirche bin?
Beginn und Ende des Kirchensteuerabzugs bestimmen sich für den Arbeitgeber ausschließlich nach den vom BZSt übermittelten Daten über die Zugehörigkeit zu einer steuererhebenden Religionsgemeinschaft.
Wie wird die Kirchensteuer berechnet?
Die Höhe der Kirchensteuer richtet sich nach Ihrem Wohnort. In Bayern und Baden-Württemberg zahlen Kirchenmitglieder 8 Prozent der festgesetzten Einkommensteuer, in den übrigen Bundesländern sind es 9 Prozent. Diese prozentuale Berechnung gilt auch bei der Abgeltungsteuer.
Kann man Kirchenbücher einsehen?
Einen Rechtsanspruch auf Einsicht in Kirchenbücher gibt es nicht, auch nicht für allgemeine Forschungszwecke. Wenn die Fristen abgelaufen sind, dürfen die jeweiligen Stellen aber Einsicht gewähren.
Warum muss ich für meine Frau Kirchensteuer zahlen?
jeder Ehepartnerin separat für die Einkommensteuer und somit auch für die Kirchensteuer herangezogen. Nur der Ehepartner, der Mitglied einer steuererhebenden Religionsgemeinschaft ist, zahlt Kirchensteuer, und diese wird ausschließlich von seinem oder ihrem individuellen Einkommen berechnet.
Woher weiß mein Arbeitgeber, ob ich Kirchensteuer zahlen muss?
In Bayern und Baden-Württemberg beträgt die Kirchensteuer 8%, in allen anderen Bundesländern 9%. Bist du kirchensteuerpflichtig, ist dies auf deiner elektronischen Lohnsteuerkarte angegeben und dein Arbeitgeber führt sie direkt an das Finanzamt ab. Einige wenige Glaubensgemeinden ziehen die Abgabe selber ein.
Was ist die Bemessungsgrundlage für die Kirchensteuer?
Bemessungsgrundlage ist das zu versteuernde Einkommen. Kirchensteuer ist eine Steuer, die Religionsgemeinschaften von ihren Mitgliedern erheben. Hier dient die Einkommensteuer als Bemessungsgrundlage.
Wie viel Kirchensteuer bei 4.000 € brutto?
Hätte Herr Müller hingegen ein Bruttogehalt von 4.000 Euro im Monat, würde seine Kirchensteuer bei etwa 56 Euro liegen. Nach Anrechnung bei der Steuer blieben noch 37 Euro.
Was muss ich tun, um keine Kirchensteuer mehr zu bezahlen?
Eine Befreiung von der Kirchensteuer ist in Deutschland nur durch einen offiziellen Kirchenaustritt möglich. Dies muss persönlich beim Standesamt oder Amtsgericht beantragt werden und ist mit einer Bearbeitungsgebühr verbunden. Nach dem Austritt entfällt die Verpflichtung zur Zahlung der Kirchensteuer.
Woher weiß ich, wie viel Kirchensteuer ich zahle?
Die Höhe der Kirchensteuer beträgt in allen Bundesländern außer Bayern und Baden-Württemberg einheitlich 9% der Lohnsteuer. In Bayern beträgt der Kirchensteuersatz 8% der Lohnsteuer. Die niedrigere Kirchensteuer Bayerns wird mit dem sogenannten Kirchgeld begründet.
Was ist der Nachteil, wenn man aus der Kirche austritt?
Nachteile eines Kirchenaustritts sind der Verlust sozialer Bindungen und Gemeinschaft, der Wegfall kirchlicher Leistungen (z.B. Patenschaften, kirchliche Trauungen, kirchliche Bestattungen), mögliche Kritik im sozialen Umfeld, sowie eingeschränkte Jobchancen bei kirchlichen Trägern, obwohl man in der Regel weiterhin Gottesdienste besuchen kann, aber keine Sakramente mehr empfängt. Die formalen Schritte sind mit einem Gang zum Amt und einer kleinen Gebühr verbunden.
Kann man Kirchenbeitrag von der Steuer absetzen?
In welchem Ausmaß sind Kirchenbeiträge absetzbar? Beiträge an gesetzlich anerkannte Kirchen und Religionsgesellschaften können bis höchstens 600 Euro (bis 2023: 400 Euro) jährlich abgesetzt werden.
Wann verjährt der Kirchenbeitrag?
Die jährlichen Kirchenbeiträge verjähren in drei Jahren.
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