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Woher stammt das Wort baumeln?

Gefragt von: Rosita Graf  |  Letzte Aktualisierung: 3. Februar 2026
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Das Wort baumeln stammt wahrscheinlich aus lautmalerischer Herkunft (Onomatopoesie) und ist eine Lautvariante von Wörtern wie bammeln oder bummeln, die ursprünglich die Bewegung von Schwingen nachahmen (z. B. Glocken) und sich dann auf das "hin- und herschwingen" bezogen. Es ist eine alte, eher nord- oder mitteldeutsche Bildung, die sich im Laufe der Zeit verbreitet hat.

Woher kommt der Ausdruck baumeln?

baumeln Vb. 'frei hängend hin und her schaukeln' (17. Jh.). Die Herkunft ist ungewiß; baumeln wird teilweise als Ableitung von Baum (s. d.) erklärt und als 'an einem Baum hängend sich hin und her bewegen' gedeutet.

Woher kommt der Ausdruck herumlungern?

Bedeutungen: [1] intransitiv, umgangssprachlich, salopp, abwertend, meist in Bezug auf einen Aufenthaltsort: ohne (sinnvolle) Beschäftigung sein. Herkunft: gebildet aus der Partikel herum als Verbzusatz und dem Verb lungern.

Was ist der Ursprung des Wortes dumm?

Das Wort "dumm" kommt vom mittelhochdeutschen "tumb" oder "tump", was ursprünglich stumm, taub, jung, unerfahren oder arglos bedeutete und von einer germanischen Wurzel stammt, die "stumm" meinte, wie bei altenglisch "dumb". Die heutige Bedeutung von "unwissend" oder "mangelhaft begabt" entwickelte sich erst später, ab dem 17. Jahrhundert, und ersetzte allmählich die ältere Bedeutung, die heute noch in Begriffen wie "dummer Junge" anklingt.
 

Woher kommt der Spruch "Die Seele baumeln lassen"?

Der Ausspruch in leicht anderer Form entstammt vermutlich dem Roman "Schloss Gripsholm" von Kurt Tucholsky aus dem Jahr 1931. „Wir lagen auf der Wiese und baumelten mit der Seele. “

Ist die Geschichte der deutschen Sprache einfach nur erfunden?

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Woher kommt der Ausdruck "sich schwarz ärgern"?

"Sich schwarz ärgern" bedeutet, sich extrem zu ärgern, wobei die Herkunft der Redewendung mit der Farbe Schwarz für Tod, Krankheit und die damit verbundenen dunklen Flecken auf der Haut von Pestkranken (dem "schwarzen Tod") zusammenhängt, was den Ärger mit dem Gefühl des Sterbens gleichsetzt, vergleichbar mit "sich zu Tode ärgern" oder "grün und blau ärgern". 

Woher kommt die Redewendung?

Redewendungen stammen oft aus dem Alltag, der Geschichte, dem Handwerk oder dem Militär und haben sich über die Zeit entwickelt, um Situationen bildhaft zu beschreiben, wie z.B. „den Löffel abgeben“ vom Generationswechsel auf dem Hof oder „08/15“ vom Maschinengewehr. Ihre Herkunft ist manchmal überraschend konkret und spiegelt frühere Lebenswelten wider, wobei die ursprüngliche Bedeutung oft metaphorisch oder sogar wörtlich war, bevor sie sich veränderte. 

Was bedeutet dumm dumm dumm dumm dumm dumm auf Deutsch?

dumm Adj. 'unwissend, unbegabt, unvernünftig, unangenehm'. Ahd.

Hat Dummheit etwas mit Intelligenz zu tun?

Im Alltag denken wir oft, dass Dummheit das Fehlen von Intelligenz bedeutet. Aber das greift zu kurz: Man kann intelligent sein und sich trotzdem dumm verhalten. "Dummheit" ist oft auch situationsabhängig. Menschen können in einem Bereich sehr klug handeln und in einem anderen häufig Fehler machen.

Woher kommt der Ausdruck "dumm wie Stroh"?

Die Redensart „dumm wie Bohnenstroh“ rührt aus der Zeit, als sich die Bevölkerung ihre Bettstätten mit Strohsäcken oder mit strohgefüllten Matratzen ausstattete.

Woher kommt der Ausdruck "auf dem Holzweg sein"?

„Auf dem Holzweg sein“ bedeutet, sich zu irren oder ein falsches Ziel zu verfolgen, und stammt aus dem Mittelalter: Es bezeichnete Wege im Wald, die nur zum Abtransport von gefälltem Holz dienten, oft Schleifspuren oder Sackgassen, die Wanderer vom eigentlichen Weg abbringen und nicht zum Ziel führten, ähnlich den heutigen Rückegassen, die ins Nirgendwo münden können. 

Woher kommt der Begriff verhökern?

"Verhökern" kommt vom niederdeutschen Wort "Höker" (Kleinhändler) und bedeutet abwertend "feilschen", "billig verkaufen" oder "zu Geld machen", abgeleitet von der Praxis der Kleinhändler, ihre Waren mit einer "Hucke" (Traglast) zu verkaufen. Der Begriff beschreibt das Verkaufen von Dingen für wenig Geld, oft auf dem Flohmarkt oder in kleinen Läden, und hat eine negative Konnotation. 

Woher kommt der Ausdruck "auf links drehen"?

Der Ausdruck „auf links drehen“ bedeutet, die Innenseite eines Kleidungsstücks nach außen zu kehren (z.B. beim Waschen), weil die "rechte Seite" die schöne Außenseite ist und die "linke Seite" die Innenseite; die Bezeichnung geht auf eine historische Vorstellung zurück, bei der "links" als "ungeschickt" oder "anders" galt, während die rechte Hand als die "rechte" (korrekte) galt. Es gibt auch die umgangssprachliche Bedeutung, etwas gründlich zu prüfen oder eine Situation zu verändern. 

Woher kommt das Wort tollpatschig?

Erst durch volksetymologische Umdeutung, die das Wort Tollpatsch wohl aufgrund von Ähnlichkeiten im Klang mit toll (was früher einmal ›verrückt‹, ›töricht‹ bedeutete) in Verbindung brachte, wurde das Wort in seiner heutigen Bedeutung und Schreibung geprägt: Es bezeichnet einen ›sehr ungeschickten Menschen‹.

Woher kommt der Ausdruck Bullenhitze?

Der Begriff "Bullenhitze" beschreibt umgangssprachlich eine extreme, drückende Hitze und leitet sich vom Präfix "Bullen-" ab, was eine Steigerung oder Intensität ausdrückt – ähnlich wie bei einem "Bullenmarkt" an der Börse (starker Kursanstieg) oder dem Bild eines mächtigen Bullen, der die Hitze symbolisiert, aber es gibt keine exakte historische Herkunftsgeschichte, sondern eher eine sprachliche Analogie für "wahnsinnige Hitze", ähnlich wie bei "Affenhitze". 

Wo sagt man Fuppes?

fuppen. 'springen, hüpfen (meist von Gegenständen)': "Dein Ball fuppt aber prima." "Fuppen" ist ein im südlichen und zentralen Rheinland weit verbreitetes Mundartwort, das auch heute noch in der Umgangssprache Verwendung findet. Ob der "Fuppes" ('Fußball', siehe dort) hier seinen Ursprung hat, ist noch ungewiss.

Welches ist ein berühmtes Zitat über Dummheit?

Nichts auf der ganzen Welt ist gefährlicher als aufrichtige Ignoranz und gewissenhafte Dummheit . – Martin Luther King Jr.

Was sind die 5 Gesetze der Dummheit?

Die 5 Gesetze der Dummheit – mit Business-Perspektive

  1. Die Zahl der Dummen wird immer unterschätzt. ...
  2. Dummheit ist unabhängig von Position und Qualifikation. ...
  3. Dumme schaden, ohne selbst zu profitieren. ...
  4. Nicht-Dumme unterschätzen die Gefahr durch Dumme. ...
  5. Dumme sind die gefährlichste Gruppe.

Wie kann man dumme Menschen noch nennen?

· Vollidiot derb · Vollkoffer ugs. , österr. , abwertend · Vollpfosten ugs. · Vollspast derb · Volltrottel derb · Zipfelklatscher ugs. , süddt. · armer Irrer ugs. · dumme Nuss ugs.

Ist dumm sagen eine Beleidigung?

Ja, "dumm" wird im alltäglichen Sprachgebrauch fast immer als starke Beleidigung oder Herabwürdigung einer Person empfunden, da es ihre Intelligenz angreift und verletzen kann; auch rechtlich kann die Äußerung als Beleidigung (§ 185 StGB) gewertet werden, wenn sie nicht durch sachliche Kritik gedeckt ist, wobei die Wahrnehmung und der Kontext entscheidend sind, ob es als Straftat gilt oder nicht.
 

Woher kommt "jetzt wird ein Schuh draus"?

Die Herkunft von „da wird ein Schuh draus“ liegt im Handwerk des Schuhmachers, speziell im Mittelalter: Früher wurden Schuhe von innen nach außen genäht und erst am Ende umgestülpt, damit die Nähte innen lagen und der Schuh eine glatte Außenseite hatte, was ihn erst tragbar machte; der Spruch bedeutet also, dass etwas erst durch eine andere, oft umgekehrte Perspektive oder Arbeitsweise sinnvoll oder fertig wird. 

Warum sagt man Schwamm drüber?

Die Redewendung „Schwamm drüber!“ stammt aus der Geschichte der Wirtshäuser, wo Gäste ihre Schulden mit Kreide an eine Tafel schrieben und diese nach Bezahlung mit einem Schwamm weggewischt wurden, was so viel bedeutet wie „vergessen wir das“ oder „Lass uns nicht mehr darüber reden“, um eine Sache abzuschließen und zu vergeben.
 

Woher kommt der Begriff "den Löffel abgeben"?

Die Redewendung „den Löffel abgeben“ (sterben) stammt aus dem Mittelalter, als Löffel persönliche, wertvolle Werkzeuge waren, die man stets bei sich trug; nach dem Tod des Besitzers wurde der Löffel symbolisch abgegeben und oft an die nächste Generation weitergegeben, da er zum Überleben nicht mehr gebraucht wurde. Auch die Weitergabe von Verantwortung oder Macht, wie z.B. der Abschied vom Hofleben einer Bäuerin, wird damit verbunden.
 

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