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Woher kommt aus dem letzten Loch pfeifen?

Gefragt von: Adrian Graf-Erdmann  |  Letzte Aktualisierung: 13. Februar 2026
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Die Redewendung „aus dem letzten Loch pfeifen“ stammt aus dem 17. Jahrhundert und hat ihren Ursprung in der Musik bzw. bei Blasinstrumenten, wo das „letzte Loch“ den höchsten Ton erzeugt, der aber oft nur mit größter Anstrengung zu erreichen ist und das Instrument an seine Grenzen bringt, was auf Erschöpfung oder das Ende der Möglichkeiten hindeutet, so. Sie beschreibt einen Zustand, in dem jemand oder etwas am Ende seiner Kräfte, Möglichkeiten oder Ressourcen angelangt ist.

Woher kommt die Redewendung?

Redewendungen stammen oft aus dem Alltag, der Geschichte, dem Handwerk oder dem Militär und haben sich über die Zeit entwickelt, um Situationen bildhaft zu beschreiben, wie z.B. „den Löffel abgeben“ vom Generationswechsel auf dem Hof oder „08/15“ vom Maschinengewehr. Ihre Herkunft ist manchmal überraschend konkret und spiegelt frühere Lebenswelten wider, wobei die ursprüngliche Bedeutung oft metaphorisch oder sogar wörtlich war, bevor sie sich veränderte. 

Woher kommt der Spruch "Du Pfeife"?

Der Ursprung dieser Redewendung liegt in der Tanzmusik, wo die Pfeife ein sehr häufig verwendetes Instrument war. Die Tänzer richteten sich mit ihrem Tanz nach der Musik, davon wurde auch diese Redewendung abgeleitet.

Woher kommt der Spruch "Das schlägt dem Fass den Boden aus"?

„Das schlägt dem Fass den Boden aus“ bedeutet, dass es genug ist und man sich nicht mehr gefallen lassen kann. Diese Redewendung hat ihren geschichtlichen Ursprung in Nürnberg im 14. Jahrhundert. Dort wollten Brauer ihr schlecht gewordenes Bier verkaufen.

Warum pfeift der Mensch?

Menschen pfeifen aus vielen Gründen: zur nonverbalen Kommunikation, um Aufmerksamkeit zu erregen, eine Melodie im Kopf zu vertreiben, Angst zu verarbeiten (wie im Alten Testament), sich an Tiere angelehnt zu verständigen oder einfach aus Freude und Langeweile, oft als Geräuschmarkierung oder um eine positive Stimmung zu zeigen, wobei es auch als störend empfunden werden kann. Die Fähigkeit zum Pfeifen ist uralt und dient wie bei Tieren der Verständigung über weite Distanzen. 

Aus dem letzten Loch pfeifen - Sprichwörter und Redewendungen erklärt

40 verwandte Fragen gefunden

Warum Pfeifen Menschen?

Menschen pfeifen aus vielen Gründen: zur nonverbalen Kommunikation, um Aufmerksamkeit zu erregen, eine Melodie im Kopf zu vertreiben, Angst zu verarbeiten (wie im Alten Testament), sich an Tiere angelehnt zu verständigen oder einfach aus Freude und Langeweile, oft als Geräuschmarkierung oder um eine positive Stimmung zu zeigen, wobei es auch als störend empfunden werden kann. Die Fähigkeit zum Pfeifen ist uralt und dient wie bei Tieren der Verständigung über weite Distanzen. 

Ist es gefährlich, wenn die Lunge pfeift?

Bei einem Stridor handelt es sich also um ein nieder- oder hochfrequentes krankhaftes Atemgeräusch, dessen Ursache schnellstmöglich behoben werden muss. Unbehandelt kann die Ursache von Stridor, also eine Verleg, zu lebensbedrohlicher Atemnot und damit zu schweren Hirnschäden oder zum Tode führen.

Woher stammt der Ausdruck "mein lieber Scholli"?

Die Herkunft von „Mein lieber Scholli“ ist nicht eindeutig geklärt, aber die häufigsten Theorien führen sie entweder auf den hugenottischen Dichter Ferdinand Joly (eine Verballhornung seines Namens) oder auf die französische Wendung „ma chère jolie“ (meine liebe Schöne) zurück, die von Soldaten in Norddeutschland übernommen wurde. Eine weitere, weniger verbreitete Theorie bezieht sich auf den badischen Politiker Julius Jolly. 

Woher kommt kein Bier vor vier?

Der Ursprung des Spruchs „Kein Bier vor Vier“ ist unklar, aber er symbolisiert das Ende des Arbeitstages und den Beginn der Freizeit, wobei 16 Uhr (vier Uhr nachmittags) als traditioneller Feierabendzeitpunkt gilt; es ist eine humorvolle „Regel“, die das wohlverdiente Bier danach einleitet, ähnlich dem Motto „Feierabendbier“, aber mit einem spielerischen Fokus auf die Uhrzeit, da Bier auf "vier" reimt. 

Woher kommt "Du gehst mir auf den Senkel"?

Was bedeutet das? „Du gehst mir uff de Senkel“ ist eine typische Pfälzer Redewendung und bedeutet, dass jemand einem auf die Nerven geht oder richtig lästig wird. Man könnte auch sagen: „Du nervst! “ oder „Du gehst mir auf den Keks!

Woher kommt der Ausdruck "aus dem letzten Loch pfeifen"?

„Aus dem letzten Loch pfeifen“

Der seit dem 17. Jahrhundert geläufige Ausspruch bezieht sich auf die Löcher eines Blasinstruments, zum Beispiel einer Flöte. Aus dem letzten Loch erklingt der höchste Ton, den das Instrument spielen kann. Die Möglichkeiten sind also erschöpft – man kann einfach nicht mehr.

Woher stammt die Redewendung „sich den Durst löschen“?

„Sich den Durst stillen“ leitet sich von der wörtlichen Bedeutung von „pfeifen“ für Mund oder Kehle ab . Da „sich den Durst stillen“ bedeutet, ist dies nachvollziehbar. Die Redewendung taucht erstmals gegen Ende des 14. Jahrhunderts in Geoffrey Chaucers „Canterbury Tales“ auf.

Woher kommt der Spruch "Ich glaub, mein Schwein pfeift"?

Der Ursprung von „Ich glaub, mein Schwein pfeift“ liegt wahrscheinlich in der Berliner Jugendsprache der 1920er Jahre, um Überraschung oder Unglauben auszudrücken, indem man etwas Unmögliches (ein pfeifendes Schwein) als Reaktion auf eine unerwartete Situation nannte; es gibt aber auch die Theorie, dass es sich auf pfeifende Wasserkessel bezog, die wie Schweine aussahen und eine gute Ausrede boten. Die Redewendung bedeutet, dass etwas so unglaublich ist, dass man es kaum glauben kann, ähnlich wie „Mich trifft der Schlag“. 

Woher kommt der Löffel abgeben?

Die Redewendung „den Löffel abgeben“ kommt aus dem Mittelalter, als der eigene Löffel ein wertvolles, persönliches Werkzeug war, das mit ins Grab genommen wurde; beim Sterben wurde er symbolisch abgegeben, da er nicht mehr gebraucht wurde, was auch die Weitergabe von Aufgaben und Macht an die nächste Generation (z.B. Knecht, Bäuerin) bedeutete. 

Woher kommt es, einen Frosch im Hals zu haben?

"Einen Frosch im Hals haben" ist eine Redewendung für ein unangenehmes Gefühl von Trockenheit, einem Kloß oder Räusperzwang im Hals, oft bei Aufregung, zu viel Reden oder Krankheit (wie Erkältung oder Reflux), wodurch die Stimme heiser oder wegbleibt; die Ursache kann ein tatsächliches Fremdkörpergefühl oder eine Schleimhautreizung sein.
 

Woher kommt "jetzt wird ein Schuh draus"?

Die Herkunft von „da wird ein Schuh draus“ liegt im Handwerk des Schuhmachers, speziell im Mittelalter: Früher wurden Schuhe von innen nach außen genäht und erst am Ende umgestülpt, damit die Nähte innen lagen und der Schuh eine glatte Außenseite hatte, was ihn erst tragbar machte; der Spruch bedeutet also, dass etwas erst durch eine andere, oft umgekehrte Perspektive oder Arbeitsweise sinnvoll oder fertig wird. 

Woher kommt ein Fass aufmachen?

Die Redewendung "Ein Fass aufmachen" hat ihren Ursprung in der englischen Sprechweise "To make a fuss of somebody/something". Das bedeutet so viel wie "Wirbel um etwas machen".

Was besagt die 3-2-1-Regel für Alkohol?

Wer seinen Alkoholkonsum reduzieren, aber nicht ganz darauf verzichten möchte, befolgt die sogenannte „1-2-3-Regel“: Nicht mehr als ein Getränk pro Stunde . Nicht mehr als zwei Getränke pro Anlass. Nicht mehr als drei Getränke pro Tag.

Welches Land hat kein Bier?

Sansibar – warum der Ferieninsel der Alkohol ausgeht.

Woher stammt der Ausdruck "Alter Schwede"?

Man sagt „Alter Schwede“ als Ausdruck des Erstaunens, der Bewunderung oder als scherzhafte Anrede für einen Kumpel, weil die Redewendung auf erfahrene schwedische Soldaten aus dem Dreißigjährigen Krieg zurückgeht, die als Ausbilder in Preußen sehr angesehen waren und als „alte Schweden“ bekannt wurden; sie standen für Härte und Können und wurden so zum Symbol für einen „echten Mann“, ähnlich einem „Freundschaftsdienst“. 

Woher kommt der Ausdruck "Ich kenne meine Pappenheimer"?

Der Spruch „Ich kenne meine Pappenheimer“ stammt aus Friedrich Schillers Drama „Wallensteins Tod“ und bezieht sich ursprünglich auf die Soldaten des berühmten Feldherrn Gottfried Heinrich zu Pappenheim, die als besonders loyal und tapfer galten. Heute wird die Redewendung meist ironisch verwendet, um auszudrücken, dass man jemanden „durchschaut“ hat und dessen wahre Motive oder Schwächen kennt, oft mit einem Hauch von Misstrauen oder Überraschung.
 

Woher kommt der Spruch "Mit dem Klammerbeutel gepudert"?

Die Redewendung "mit dem Klammerbeutel gepudert sein" (bedeutet: verrückt, nicht ganz bei Verstand) stammt aus der Welt der Müller, die früher Mehlstaub abbekamen, wenn sie während des Mahlvorgangs den Mehlkasten öffneten; der Staub (Puder) kam aus einem speziellen Klammerbeutel (einem siebartigen Sack), und der dadurch entstehende Mehlstaub im Gesicht wurde mit dem Puder aus der Puderquaste verglichen, was die Assoziation mit Dummheit oder Verrücktheit verstärkte.
 

Was bedeutet Giemen?

Giemen ist ein pfeifendes oder pfeifendes Atemgeräusch, das entsteht, wenn die Atemwege durch Schleim, Schwellung oder Verkrampfung verengt sind, wodurch die Luft mit erhöhtem Widerstand durchströmt. Es ist ein typisches Symptom für obstruktive Lungenerkrankungen wie Asthma bronchiale, Bronchitis oder COPD, kann aber auch bei Atemwegsinfekten oder Herzinsuffizienz auftreten, wobei es oft bei der Ausatmung (Exspiration) zu hören ist.
 

Wie merkt man eine stille Lungenentzündung?

Eine stille (atypische) Lungenentzündung zeigt oft milde, untypische Symptome wie trockener Reizhusten, Abgeschlagenheit, leichte Kopf- und Gliederschmerzen und leichtes Fieber, die leicht mit einer Erkältung verwechselt werden, wobei die typischen starken Symptome wie hoher Fieber und Schüttelfrost fehlen können. Bei Älteren können auch Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall oder Erbrechen sowie Bewusstseinsstörungen auftreten, während bei Kindern schnelle Atmung und Atemnot (Nasenflügeln, Einziehungen unter den Rippen) auffällig sein können. 

Was ist ein Knacken in der Lunge beim Einatmen?

Ein Knacken beim Einatmen deutet oft auf Rasselgeräusche (Knistern) hin, die durch Flüssigkeit (Lungenentzündung, Herzversagen) oder verklebte Lungenbläschen (Lungenfibrose) entstehen können und einen Arztbesuch erfordern. Manchmal kann es auch eine harmlose Ursache haben, wie das Entfaltungsknistern nach langem Liegen. Bei Schmerzen, Atemnot oder anderen Symptomen ist eine umgehende Abklärung bei einem Arzt wichtig, um ernste Probleme wie Lungenfibrose, Pneumothorax oder Asthma auszuschließen.
 

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