Zum Inhalt springen

Woher kommen Chräbeli?

Gefragt von: Frau Prof. Selma Witte  |  Letzte Aktualisierung: 31. Mai 2026
sternezahl: 4.2/5 (24 sternebewertungen)

Chräbeli sind ein traditionelles Schweizer Anisgebäck, das seinen Ursprung als Spezialität in der Stadt Baden (Aargau) hat und erstmals um 1710 dort erwähnt wurde, wobei sie auch als Ersatz für teures Marzipan dienten. Ihren Namen leiten sie vom Dialektwort "Chräbel" (Kralle eines Tieres) ab, was auf ihre charakteristische gekrümmte Form hinweist, und sind in der ganzen Deutschschweiz als Weihnachtsgebäck bekannt, während sie in Baden ganzjährig gegessen werden.

Woher kommt der Name Chräbeli?

Gemäss Mundartexperte Markus Gasser haben Chräbeli ihren Namen von ihrer Form: «Chräbeli kommt von Chräbel, was Kralle eines Tiers bedeutet.» Im Spätmittelalter und in der Frühneuzeit wurden Anisgebäcke auch als Bauernmarzipan bezeichnet, weil sie ein Ersatz für das teure Marzipan waren.

Woher kommen Brunsli?

Brunsli (französisch Bruns de Bâle, italienisch Brunsli di Basilea, rätoromanisch brunsli) sind ein in der Schweiz weit verbreitetes Weihnachtsgebäck. Sie bestehen hauptsächlich aus gemahlenen Mandeln, Zucker, Eischnee und Schokolade. Ihren Ursprung haben die Brunsli vermutlich in der Region Basel.

Was bedeutet Chräbeli?

Der Gebäckforscher Währen erklärt, der Begriff Chräbeli komme vom Indogermanischen „gru-mo“, was so viel heisst wie "kleiner Kram, kleines Zeug, krebel, Gräbel". Noch heute verwendet man in Interlaken, Wilderswil oder Grindelwald für das kleine Weihnachtsgebäck den Namen Chräbel, Kräbel.

Woher kommt Guetzli?

Das «Guetzli» war ursprünglich im Raum Thurgau, Zürich, Aargau, Baselland heimisch. Alle diese Varianten gehen auf das Adjektiv «guet» zurück. Weihnachtsgebäck ist schliesslich etwas Gutes, Feines. «Gueteli» oder «Güeteli» sagte man früher auch noch.

Badener Chräbeli - Anis Kekse

40 verwandte Fragen gefunden

Woher kommt die Tradition der Weihnachtsplätzchen?

Das Backen von Weihnachtsplätzchen ist eine alte Tradition mit historischen Wurzeln: Wahrscheinlich geht sie zurück auf mittelalterliche Klöster, wo man zur Weihnachtszeit Gebäck backte, um die Geburt Jesus Christus zu feiern.

Wie sagt man Keks auf Schweizerdeutsch?

Ein Keks (österreichisches Hochdeutsch das Keks, auch der Keks, Aussprache [kɛks], bundesdeutsches Hochdeutsch der oder das Keks, in der Schweiz Chrömli, Guetzli oder Gutzi, in Südtirol Keksl, [ keːks]; aus dem Plural cakes von englisch cake ‚Kuchen') ist ein ursprünglich englisches Gebäckstück.

Warum heißt Totenbeinli so?

Das Totenbeinli wird darum so genannt, weil es früher häufig beim Leichenschmaus zum Kaffee gereicht wurde. Heute wird das Trockengebäck gerade in der Weihnachtszeit gerne gebacken.

Warum haben meine Chräbeli keine Füsschen?

Der beim Backen entstehende Dampf stösst das Chräbeli nach oben und es bilden sich Füsschen. Beim Einschneiden der Chräbeli sollte ein sehr scharfes Messer verwendet werden. Ist das Messer zu stumpf, drückt es das Chräbeli einseitig zusammen und die Füsschen werden schief.

Was ist Brunsli?

Das Brunsli ist ein Weihnachtsgebäck von dunkler Farbe. Es besteht aus einem groben Teig aus Eiweiss, Schokolade, Zucker und Mandeln. Das Brunsli wird in der ganzen Schweiz hergestellt und konsumiert, hat aber einen besonders starken Bezug zu Basel, weshalb es auch gerne Basler Brunsli genannt wird.

Warum heißt Mailänderli so?

Der Name lässt vermuten, dass es ursprünglich aus der italienischen Stadt Mailand stammt. Doch ein Beweis fehlt. In Mailand soll ein Mürbeteiggebäck existieren, das dem Mailänderli ziemlich nahe kommt, nur wird dieses mit kandierten Früchten und Mandeln gemacht.

Woher kommt der Name "Spitzbuben"?

Spitzbuben heißen so, weil der Begriff im 19. Jahrhundert „Spion“ oder „Spitzel“ bedeutete, und das Loch im oberen Keks wirkt wie ein „Guckloch“, durch das man die Marmelade „ausspionieren“ kann. Eine andere Theorie besagt, dass die drei Löcher an ein Gesicht erinnern und der Keks damit einem „frechen Schelm“ (einem Spitzbuben) ähnelt. Der Name verbindet das Gebäck mit dem „Listigen“ oder „Frechen“, was durch die Füllung noch unterstrichen wird, so Radio SRF 1.
 

Wie nennt man Mailänderli in Deutschland?

Mailänderli: Butterkekse in Stern- oder Mondform, das Weihnachtsgebäck schlechthin. Tirggel: Zürcher Honiggebäck mit kunstvollen Motiven, fast zu schön zum Essen!

Wie heißt der Schweizer Klassiker "Der Weihnachtsguetzli Spitzbueb" in Deutschland?

So bekannt heute die Spitzbuebe als Guetsli sind, so jung sind sie offenbar: Als etwas vor 1900 der einschlägige Wortartikel für das «Schweizerische Idiotikon» erarbeitet wurde, wusste man noch nichts von einem Guetsli gleichen Namens, sondern kannte Spitzbueb lediglich in der Bedeutung von «Gauner, Schelm».

Woher kommt der Name Rapunzelsalat?

Feldsalat heißt auch Rapunzelsalat wegen des Märchens der Gebrüder Grimm, in dem die schwangere Mutter ihrer Tochter Rapunzel den Salat aus einem magischen Garten wünschte; der Name leitet sich ursprünglich von der Rapunzel-Glockenblume (Valerianella locusta) ab, deren Wurzeln und Blätter man früher aß und die mit dem heutigen Feldsalat verwechselt wurde, da beide im Winter geerntet wurden und ähnlich aussehen. 

Wie werden Chräbeli nicht hart?

Für alle, die sie auch über längere Zeit lieber weich geniessen möchten, hier ein Tipp, wie das Austrocknen verhindert werden kann: Chräbeli nach dem Auskühlen sofort in einen Gefrierbeutel füllen, diesen gut verschliessen und die Chräbeli so verpackt in einer Guetzlidose aufbewahren.

Warum haben Anisplätzchen keine Füße?

Anisplätzchen bekommen "Füßchen", weil die Oberfläche vor dem Backen antrocknet (6-24 Stunden), der Kern aber feucht bleibt; beim Backen verdampft die Feuchtigkeit im Inneren und treibt den Keks nach oben, während die angetrocknete Oberfläche unten kleben bleibt und so den Fuß bildet; das Ausbleiben der Füßchen liegt oft an zu feuchtem Teig, zu kurzem Trocknen, zu viel Fett auf dem Blech oder der falschen Backmethode (z.B. Umluft).
 

Was ist typisches Schweizer Weihnachtsgebäck?

  • Luzerner Lebkuchen. 1.267 Bewertungen. ...
  • Mailänderli. 2.016 Bewertungen. ...
  • Kokosmakrönli. 2.894 Bewertungen. ...
  • Bretzeli. 2.292 Bewertungen. ...
  • Mailänderliteig. 1.155 Bewertungen. ...
  • Omas-Anisplätzchen. 1.973 Bewertungen. ...
  • Basler Leckerli. 477 Bewertungen. ...
  • Anischräbeli. 1.183 Bewertungen.

Warum bekommen Springerle keine Füßchen?

Die Springerle mit Papier bedecken und im Backofen bei 150°C Ober-/Unterhitze ca. 20 - 30 Minuten backen. Oben sind die Springerle weiß und unten goldgelb, zudem bekommen sie „Füßchen“. Wenn die Probelaible keine Füße bekommen, dann die restlichen am Boden leicht mit Wasser bestreichen, denn dann sind sie zu trocken.

Wie nennt man Spitzbuben in Deutschland?

Spitzbuben nennt man in Deutschland je nach Region auch Linzer Plätzchen, Hildabrötchen, Linzer Augen, Terrassenplätzchen, Spitzmädchen oder Engelsaugen; es sind feine Mürbeteig-Doppelkekse mit Marmeladenfüllung, die das "Fenster" für die rote Füllung haben.
 

Was ist ein Weihnachtsguetzli?

Als Plätzchen (bundesdeutsches Hochdeutsch), Keks (österreichisches Hochdeutsch) bzw. Guetzli oder Biskuits (Schweizer Hochdeutsch) bezeichnet man allgemein zu den Feinbackwaren gehörendes süßes Kleingebäck. Sie sind ein beliebtes Weihnachtsgebäck. Ein anderer Sammelbegriff ist Teegebäck.

Woher kommen die Totenbeinli?

Ursprünglich aus Graubünden stammend, haben Totenbeinli eine lange Tradition. Heute ist das Nussgebäck bei jeder süssen Gelegenheit willkommen und ein beliebter Genuss zur Weihnachtszeit.

Was heißt popo auf Schweizerdeutsch?

Das Wort Po oder Popo ist eine Ableitung oder Verkürzung aus dem Lateinischen «Podex» (was eigentlich, das «Ding, das furzt» bedeutet). Daraus entstanden auch das schweizerische «Fudi», «Füdli» und weitere vulgärsprachliche Wörter.

Was heißt Kuchen auf Bayrisch?

'Gollopfä', das ist im Dialekt der 'Kuchen'.

Wie sagt man Brötchen in der Schweiz?

In der Schweiz sagt man für "Brötchen" hauptsächlich Brötli, aber auch Weggli (besonders die Milchbrötchen), Bürli (Kleingebäck aus Bauernbrot-Teig) oder regional Mutschli (auch als Mütschli) und Weggen. Es gibt also eine Vielfalt an Begriffen, je nach Region und Brötchenart, aber Brötli ist der gängigste Oberbegriff.