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Wo ist alles Quecksilber drin?

Gefragt von: Hilmar Fröhlich B.Eng.  |  Letzte Aktualisierung: 11. März 2026
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Quecksilber ist vor allem in Fischen und Meeresfrüchten (speziell Raubfischen wie Thunfisch, Schwertfisch), aber auch in pflanzlichen Lebensmitteln (Pilze, Gemüse) und manchmal in tierischen Produkten enthalten, da es sich in der Nahrungskette anreichert. Auch in einigen Haushaltsprodukten wie Energiesparlampen sowie historisch in bestimmten Kosmetika und Holzschutzmitteln findet sich Quecksilber.

Wo findet man Quecksilber im Alltag?

Des Weiteren wird metallisches (elementares) Quecksilber noch häufig in Zahnfüllungen (Amalgam besteht zur Hälfte aus Quecksilber), Leuchtstoff- und Energiesparlampen, Batterien, Kosmetika, sowie in Elektro- und Elektronikgeräten (Leiterplatten, Relais, Hg-Schalter, …) verwendet.

Wo findet man Quecksilber im Haushalt?

Im Haushalt findet man Quecksilber heutzutage meist nur in Energiesparlampen. Ausgenommen sind hier LED- und Halogenleuchten. Die Menge, die bei der Produktion der Lampen verarbeitet wird, ist gering.

Woher kommt zu hoher Quecksilbergehalt im Körper?

Als Quecksilbervergiftung (Merkurialismus, Quecksilberintoxikation) bezeichnen Ärzte eine akute oder chronische Vergiftung mit dem Schwermetall Quecksilber. Am häufigsten entsteht sie, wenn die giftigen Quecksilberdämpfe eingeatmet werden.

Wie merkt man Quecksilber im Körper?

Zu viel Quecksilber im Körper verursacht je nach Art der Vergiftung (akut/chronisch) unterschiedliche Symptome, darunter neurologische Probleme wie Zittern, Gedächtnisstörungen und Reizbarkeit, psychische Symptome wie Stimmungsschwankungen, Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit und Erbrechen, sowie körperliche Beschwerden wie Muskelschwäche, Kribbeln in den Gliedmaßen und Atemnot, oft begleitet von chronischer Müdigkeit und Konzentrationsproblemen, da das Nervensystem und die Nieren geschädigt werden können. 

GanzGesund TV: Quecksilber & Co - Wenn Metalle krank machen

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Wie bekomme ich Quecksilber aus meinem Körper?

Quecksilber lässt sich im Körper kaum abbauen, da es ein nicht abbaubarer Stoff ist. Die Ausleitung erfolgt durch gezielte Entgiftung, oft nach {Amalgamentfernung} (sanfte Amalgamsanierung) mit Substanzen wie Chlorella-Algen und Bentonit zur Bindung sowie Zink und Selen, die die körpereigene Entgiftung unterstützen, wobei viel Wasser trinken wichtig ist. In Fällen starker Belastung kann eine schulmedizinische Chelat-Therapie (z.B. DMPS) unter ärztlicher Aufsicht erfolgen, die Quecksilber mobilisiert und ausschwemmt, aber nur bei gut vorbereitetem Körper wirksam ist. 

Was neutralisiert Quecksilber im Körper?

Zink – zur sanften Ausleitung von Quecksilber

Auch mit Zink kann man die Ausleitung von Schwermetallen wie zum Beispiel Quecksilber bewirken.

Wie merke ich, dass ich Schwermetalle im Körper habe?

Zu viel Schwermetalle im Körper äußern sich oft durch unspezifische Symptome wie chronische Müdigkeit, Kopfschmerzen, Konzentrations- und Schlafstörungen, Reizbarkeit sowie Glieder- und Muskelschmerzen, oft begleitet von Verdauungsproblemen (Durchfall, Übelkeit) und Hautproblemen. Da diese Beschwerden auch andere Ursachen haben können, sind sie schwer zuzuordnen, deuten aber auf eine mögliche Belastung hin, die auch zu Infektanfälligkeit und psychischen Problemen führen kann. 

Wie viel Thunfisch braucht man bis zur Quecksilbervergiftung?

Das Ergebnis: Jede einzelne Dose enthielt Quecksilber. Eine von zehn Dosen übertraf dabei den Grenzwert für frischen Thunfisch von 1 mg/kg.

Wo kommt Quecksilber in Lebensmitteln vor?

Quecksilber kommt natürlich in der Erdkruste vor, hauptsächlich als Erz Zinnober (HgS) in ehemals vulkanisch aktiven Gebieten (z.B. Spanien, China, Serbien) und selten elementar; es gelangt durch Vulkane, Waldbrände und menschliche Aktivitäten (Industrie, Müllverbrennung) in die Umwelt, wird in Wasser zu schädlichem Methylquecksilber umgewandelt und reichert sich in der Nahrungskette an, vor allem in Fisch und Meeresfrüchten, sowie in technischen Geräten wie Energiesparlampen.
 

Welche Lebensmittel haben am meisten Schwermetalle?

Gesamtquecksilber wird zu etwa 55% aus tierischen und zu 45% aus pflanzlichen Lebensmitteln aufgenommen. Das besonders problematische Methylquecksilber (organisches Quecksilber) wird hauptsächlich aus Fischen und Meeresfrüchten aufgenommen.

Welche Medikamente enthalten Quecksilber?

Beachten Sie bitte, dass einige Medikamente quecksilberhaltig sind. Dazu gehören beispielsweise Desinfektionsmittel (z.B. Mercurochrom), verschiedene Augentropfen, aber auch wenige homöopathische Medikamente. Häufig enthalten Medikamente, die mehrere Inhaltsstoffe haben, auch eine Quecksilberverbindung.

Was sind die 5 ungesündesten Lebensmittel?

Schwarze Liste: die ungesündesten Lebensmittel

  1. Frittiertes. Von Kartoffelchips bis Pommes frites – einmal in der Fritteuse gelandet, verwandeln sich Lebensmittel zu einem gesundheitlichen Albtraum. ...
  2. Fruchtsäfte. ...
  3. Industriell verarbeitetes Fleisch. ...
  4. Fertiggebäck. ...
  5. Margarine. ...
  6. Diät-Limos. ...
  7. Weißbrot. ...
  8. Knuspermüsli und Müsliriegel.

Welche 7 Lebensmittel soll man jeden Tag essen?

  • Am besten Wasser trinken.
  • Obst und Gemüse – viel und bunt.
  • Hülsenfrüchte und Nüsse regelmäßig essen.
  • Vollkorn ist die beste Wahl.
  • Pflanzliche Öle bevorzugen.
  • Milch und Milchprodukte jeden Tag.
  • Fisch jede Woche.
  • Fleisch und Wurst – weniger ist mehr.

Wo lagert sich Quecksilber im Körper ab?

Auch über die Haut und die Lunge werden sie gut aufgenommen. Organisches Quecksilber verteilt sich gleichmäßig im Körper, es kann die Blut-Hirn-Schranke und die Plazentabarriere passieren. Organisches Quecksilber wird durch Mikroorganismen im Dickdarm zu Hg2+ umgewandelt, das dann mit dem Stuhl ausgeschieden wird.

Wie entgiftet man den Körper von Metallen?

Um Metalle aus dem Körper auszuleiten, werden oft Chelat-Therapien (z.B. mit DMPS, EDTA) oder natürliche Stoffe wie Chlorella-Algen, Bärlauch und Koriander eingesetzt, die Metalle im Darm binden, sowie der Einsatz von Säulen-Apherese zur Blutreinigung. Unterstützend wirken eine gesunde Ernährung, Schwitzen (Sauna) und die Stärkung der Leber- und Nierenfunktion, wobei bei schweren Vergiftungen immer eine ärztliche Abklärung unerlässlich ist, da auch wichtige Spurenelemente wie Zink, Kupfer und Selen gebunden werden können.
 

Wie testet man Quecksilber im Körper?

Um Quecksilber im Körper zu testen, werden meist Blut-, Urin- oder Haarproben analysiert, wobei der DMPS-Test (Chelatbildner-Test) mit Urin- oder Blutprobe nach Gabe eines Chelatbildners (wie DMPS) die Speicherorte in Geweben besser erfasst, da normale Blut- und Urinwerte die tatsächliche Belastung oft unterschätzen; ein einfacher Speicheltest ist unzuverlässig, aber der Kaugummi-Test kann die Freisetzung aus Amalgam anzeigen. 

Wie kriegt man Quecksilber aus dem Körper?

Quecksilber lässt sich im Körper kaum abbauen, da es ein nicht abbaubarer Stoff ist. Die Ausleitung erfolgt durch gezielte Entgiftung, oft nach {Amalgamentfernung} (sanfte Amalgamsanierung) mit Substanzen wie Chlorella-Algen und Bentonit zur Bindung sowie Zink und Selen, die die körpereigene Entgiftung unterstützen, wobei viel Wasser trinken wichtig ist. In Fällen starker Belastung kann eine schulmedizinische Chelat-Therapie (z.B. DMPS) unter ärztlicher Aufsicht erfolgen, die Quecksilber mobilisiert und ausschwemmt, aber nur bei gut vorbereitetem Körper wirksam ist. 

Was bindet Quecksilber im Darm?

Chlorella wirkt primär über die Bindefähigkeit von Schwermetallionen im Darm. Dabei werden vor allem die Metalle Blei, Cadmium, Quecksilber, Arsen und Nickel gebunden und über den Darm ausgeschieden.

Welcher Tee leitet Schwermetalle aus?

Löwenzahn, Mariendistel und Wermut regen die Leber an. Petersilie und Koriander helfen bei der Ausleitung von Schwermetallen. Bei Kräutern darf also grenzenlos zugegriffen werden, seien es Küchenkräuter, Heilkräuter oder Wildkräuter – die sich ohnehin teilweise überschneiden.

Welche Lebensmittel sind mit Quecksilber belastet?

Besonders hohe Konzentrationen finden sich in langlebigen Raubfischen wie Haien, Schwertfischen und Thunfischen. Methylquecksilber macht mehr als 90 % des gesamten Quecksilbers in Fischen und Meeresfrüchten aus. Diese Lebensmittel stellen die größte Quelle für Quecksilber in unserer Nahrung dar.

Wie bekommt man Quecksilber weg?

Um Quecksilber zu entfernen, muss man den Raum gut lüften, die Kügelchen vorsichtig mit Papier oder Pinsel aufnehmen, in ein verschließbares Gefäß geben und nicht staubsaugen; spezielle Bindemittel wie Jodkohle oder Schwefelpulver können Reste binden, die Entsorgung erfolgt über Sondermüll, da Quecksilberdampf gefährlich ist. Bei größeren Mengen oder industriellen Verschmutzungen sind spezialisierte Reinigungsfirmen notwendig, die chemische Verfahren anwenden.