Wird Heizen mit Wärmepumpe auch teurer?
Gefragt von: Jose Reimann-Bach | Letzte Aktualisierung: 14. Januar 2026sternezahl: 4.9/5 (51 sternebewertungen)
Ja, Heizen mit Wärmepumpe kann teurer werden, wenn das Haus schlecht gedämmt ist oder die Anlage falsch dimensioniert wurde, aber generell gilt sie als die günstigste Heizungsart, da fossile Brennstoffe teurer werden und die Förderung die Anschaffung entlastet. Die Betriebskosten steigen nur moderat, während Gas und Öl durch steigende CO2-Preise (ab 2027) teurer werden, was Wärmepumpen langfristig im Vorteil lässt.
Warum wird das Heizen mit Wärmepumpe sehr teuer?
"Wenn die Wärmepumpe eine schlechte Effizienz hat, wird es sehr teuer, weil Sie fast so viel an Strom verbrauchen, was Sie vorher an Gas oder Öl verbraucht haben. Und Gas und Öl sind immer noch viel günstiger als Strom, gerechnet auf die Kilowattstunde," sagt der "Wärmepumpendoktor".
Wird Heizen teurer 2025?
Das Wichtigste in Kürze: Heizen mit Öl und Gas wird durch steigende CO₂-Preise nach und nach teurer. 2025 lag der CO₂-Preis bei 55 Euro pro Tonne. 2026 wird er zwischen 55 und 65 Euro pro Tonne liegen.
Was kostet eine Wärmepumpe für 120 Quadratmeter Haus im Monat?
Die Betriebskosten einer Wärmepumpe für ein Haus mit 120 Quadratmeter betragen zwischen 800 und 1.900 Euro jährlich. Diese setzen sich vor allem aus den Stromkosten zusammen und variieren je nach Wärmepumpentyp und dessen Effizienz.
Ist es billiger, mit Gas oder mit Wärmepumpe zu Heizen?
Eine Gasheizung ist bei den Anschaffungskosten günstiger, aber eine Wärmepumpe ist langfristig günstiger, da sie deutlich niedrigere Betriebskosten (Strom statt Gas, weniger Wartung) hat und durch staatliche Förderung (bis zu 70 % Zuschuss) die hohen Investitionen abgefedert werden können. Die höheren Anschaffungskosten einer Wärmepumpe amortisieren sich durch die niedrigeren laufenden Kosten oft schon nach wenigen Jahren, sodass sie über die Lebensdauer die wirtschaftlichere Wahl darstellt, besonders wenn sie mit einer PV-Anlage kombiniert wird.
Heating system check 2025: Which is more worthwhile, a heat pump or a gas heating system?
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Was ist der größte Nachteil einer Wärmepumpenanlage?
Wärmepumpen wird oft eine erhebliche Geräuschentwicklung nachgesagt, die von Menschen als belastend empfunden werden kann. Richtig ist: Luftwärmepumpen sind hörbar, weil sie im Betrieb Außenluft ansaugen. Gegenüber den praktisch nicht hörbaren Erdwärme- und Grundwasserwärmepumpen sind Luftwärmepumpen damit im Nachteil.
Was ist aktuell die billigste Art zu Heizen?
Die günstigste Heizung hängt davon ab, ob Sie die Anschaffung oder die laufenden Kosten betrachten: In der Anschaffung sind Elektroheizungen am billigsten, während bei den Betriebskosten Holzpellets und insbesondere Wärmepumpen (oft in Kombination mit Photovoltaik) oft die Nase vorn haben, da sie Umgebungswärme nutzen. Für eine schnelle, aber teure Stromheizung sind Konvektoren gut, für dauerhaft niedrige Kosten sind Wärmepumpen oder Pelletheizungen die Favoriten, die sich durch staatliche Förderungen amortisieren können.
Kann man eine Wärmepumpe auch mit normalen Heizkörpern betreiben?
Ja, eine Wärmepumpe funktioniert grundsätzlich auch mit Heizkörpern, aber die Effizienz hängt stark von der Art der Heizkörper und der Dämmung des Gebäudes ab. Moderne Niedertemperatur-Heizkörper oder größere Plattenheizkörper sind ideal, da sie auch bei den niedrigeren Vorlauftemperaturen einer Wärmepumpe (oft 35-55°C) genug Wärme abgeben; ältere, kleinere Heizkörper benötigen höhere Temperaturen und müssen eventuell durch einen hydraulischen Abgleich optimiert oder gegen größere Modelle ausgetauscht werden, um effizient zu sein.
Wie groß muss eine Photovoltaikanlage sein, um eine Wärmepumpe zu betreiben?
Um eine Wärmepumpe zu betreiben, braucht man meist eine PV-Anlage mit 8 bis 12 kWp, da eine Wärmepumpe zusätzlich zum Haushaltsstrom 2.000-4.000 kWh/Jahr benötigt, was bei einer Faustregel von 1 kWp pro 1.000 kWh zu einer Gesamtleistung von 8-12 kWp führt, abhängig von Dämmung und Verbrauch. Eine größere Anlage (>10 kWp) erhöht den Eigenverbrauch und die Wirtschaftlichkeit, besonders mit Stromspeicher und E-Auto.
Wie viel Strom braucht eine Wärmepumpe für ein Einfamilienhaus im Jahr?
Der Stromverbrauch eines Einfamilienhauses mit Wärmepumpe liegt typischerweise zwischen 2.500 und 6.000 kWh pro Jahr, abhängig von Gebäudedämmung, Größe (z.B. 120-150 m²), Wärmepumpentyp (Luft-Wasser, Sole-Wasser) und Jahresarbeitszahl (JAZ). Neubauten mit guter Dämmung sind effizienter (eher 3.000-4.000 kWh), während Altbauten mehr (5.000-6.000+ kWh) benötigen können, wobei 35-40 kWh/m² ein guter Richtwert sind.
Was passiert, wenn meine Gasheizung 2025 kaputt geht?
Was passiert, wenn 2025 meine Gasheizung kaputtgeht? Ist Ihre Heizung kaputt und sind keine Reparaturen am Gerät mehr möglich, müssen Sie eine neue Heizung einbauen, die zu mindestens 65 % mit erneuerbaren Energien betrieben wird.
Wann legt Schornsteinfeger die Heizung still?
Stellt der Bezirksschornsteinfeger bei der nächsten Kontrolle Deiner Heizung fest, dass Dein Standardkessel schon länger als 30 Jahre läuft, setzt er Dir eine Frist, ihn stillzulegen.
Was ist das größte Problem bei einer Wärmepumpe?
Das größte Problem bei einer Wärmepumpe ist, dass sie nur so gut ist wie das Gebäude und die Planung, in die sie eingebaut wird. Wenn Haus, Heizsystem und Wärmepumpe nicht zusammenpassen, entstehen Komfortprobleme, hohe Kosten oder sogar Schäden.
Was kostet eine komplette Heizung mit Wärmepumpe?
Die Gesamtkosten für eine Wärmepumpe liegen meist zwischen 11.000 € und 37.000 €, je nach Typ (Luft-Wasser, Sole-Wasser, Wasser-Wasser) und Installationsaufwand, wobei Luft-Wasser-Modelle tendenziell günstiger sind, aber Erschließungskosten (Erdwärme, Grundwasser) die Kosten deutlich erhöhen können. Hinzu kommen Betriebskosten (Strom) und Wartung, die je nach Haus (Altbau/Neubau) und Effizienz variieren, wobei staatliche Förderungen (BEG) die Anfangsinvestition spürbar senken können.
Ist es besser, die Wärmepumpe den ganzen Tag laufen zu lassen?
Lange Laufzeit ist effizient: Anders als fossile Heizungen sind Wärmepumpen träge Systeme. Sie arbeiten am effizientesten, wenn sie lange am Stück durchlaufen (optimal ca. 1 Stunde) und sich nur selten einschalten (ideal 10–12 Mal pro Tag). „Takten“ vermeiden: Häufiges An- und Ausschalten (Takten, z.
Was kostet eine Photovoltaikanlage mit 10 kWp, Stromspeicher und Wärmepumpe?
Eine 10 kWp PV-Anlage mit Stromspeicher und Wärmepumpe kostet insgesamt ca. 33.000 € bis 59.000 €, abhängig von Wärmepumpentyp (Luft-Wasser ist günstiger) und Speicherkapazität. Eine alleinstehende PV-Anlage (10 kWp) mit Speicher liegt bei etwa 20.000 € bis 30.000 €, die Wärmepumpe selbst kostet zusätzliche 10.000 € bis 32.000 € (inkl. Installation). Förderungen können die Gesamtkosten deutlich senken.
Kann ich eine Wärmepumpe mit einem Batteriespeicher betreiben?
Ja, eine Wärmepumpe lässt sich sehr gut mit einem Batteriespeicher betreiben, idealerweise in Kombination mit einer Photovoltaikanlage (PV), um überschüssigen Solarstrom zu speichern und die Wärmepumpe auch abends/nachts mit eigenem Strom zu versorgen – das steigert die Autarkie, senkt Heizkosten und macht Sie unabhängiger von Strompreisen. Die Kombination optimiert den Eigenverbrauch des Solarstroms, da der Strompuffer die Wärmepumpe versorgt, wenn die Sonne nicht scheint, oft gesteuert über eine intelligente Energiemanagement-Lösung.
Kann eine Luftwärmepumpe mit Solarmodulen kombiniert werden?
Luftwärmepumpe mit Solaranlage: Eine clevere Kombination . Wenn Sie nach intelligenteren Möglichkeiten suchen, Ihr Zuhause mit Energie zu versorgen und Ihren CO₂-Fußabdruck zu verringern, sind Sie nicht allein. Immer mehr Hausbesitzer setzen genau darauf, und eine der besten Optionen ist die Kombination einer Luftwärmepumpe mit einer Solaranlage.
Wann ist eine Wärmepumpe nicht zu empfehlen?
Der Richtwert liegt bei 100 kWh Heizenergie pro qm. Heißt: Bei 150 qm Heizfläche darf der Verbrauch nicht über 15.000 kWh im Jahr liegen. Ansonsten kann es sein, dass die Wärmepumpe unwirtschaftlich ist. Dann ist sie ohne Sanierung keine gute Wahl.
Ist eine Wärmepumpe ohne Fußbodenheizung möglich?
Die Kombination aus Wärmepumpe und Flächenheizung gilt als ideal. Letztere ist im Neubau Standard. Viele Sanierer fragen sich aber, ob die Wärmepumpe auch ohne Fußbodenheizung funktioniert. Die Antwort ist Ja.
Wo darf eine Wärmepumpe nicht stehen?
Eine Wärmepumpe darf nicht an Orten stehen, die eine unzureichende Luftzirkulation ermöglichen (z.B. in Nischen oder Ecken), direkt vor Fenstern oder Türen von Aufenthaltsräumen (wegen Lärm und kalter Abluft) und zu nah an Nachbargrundstücken (meist mind. 3 Meter, wegen Lärm und Brandschutz, abhängig vom Bundesland). Auch die Ausblasrichtung sollte nicht auf Wege oder parkende Autos zeigen, um Frostbildung zu vermeiden, und der Standort muss frei zugänglich für Wartung sein. In Wasserschutzgebieten sind Grundwasser-Wärmepumpen verboten.
Welche Heizung baut man jetzt in ein altes Haus?
Für einen Altbau eignen sich besonders Wärmepumpen (oft mit Dämmung), Hybridheizungen (z.B. Wärmepumpe + Gas) und Biomasseheizungen (Pellets) wegen der 65%-Regel, aber auch (grüne) Gas-Brennwertheizungen als Übergangslösung oder Brennstoffzellenheizungen, die gut mit dem Gasanschluss im Altbau funktionieren; die beste Wahl hängt stark vom Dämmzustand des Hauses ab.
Welche ist die teuerste Art zu Heizen?
Die teuerste Heizungsart ist aktuell oft die Wasserstoffheizung (langfristig), während Fernwärme kurz- bis mittelfristig in der Praxis zu den höchsten Betriebskosten zählt, dicht gefolgt von einer reinen Elektroheizung oder Ölheizung, aber auch Pelletheizungen können teuer sein, je nach Brennstoffpreis. Die Kosten variieren je nach Studie und Zeitpunkt, aber Fernwärme (2024) und Wasserstoff (Langzeit) führen oft die Liste an.
Warum werden ab 2026 Gasheizungen teurer?
Gasheizungen werden 2026 teurer, weil der CO₂-Preis pro Tonne steigt (auf bis zu 65 €), was die Kosten für fossile Brennstoffe direkt erhöht, sowie durch höhere Gas-Netzentgelte, da die Netze aufgrund des sinkenden Gasverbrauchs schneller abgeschrieben werden müssen. Diese Faktoren verteuern Gas und Öl gegenüber Strom, wodurch sich der Umstieg auf klimafreundliche Alternativen wie Wärmepumpen lohnt.
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