Zum Inhalt springen

Wie wird Parkett geölt?

Gefragt von: Traudel Unger-Wimmer  |  Letzte Aktualisierung: 11. Oktober 2026
sternezahl: 5/5 (73 sternebewertungen)

Parkett wird geölt, indem man das spezielle Öl nach gründlichem Reinigen dünn und gleichmäßig mit Pinsel, Rolle oder Abzieher aufträgt, es kurz einwirken lässt (ca. 15 Min.), überschüssiges Öl mit einem fusselfreien Tuch abnimmt und die Fläche anschließend poliert, bis keine Flüssigkeit mehr sichtbar ist, bevor der Boden einige Stunden ruhen muss und die ersten Tage nicht nass gewischt werden sollte, wobei ölgetränkte Lappen sicher entsorgt werden müssen.

Wie Öle ich Parkett richtig?

Um Parkett zu ölen, reinigen und entstauben Sie den Boden gründlich, tragen Sie das gut aufgerührte Öl sparsam mit Rolle oder Pinsel auf (Ränder zuerst) und arbeiten Sie sich in nassen Bahnen vor, verteilen Sie es dünn mit einem Pad, lassen Sie es einziehen (ca. 15-30 Min.), nehmen Sie überschüssiges Öl mit Tüchern oder Maschine ab, lassen Sie es 8-12 Stunden trocknen, polieren Sie nach und wiederholen Sie den Vorgang bei Bedarf, bevor der Boden vollständig aushärtet (7-10 Tage).
 

Wie lange sollte man Parkett nach dem Ölen nicht betreten?

Nach dem Ölen sollte Parkett mindestens 12–24 Stunden nicht betreten werden, um dem Öl Zeit zum Einziehen zu geben, aber erst nach 2–3 Tagen (oder länger bei speziellen Ölen) vollständig aushärten und belastbar sein, weshalb in dieser Zeit Laufwege mit Pappe abgedeckt und Wasserkontakt vermieden werden sollten. Beachten Sie immer die Herstellerangaben, da die Trocknungszeiten je nach Ölart variieren können.
 

Welche Nachteile hat es, einen Holzboden zu Ölen?

Nachteile beim Ölen eines Holzbodens sind der höhere Pflegeaufwand (regelmäßiges Nachölen), eine geringere Flecken- und Schmutzresistenz (wegen offener Poren) und eine allgemein empfindlichere Oberfläche für Kratzer im Vergleich zu Lack, was eine sorgfältige Reinigung und Möbeluntersetzer erfordert, aber dafür eine natürliche Haptik und Reparaturfreundlichkeit ermöglicht. Auch die Warnung vor Selbstentzündung von getränkten Lappen ist wichtig.
 

Was ist die beste Pflege für geöltes Parkett?

Wir empfehlen Ihnen, geöltes Parkett einmal pro Monat mit Wasser und Seife zu reinigen. Verwenden Sie hierbei am besten spezielle Seife, die für geöltes Parkett ausgewiesen ist. Handelsübliche Reiniger und Putzmittel erweisen sich häufig als zu aggressiv und können die Ölschicht auf dem Holzfußboden angreifen.

Oiled parquet: Advantages and disadvantages

29 verwandte Fragen gefunden

Wie oft muss man geöltes Parkett nachölen?

Das Nachölen des Parkett wird mindestens einmal im Jahr empfohlen, weil das Holz sonst nach und nach immer mehr austrocknet und das Öl außerdem dafür sorgt, dass das Holzgefüge bis in die tiefste Pore elastisch bleibt.

Wie bekomme ich Glanz aufs Parkett?

Um einen Parkettboden glänzend zu machen, reinigen Sie ihn gründlich und tragen Sie dann eine passende Pflege auf, wie Bohnerwachs (versiegelter Boden) oder Pflegeöl/Hartwachsöl (geölter Boden), um die Oberfläche zu schützen und neuen Glanz zu verleihen, wobei Hausmittel wie starker schwarzer Tee (versiegelt) oder ein Hauch Olivenöl (geölt) sanfte Alternativen sein können. Für stark abgenutzte Böden ist eventuell ein Abschleifen die beste Lösung.
 

Was passiert, wenn man Parkett nicht nachölen?

Was passiert, wenn ich den Parkettboden nicht öle? Die Schutzschicht trägt sich ab und ist so an stark strapazierten Stellen des Holzes offen. Dadurch tritt Schmutz in das Holz ein und verfärbt dieses. Es bilden sich dort schneller Flecken als an anderen Stellen.

Wird Holz nach dem Ölen wieder heller?

Nein, geöltes Holz wird durch das Ölen in der Regel dunkler ("angefeuert"), da das Öl die Holzporen sättigt und die Maserung intensiviert; es wird nicht von selbst wieder heller, kann aber durch spezielle Weißpigment-Öle oder einen anschließenden Schliff und erneutes Ölen mit Pigmenten aufgehellt werden, um das Nachdunkeln zu minimieren oder dem ursprünglichen Ton näherzukommen. 

Wie lange hält ein geölter Parkettboden?

Je nach der Art des Öls, der Art des Parketts, der Beanspruchung der Böden, der Pflege und der regelmäßigen „Auffrischung“ des Öls (alle 2 bis 4 Jahre), kann geöltes Parkett Jahrzehnte halten bis es komplett erneuert werden sollte.

Wann kommt Teppich auf geöltes Parkett?

Belasten Sie Ihren frisch versiegelten oder geölten/gewachsten Parkettboden nie zu früh. Wasser sollten Sie nach Möglichkeit erst nach 8 Tagen zur Reinigung einsetzen. Teppiche, Läufer und Ähnliches sollten Sie erst nach etwa 14 Tagen auflegen.

Wie wischt man geöltes Parkett?

Um geöltes Parkett zu wischen, saugen oder fegen Sie zuerst Staub, verwenden Sie dann einen gut ausgewrungenen Baumwollmopp (nicht Mikrofaser!) mit spezieller Holzbodenseife und warmem Wasser, wischen nur nebelfeucht, spülen zwischendurch aus und lassen den Boden gut trocknen, um das Holz zu schützen. Vermeiden Sie aggressive Reiniger, zu viel Wasser und Mikrofasertücher, da diese die Oberfläche beschädigen können.
 

Welcher Wischroboter für geöltes Parkett?

Für geöltes Parkett sind spezielle Wischroboter mit sparsamer Wasserabgabe (nebelfeucht), weichen Baumwolltüchern (keine Mikrofasern) und idealerweise einem Parkettmodus oder reiner Wasserreinigung ratsam, um die empfindliche Ölschicht nicht anzugreifen und abzunutzen. Wichtig ist die Minimierung von Nässe und mechanischer Reibung; einige Experten empfehlen, die Wischfunktion ganz zu meiden und manuell mit Spezialprodukten zu wischen.
 

Warum kein Mikrofaser für Parkett?

Mikrofasertücher sind mit Schleifkörnchen beschichtet, demnach abrasiv, und sie können bei der Parkettreinigung auf der Oberfläche (also dem Parkettlack) feine Kratzer hinterlassen.

Welches ist das beste Öl für Parkettboden?

Sogenanntes Hartöl wird gerne im Wohnbereich zum Ölen von Parkett verwendet. Dabei handelt es sich meist um eine Mischung verschiedener Öle, wie z.B. Leinöl und Walnussöl. Diese Ölsorten weisen nach der Aushärtung eine besonders hohe Beständigkeit auf.

Wie lange muss Öl auf Parkett einziehen?

Lass das Öl 15–20 Minuten einziehen. Reibe das Öl mit einer Einscheibenmaschine mit beigem Pad in das Holz ein. Entferne überschüssiges Öl mit Baumwolltüchern. Wickle dafür ein Tuch um ein Pad und befestige es an der Einscheibenmaschine.

Welche Nachteile hat das Ölen von Holz?

Nachteile des Ölens von Holz:

* Regelmäßige Pflege : Geölte Oberflächen müssen möglicherweise regelmäßig nachgeölt werden, um ihr Aussehen zu erhalten. * Eingeschränkter Oberflächenschutz: Öl schützt zwar vor Feuchtigkeit, bietet aber im Vergleich zu härteren Oberflächenbehandlungen weniger Schutz vor oberflächlichen Kratzern und Stößen.

Kann man Holz zu viel ölen?

Wir empfehlen im ersten Jahr das Holz mindestens 2 mal nachzuölen. Du kannst einen Tisch übrigens nicht zu viel ölen – solange das Öl gleichmäßig in die Tischoberfläche einzieht, sättigt es den Tisch und schützt das Holz von Innen.

Sollte man Holz nach dem Ölen schleifen?

Holzölen findet breite Anwendung bei hochwertigen Oberflächenbehandlungen, beispielsweise bei der Pflege von Arbeitsplatten, dem Ölen von Möbeln, dem Aufarbeiten von Küchenarbeitsplatten und dem Neulackieren alter Oberflächen. Vor, zwischen und nach dem Ölen muss das Holz ordnungsgemäß geschliffen werden .

Welche Nachteile hat geöltes Parkett?

Die Hauptnachteile von geöltem Parkett sind der erhöhte Pflegeaufwand (regelmäßiges Nachölen und spezielle Reinigung), die geringere Widerstandsfähigkeit gegen Flecken und Schmutz (da das Öl in die Poren einzieht) und die Anfälligkeit für Kratzer, die sichtbarer sind, aber sich meist partiell ausbessern lassen, sowie eine mögliche Farbveränderung durch UV-Strahlung.
 

Kann ich meinen Parkettboden selbst ölen?

Parkett selber ölen ist machbar: Zuerst den Boden reinigen, dann das Öl dünn mit Rolle oder Abzieher auftragen (Ränder von Hand!), überschüssiges Öl nach kurzer Einwirkzeit (ca. 15 Min.) abpolieren, gut trocknen lassen (mind. 24 Std.) und nach Herstellerangaben aushärten lassen, um einen strapazierfähigen, natürlichen Schutz zu erhalten.
 

Wie lange darf man frisch geöltes Parkett nicht betreten?

Nach dem Ölen sollte Parkett mindestens 12–24 Stunden nicht betreten werden, aber für die volle Belastbarkeit und Aushärtung sind oft 3–4 Tage bis 2 Wochen Schonzeit nötig, je nach Öl, Holzart und Herstellerangaben, wobei Nässe und schwere Möbel in dieser Zeit vermieden werden sollten, um Flecken und Kratzer zu verhindern und eine optimale Haltbarkeit zu gewährleisten. 

Was tun bei stumpfen Parkett?

Einzelne stumpfe Stellen in einem Parkettboden lassen sich versuchsweise mit einem Mikrofasertuch auspolieren. Führt das nicht zum Erfolg, sollte man etwas Zahnpasta nehmen und diese ohne Wasser auf der Stelle verreiben, empfiehlt die DIY Academy.

Kann man Parkett mit Swiffer reinigen?

Achtung: Benutze nur weiche Bürsten, sonst verursachst du aus Versehen Kratzer im Parkett, statt es zu reinigen. Alternativ eignet sich auch ein Besen, ein Swiffer oder ein Bodenwischer für die Trockenreinigung. Einfach sanft kehren, um Schmutz, Staub und Haare zu entfernen.

Wie oft sollte man Parkettboden wischen?

Parkett sollte je nach Nutzung einmal pro Woche bis einmal im Monat gewischt werden, wobei stark frequentierte Bereiche wie Küche und Flur häufiger (ca. wöchentlich) und wenig genutzte Räume seltener dran glauben müssen, da trockenes Fegen oder Staubsaugen oft genügt und nasses Wischen dem Holz schaden kann; immer nur nebelfeucht wischen und speziellen Parkettreiniger verwenden. Bei Haustieren oder Allergien kann ein bis zwei Mal pro Woche nötig sein.