Wie wird bei einem Minijob der Urlaub bezahlt?
Gefragt von: Ricarda Sander | Letzte Aktualisierung: 19. Januar 2026sternezahl: 4.4/5 (25 sternebewertungen)
Ja, auch Minijobber haben Anspruch auf bezahlten Urlaub, der gesetzlich vorgeschrieben ist und nicht nachgearbeitet werden muss; die Bezahlung entspricht dem Durchschnittsverdienst der letzten 13 Wochen und wird vor dem Urlaub ausgezahlt, wobei die Anzahl der Urlaubstage von den individuellen Arbeitstagen pro Woche abhängt (z.B. 8 Tage bei 2 Arbeitstagen/Woche). Der Anspruch wird nach der Formel (Arbeitstage pro Woche × 24) / 6 berechnet, da 24 Tage der gesetzliche Mindesturlaub bei 6 Arbeitstagen pro Woche sind.
Wie wird Urlaub bei einem Minijob berechnet?
Urlaub bei einem Minijob wird nach Arbeitstagen pro Woche berechnet, nicht nach Stunden, basierend auf dem gesetzlichen Mindestanspruch von 24 Tagen bei einer 6-Tage-Woche: Die Formel lautet (Arbeitstage pro Woche x 24) / 6, was z. B. 20 Tage bei einer 5-Tage-Woche ergibt, und während des Urlaubs wird der Durchschnittslohn der letzten 13 Wochen gezahlt (Urlaubsentgelt).
Wird man beim Minijob bezahlt, wenn man Urlaub hat?
Urlaubstage müssen nicht nachgearbeitet werden
Bezahlter Urlaub bedeutet, dass Sie als Minijobberin oder jeder Minijobber für jeden Tag Ihr Gehalt erhalten, an dem Sie sonst gearbeitet hätten. Sie müssen den Urlaubstag weder vor- noch nacharbeiten.
Ist der Urlaub bei einem Minijob bezahlt oder unbezahlt?
Urlaub im Minijob ist grundsätzlich bezahlt; Arbeitgeber müssen das sogenannte Urlaubsentgelt zahlen, was dem Durchschnittsverdienst der letzten 13 Wochen entspricht. Minijobber haben die gleichen gesetzlichen Ansprüche wie andere Arbeitnehmer, müssen Urlaubstage nicht nacharbeiten und erhalten Lohnfortzahlung, auch bei Feiertagen, die auf reguläre Arbeitstage fallen. Einzig freiwilliges Urlaubsgeld ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, kann aber durch Verträge vereinbart werden.
Wird Urlaub bei 520 Euro Job bezahlt?
Auch als Minijobber mit einem 520-Euro-Job hast du das Recht auf bezahlten Urlaub – genau wie Vollzeitkräfte. Dein gesetzlicher Mindesturlaub beträgt 20 Tage pro Jahr, wenn du regelmäßig 5 Tage die Woche arbeitest.
Urlaubsanspruch beim Minijob: So viel Urlaub steht dir zu
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Kann man sich Urlaubstage im Minijob auszahlen lassen?
Ja, auch Minijobber haben Anspruch auf Urlaubsabgeltung, aber nur am Ende des Arbeitsverhältnisses für nicht genommenen Urlaub, da Urlaub dem Zweck der Erholung dient und nicht einfach ausgezahlt werden kann. Die Berechnung erfolgt nach dem Durchschnittsverdienst der letzten 13 Wochen, multipliziert mit der Anzahl der nicht genommenen Urlaubstage. Diese Einmalzahlung kann die Minijob-Grenze überschreiten, wird aber beitragsrechtlich dem letzten Abrechnungszeitraum zugeordnet.
Welche Nachteile hat ein Minijob?
Nachteile eines Minijobs sind die fehlende Absicherung in der Arbeitslosen- und Krankenversicherung (es sei denn, man ist familienversichert oder hat einen Hauptjob), geringe Rentenansprüche (trotz Pflichtbeitrag, bei Befreiung noch weniger), begrenzte Aufstiegschancen, die Gefahr der Altersarmut und eine mögliche berufliche Sackgasse, besonders für Frauen, sowie der Aufwand für genaue Stundenaufzeichnungen. Minijobs können eine „Niedriglohnfalle“ darstellen, auch wenn sie einen legalen Einstieg in den Arbeitsmarkt ermöglichen.
Was muss man beachten, wenn man unbezahlten Urlaub nimmt?
Unbezahlter Urlaub muss immer mit dem Arbeitgeber schriftlich vereinbart werden; es gibt keinen generellen gesetzlichen Anspruch, aber Ausnahmen wie Pflegefälle oder Sabbaticals. Wichtig ist, die Sozialversicherungen zu prüfen: Für den ersten Monat läuft die KV weiter, danach müssen Sie sich selbst kümmern (freiwillig oder privat), da der Arbeitgeberbeitrag wegfällt. Auch der gesetzliche Urlaubsanspruch wird gekürzt (1/12 pro vollem Monat unbezahlter Zeit), und der Arbeitsvertrag sollte klare Regelungen enthalten, um Missverständnisse zu vermeiden.
Wie viel Urlaubsgeld kriegt man bei einem Minijob?
Eines vorab: Einen gesetzlichen Anspruch auf Urlaubsgeld haben Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und damit auch Minijobber nicht.
Wie wird der Urlaub bezahlt?
Urlaub wird durch das sogenannte Urlaubsentgelt bezahlt, was bedeutet, dass du während deines Urlaubs dein reguläres Gehalt weiter erhältst, so als ob du gearbeitet hättest – das ist gesetzlich festgelegt (§ 11 BUrlG). Zusätzlich gibt es oft Urlaubsgeld, eine Bonuszahlung, die aber nicht gesetzlich vorgeschrieben ist, sondern vertraglich (Tarif- oder Einzelarbeitsvertrag) vereinbart wird. Die Berechnung des Urlaubsentgelts basiert auf dem Durchschnittsverdienst der letzten 13 Wochen, während Urlaubsgeld oft im Sommer (Juni/Juli) gezahlt wird, manchmal abhängig vom tatsächlichen Urlaubsverbrauch.
Wie wird Krankheit bei einem Minijob bezahlt?
Bei Krankheit im Minijob haben Sie wie jeder andere Arbeitnehmer Anspruch auf bis zu sechs Wochen Lohnfortzahlung durch Ihren Arbeitgeber, der Ihren normalen Verdienst zahlt, den Sie ohne die Krankheit verdient hätten (berechnet nach den letzten 4 Wochen). Der Arbeitgeber kann sich die Kosten über das Umlageverfahren U1 bei der Knappschaft erstatten lassen (ca. 80% der Kosten). Wichtig: Sie erhalten kein Krankengeld von der Krankenkasse, da Sie im Minijob nicht pflichtversichert sind, es sei denn, Sie haben einen versicherungspflichtigen Hauptjob, bei dem Sie Krankengeld beziehen.
Kann ich als Minijobber Weihnachtsgeld bekommen?
Ja, Minijobber können Weihnachtsgeld bekommen, aber es gibt keinen automatischen gesetzlichen Anspruch; es hängt vom Arbeits- oder Tarifvertrag ab, ob und wie viel gezahlt wird, wobei Arbeitgeber dies freiwillig leisten können, solange die Minijob-Grenze (jährlich ca. 6.672 €) durch Einmalzahlungen nicht überschritten wird, es sei denn, es handelt sich um eine einmalige Ausnahme. Diese Sonderzahlungen zählen zum Gesamtverdienst und müssen bei der Berechnung der Verdienstgrenze berücksichtigt werden, um den Status des Minijobs zu erhalten.
Was steht mir als Minijobber alles zu?
Minijobber haben mindestens Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn und sind in der Regel von Steuern und den meisten Sozialabgaben (Beiträge zur Renten-, Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen- und Unfallversicherung) befreit.
Wie viele Stunden werden für einen Urlaubstag berechnet?
Ein Urlaubstag wird mit der Anzahl der Stunden berechnet, die Sie an diesem spezifischen Tag gearbeitet hätten, basierend auf Ihrer regelmäßigen Wochenarbeitszeit. Bei einer 5-Tage-Woche mit 8 Stunden pro Tag entspricht ein Urlaubstag 8 Stunden, während bei einer 6-Tage-Woche mit 40 Stunden pro Woche ein Tag 6,67 Stunden (6h 40min) hat. Bei Teilzeit wird der Wert des Urlaubstages durch die Anzahl der tatsächlichen Arbeitstage bestimmt, um eine faire Berechnung sicherzustellen, oft basierend auf einem Stunden-Satz, der die Wochenstunden durch die Arbeitstage teilt, sagt die IHK-Nordschwarzwald.
Haben Minijobber Anspruch auf Urlaubsgeld?
Geringfügig Beschäftigte (Minijobber) haben keinen gesetzlichen Anspruch auf Urlaubsgeld, aber oft einen anteiligen Anspruch aufgrund des Gleichbehandlungsgrundsatzes, wenn der Arbeitgeber es Vollzeitkräften zahlt. Ist Urlaubsgeld vertraglich oder tariflich vereinbart, müssen Minijobber es anteilig erhalten, wobei es zum monatlichen Verdienst hinzugerechnet wird und die €520-Grenze (Stand 2024) überschreiten kann, was den Minijob in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung umwandeln kann, wenn der Jahresschnitt über €6.240 liegt.
Wie rechne ich mein Urlaubsentgelt aus?
Wie rechnet man die Urlaubsabgeltung aus? Die Berechnung der Urlaubsabgeltung erfolgt nach § 11 BUrlG auf Grundlage des durchschnittlichen Arbeitsverdienstes der letzten 13 Wochen vor Urlaubsantritt. Hierbei wird der Gesamtverdienst durch die Anzahl der Arbeitstage geteilt, um den Tagesverdienst zu ermitteln.
Wird beim Minijob die Urlaubstage bezahlt?
Urlaubstage müssen nicht nachgearbeitet werden
Bezahlter Urlaub bedeutet, dass Sie als Minijobberin oder jeder Minijobber für jeden Tag Ihr Gehalt erhalten, an dem Sie sonst gearbeitet hätten. Sie müssen den Urlaubstag weder vor- noch nacharbeiten.
Wie wird der Urlaubstag bei einem Minijob berechnet?
Urlaub berechnen beim Minijob
Arbeitet der Minijobber nur an fünf oder weniger Tagen pro Woche, muss der Urlaubsanspruch entsprechend berechnet werden. Arbeitet ein Minijobber also an fünf Tagen, stehen ihm 20 Urlaubstage zu. Arbeitet er nur an zwei Tagen pro Woche, hat er einen Urlaubsanspruch von acht Tagen im Jahr.
Wie viel Urlaub bekomme ich bei 520 € Job?
Auch bei einem 520-Euro-Minijob haben Sie vollen gesetzlichen Anspruch auf bezahlten Urlaub, wobei die Höhe nicht vom Verdienst, sondern nur von den wöchentlichen Arbeitstagen abhängt: Bei 5 Arbeitstagen pro Woche sind es 20 Tage, bei 2 Tagen sind es 8 Tage (Berechnung: [Anzahl Arbeitstage pro Woche x 24] / 6). Der Anspruch gilt grundsätzlich, auch wenn er nicht explizit im Vertrag steht, und muss vom Arbeitgeber bezahlt werden.
Was ist der Nachteil von unbezahltem Urlaub?
Aber es gibt auch Nachteile. Neben dem offensichtlichen Gehaltsverlust können während der Auszeit auch Rentenansprüche und Sozialleistungen sinken, da du in dieser Zeit keine Beiträge zahlst. Die Rückkehr ins Arbeitsleben nach einer längeren Pause kann herausfordernd sein, besonders wenn sich viel verändert hat.
Was ist besser, unbezahlter Urlaub oder Stunden zu reduzieren?
Beim Ansparen auf einem Arbeitszeitkonto besteht die Gefahr, dass man sich in der Ansparphase durch zu viele Überstunden erschöpft. Daher besser die Arbeitszeit reduzieren und die Differenz zur eigentlichen Vollzeitstelle ansparen. Die Rückkehr in den Beruf ist nicht immer einfach, gerade bei einer längeren Auszeit.
Ist man krankenversichert, wenn man unbezahlten Urlaub nimmt?
Ja, aber nur für den ersten Monat; danach müssen Sie sich selbst versichern, entweder freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) oder privat, wobei die Beiträge dann selbst zu tragen sind und oft ein Mindestbeitrag anfällt, es sei denn, Sie haben Anspruch auf eine beitragsfreie Familienversicherung. Der Arbeitgeber zahlt während des unbezahlten Urlaubs keine Sozialversicherungsbeiträge mehr, außer in den ersten vier Wochen.
Was bringt ein Jahr Minijob für die Rente?
Die Beschäftigungszeit aus einem versicherungspflichtigen Minijob wird sowohl bei der Wartezeit für Altersrenten, wie auch bei den Erwerbsminderungsrenten mit angerechnet. Bei einem Monatsverdienst von 603 Euro steigt die monatliche Rente nach einem Jahr im Minijob derzeit um etwa 5 Euro.
Wie viele Stunden für 520 €?
Für 520 Euro verdienen Sie je nach Stundenlohn unterschiedlich viele Stunden; bei Mindestlohn von 12 € sind es ca. 43 Stunden, bei höherem Lohn weniger (z.B. bei 16 €/Std. nur 33 Stunden), da die Formel "520 € / Stundenlohn" die Stunden ergibt. Beachten Sie jedoch, dass seit 2024 die Minijob-Grenze bei 538 € liegt, was die maximale Stundenzahl beeinflusst, aber der Grundgedanke der Berechnung bleibt gleich: Je höher der Lohn, desto weniger Stunden sind für 520 € möglich.
Was ändert sich 2025 für Minijobs?
Im Jahr 2023 betrug der Mindestlohn 12 Euro, 2024 stieg er auf 12,41 Euro und 2025 liegt er bei 12,82 Euro. Entsprechend hat sich die Grenze für den Minijob von 520 Euro über 538 Euro und im Jahr 2025 auf 556 Euro erhöht. So etwas wie einen Maximallohn gibt es bei Minijobs im Umkehrschluss nicht.
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