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Wie warm ist es im Weltall?

Gefragt von: Jennifer Pfeiffer-Bach  |  Letzte Aktualisierung: 24. Januar 2026
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Im Weltall herrschen extreme Temperaturen: In der Tiefe ist es extrem kalt, gemessen an der kosmischen Hintergrundstrahlung bei etwa -270 °C (2,7 Kelvin), nahe dem absoluten Nullpunkt. In unmittelbarer Nähe zur Sonne oder in heißen Regionen wie Supernova-Explosionen kann es jedoch Millionen oder sogar Milliarden Grad Celsius heiß werden.

Warum ist es im Weltall kalt?

Im Weltall ist es kalt, weil es dort fast ein perfektes Vakuum gibt und Wärme sich nicht durch Konvektion (wie Luft) oder Leitung (wie bei Festkörpern) ausbreiten kann; Wärme wird nur durch Strahlung übertragen, und die wenigen Partikel im All können die Energie nicht effizient speichern oder weiterleiten, wodurch Objekte entweder durch die Sonne stark erhitzt (aber nicht umgeben von warmer Luft) oder sehr schnell auf nahezu den absoluten Nullpunkt abkühlen, da die Wärme ins leere All abstrahlt.
 

Wie viel Grad herrscht im Weltall?

Die Temperatur im Weltall variiert extrem: Sie liegt im Durchschnitt bei etwa -270 °C (2,7 Kelvin) wegen der kosmischen Hintergrundstrahlung, kann aber direkt von der Sonne beschienenen Objekten auf über 100 °C erhitzt werden, während die schattige Seite von Mond oder ISS auf bis zu -160 °C abkühlt, da es im Vakuum kaum Wärmeleitung gibt, sondern nur direkte Strahlung. Der kälteste natürliche Ort ist der Bumerangnebel mit etwa -272 °C, aber Labore auf der Erde erreichen Temperaturen nahe dem absoluten Nullpunkt von -273,15 °C.
 

Was ist kälter als 273 Grad?

Bei null Kelvin (minus 273 Grad Celsius) kommen die Teilchen zum Stillstand und alle Unordnung verschwindet. Nichts kann also kälter sein als der absolute Nullpunkt der Kelvin-Skala.

Was ist im Weltall statt Luft?

Im Weltall herrscht hauptsächlich ein Vakuum, was bedeutet, dass es fast vollständig leer ist, aber nicht komplett, denn es gibt dünn verteilte Partikel wie Wasserstoff- und Heliumatome, Staubpartikel, Strahlung und andere geladene Teilchen; zwischen den Sternen und Galaxien ist es extrem leer, aber in Wolken (interstellare Materie) gibt es auch Moleküle wie Kohlenstoff und Sauerstoff.
 

Wie warm ist es eigentlich im Weltraum?

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Wie viele Jahre sind 1 Stunde im Weltall?

Wird das Alter des Universums von 13,8 Milliarden Jahren auf ein Jahr herunter skaliert, dann entspricht eine Sekunde im Kosmischen Kalender 438 Jahren, jede Stunde etwa 1,58 Millionen Jahren und jeder Tag etwa 37,8 Millionen Jahren.

Warum kocht das Blut im Weltraum?

Unser Blut verwandelt sich in Gas

Im Weltall ist dieser Effekt so extrem, dass der Siedepunkt unter unsere normale Körpertemperatur von 37 Grad Celsius sinkt. Salopp gesagt: Deine eigene Körpertemperatur bringt die Flüssigkeiten in deinem Körper zum kochen.

Kann man minus 100 Grad überleben?

Menschen könnten bei solchen Temperaturen kaum überleben. Allein das Atmen wäre lebensgefährlich. Schon ab minus 15 Grad Celsius kann der Körper die eingeatmete Luft nicht ausreichend erwärmen, bis sie die Lunge erreicht. Die Folge sind Schmerzen beim Einatmen.

Gefriert Wasser bei 273 K?

Praktischerweise verwenden Kelvin und Celsius dieselbe Definition eines Grades, was die Umrechnung zwischen den Skalen sehr einfach macht. Die Beziehung zwischen Celsius- und Kelvin-Temperaturskala lautet: K = °C + 273,15. Auf der Kelvin-Skala gefriert Wasser bei 273 K und siedet bei 373 K.

Wo befindet sich der Nullpunkt der Erde?

Der "Nullpunkt der Erde" bezieht sich meist auf den Schnittpunkt von Äquator und Nullmeridian (0° Breite, 0° Länge) im Golf von Guinea (Atlantik, Afrika), auch bekannt als Null Island, der Ursprung des geographischen Koordinatensystems. Alternativ kann "Nullpunkt" auch den absoluten Nullpunkt (0 Kelvin) in der Physik bedeuten, der tiefstmögliche Temperatur.
 

Was ist das heißeste Objekt im Universum?

Das heißeste bekannte Objekt im Universum sind aktive Galaxienkerne (Quasare), wo supermassereiche Schwarze Löcher Materie in Jets ausstoßen, die Temperaturen von über 10 Billionen Grad Celsius erreichen können, viel heißer als Sterne oder Supernovae. Seltener, aber noch heißer, können Kollisionen von zwei Neutronensternen kurzzeitig bis zu 800 Milliarden Grad Celsius erreichen.
 

Wie viele Menschen sind Grad im Weltall?

Aktuell (Stand Januar 2026) sind meistens 7 bis 10 Menschen gleichzeitig im Weltall, hauptsächlich auf der Internationalen Raumstation (ISS) und der chinesischen Raumstation (CSS), wobei die genaue Zahl je nach Crew-Wechsel variiert, aber typischerweise um die 7 Personen auf der ISS sind. Webseiten wie "Who Is In Space" bieten Live-Updates zur aktuellen Besatzung, die oft 10 Menschen umfasst.
 

Ist die Sonne 6000 Grad heiß?

An der Oberfläche ist die Sonne gerade noch "kühle" 6000 Grad. Überraschendes geschieht aber über der Sonnenoberfläche: Hier steigt die Temperatur wieder an und erreicht in der äussersten Schicht der Sonnenatmosphäre über eine Million Grad.

Warum erfriert man im Weltall?

Der Grund, warum Sie sich im Weltraum Sorgen um Kälte machen müssen, ist, dass es nichts gibt, was Sie aufwärmt, wenn Sie sich nicht in direktem Sonnenlicht befinden, da es keine Atmosphäre gibt, die die Wärme transportiert, wie es auf der Erde selbst nachts der Fall ist.

Welche ist die tiefste jemals erreichte Temperatur?

Die kälteste jemals gemessene Temperatur auf der Erde betrug -89,2 °C an der russischen Wostok-Station in der Antarktis am 21. Juli 1983; jedoch wurden über Satellitendaten in der Antarktis sogar extremere Werte von bis zu -98,6 °C gemessen, während der absolute Nullpunkt bei -273,15 °C liegt und in Laboren fast erreicht wurde. 

Welches Gas ist im Weltall?

Wasserstoff, Sauerstoff und Kohlenstoff stellen (bis auf das wenig reaktive Helium) die häufigsten Elemente im Universum dar, und auch das schwere Wasserstoff-Isotop Deuterium (D) spielt eine wichtige Rolle in der interstellaren Chemie.

Wie schnell gefriert 1 Liter Wasser?

Ein Liter Wasser braucht im Gefrierschrank je nach Temperatur, Behälter und ob es sich um eine einzelne große Menge oder viele kleine handelt, etwa 4 bis 6 Stunden oder länger, um vollständig durchzufrieren; kleinere Mengen (z. B. 250 ml) können in 1-1,5 Stunden gefrieren, während die vollständige Gefrierung von Eiswürfeln oft 2 Stunden dauert, wobei Mineralwasser aufgrund von Zusätzen einen tieferen Gefrierpunkt haben kann. 

Wie kalt ist der Gefrierpunkt von Wasser?

Der Gefrierpunkt ist die Temperatur, bei der eine Flüssigkeit zu einem Feststoff wird; für reines Wasser liegt dieser Punkt bei 0 °C (Celsius), was auch den Nullpunkt der Celsiusskala definiert. Der Gefrierpunkt kann sich jedoch durch Druckänderungen oder Verunreinigungen (wie Salz im Meerwasser) verschieben und wird bei verschiedenen Stoffen unterschiedlich angegeben. 

Was gefriert bei 0 Kelvin?

Am absoluten Nullpunkt nimmt die Energie eines physikalischen Systems den kleinsten möglichen Wert an. Insbesondere ist in Systemen der klassischen Physik die kinetische Energie der Teilchen gleich null. Die Bewegungen, Schwingungen und Verformungen der Moleküle eines Stoffs sind in dem Fall komplett eingefroren.

Wie viele Minusgrade hält ein Mensch aus?

Ein Mensch kann extreme Kälte tolerieren, aber der Körper wird bei Temperaturen um -50°C bis -60°C innerhalb von Minuten lebensgefährlich und bei tiefen Minusgraden sogar innerhalb einer Stunde durchfrieren, wenn er nicht extrem geschützt ist; lebensbedrohlich wird es schon bei einer Körperkerntemperatur unter 35°C, wobei der Tod bei etwa 21°C Körpertemperatur eintritt, aber auch schon bei etwa -15°C Außentemperatur die Lunge geschädigt werden kann. 

Warum darf man bei Kälte nicht einschlafen?

Abends kühlen Körper und Gehirn rasch ab. Das macht uns müde und lässt uns schließlich einschlafen – und zwar genau dann, wenn die Temperatur am schnellsten fällt. Offenbar drosselt die Kälte die Geschwindigkeit der Ionenkanäle in den Neuronen so sehr, dass wir das Bewusstsein verlieren.

Wo auf der Erde ist es am kältesten?

Der kälteste Ort der Welt ist eine Region auf einem Plateau der Ost-Antarktis, wo Satelliten eine Temperatur von -93 °C und sogar -98,6 °C gemessen haben; der kälteste dauerhaft bewohnte Ort ist das Dorf Oimjakon in Sibirien, Russland, mit Rekordtemperaturen von bis zu -67 °C.
 

Wer hat auf dem Mond gepinkelt?

Armstrong und Aldrin pinkelten deshalb in eine Art Kondom, das mit einem kurzen Schlauch an einen Beutel angeschlossen war und täglich gewechselt wurde. Dabei ging allerdings auch immer mal etwas daneben.

Was passiert, wenn ein Astronaut im Weltraum stirbt?

Die Leiche würde vollständig austrocknen und schließlich mumifiziert den Elementen ausgesetzt werden. Die ionisierende Strahlung aus dem All würde schließlich die langsame Zersetzung hervorrufen, bis nur mehr die Gebeine übrig sind – das könnte allerdings Millionen von Jahren dauern, erklärt "Der Standard".

Warum wird Atommüll nicht ins Weltall geschossen?

Atommüll wird nicht ins All geschossen, weil es extrem teuer, technisch kaum machbar und riskant wäre, da Raketenabstürze den Müll auf der Erde oder in erdnahen Umlaufbahnen verteilen würden; zudem müsste die gesamte Menge (Millionen Tonnen) transportiert werden, was gigantische Raketenkapazitäten und unvorstellbare Kosten verursachen würde, während sich die Probleme auf der Erde (sichere Lagerung) mit bewährten Methoden lösen lassen. 

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