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Wie viele Überstunden darf ein geringfügig?

Gefragt von: Gretel Hentschel B.Eng.  |  Letzte Aktualisierung: 30. Juni 2026
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Ein Minijobber darf grundsätzlich Überstunden machen, solange die monatliche Verdienstgrenze von 538 € (Stand 2024) nicht überschritten wird, was bei Mindestlohn etwa 43 Stunden pro Monat bedeutet; Überstunden werden als Zeitguthaben auf einem Arbeitszeitkonto erfasst, müssen aber innerhalb eines Jahres ausgeglichen werden, wobei unvorhersehbare Überschreitungen in bis zu zwei Monaten pro Jahr erlaubt sind, solange der Verdienst dort das Doppelte der Grenze nicht übersteigt.

Wie viele Überstunden darf ein Minijobber machen?

Im Minijob sind Überstunden erlaubt, solange die monatliche Verdienstgrenze (ca. 556 €/Monat, Stand 2024/2025) nicht dauerhaft überschritten wird – idealerweise durch ein Arbeitszeitkonto, das die Stunden innerhalb eines Jahres ausgleicht. Für Mindestlohnempfänger gilt: Die Stunden im Konto dürfen 50 % der vertraglich vereinbarten Zeit nicht übersteigen, sonst müssen sie sofort bezahlt werden. Ohne Arbeitszeitkonto können unvorhergesehene Überschreitungen in bis zu zwei Monaten pro Jahr bis zur doppelten Grenze (ca. 1.112 €) erfolgen, sonst wird der Job sozialversicherungspflichtig. 

Wie oft darf man die Geringfügigkeitsgrenze überschreiten?

Sie dürfen die Minijob-Grenze (aktuell 603 €/Monat) maximal zweimal innerhalb eines Jahres unvorhersehbar überschreiten, beispielsweise bei Krankheitsvertretung, wobei der Verdienst in diesen Monaten nicht das Doppelte der Grenze (1.206 €) übersteigen darf; eine geplante oder wiederholte Überschreitung macht die Beschäftigung sozialversicherungspflichtig. 

Wie viele Stunden maximal bei geringfügiger Beschäftigung?

Zahlt ein Arbeitgeber oder eine Arbeitgeberin genau diesen vorgeschriebenen Stundenlohn, kann ein Minijobber 43,37 Stunden pro Monat arbeiten, ohne die Verdienstgrenze von 556 Euro zu überschreiten. Erfahren Sie mehr über die Regelungen zur Arbeitszeit im Minijob.

Ist es möglich, die Minijobgrenze zu überschreiten?

Unvorhersehbares Überschreiten der 603 Euro Grenze möglich

Übersteigt der Jahresverdienst 7.236 Euro, weil sich Ihr Verdienst in einzelnen Monaten auf mehr als 603 Euro erhöht, liegt in der Regel kein Minijob vor. Eine Ausnahme gibt es bei unvorhersehbaren Überschreitungen.

Stand 2022: Verdienstgrenze Minijob: Ist das Überschreiten erlaubt?

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Wie oft darf 520 € überschritten werden?

Sie dürfen die monatliche Verdienstgrenze (aktuell 556 € für 2025) im Minijob zweimal pro Jahr unvorhersehbar überschreiten, wobei der Verdienst in diesen Monaten maximal das Doppelte (ca. 1112 €) betragen darf, z.B. bei krankheitsbedingter Vertretung, nicht aber bei planbarer Mehrarbeit. Dadurch können Sie insgesamt mehr als 6.672 € (556 € x 12) im Jahr verdienen, solange es sich um Ausnahmen handelt. 

Was passiert, wenn die Geringfügigkeitsgrenze überschritten ist?

Sobald die Geringfügigkeitsgrenze überschritten wird, muss die Kranken- und Pensionsversicherung nachbezahlt werden. Die Arbeitnehmerin/der Arbeitnehmer ist dann unfall-, kranken- und pensionsversichert. Die Sozialversicherung meldet sich automatisch.

Wie viele Stunden bei Minijob 165 €?

Bei einem 165-Euro-Job als Aufstockung zum Arbeitslosengeld (ALG I) dürfen Sie weniger als 15 Stunden pro Woche arbeiten, um den Freibetrag von 165 € zu nutzen, sonst wird das ALG gekürzt. Bei dem aktuellen Mindestlohn von 12,82 € pro Stunde entspricht das etwa 12 bis 13 Stunden im Monat. Es kommt also auf den Stundenlohn an, aber die Stundenbegrenzung unter 15 pro Woche ist entscheidend für ALG I. 

Welche Nachteile hat ein Minijob?

Nachteile eines Minijobs sind die fehlende Absicherung in der Arbeitslosen- und Krankenversicherung (es sei denn, man ist familienversichert oder hat einen Hauptjob), geringe Rentenansprüche (trotz Pflichtbeitrag, bei Befreiung noch weniger), begrenzte Aufstiegschancen, die Gefahr der Altersarmut und eine mögliche berufliche Sackgasse, besonders für Frauen, sowie der Aufwand für genaue Stundenaufzeichnungen. Minijobs können eine „Niedriglohnfalle“ darstellen, auch wenn sie einen legalen Einstieg in den Arbeitsmarkt ermöglichen. 

Wie viele Stunden darf ein Minijobber pro Tag arbeiten?

Beim Minijob gibt es keine feste Stundenzahl pro Tag, es kommt auf die monatliche Verdienstgrenze (derzeit 603 €) an, aber maximal sind 8 Stunden pro Tag erlaubt und es gelten die allgemeinen Arbeitszeitgesetze (max. 48 Std./Woche, 10 Std./Tag, wenn noch ein Hauptjob besteht). Bei "Arbeit auf Abruf" muss der Arbeitgeber eine Mindestarbeitszeit pro Tag (oft 3 Std.) sicherstellen, wenn nichts anderes vereinbart ist. Für Jugendliche gelten strengere Regeln (max. 8 Std./Tag, 40 Std./Woche). 

Was passiert, wenn mein Minijobber die Verdienstgrenze überschreitet?

Wenn Minijobber die Verdienstgrenze (ca. 603 € monatlich/7.236 € jährlich in 2026) überschreiten, wird der Job automatisch sozialversicherungspflichtig, also ein reguläres Beschäftigungsverhältnis, was bedeutet, dass Arbeitgeber Beiträge zur Kranken-, Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung abführen müssen, Lohnsteuer anfällt und der Arbeitnehmer in der Sozialversicherung gemeldet werden muss. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen vorübergehenden, unvorhersehbaren Überschreitungen (z.B. Krankheitsvertretung, bis zu 2 Monate/Jahr) und regelmäßigen Überschreitungen, die sofort zur Umwandlung führen. 

Welche Vorteile bietet ein Arbeitszeitkonto für Minijobber?

Ein Arbeitszeitkonto im Minijob ist möglich und erlaubt flexible Stundenverteilung bei festem Monatsgehalt, erfordert aber eine schriftliche Vereinbarung und strikte Einhaltung der Verdienstgrenze sowie des Mindestlohns, wobei Mehrarbeitsstunden (z.B. durch ein Plus auf dem Konto) in der Regel innerhalb von 12 Monaten abgebaut werden müssen, oft durch Freistellung oder weniger Arbeit, ohne dass das Jahresgehalt die Minijob-Grenze überschreitet.
 

Was ändert sich 2026 bei den Minijobs?

Für Minijobs gibt es 2026 zwei wesentliche Änderungen: Die Verdienstgrenze steigt durch den höheren Mindestlohn von 556 € auf 603 € pro Monat, und auch der Mindestlohn selbst erhöht sich auf 13,90 € pro Stunde. Außerdem entfällt die Unterscheidung nach „Rechtskreis“ (Ost/West) bei Beitragsnachweisen für Arbeitgeber. 

Wie viele Überstunden sind zulässig?

In Deutschland gibt es keine starre Höchstgrenze für Überstunden, aber das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) setzt klare Rahmen: Maximal 10 Stunden pro Tag (inkl. Überstunden), averaging auf 48 Stunden pro Woche (6 Tage/Woche) über 6 Monate/24 Wochen. Bei einer 40-Stunden-Woche sind also bis zu 8 Überstunden pro Woche möglich, solange die tägliche 10-Stunden-Grenze nicht überschritten wird und die durchschnittliche Wochenstundenzahl eingehalten wird. Überstunden müssen ausgeglichen (Freizeit) oder bezahlt werden, wobei pauschale Abgeltungen ohne Obergrenze unwirksam sind. 

Wann verfallen Überstunden im Minijob?

Ja, Überstunden im Minijob können verfallen, aber meist erst nach längerer Zeit: Grundsätzlich gilt die gesetzliche Verjährungsfrist von drei Jahren, beginnend am Ende des Jahres, in dem sie anfielen, aber Arbeitsverträge können kürzere Ausschlussfristen (mindestens 3 Monate) vorsehen, die das Verfallen beschleunigen. Wichtig: Bei Kündigung müssen Überstunden entweder ausgezahlt oder abgefeiert werden, ansonsten droht der Verfall. 

Wie viele Überstunden darf man auf dem Zeitkonto haben?

Die angesammelten Überstunden können entweder als Freizeitausgleich vergütet oder ausgezahlt werden. In vielen Unternehmen mit Zeitkonto ist es gängige Praxis, alle Überstunden bis zu einer Obergrenze von 150 Plusstunden in das Zeitkonto einfließen zu lassen.

Wie wirkt sich eine geringfügige Beschäftigung auf die Rente aus?

Ein Minijob wirkt sich positiv auf die Rente aus, da er Rentenansprüche schafft, die Beschäftigungszeit für die Wartezeit angerechnet wird und bei voller Rentenversicherungspflicht sogar Anspruch auf Erwerbsminderungsrente besteht, was die spätere Rente geringfügig, aber über die Jahre summiert, erhöht und die Zeit bis zum Renteneintritt verkürzt. Wer sich befreien lässt, verzichtet auf viele dieser Vorteile, insbesondere auf die volle Anrechnung der Zeit und den vollen Schutz, da nur der Arbeitgeberanteil zählt. 

Wie viele Stunden für 520 €?

Für 520 Euro verdienen Sie je nach Stundenlohn unterschiedlich viele Stunden; bei Mindestlohn von 12 € sind es ca. 43 Stunden, bei höherem Lohn weniger (z.B. bei 16 €/Std. nur 33 Stunden), da die Formel "520 € / Stundenlohn" die Stunden ergibt. Beachten Sie jedoch, dass seit 2024 die Minijob-Grenze bei 538 € liegt, was die maximale Stundenzahl beeinflusst, aber der Grundgedanke der Berechnung bleibt gleich: Je höher der Lohn, desto weniger Stunden sind für 520 € möglich. 

Was ändert sich 2025 für Minijobs?

Im Jahr 2023 betrug der Mindestlohn 12 Euro, 2024 stieg er auf 12,41 Euro und 2025 liegt er bei 12,82 Euro. Entsprechend hat sich die Grenze für den Minijob von 520 Euro über 538 Euro und im Jahr 2025 auf 556 Euro erhöht. So etwas wie einen Maximallohn gibt es bei Minijobs im Umkehrschluss nicht.

Was ist ein guter Stundenlohn für einen Minijob?

Ein guter Stundenlohn für einen Minijob liegt über dem gesetzlichen Mindestlohn von 13,90 € pro Stunde (Stand 2026), wobei in Branchen wie Nachhilfe, Promotion oder Social Media oft 15 € bis über 20 € gezahlt werden, während gut bezahlte Tätigkeiten auch 25 € oder mehr erreichen können, insbesondere mit Zuschlägen oder in speziellen Bereichen. 

Wann kommt der 13. € Mindestlohn?

Der allgemeine gesetzliche Mindestlohn wurde am 1. Januar 2015 in Deutschland eingeführt. Damals lag er bei 8,50 Euro brutto pro Stunde, ab 1. Januar 2026 beträgt er 13,90 Euro pro Stunde.

Was ist besser, Minijob oder Midijob?

Weder Minijob noch Midijob sind pauschal besser; die Wahl hängt von Ihren Zielen ab: Ein Minijob (bis ca. 538 €/Monat) ist ideal für flexible Nebentätigkeiten ohne Sozialabgaben, während ein Midijob (ca. 538 € bis 2.000 €/Monat) sich lohnt, wenn Sie mehr verdienen wollen, da Sie durch reduzierte Sozialabgaben bei vollem Rentenanspruch deutlich mehr Netto haben, aber Steuern und Sozialversicherungsbeiträge zahlen. 

Können geringfügig Beschäftigte Überstunden machen?

Ja, Minijobber dürfen grundsätzlich Überstunden machen, solange die monatliche Verdienstgrenze (aktuell 538 €) nicht dauerhaft überschritten wird; dies ist durch ein Arbeitszeitkonto möglich, bei dem Überstunden ausgeglichen werden, oder durch gelegentliche, unvorhersehbare Überschreitungen (z. B. bei Krankheitsvertretung, maximal zweimal im Jahr bis zum Doppelten der Grenze). Bei Mindestlohn-Minijobs müssen Überstunden, die 50 % der vereinbarten Stunden übersteigen, monatlich ausgezahlt werden, ansonsten sind sie innerhalb von 12 Monaten auszugleichen. 

Wie viele Tage Urlaub bei geringfügiger Beschäftigung?

Auch bei einer geringfügigen Beschäftigung (Minijob) haben Sie Anspruch auf bezahlten Urlaub, der sich nach der Anzahl Ihrer wöchentlichen Arbeitstage richtet, nicht nach der Stundenzahl; der gesetzliche Mindestanspruch beträgt 24 Werktage bei einer 6-Tage-Woche, was sich auf 20 Tage bei 5 Arbeitstagen pro Woche, 16 Tage bei 4 Arbeitstagen usw. reduziert, da der Anspruch proportional berechnet wird und dem Grundsatz der Gleichbehandlung entspricht. 

Ist es erlaubt, zwei Minijobs auszuüben?

Ja, man darf zwei Minijobs haben, aber die Einkommen aus beiden Jobs werden addiert und müssen die monatliche Grenze von 603 € (Stand 2024/2025) einhalten, sonst werden sie versicherungspflichtig. Bei einer sozialversicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung gilt ein Minijob als steuerfrei, alle weiteren Minijobs werden jedoch mit dem Hauptverdienst zusammengezählt und werden damit sozialversicherungspflichtig. Mehrere Minijobs bei nur einem Arbeitgeber sind nicht möglich, da sie als eine einzige Beschäftigung gelten. 

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